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Posted On September 5, 2015By Die Redaktion

Editorial, LitMag, 05.09.2015

Liebe Leserinnen und Leser, die Sommerpause ist endlich vorbei, es gibt neue Ausgaben der einzelnen Mags – und es hat sich Einiges getan. CrimeMag und LitMag werden in Zukunft monatlich erscheinen, das MusikMag in einem 14tägigen-Rhythmus. Doch auch zwischen den großen Ausgaben wird es immer mal wieder aktuelle Texte und Rezensionen aus allen Bereichen geben – es lohnt sich also, immer mal wieder vorbeizuschauen. Außerdem basteln wir an einer neuen Optik, ein bisschen als eine Art Work in Progress, bitte sehen Sie in den nächsten Tagen großzügig über die BaustelleRead More

Posted On September 5, 2015By Carl Wilhelm Macke

LitMag-Weltlyrik: Bertolt Brecht

Über die Bezeichnung EmigrantenRead More
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Posted On Juni 24, 2015By Carl Wilhelm Macke

LitMag-Weltlyrik: Susan N. Kiguli

MÜTTER SINGEN EIN SCHLAFLIED Nach dem Völkermord von Ruanda (1994) Mütter singen ein Schlaflied Wenn Dunkelheit über die Bäume fällt Und die Schatten verschwinden Die sinnlichen Stimmen säuseln und wispern Über Gebüsch und hohem Gras Das Berge von geköpften Toten verbirgt Und das Aufblitzen der Macheten Beim Aufschlitzen quiekender Kehlen. In diesen trostlosen Lagern Halten Mütter fest an der Melodie des Lebens Fangen den wehmütigen Wind ein Dass er Mut in die Seelen von Kindern singt Die noch nie am Morgen Eine Schale Porridge hatten Oder das Zirpen von GrillenRead More
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Posted On Juni 17, 2015By Carl Wilhelm Macke

LitMag-Weltlyrik: Giuseppe Ungaretti / Roberto Cotroneo

Mein Haus Staunen nach all der Zeit über eine Liebe. Hatte ich sie nicht verstreut in die Welt? Übersetzung: Hanno Helbling Casa mia Sorpresa dopo tanto d’un amore Credevo di averlo sparpagliato per il mondo.   Um Giuseppe Ungaretti (1888 – 1970) vorzustellen, müsste man andere Gedichte auswählen als das aus der Frühzeit seines Werkes stammende „Casa mia“. Schließlich gehört Ungaretti zu den ganz großen ‚epochalen‘ Poeten Italiens im XX. Jahrhundert. Und auch für die europäische Poesie waren seine Gedichte jahrzehntelang mit ihren meisterhaften Verknüpfungen von Biographie und Philosophie, vonRead More
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Posted On Juni 3, 2015By Carl Wilhelm Macke

LitMag-Weltlyrik: Christoph Meckel

Rede vom Gedicht Das Gedicht ist nicht der Ort, wo die Schönheit gepflegt wird. Hier ist die Rede vom Salz, das brennt in den Wunden. Hier ist die Rede vom Tod, von vergifteten Sprachen. Von Vaterländern, die eisernen Schuhen gleichen. Das Gedicht ist nicht der Ort, wo die Wahrheit verziert wird. Hier ist die Rede vom Blut, das fließt aus den Wunden. Vom Elend, vom Elend, vom Elend des Traums. Von Verwüstung und Auswurf, von klapprigen Utopien. Das Gedicht ist nicht der Ort, wo der Schmerz verheilt wird. Hier istRead More
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Posted On Mai 20, 2015By Carl Wilhelm Macke

LitMag-Weltlyrik: Pedro Salinas

Welche Freude, zu leben Welche Freude, zu leben, zu fühlen, gelebt zu werden. Dunkel der großen Gewissheit sich hinzugeben, daß außerhalb meiner, sehr fern, ein anderes Sein mich lebt. Und wenn die Spione, die Spiegel – quecksilbrig, kurzsichtig – behaupten, daß ich hier sei, ich, regungslos, mit geschlossenen Augen und Lippen, der Liebe zum Licht mich verweigernd, zur Blume und zu den Namen, so ist doch ganz offensichtlich, daß ich umhergehe nicht mit meinen, mit anderen Schritten, in weiter Ferne, und dort Blumen küsse, Lichter seh, spreche. Daß es einRead More
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Und dennoch – Zu den Aufzeichnungen von Philippe Jaccottet. Von Carl Wilhelm Macke. In einem frankfurter Nobel-Hotel anläßlich der jährlichen Buchmesse. Man sieht dort „ausschließlich korrekt gekleidet Herren mit Krawatte, niemand grüßt irgendwen im Aufzug oder sonstwo. Man braucht keinen Personalausweis mehr: die Bankkarte ist der einzig gültige Reisepass.“ Hier hat der Dichter – und nicht nur er – das Gefühl, „dass die Poesie tausend Meilen von all dem entfernt ist, auch vom Jahrmarkt der Eitelkeiten literarischer Salons.“ Und liest man die Aufzeichnungen von Philippe Jaccottet, dann glaubt man sichRead More
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Posted On Mai 6, 2015By Carl Wilhelm Macke

LitMag-Weltlyrik: Denise Levertov

O Taste and See Die Welt ist nicht genügend in uns. o Taste and See sagte das Bibelplakat in der Untergrundbahn, und meinte den HERRN, meinte, wenn irgend etwas, alles Leben, das für die Sprache der Phantasie geschaffen, Kummer, Gnade, Worte, Mandarine, Wetter, sie zu atmen, beißen, schmecken, kauen, herunterzuschlucken und zu verwandeln unser aller Sterben in unser Fleisch, die Straße kreuzen, Pflaume, Quitte, hungrig sein, und die Frucht pflücken. Übersetzung von Christa Langenscheidt O Taste and See The world is not with us enough O taste and see theRead More
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Posted On April 29, 2015By Carl Wilhelm Macke

Klassiker-Check: Stefan Zweig: Ungeduld des Herzens

Mitleid und Mit-Leiden – Zweigs „Ungeduld des Herzens“: Es gäbe doch nun wirklich eine ganze Reihe neuerer und aufregenderer Bücher, die es zu lesen lohnt, als gerade diesen 1938 zum ersten Mal erschienenen Roman über die Gewissensskrupel eines K.U.K.-Leutnants gegenüber einem körperlich behinderten jungen Mädchen ‚aus den besseren Kreisen’ zur Zeiten der alten ‚Habsburger Monarchie’. Oder? Von Carl Wilhelm Macke Gut, Zweig ist ein glänzender Schriftsteller mit Sinn für Umgangsformen und für den ‚Suspense of a story’. Sein Verhalten in der Epoche des Nationalsozialismus war vorbildlich. Wes Anderson, der RegisseurRead More
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Posted On April 29, 2015By Carl Wilhelm Macke

LitMag-Weltlyrik: Heinriche Heine / Oskar Werner

Mir träumte: Traurig schaute der Mond, Und traurig schienen die Sterne; Es trug mich zur Stadt, wo Liebchen wohnt, Viel hundert Meilen ferne. Es hat mich zu ihrem Hause geführt, Ich küßte die Steine der Treppe, Die oft ihr kleiner Fuß berührt Und ihres Kleides Schleppe. Die Nacht war lang, die Nacht war kalt, Es waren so kalt die Steine; Es lugt‘ aus dem Fenster die blasse Gestalt, Beleuchtet vom Mondenscheine. Heinrich Heine   Nicht Heinrich Heine, der Autor dieses Gedichts aus dem Zyklus „Die Heimkehr“ (1823/24), steht im MittelpunktRead More
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Posted On April 22, 2015By Carl Wilhelm Macke

Philipp Felsch: Der lange Sommer der Theorie

Wie man früher dachte – Es muss irgendwann in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts gewesen sein. Da trafen sich in einem Frankfurter Volksbildungsheim linke Studenten, Hochschullehrer, Sozialarbeiter, Gewerkschaftssekretäre, Lehrer, Ärzte und sozialrevolutionär bewegte protestantische Pfarrer zu einem großen kapitalismuskritischen Palaver. Und am Rande des Saals hatte auch Peter Gente seinen mobilen Büchertisch mit Broschüren, Pamphleten und merkwürdig monochrom gestalteten Paperbacks aufgebaut. Es wimmelte da nur so von Titeln und Autoren, die allesamt der radikalen intellektuellen Linken in Italien und Frankreich zuzuordnen waren. Texte deutschsprachiger Autoren fand man nicht aufRead More
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Posted On April 22, 2015By Carl Wilhelm Macke

LitMag-Weltlyrik: Donald Berger

Alles in Butter Ist Schönheit einmal hergestellt, sind Dichter überall glücklich, Obwohl sie weinen. Ich war einmal ein Dichter. Sie entdecken das Haupt, das ein Dichter zu sein vorgibt wie es immer noch das Gedicht vorträgt. Gerade soweit kann der Dichter gehen. Everything in Butter Once beauty is produced poets everywhere are happy, though they weep. I was a poet once. They find the head pretending to be a poet still reciting the poem. That’s as far as the poet can go. Übersetzt von Christoph König Kann es sein, dassRead More
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Posted On April 13, 2015By Carl Wilhelm Macke

LitMag-Weltlyrik: Günter Grass

Transatlantische Elegie Zum Lächeln aufgelegt, und Erfolg, das Hündchen immer bei Fuß. So unterwegs im Lande Walt Whitmans, mit leichtem Gepäck. Frei schwimmend zwischen den Konferenzen, getragen vom Redefluss. Doch während Pausen, solange sich gewürfeltes Eis klirrend mit Gläsern ausspricht, rührt es dich an und nennt seinen Namen. In New Haven und Cincinnati von Emigranten befragt, die damals, als uns der Geist emigrierte, nichts mitnehmen durften als Sprache, und immer noch schwäbisch, sächsisch und hessisch die gutgelaunte und jedes Wort streichelnde Vielfalt der Zunge belegen, in Washington und New YorkRead More
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Posted On April 8, 2015By Carl Wilhelm Macke

LitMag-Weltlyrik: Michael Krüger

Wie Gedichte entstehen Jeder kennt den Moment, da man auf die Lichtung tritt und die Hasen, nach einer Sekunde des Zögerns, im Unterholz verschwinden. Es gibt kein Wort, das sie aufhalten könnte. Du bist wohl nicht bei Trost, sagte mein Vater, wenn mir die Tränen kamen. Wie soll man ein Ganzes denken, wenn man nicht weiß, was ein Ganzes ist? Michael Krüger   Es führt ein direkter Weg von diesem Gedicht über das Entstehen von Gedichten zu der „Münchner Rede zur Poesie“, die Michael Krüger im Oktober 2014 unter demRead More
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Posted On März 25, 2015By Carl Wilhelm Macke

LitMag-Weltlyrik: Anna Maria Carpi

Du hörst zu – hörst du zu? – dem anderen, der von sich erzählt, du wartest auf den ersten Punkt, um von dir zu sprechen „ich auch…“ Jetzt hört der andere zu – hört er zu? Nein, er denkt nur: mach’s kurz. Ein letzter Rerst Herz für ein „Kopf hoch“ und ein „bis bald“. Dann das schwindende „ciaciao“, in dem das O verlischt. Aus dem Italienischen von Piero Salabè Im italienischen Original lautet das Gedicht: Tu ascolti – ascolti? – l’altro che ti racconta i casi suoi, tu aspetti soloRead More
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Posted On März 18, 2015By Carl Wilhelm Macke

LitMag-Weltlyrik: Odysseas Elytis

Die Zeit ist schneller Vogelschatten Weit offen meine Augen in ihren Bildern Um das tiefgrüne Glück der Blätter Großes Erleben der Schmetterlinge Während die Unschuld Sich ihrer letzten Lüge entkleidet Süßes Abenteuer süßes Leben. Übersetzung: Barbara Vierneisel-Schlörb und Antigone Kasolea   Um das schnelle Vergehen der Zeit in Worte zu fassen, gibt es im Deutschen eine ganze Reihe von alltäglichen Redewendungen. „Mein Gott, wie schnell die Zeit vergeht“ oder, beliebt bei Altherren-Geburtstagen: „Wir werden alle älter mit der Zeit“. Oder lakonisch kurz geseufzt: „Ist es schon wieder so weit?“ OderRead More
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Posted On März 4, 2015By Carl Wilhelm Macke

LitMag-Weltlyrik: Paul Celan

Drüben Erst jenseits der Kastanien ist die Welt. Von dort kommt nachts ein Wind im Wolkenwagen und irgendwer steht auf daher. Den will er über die Kastanien tragen: „Bei mir ist Engelsüß ein roter Fingerhut bei mir –“ Erst jenseits der Kastanien ist die Welt…» Dann zirp ich leise, wie es Heimchen tun, dann halt ich ihn, dann muß er sich verwehren: ihm legt sich mein Ruf ums Gelenk! Den Wind hör ich in vielen Nächten wiederkehren: «Bei mir flammt Ferne, bei dir ist es eng…» Dann zirp ich leise,Read More
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Posted On Februar 25, 2015By Carl Wilhelm Macke

LitMag-Weltlyrik: Christine Lavant

Es riecht nach Schnee, der Sonnenapfel hängt so schön und rot vor meiner Fensterscheibe; wenn ich das Fieber jetzt aus mir vertreibe, wird es ein Wiesel, das der Nachbar fängt, und niemand wärmt dann meine kalten Finger. Durchs Dorf gehn heute wohl die Sternensinger und kommen sicher auch zu meinen Schwestern. Ein wenig bin ich trauriger als gestern, doch lange nicht genug, um fromm zu sein. Den Apfel nähme ich wohl gern herein und möchte heimlich an der Schale riechen, bloß um zu wissen, wie der Himmel schmeckt. Das WieselRead More
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Posted On Februar 18, 2015By Carl Wilhelm Macke

LitMag-Weltlyrik: Stewart Conn

Schneemann Über Nacht kam das Tauwetter. Alle Spuren von Schnee waren aus den Gärten verschwunden. Und doch sah ich, als ich hinausschaute, einen Schneemann mitten auf dem Rasen. Ich dachte an Wallace Stevens’ ‚nichts, das nicht da ist, und das Nichts, das ist’ und entschied mich, es nochmals zu versuchen – mit Brille. Und tatsächlich, da stand er immer noch, in voller Lebensgröße. Niemand in der Nähe, keiner, der hinschaute. War’s eine Kristallisierung von Schuld und Wunsch, diese Verbindung von üblicherweise versteckten Elementen? Bei genauerem Hinsehen, merke ich, dass esRead More
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Posted On Februar 4, 2015By Carl Wilhelm Macke

LitMag-Weltlyrik: Josefina García-Marruz Badía

Wenn meine Gedichte Wenn meine Gedichte alle verloren gingen würde die kleine Wahrheit die in ihnen leuchtet gleichwohl in irgendeinem grauen Stein am Wasser überdauern oder in einem grünen Strauch. Wenn alle Gedichte verlorengingen würde das Feuer sie endlos nennen rein von aller Schlacke, und die ewige Dichtung würde wiederum mit den Morgenröten erklingen. Übersetzung von Curt Meyer-Clason   Josefina García-Marruz Badía, wurde 1923 in Havanna geboren. Ihr Studium an der dortigen Universität schloss sie 1963 mit einer Promotion in Sozialwissenschaften ab. Schon früh begann sie mit dem Schreiben vonRead More
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Posted On Januar 28, 2015By Carl Wilhelm Macke

LitMag-Weltlyrik: Pere Gimferrer

III. Wie die Männer, die sich vollenden in der Tat oder im Verlangen oder mit einem warmen Körper am Ende einer Gasse, im Hintergrund eines Dioramas, wie es sie früher im Kolumbusdenkmal gab, welche die Entdeckung Amerikas im Stil der Kompositionen des vergangenen Jahrhunderts darstellten, wenngleich sich das Papier etwas bewegte, auf das die Agaven gemalt waren mit einem grünen Drachen im Hintergrund, der die Reißzähne zeigte, und alle im Kanu – die wir das schwarze Gewässer des Lethe durchqueren, so leidet das Gedicht an dem dringenden Bedürfnis, das WirklicheRead More
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Posted On Januar 21, 2015By Carl Wilhelm Macke

LitMag-Weltlyrik: Uroš Zupan

Immer bleibt das Andere Es ist gut, von Leben zu Leben zu wandern. Die Luft wird stickig, das Gedränge unerträglich. Die Alten meinen, mit ihnen höre alles auf, die Jungen, alles beginne mit ihnen. Du öffnest die Tür und gehst, hast keinem was getan. Hast eine Spur hinterlassen, keine einen Fingerabdruck, keinen, vielleicht den Duft der vergangenen Jahre (denn die Liebe verliert ihren Duft nicht), keinen, auch gut. Man wird dich zitieren, von dir sprechen mit Achtung und Angst, dich vorführen als Inbegriff von Dummheit und schlechtem Geschmack, auch gut.Read More

Posted On Dezember 20, 2014By Die Redaktion

CM-Jahreshighlights 2014, Teil II (H–N)

Willkommen zum CM-Jahresrückblick, Teil II (H–N): der kaleidoskophafte Rückblick, der andere Rückblicke überflüssig macht! Also nehmen Sie sich Zeit, verproviantieren Sie sich, halten Sie Bleistift und Papier für letzte Einkäufe, Geschenke und Belohnungen für sich selbst bereit und freuen Sie sich mit uns, spotten Sie mit uns und vor allem: Amüsieren Sie sich gut! (Zu Teil I und Teil III). Sonja Hartl Es war ein gutes Krimijahr mit großartigem Neuen von bekannten Namen (David Peace, Dominique Manotti), nahezu vergessenen Größen (James Lee Burke, Liza Cody) und deutschsprachigen Autoren (Anne Goldmann,Read More
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Posted On Dezember 17, 2014By Carl Wilhelm Macke

LitMag-Weltlyrik: Joseph Brodsky

Der Weihnachtsstern Im frostigen Winter war eine Gegend – gewöhnt an Glut mehr als an Kälte, an Fläche mehr als an Berge – offenbar gut für die Geburt des Kindes, das da kam zu retten die Welt. Der Schnee fiel in solchen Mengen, wie er nur in der Wüste fällt. Dem neugeborenen Kind kam alles gewaltig vor: die Brust der Mutter, die Nüstern des Ochsen, Kaspar, Melchior, Balthasar und deren Geschenke, die man hereintrug. Den Kern bildete aber das Kind selber. Und das war der Stern. Aufmerksam, ohne zu zwinkern,Read More
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Posted On Dezember 10, 2014By Carl Wilhelm Macke

LitMag-Weltlyrik: Konstantinos Kavafis

Die Stadt Du sagtest: „Ich gehe in ein anderes Land, ich gehe zu anderem Meer. Es findet sich eine andere Stadt, die besser ist als diese. Jede meiner Mühen ist zum Scheitern verurteilt; und es ist mein Herz – als sei es tot begraben. Wie lange wird mein Geist in dieser Betrübnis bleiben. Wohin ich mein Auge wende, wohin ich auch schaue, die düsteren Trümmer meines Lebens sehe ich hier, das ich so viele Jahre ließ zerstören und verwüsten.“ Du findest kein neues Land, findest keine anderen Meere. Die StadtRead More
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Posted On Dezember 3, 2014By Carl Wilhelm Macke

LitMag-Weltlyrik: Mendel Neugröschl

Gibt es noch irgendwo Europa? Gibt es noch irgendwo Europa, das alte, graue, dekadente? Den Eiffelturm, und Rom, Paris, die Donau, jene blauen Borte, die fernehin und bang sich wiegte gleich einem müden Leichenzug? Gibt es noch irgendwo Europa, ist es denn nur mehr die Gestalt aus einem wunderlichen Mythos? In einem feuchten Wald ein Satyr? Ein Mondgeheimnis? Oder Horn, durch dunkle Wälder schallend? Ist’s gar ein kurioser Stern, ein unerreichbar fernere Stern, verborgen hinter Nebelweben, durch dunkle Sphären schwebend, schwach flackernd, bald verloschen, so daß bloß Schall und RauchRead More