Posted On 6. März 2017 By In Litmag With 316 Views

Bestenliste: Der Litprom-Weltempfänger Frühjahr 2017

weltempfänger frühjahr 2017
Auf Empfang aus aller Welt

„Weltempfänger“ heißt die Litprom-Bestenliste zu Literaturübersetzungen, die vier Mal im Jahr herausragende literarische Stimmen, die im deutschsprachigen Raum zu entdecken sind, vorstellt. Eine neunköpfige Jury aus Literaturkritikern, Schriftstellern und Kulturjournalisten nominiert sieben Titel unter allen Neuerscheinungen der ins Deutsche übersetzten Belletristik aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der Arabischen Welt und stellt ihre Auswahl mit Kurztexten vor.

Wir freuen uns sehr, diese außergewöhnliche Liste, die echte literarische Entdeckungen bereithält, regelmäßig im CulturMag präsentieren zu dürfen.

Die sieben besten Winterbücher

Die 34. Litprom-Bestenliste Weltempfänger (zum Download als PDF hier) empfiehlt zwei Klassiker der asiatischen Literatur, ein Tagebuch aus dem syrischen Krieg, zwei amüsante Romane aus Marokko, einen Roman über eine (Zeit)reise nach Indien sowie kluge Kriminalliteratur aus Südafrika.

Auf Platz 1 ein zentrales Werk der japanischen Moderne: Kokoro (Manesse) von Natsume Sōseki – ein bis heute berückender Roman, der sich den Themen Freundschaft, Einsamkeit und Entfremdung widmet. Auf Platz 3 findet sich der 1320 Seiten starke chinesische Klassiker Die Reise in den Westen (Reclam), kongenial in ein hinreißend frisches Deutsch übertragen von Eva Lüdi Kong. In Der Spaziergänger von Aleppo (Weidle), Platz 2, berichtet der noch immer in Aleppo lebende Autor Niroz Malek tagebuchartig aus dem Krieg in Syrien und schafft damit ein großartiges Zeugnis der Menschlichkeit.

Der marokkanische Autor Mahi Binebine landet mit seinem Entwicklungsroman Der Himmel gibt, der Himmel nimmt (Lenos) auf Platz 4 der Bestenliste – eine Schwankerzählung mit viel Witz und ein Loblied auf die Selbstbefreiung. Sein Landsmann Fouad Laroui schafft es in Die Leiden des letzten Sijilmassi (Merlin), Platz 7, bitterernste Themen wie Entwurzelung, Entfremdung und Glauben in einer vergnüglichen und amüsanten Lektüre zu verpacken.

Auf Platz 5 gelangt Shumona Sinha mit ihrem Roman Kalkutta (Nautilus), der poetisch, wuchtig und zärtlich von einer (Zeit)reise nach Indien erzählt. Einen schonungslosen Blick auf die politischen Konfliktlagen in Südafrika wirft der Thriller von James McClure, Song Dog (Unionsverlag), ein Klassiker der südafrikanischen Kriminalliteratur.

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