Geschrieben am 10. Mai 2020 von für Allgemein, Litmag, SHUT DOWN 2020

Petra Junker: Die Frau in Berlin, ganz allein – eine Selbsterkenntnis


Culturmag Special SHUT DOWN 2020


DIE FRAU IN BERLIN, GANZ ALLEIN – EINE SELBSTERKENNTNIS

Ich bin dekadent, ich habe zwei Heime, pendle permanent. Mein Herz ist nicht hier, sondern ganz weit weg. Ich kann hier nicht weg, die Grenzen sind dicht und doch brennt mein Licht, im Herzen ganz hell. Wie es schien, sollte das Schicksal so sein. So ist es nun mal mein kleines Problem, für alle die mich verstehen. Mein Herz ist dort gefangen. Ich hoffe es wartet und geht nicht hinfort. Die Sehnsucht ist groß wieder in die Ferne zu schweifen und nach der Liebe zu greifen.

Ich reise gerne und stehe vor dem Bild aus der Ferne, selbst geschossen vor langer Zeit auf einem Vulkan, der so eindrucksvoll die Natur mir zeigt. Natur ist auch Virus, so ist es nun mal, wir können es nicht ändern im Jammertal. Gesundheit kann man nicht kaufen, im Geld kannst du ersaufen oder auch pleite sein, das wäre nicht schön. So ist es nun mal mit meiner Umtriebigkeit. Der Lockdown mir Ruhe verleiht, ein wenig melancholisch bin ich schon und wünsche mir das Ende der Situation.

Nun ist es genug der Jammerei, blicken wir nach vorne, dann ist es bald vorbei. Genießen wir die Muße und die Nachdenklichkeit. Es ist Zeit zur Einkehr, seien wir bereit.


Petra Junker



Petra Junker , 51 Jahre alt, Cosmopolit* in, wohnt in Bukarest und Berlin.

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