Im Video-Gespräch: Frank Schulz
Berufswelt Privatdetektiv, grotesk gestaltet
– Zwar nicht über den Dächern von Nizza, aber immerhin über den Dächern von Hamburg-Hoheluft trafen wir den Krimiautor Frank Schulz im siebten Stock seiner Arbeitswohnung. Wer kann es ihm verdenken, dass er sich bei dem herrlichen Blick auf den Fernsehturm, die Grindel-Hochhäuser und den ehemaligen Wasserturm im Schanzenpark mehr inspiriert fühlt als in seinem eigentlichen Zuhause, wo ihn die vierköpfige Familie, die über ihm wohnt, mit „Trittschall“ mürbe macht? Im Korridor hängt eine ausgestopfte Ente an der Wand, ein Geschenk von Schriftsteller-Kollegin Karen Duve. Das passt doch zu dem Meister, der die Groteske liebt. Schulz, der gern mit seinem Freund Harry Rowohlt verwechselt wird, spricht über seine Kiez-Erfahrungen mit „delinquenten“ Typen, und über die Faszination der Schreibwarenläden seiner Kindheit.
Kerstin Carlstedt, Interview-Lounge
Frank Schulz: Onno Viets und der Irre vom Kiez. Galiani Verlag 2012. 366 Seiten. 19,99 Euro.


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