Carlos Krimischmiede


AMEN? IWWEL!

Folgen Sie Carlo Schäfer in seine Krimischmiede, in der er auf dem Wahnsinn der Welt herumhämmert, auf dass die Funken sprühen. Das passiert eigentlich mit schöner Regelmäßigkeit alle 14 Tage, aber wegen der Osterpausen am nächsten Samstag wollen wir Sie keinesfalls eine Woche länger ohne Carlo-Stoff hängen lassen … Deswegen heute: Amen!!!

Gibt es ihn schon, den Steinzeitkrimi? Bestimmt, aber es soll ja auch die ein oder andere sonstige Krimisparte recht ausgiebig bearbeitet werden, also:

Gork, der mörderische Mammutmann

Gork blinzelte in die aufgehende Sonne und leckte versonnen den Tau von seinem Lieblingsfarn.

In der Höhle schliefen noch alle. Gerührt vernahm er das Keuchen seines Weibchens Brünn, die demnächst mit dem siebten Kind niederkommen würde.

Noch war es warm im Uwuwutal, aber er, mit sechs Händen voller Sommer der Rottenälteste, wusste, dass nun bald die längeren Nächte kommen würden und es höchste Zeit gewesen war, Fleisch für die kalte Zeit zu erjagen.

Zufrieden kratzte er sich ein wenig Mammutblut vom Schenkel, streute die rostbraunen Placken neben sich ins Gras und wartete. Schon bald kam das erwünschte Mäuslein aus dem Unterholz und näherte sich gierig dem Köder. Mammutblut war der beste Mäuseköder der Welt, wäre das Mäuslein nicht gekommen, Gork hätte „IWWEL!“ gerufen. Das war sein Wort für Überraschung, das leider keiner aus der Rotte verstand.

Das Mäuslein schnüffelte begeistert am Trockenblut und bemerkte also nicht die entschlossen niedersausende Faust des Mammutmanns.

Zufrieden fraß Gork das platte Mäuslein, das trotz gebrochenen Rückenmarks an Gorkens Gaumen noch ein wenig bebte, ganz so, wie er das mochte.

Gestärkt erhob er sich, um in der Vorratshöhle nach dem toten Mammut zu schauen.

Als er gerade losgehen wollte, trat Töpp, sein ältester Sohn vor die Rottenhöhle: „GORK MÖMMEL?“

„GORK MÖMMEL MAMMUT!“, antwortete Gork.

„TÖPP GORK MÖMMEL MAMMUT?“, fragte der für seine 15 Jahre leider schon unermesslich fette Töpp.

Gork hatte nichts dagegen, wenn Töpp ihn begleitete.

Schweigend, da nichts denkend, gingen die Männer den kurzen Pfad zur Höhle.

Als sie bei der Höhle angelangt waren, war es Gork, der das Schweigen brach: „IWWEL! IWWEL! IWWEL!“

Das tote Mammut hatte offensichtlich über Nacht Besuch bekommen. Traurig betrachtete Gork die nur allzu vertrauten Spuren des Säbelzahntigers. Irgendwie schwante ihm, freilich, ohne das in Worte fassen zu können, dass es schlauer wäre, Beute zu bewachen – da war er seiner Zeit weit voraus.

Andererseits: Es gab ja noch den fetten Töpp. Mit einem schnellen Keulenhieb tötete Gork seinen Sohn und betrachtet zufrieden dessen gewaltigen Leib. Das sollte schon auch eine Weile für die Rotte reichen. Niemand würde Fragen stellen, das wusste Gork, denn außer Töpp konnte niemand aus der Rotte Fragesätze bilden …

Das könnte natürlich ein Problem bei diesem noch nicht so heftig beackerten Krimiformat sein – nimmt man die Protagonisten ernst, geraten die Geschichten schlicht, nehmen wir einfach moderne Menschen, die Felle tragen, ist’s großer Mist – wenn auch sehr verbreiteter …

Kehren wir dann doch vielleicht lieber in eine – freilich steinzeithaft daherkommende – Gegenwart zurück:

Katholische Nachrichten: „Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller hat in einem Interview mit der italienischen Zeitung La Stampa schwere Kritik an der deutschen Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger geübt. ‚Sabine Leutheusser-Schnarrenberger gehört einer Art Freimaurer-Vereinigung an, die Pädophilie als Normalität darstellt, die entkriminalisiert werden soll. Also kann sie uns nicht kritisieren. Außerdem hat sie gelogen, indem sie uns diffamiert hat.‘“

IWWEL! IWWEL! IWWEL!

Heißt doch wohl ungefähr:

Sabine Leuchtfeuer-Schnatternatter ise inne Schweinborsteria, wo Bubenpopo halali und … Nix Antivatikano, Amigo! Et atque böseblöd!

Und Papst Benni ergänzt: Ego senilissimus companero sodomistico meo absolvo a omnis prokteriis juvenilis mammutschwanzum meum gewesenixweißmehrissmo.

AMEN.

Carlo Schäfer

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