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Herzlich willkommen! Buchmesse war gestern, hier ist schon wieder ein pralles CrimeMag mit 32 nicht zu kleinen Beiträgen. Unser US-Korrespondent Thomas Adcock nimmt das Buch „Learning from the Germans“ zum Anlass für etwas Vergangenheits-Aufarbeitung. Mercedes Rosende hat während der Buchmesse den LiBeratur-Preis der LitProm erhalten, Thomas Wörtche hielt die Laudatio. Zusätzlich bringen wir Ihnen, übersetzt von Elisabeth Müller, auch das Dankeschön von Mercedes Rosende. Natürlich ist es politisch. Down Under gerade eine kleine Sensation: „The Red Hand“, ein Romanfragment samt gesammelter Texte von Peter Temple. Wir präsentieren Ihnen daraus seineRead More
“When authoritarian figures can do no wrong, the problem is not so much with the leader but with the followers, who, like followers of religious cults, willingly drink the proverbial Kool-Aid regardless of how high their IQ may actually be. Seeing their unearned, privileged positions threatened by merit-based concepts such as equality, they embrace cult leaders who present themselves as the only solution to their downward-spiraling predicament, or as Trump proclaimed while mounting the Republican National Convention stage: ‘I am your voice. I alone can fix it.’” —Miguel A. DeRead More
LiBeraturpreis 2019 für Mercedes Rosende: „Krokodilstränen“ – Die Laudatio Estimada Mercedes Rosende, sehr geehrte Damen und Herren, für Fans der einfachen Weltbilder, könnte man versucht sein zu sagen: Für „Krokodilstränen“ hat Mercedes Rosende ausgerechnet den feministisch inspirierten LiBeratur-Preis gewonnen, weil in diesem Kriminalroman alle männlichen Hauptfiguren unfassliche Trottel sind. Und die weiblichen Hauptfiguren schlau und ausgekocht.  Das stimmt sogar. Aber ganz bestimmt hat Meredes Rosende den LiBeratur-Preis deswegen nicht bekommen. Sie hat ihn bekommen, weil „Krokodilstränen“ ein raffiniert gemachter Roman ist. Ein beinahe klassisch anmutender Kriminalroman sogar, aber eben nurRead More

Posted On November 3, 2019By Mercedes RosendeIn Crimemag, CrimeMag November 2019

Mercedes Rosende: Danke

Weibliche Wirklichkeiten Eine Danksagung – übersetzt von Elisabeth Müller Vielen Dank an Litprom und an das ganze Litprom-Team. Da mir die Worte fehlen, um die Arbeit dieser Institution zu schildern, will ich auf die wunderbare Formulierung ihrer eigenen Webseite zurückgreifen:  „Die literarische Zirkulation erweist sich in diesem Zusammenhang als besonders wertvoll für eine Bewusstseinsbildung von den vielfältigen Lebenswelten auf dem Globus.“ Mein Dank gilt der Person, die diese Einrichtung nach außen vertritt: Anita Djafari – eine “großartige Literaturvermittlerin”, wie ich lesen durfte und nur bestätigen kann. Danke auch dem Sponsor Yogi Tee, danke allen meinen LeserinnenRead More
Heißes Pflaster Frankfurt – Sehnsuchtsort und Sündenpfuhl Eine Wertschätzung von Thomas Groh Das Jahr ist 1981. Die Kaiserstraße, wo sich heute neben Streetfood, Restaurants und modernen Supermärkten heute höchstens noch Touristen aus der entlegensten Provinz gruseln, wenn sie mal von einem Schnorrer angesprochen werden, die Kaiserstraße also war seinerzeit noch fest im Griff des Milieus: Zwielichtige Schuppen, Prostitution, Spielhallen bestimmen das Straßenbild und festigen den Ruf des Verbindungsstücks zwischen Hauptbahnhof und Finanzviertel als Frankfurts berüchtigster Straße. Und mitten drin: Der beschauliche Blumenladen von Onkel Ossi – der große Kurt RaabRead More
Ute Cohen und Werner Fuld sehen das neue Buch von Simone Buchholz ganz gegensätzlich Ziemlich tricky „Alligatoren jagen in New Yorker U-Bahn-Schächten, das ist mein Plan!“ „Alligatoren, aber …“ „Laber nicht, willst du oder willst du nicht? Gib mal die Bong rüber!“ „Quatsch mich nicht so blöd an, Alter, schon mal was von Frauenbewegung gehört?“ „Na klar, Frauenbewegung ja, aber schön rhythmisch muss sie sein.“ (Gegacker) „Sag mal, ist das ‚Schwarzer Afghane‘?“ (nickt dreimal im Zeitlupentempo). „Oh, nee, hallo, kann mal jemand den Hippie-Scheiß abstellen? ‚Hotel California‘! Ich fass esRead More

Posted On November 3, 2019By Robert RescueIn Crimemag, CrimeMag November 2019

Kurzgeschichte von Robert Rescue (15)

Ein Abendessen bei Hannes Neulich lud mich mein Freund Hannes zum Blumenkohlauflauf ein. Einen Auflauf zuzubereiten, darin ist er ein Meister und ich bin stets erfreut, wenn er mich einlädt. Doch nicht nur das Kochen beherrscht er meisterhaft. Die andere Sache, in der er geschickt ist und mit der er seinen Lebensunterhalt verdient, hat mit Kochen gar nichts zu tun. Hannes ist Auftragsmörder und er gilt als einer der besten weltweit. Weil er damit so viele Erfahrungen gesammelt hat, fing er irgendwann an, darüber Bücher zu schreiben. Dies natürlich unterRead More
Bücher kurz serviert Kurzbesprechungen von fiction – non fiction finden Sie nebenan. Hanspeter Eggenberger (hpe), Joachim Feldmann (JF), Alf Mayer (AM) und Thomas Wörtche (TW) über: Zeina Abirached & Mathias Énard: Zuflucht nehmenHannelore Cayre: Die AlteKevin Hardcastle: Im KäfigClaire Lombardo: Der größte Spaß, den wir je hattenRegina Nössler: Die PutzhilfeJoyce Carol Oates: Sieben Reisen in den Abgrund Pierre Pouchairet: Unheiliges Land Christian von Ditfurth: UltimatumHideo Yokoyama: 2 Wieder ein Meisterwerk (TW) Zeit ist ein wichtiges Strukturelement bei Regina Nössler in Die Putzhilfe. Die promovierte Soziologin Franziska Oswald verlässt ihr spießiges und einengendesRead More
Alf Mayer: Sachbücher, kurz und bündig Sekundärliteratur ist unerlässlich, wenn man nicht nur konsumieren will. Alf Mayer (AM) war auf einem Streifzug im Revier unterwegs – mit Kurzbesprechungen von: Gisela Dachs (Hg.): Jüdischer Almanach Sex & CrimeDietmar Dath: NiegeschichteErnst Dronke: BerlinRob Ford, Julius Wiedemann: Web DesignSalmen Gradowski: Die ZertrennungKlaus Honnef: Gerhard RichterPhilipp Hontschik: Titelseiten, die Geschichte schriebenMatthew Horace: Schwarz Blau Blut. Ein Cop über RassismusMichael Jürgs: Post mortemFrank Kawelovski, Sabine Mecking: 70 Jahre Polizei in NRWKatharina Pektor (Hg.): Peter Handke. Dauerausstellung Stift GriffenTitanic – Das endgültige Titel-BuchC. Juliane Vieregge: Lass uns über den Tod reden Errettung einesRead More
Eine Vielzahl Krimi-Neuheiten  … erscheinen jeden Monat, dazu Graphic Novels (vulgo: Comics) und DVDs und BluRays. Unmöglich, das alles zu überblicken und zu rezensieren. CrimeMag siebt und schürft deshalb für Sie und weist hier regelmäßig mit Hilfe von: Kaliber.38 und der befreundeten Buchhandlungen Chatwins (Berlin), Hammett (Berlin), Glatteis (München), Wendeltreppe (Frankfurt) und Buchladen in der Osterstraße (Hamburg) auf interessante Neuerscheinungen hin. Empfehlungen für DVDs, BluRays und Comics geben Katrin Doerksen und Thomas Groh. Jan Christian Schmidt von Kaliber.38: Der Herbst zieht durchs Land, die Tage sind kurz, das Licht trüb, die Luft feucht und kalt. Es gibt doch kein besseres Ambiente fürRead More

Posted On November 3, 2019By Bodo V. HechelhammerIn Crimemag, CrimeMag November 2019

Bodo V. Hechelhammer im Gespräch mit Dirk Brauns

Zwischen allen Stühlen Ein Interview mit Dirk Brauns über „Die Unscheinbaren“, und Verleger Wolfgang Hörner schaut auch vorbei  Dirk Brauns ist Autor des Romans „Die Unscheinbaren“, ein Familien- und Spionageroman, der im Berliner Galiani-Verlag im Frühjahr 2019 erschienen ist. Bodo V. Hechelhammer traf Brauns und den Programmleiter von Galiani, Wolfgang Hörner, für CulturMag in den Verlagsräumen in der Friedrichstraße und sprach mit ihnen über Dirk Brauns‘ Autorenleben und den Weg zu seinem aktuellen Buch. Frühe Affinität Hechelhammer: Dirk Brauns, Jahrgang 1968, wurde am Valentinstag in Ostberlin geboren. Abitur 1986. DanachRead More
München Blues Geht doch – Thomas Wörtche freut sich über Bewegung im Kriminalroman Ein bisschen Kafkas „Prozess“ weht einen schon bei Franz Doblers „Ein Schuss ins Blaue“ an, dem dritten Roman um den zum Privatdetektiv gewordenen Ex-Polizisten Fallner.  Kafkas Josef K. wird ohne ersichtlichen Grund verhaftet, die Agentur von Fallners Bruder, für die der Ex-Cop arbeitet, bekommt einen Auftrag ohne sichtbaren Auftraggeber und ohne genaueres Operationsziel, bis auf den vagen Hinweis auf einen islamistischen Terroristen, der sich in München etabliert haben soll und aus dem Verkehr gezogen werden muss. Dafür allerdingsRead More

Posted On November 3, 2019By Hanspeter EggenbergerIn Crimemag, CrimeMag November 2019

Hanspeter Eggenberger über James Lee Burke

Ein Denkmal für Dave Robicheaux Hanspeter Eggenberger über »Mein Name ist Robicheaux« von James Lee Burke Ein Klotz. 600 Seiten. Bei genauem Hinschauen werden die letzten rund 35 Seiten zwar durch eine zusätzliche Erzählung, »The Wild Side of Life«, bestritten, aber Mein Name ist Robicheaux ist immer noch ein fetter Wälzer. Eine Art Denkmal für Dave Robicheaux, den Helden von nun bereits 22 Romanen, die eine der besten Serien in der aktuellen Kriminalliteratur bilden, wenn nicht die beste. Gut 30 Jahre nach seinem ersten Auftritt in »The Neon Rain« (1987; Deutsch:Read More

Posted On November 3, 2019By Robert BrackIn Crimemag, CrimeMag November 2019

„Frankenstein in Bagdad“

Hand in Hand mit dem Monster In seinem Roman „Frankenstein in Bagdad“ entwirft der irakische Schriftsteller Ahmed Saadawi die phantastische Szenerie einer Überlebenszone im Grenzbereich zwischen Barbarei und Zivilisation – Von Robert Brack. Mord in Bagdad? Was sollte daran schockierend sein? Wo dort doch überall Tote herumliegen, die  gewaltsam ums Leben gekommen sind. In einem Krieg nach dem Krieg, einem Bürger-Krieg, der verhindern soll, dass es so etwas wie einen Bürger und das für ihn notwendige Zivilleben gibt und geben kann. Welchen Stellenwert haben Morde in einer Welt, in der die Polizei nur aus kalkuliertem EigeninteresseRead More
Die Schweiz hat sich schuldig gemacht Über das wichtige Buch „Die Schweizer KZ-Häftlinge. Vergessene Opfer des Dritten Reichs“ Dieses Buch ist ein Meilen- und ein Stolperstein. Autoren und Verlag gebührt dafür höchster Respekt. Vier Jahre haben die Journalisten Balz Spörri, René Staubli und Benno Tuchschmid für ihr Buch über die vergessenen Schweizer Opfer des Dritten Reichs recherchiert. Anstoß war ihnen eine Gedenktafel auf dem ehemaligen Appellplatz im KZ Buchenwald. Sie erinnert an die Nationalitäten der Häftlinge, die dort gequält und ermordet wurden. Und zwischen „Schweden“ und „Senegalesen“ steht dort „Schweizer“. Das war Spörri,Read More

Posted On November 3, 2019By Thomas WoertcheIn Crimemag, CrimeMag November 2019

„Die Sprach-Reiniger“

Hart an der Realsatire Karl-Heinz Göttert hat ein kluges Buch über einen bizarr-komischen Kreuzzug gegen das Böse in der Sprache geschrieben. Thomas Wörtche hatte und hat schon immer mit solchen seltsamen Vögeln zu tun. Eine kleine Anekdote: Als meine Eltern in den frühen 1960ern von der Stadt auf’s Land zogen (naja, eher in die Suburb) musste ich in der 3. Klasse Grundschule („Volksschule“ hieß das damals) auf dem Dorf erfahren, dass ich a) dumm bin und b) die deutsche Sprache verschandele. In der Stadt hatte ich nämlich gelernt, was ein VerbRead More
Liebes CrimeMag-Publikum, Kriminalliteratur wurde früher gerne als „Asphalt-Literatur“ abgetan. Wir finden, dass das ein Adelstitel ist. Wir mögen Asphalt, wir mögen Großstadt, wir mögen Realität. Deswegen präsentieren wir Ihnen hier eine neue Rubrik, die jeden Monat Bilder des Fotografen Carsten Klindt und manchmal Texte der Polizistin Nadja Burkhardt kombiniert: Street Scenes und Street Crimes. Aus Realität wird Kunst in Bild und Wort, fragmentarisch und  kaleidoskopisch. Freuen Sie sich mit uns! (Hier Auftritt Nr. 1, Nr. 2, Nr. 3, Nr.4, Nr. 5, Nr.6, Nr.7, Nr. 8 und Nr.9, Nr. 10 und Nr. 11, Nr. 12 und Nr. 13 und Nr. 14 und Nr. 15) „Street Scenes“ ist eine Serie des Berliner Fotografen Carsten Klindt, aus derRead More

Posted On November 3, 2019By Monika GeierIn Crimemag, CrimeMag November 2019

Monika Geiers Giftpflanzen-Kolumne

Die Herbstzeitlose Sie kommt als Letzte zur Party, und sie will was erleben. Wenn die Vernünftigen längst einpacken und heimgehen, wenn die Stimmung ins Unwirkliche kippt und das Licht Aureolen um die schmutzigsten Dinge zaubert, dann betritt eine kleine Diva die Bühne der Natur: die Herbstzeitlose. Sie schmeißt sich ins ganz große Lila und stellt sich mitten in die kalten Herbstnebel, um – im Grunde bloß das zu tun, was alle wollen: blühen. Nur ihr ist es todernst. Ihr starkes Gift ist organschädigend und löst Krebs aus, ein ungemein fiesesRead More
Pfusch Sir Antony Beevor hat ein neues, großes Buch vorgelegt: „Arnheim“ – über eine verheerende Niederlage der West-Allierten im 2. Weltkrieg. Das kann auch für Nicht-Militärhistoriker spannend sein. – Eine Besprechung von Thomas Wörtche. Vermutlich gehört die Operation „Market Garden“ zu den bekanntesten Einzeloperationen des 2. Weltkriegs. Im September 1944 erlitten die West-Alliierten eine verheerende Niederlage, als sie versuchten, mit dieser gewaltigen Boden-Luftlande-Operation den Übergang über den Niederrhein bei Arnheim zu erzwingen, und damit den sogenannten „Westwall“ im Süden zu umgehen.  Die Dramaturgie der Schlacht passte, auf einem gewissen Abstraktionslevel, aufRead More
Die Sprachen der Science Fiction Ein Essay von Alexander Jöckel In der Science Fiktion (SF)-Literatur dienen im Gegensatz zum Fantasy-Genre meist eher technische Fachbegriffe dazu, um eine futuristische, wissenschaftlich orientierte Welt zu erschaffen, die Plausibilität beansprucht. Dafür werden des Öfteren die technische Beratung durch Wissenschaftler und Anspielungen auf bekannte Technik in Anspruch genommen. Stößt diese Vorgehensweise an eine Grenze, so kann die Erklärung „Das ist dann halt so… [in dieser Welt]“ greifen. (Auch ein sehr beliebtes Erklärungsmodell von Eltern, die in Erklärungsnot gegenüber ihren Kindern geraten sind.) Wortkreationen werden bisweilenRead More

Posted On November 3, 2019By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag November 2019

Markus Pohlmeyer über Thomas Mann

Thomas Mann und Joseph: im Exil – Variationen zu Sprache als Heimat Thomas Manns biographisch-räumliches Exil[1] seit 1933 verbindet sich mit dem Anliegen, eine deutsche Kulturtradition vor den Barbaren zuhause zu retten und einen mythopoetischen Gegenentwurf durch die Variation einer (biblischen) Geschichte über einen anderen Exilierten zu erschaffen, und zwar mit den Joseph-Romanen[2]. Im Folgenden war es mir vor allem wichtig, der Stimme Thomas Manns den Vorrang zu lassen; darum auch längere Zitate, die nur einen kleinen Einblick in das umfangreiche Schaffen seiner Exilzeit geben können. In der Tat handeltRead More
Gegen den Strich gebürstet Es gibt kaum eine Menschheitsfrage zwischen Moral, Glauben und Wissenschaft, für die der Mythos von Adam und Eva keine Rolle spielt. In Zeiten wie diesen tut es gut zu wissen, dass und wie  sich Vorstellungen (neudeutsch: Narrative) ändern, auch solche, die man für ewig gültig gehalten hat. Greenblatt fängt also bei Adam und Eva an, und es ist eben ein Unterschied, ob ein Rabbiner den Anfang der Menschheit ergründet, ob frühe Christen, Kirchenväter, Schriftsteller des 17. Jahrhunderts oder Naturwissenschaftler darüber nachdenken, ob es ein Paradies und SchlangenRead More

Posted On November 3, 2019By Friedemann HahnIn Crimemag, CrimeMag November 2019

Friedemann Hahn in Halle

Der Stoff aus dem die Träume sind Friedemann Hahn – (nicht nur) zu „Der Maler und Dichter als Abenteurer“ im September/ Oktober dieses Jahres im Literaturhaus im Kunstforum Halle an der Saale – eine retrospektive Ausstellung von Werken aus den 1970er Jahren bis heute. Friedemann Hahns Bildhelden sind die Protagonisten einer Welt am Abgrund, Gangster, Outlaws, Abenteurer, Femmes fatales, die großen Einsamen, und wie schon zu Beginn seines Werkes die Helden der Nacht, die Täter und Opfer, die Toten des Film Noir. Der Moviegoer Hahn feiert bereits in den frühenRead More

Posted On November 3, 2019By Wolfgang SchweigerIn Crimemag, CrimeMag November 2019

„Wien – Eine Stadt als Filmkulisse“

50 von über 2000 Wolfgang Schweiger über Wien on location Es gibt wohl keine (Haupt)Stadt auf der Welt, deren Name so eng mit einem Film verbunden ist als Wien mit „Der Dritte Mann“. Ein Klassiker des Film noir, der auch 70 Jahre nach seiner Premiere nichts von seiner Anziehungskraft eingebüßt hat. „3. Mann Touren“ durch das Wiener Kanalsystem und ein 2005 gegründetes Museum mit 2500 Originalexponaten und der Zither von Anton Karas tun das ihre, um die Erinnerung wachzuhalten (und Filmtouristen auf Trab zu halten). Was die Donau-Metropole in filmischerRead More
Ivo, der kafkaeske Premier League-Kicker Tonio Schachingers „Nicht wie ihr“ Ivo Trifunovic ist ein erfolgreicher Profi- Fußballer: in den Medien präsent, mit Bugatti und Aston Martin-Status-Symbolen unterwegs, ausgerüstet mit Spieler- und Vermögensberater; die schicke Frau gehört auch zu ihm, nebenher  hat er noch eine feurige Geliebte. Aber warum ist er meistens total genervt und zweifelt an sich? Der österreichische Autor Tonio Schachinger zieht in seinem Debut-Roman „Nicht wie Ihr“ den Leser in einen rasanten Strudel: Er serviert verstörende Impressionen aus dem Leben eines Profi-Kickers, die hinter kurzen Erfolgsphasen das totale Ennui mit den Redundanzschleifen eines ThomasRead More

Posted On November 3, 2019By Peter TempleIn Crimemag, CrimeMag November 2019

Peter Temple & Australia

Reading the Country Peter Temple’s Miles Franklin Oration, 2011  Taken with kindly permission from: The Red Hand. Stories, Reflections and the Last Appearance of Jack Irish. Text Publishing, Melbourne October 2019. I AM astonished to see so many people here. I was led to believe that only the women from Balwyn and the drunk man who used to come to Readings would be here. The purpose of the occasion is to pay homage to Miles Franklin. She loved the novel so much that she provided for an annual prize for novelists.Read More