Porträts / Interviews Category

Posted On April 10, 2008By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Porträts / Interviews

Über Jutta Ditfuhrt

Rechtswende! Rechtswende? Zu wissen, dass es noch Menschen gibt, die wie Jutta Ditfuhrt in Zeiten des allgemeinen Werteverlustes ihre alten Welt- und Feindbilder konservieren, hat auch etwas durchaus Beruhigendes… Von Carl Wilhelm Macke Beruhigend zu wissen, dass es noch Publizistinnen wie Frau Ditfurth gibt. In der allgemein herrschenden und immer mehr zunehmenden „neuen Unübersichtlichkeit“ wie Habermas es weiland auf den Begriff brachte, sind professionelle Zeitdeuter wichtig, die ‚links’ und ‚rechts’, ‚oben’ und ‚unten’, ‚konservativ’ und ‚progressiv’ noch zu unterscheiden wissen. Von Frau Ditfurth aus gesehen, ist die Welt jedenfalls nochRead More
Der Preis der Leipziger Buchmesse geht in diesem Jahr an Clemens Meyer für seinen Kurzgeschichten-Band "Die Nacht, die Lichter". Ein (Live-)Porträt des Autors von Gisela Trahms.Read More

Posted On Februar 15, 2008By Gisela TrahmsIn Litmag, Porträts / Interviews

Elke Heidenreich wird 65

Elke Heidenreich rackert workaholic-mäßig für die Literatur, mit einem Vergnügen, das sich überträgt. Ein Geburtstagsglückwunsch von Steffen Rizz Read More

Posted On Juni 11, 2007By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Porträts / Interviews

Michael Hamburger ist tot

In der „eigenen Zeit sterben“ Zum Tod des Lyrikers und Übersetzer Michael Hamburger. Lesen Sie Auszüge aus einem bisher unpublizierten Gespräch des Dichters mit Carl Wilhelm Macke. In einem 1961 geschriebenen Gedicht erinnert sich Michael Hamburger an seine vermutlich in einem Konzentrationslager gestorbene Großmutter. „They finished her off who was old and ill enough/ to die before long in her own good time…“ Bei Menschen der Generation von Michael Hamburger, die tief geprägt ist von dem Zivilisationsbruch der Nazi-Jahre, kommt einem bei der Todesnachricht immer auch ein flüchtiger Dank inRead More

Posted On Juli 26, 2006By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Porträts / Interviews

Das Kulturkraftwerk Cesare Zavattini

Das Kulturkraftwerk Cesare Zavattini Nein, Cesare Zavattini muß man nicht kennen. Auch in Italien dürfte der Bekanntheitsgrad dieses Namens mit dem Abstand zu seinem Todesjahr immer mehr verblichen sein. Wer – ausser Cineasten mit besonderer Vorliebe für die Geschichte des italienischen Filmes, erinnert sich denn heute noch an die Zeit des ‚Neo-Realismo’, an Regisseure wie Rosselini, de Sica, de Santis, an Schauspieler wie die wunderbaren Anna Magnani und Vittorio Gassmann oder eben an den Drehbuchautor Cesare Zavattini. Deren Zeit ist vorbei und nur bei gelegentlichen Retrospektiven  aber auch die werdenRead More

Posted On März 20, 2006By Petra VesperIn Litmag, Porträts / Interviews

John Irving im Gespräch

„Ich glaube nicht an Zufälle!“ Man muss sich John Irving als einen glücklichen Menschen vorstellen. Entspannt und aufgeräumt sitzt er im Salon des Wiener Edel-Hotels „Imperial“, um über seinen neuesten Roman „Bis ich dich finde“ zu sprechen. Der Schriftsteller John Irving im Gespräch mit Petra Vesper. Kein Wunder: Die Stadt an der Donau liegt dem US-Autor zu Füßen. Gerade sind anlässlich der Aktion „Eine Stadt, ein Buch“ 100.000 Exemplare seines Erstlings „Lasst die Bären los“ gratis verteilt worden. Die Freiexemplare seines Debüts, das in weiten Teilen in Wien spielt, warenRead More
Die Grenzen der Reportage Paolo Rumiz hat den bekannten polnischen Journalisten in Warschau getroffen. Seinen Bericht vom Italienischen ins Deutsche übertragen hat Carl Willhelm Macke. Es schneit. Schneeflocken, groß wie Sahnebaisers, hüllen den protzigen sowjetischen Kulturpalast inmitten von Warschau ein. Zehn Uhr morgens. Ryzsard Kapuściński, 72 Jahre alt, von Beruf Reporter und mit seinen vielen Büchern durchaus nobelpreiswürdig, erscheint hinter einer rot-gelben Tram in einem grauen Wintermantel mit einem milden Lächeln im Gesicht. In Kürze werden seine Gedichte erscheinen und man wird dann eine Terra incognita dieses seit über vierzigRead More

Posted On Januar 1, 2005By Markus KuhnIn Litmag, Porträts / Interviews

Sibylle Berg im Porträt

Ihr Sound klingt nach Lifestyle und Pop, ihre Weltsicht ist pessimistisch bis verstörend, ihre gewalttätigen Phantasmagorien brachten ihr den Ruf einer an Tarantino geschulten Splatter-Königin ein. Trotzdem will Sibylle Berg nichts weiter, als über Menschen schreiben – so wie sie sie sieht, versteht sich. Von Markus KuhnRead More

Posted On Dezember 6, 2004By Karsten HerrmannIn Litmag, Porträts / Interviews

Juli Zeh im Gespräch

„Die Welt ist längst aus den Fugen geraten“ Mit ihrem neuen Roman „Spieltrieb“ ist der erst dreißigjährigen Juli Zeh nach fast einhelliger Meinung der Kritik ein großer Wurf gelungen. Sie beschreibt in ihrem nach „Adler und Engel“ zweiten Roman, wie zwei junge Schüler, die an nichts mehr glauben, ein perfides Spiel mit ihrem Lehrer treiben, das in die Katastrophe zu münden droht. Das Gespräch führte Karsten Herrmann Zur Zeit schreibt die Voll-Juristin und Hundeliebhaberin an ihrer Promotion zum Völkerrecht sowie an einem „Konversationslexikon für Haushunde“. Am Montag, den 29. November, liestRead More

Posted On November 18, 2004By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Porträts / Interviews

Claudio Magris im Porträt

Arche Noah aus Papier Über den italienischen Intellektuellen und Schriftsteller Claudio Magris, ‚Brückenbauer‘ zwischen der deutschsprachigen und der italienischen Kultur und Literatur. Wer sich mit dem Werk von Claudio Magris beschäftigen will, nähert sich ihm nicht über seine Kommentare zum Zeitgeschehen, auch nicht über die Literatur, ja nicht einmal über sein Lebensthema die ‚Habsburger Literatur‘. Man nähere sich ihm stattdessen vom Meer und den Flüssen her, auf jedem Fall vom Wasser. Seine „Éducation sentimental“, die sich dann in seinem gesamten Werk widerspiegelt, ist durch und durch vom Wasser, den Flüssen,Read More

Posted On August 19, 2004By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Porträts / Interviews

Nachruf auf Tiziano Terzani

Guru mit Stil Ein Nachruf auf den italienischen Journalisten, Polemiker und Weltmann Tiziano Terzani. Ende Juli ist im „toskanischen Himalaya“ bei Pistoa der italienische Journalist Tiziano Terzani gestorben. Auf den Medienseiten der deutschen Tageszeitungen wurde fast ausschließlich der große Asien-Reporter Terzani gewürdigt. Allen voran hat selbstverständlich der SPIEGEL, für den der Verstorbene jahrzehntelang als Korrespondent gearbeitet hat, die journalistischen Verdienste von Terzani hervorgehoben. In diesen Würdigungen ist aber fast immer auch der ‚andere Terzani‘ unterschlagen worden. In seinem Heimatland Italien war er zuletzt weniger als journalistischer Korrespondent und mehr alsRead More

Posted On August 1, 2004By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Porträts / Interviews

Predrag Matvejevic im Porträt

Ein Liebhaber des Mittelmeeres Geboren wurde er im bosnischen Mostar. Seine Mutter war Kroatin, sein Vater Ukrainer. Viele Jahre hat er in Paris slawische Literatur gelehrt, heute lebt er als italienischer Staatsbürger in Rom. Seine Heimat ist das Mittelmeer, und an dessen Ufern fühlt er sich zu Hause. Vielleicht liegt es an der geographischen Ferne zum mediterranen Raum, dass Predrag Matvejevic‘ im deutschen Sprachraum noch weitgehend unbekannt ist. Die zwei einzigen ins Deutsche übersetzten Bücher sind inzwischen nur noch antiquarisch zu erwerben. Das Mittelmeer ist verführerisch. „Wenn wir von menschlicherRead More

Posted On Juli 1, 2004By Carl Wilhelm MackeIn Film/Fernsehen, Porträts / Interviews

Gesualdo Bufalino im Gespräch

Ich erinnere mich noch an den letzten Komparsen Gespräch mit dem sizilianischen Schriftsteller Gesualdo Bufalino (1920 – 1996) über das Kino Kurze bevor Gesualdo Bufalino im Juni 1996 so tragisch bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, hatte er noch mit dem italienischen Regisseur Franco Maresco ein Gespräch über seine ganz besondere Liebe zum Kino geführt. In Erinnerung an Bufalino veröffentlichte die Tageszeitung „il manifesto“ Auszüge aus diesem Gespräch. (Aus dem Italienischen von Carl Wilhelm Macke) Sprechen wir einmal über Ihre cineastischen Leidenschaften. Alle meine Schriften über das Kino sind inRead More

Posted On Februar 26, 2004By Karsten HerrmannIn Litmag, Porträts / Interviews

Martin Suter im Gespräch

Martin Suter: „Ich schreibe Bücher, die ich selber gerne lesen würde“ Martin Suter ist der zurzeit meistgelesene deutschsprachige Autor. Seine schriftstellerische Karriere begann er als Werbetexter für „Möllni-Windeln“, „Jägermeister“ und andere Markenartikel. Nach und nach erkundete Suter dann das gesamte Spektrum des Schreibens. Erst 1998 erschien sein Roman-Debut „Small World“ und schnell legte er dann die Bestseller „Auf der dunklen Seite des Mondes“ und „Ein perfekter Freund“ nach. Martin Suter wurde 1948 in Zürich geboren und lebt heute zusammen mit seiner Frau in Guatemala – soweit es der Literaturbetrieb zulässt.Read More

Posted On Februar 26, 2004By Karsten HerrmannIn Litmag, Porträts / Interviews

Michael Roes im Gespräch

„Wir stehen in einer von Reich-Ranicki korrumpierten Zeit“ Ein Gespräch mit Michael Roes über das Schreiben und Filmen, über Auflösung und Vereinsamung sowie das „Diktat der Ökonomie“ Karsten Herrmann: Zunächst ganz elementar: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen oder anders gefragt: was ist bei Ihnen der ausschlaggebende Impuls zum Schreiben? Michael Roes: Ich bin eigentlich gar nicht zum Schreiben gekommen, denn ich habe immer geschrieben. Eine zeitlang habe ich es geheim gehalten, weil ich eher aus einem kleinbürgerlichen Milieu stamme, wo das Schreiben und jede künstlerische oder intellektuelle Tätigkeit einRead More

Posted On Februar 26, 2004By Karsten HerrmannIn Litmag, Porträts / Interviews

Wladimir Kaminer im Gespräch

Berühmt zu sein ist sehr anstrengend Karsten Herrmann im Gespräch mit Wladimir Kaminer. Vor zehn Jahren sprach Wladimir Kaminer noch kein Wort deutsch. Heute, nach zwei Erzählbänden und seinem Debut-Roman „Militärmusik“ ist er der Shooting Star in der jungen deutschen Literaturszene: Regelmäßig schreibt das 34jährige Multitalent für FAZ und TAZ Kolumnen, moderiert beim SFB eine eigene Sendung und veranstaltet im Kaffee Burger am Prenzlauer Berg seine mittlerweile schon legendäre „Russendisco“. „Russendisco“ hieß auch Vladimir Kaminers erster Erzählband, in dem er, der 1990 aus Moskau nach Deutschland übergesiedelt war, ganz ohneRead More

Posted On Februar 21, 2004By Karsten HerrmannIn Litmag, Porträts / Interviews

Thor Kunkel im Porträt

Mit „absoluter Ignoranz und Zuversicht“ zum Durchbruch Rückblende auf den letzten Ingeborg Bachmann-Wettbewerb vor der Jahrtausendwende: Im Klagenfurter Weihetempel der jungen deutschen Literatur wartet die hehre Kritikerrunde und das gespannte Publikum auf den nächsten Kandidaten. Mit einem spitzbübischen Lächeln fläzt sich Thor Kunkel breitarmig auf seinem explosiven Stuhl und verliest nach einer programmatischen Celine-Einleitung ein ganz und gar nicht erbauliches, ganz und gar nicht erlesenes Fragment aus dem Leben seines Antihelden Kuhl – „Kuhl, 19, Ex-Fernsehtechniker, gelernter Versager, jetzt Nachtwächter“. Kuhl, der „Conasseur der Narkose“ und begnadete Moskowskaja-Säufer, suhlt sichRead More

Posted On Februar 20, 2004By Markus KuhnIn Litmag, Porträts / Interviews

Porträt: Philippe Djian

„Was zählt, ist der Stil!“ Zwischen Aufruhr und Alltagspoesie – Djians Figuren altern mit dem Autor Französische Autobahn: Paris – Nantes. Eine kleine Abfahrt kurz vor Le Mans. In der engen Kabine der Mautstelle verbringt ein junger Franzose seine Nächte. Er hat wenig zu tun, selten kommt ein Auto vorbei. Um so mehr Zeit hat er, auf seiner Schreibmaschine seinen ersten Roman runter zu tippen. Der 1949 in Paris geborene Schriftsteller Philippe Djian ist kein Intellektueller. Nach zwei Semestern Literaturwissenschaft und dem kurzen Besuch einer Journalistenschule schlug er sich jobbendRead More

Posted On Februar 20, 2004By Markus KuhnIn Litmag, Porträts / Interviews

Christian Kracht im Gespräch

Christian Kracht: Der unzuverlässige Erzähler Dekadent, provozierend, rätselhaft – Ein Interview mit einem Autor, der Interviews hasst. 1995, als die Begriffe „Popliteratur“, „Generation Golf“ und „Tristesse Royale“ noch nicht durch die Medien kreisten, schrieb Christian Kracht einen Roman über einen jungen Mann, der teilnahmslos durch das sinn- und morallose Deutschland der reichen, hippen und hedonistischen Partygeneration reist. Von Sylt bis zum Bodensee, von der einen Sex- und Drogenparty zur nächsten. Trotz schlechter Kritiken wurde „Faserland“ zum Kultbuch einer Generation und Auslöser der „Popliteratur“-Welle, die von Fans als „neue Lust amRead More