Kolumnen und Themen Category

Uwe Tellkamps Großroman Der Turm ist preisgekrönt und viel verkauft. Aber wird er auch gelesen? Wem die fast 1000 Seiten zu mächtig erscheinen, der kann nun lesen lassen: Gisela Trahms berichtet in drei Teilen über ihre Lektüreerfahrung. Read More

Posted On November 1, 2008By Lena BlaudezIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Lets Make Money

„Finanzkrise“ und ähnliche Worte hören sich immer so putzig nach Naturkatastrophe an. Dabei geht es um Kriminalität sui generis. Im ganz großen Stil. "Let’s Make Money", der Film zum Thema von Erwin Wagenhofer, war schon vor der „Finanzkrise“. Warum wohl? Für uns angeschaut von Lena BlaudezRead More

Posted On Oktober 18, 2008By Thomas WoertcheIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Tatort Türkei

Die Türkei ist Gastland der diesjährigen Buchmesse. Deswegen interessiert man sich auch gerade für den türkischen Kriminalroman. Doch Achtung, so einfach ist es in diesem Fall mit den üblichen Wahrnehmungs-Routinen nicht abgetan. Ein eher misstrauischer Einwurf von Thomas WörtcheRead More

Posted On Oktober 18, 2008By Matthias PenzelIn Kolumnen und Themen, Litmag, Musikmag

History: Ice-T und Body Count

Bushido oder Sido, Pose oder Posse – der Original Gangsta, der die mean streets hinter sich ließ, um seinen Shit zu vergolden, ist Ice-T ... denn er knackte als einziger den Jackpot, mit Body Count, einem Album wie kein anderes.Read More

Posted On September 27, 2008By Matthias PenzelIn Crimemag, Kolumnen und Themen

An den Ufern und Grenzen des Einflusses

Was haben ein VS-Treffen, David Bowie, Politthriller und Verschwörungstheorien mit dem subventionierten Literaturbetrieb zu tun? Der Schriftsteller, Fauser-Biograph und Journalist (Rolling Stone etc.) Matthias Penzel und ist dieser an sich ganz einfachen Frage nachgegangen. Read More

Posted On September 8, 2008By Gisela TrahmsIn Kolumnen und Themen, Litmag

Akzente: Themenheft Roman

In einem ziemlich fernen Früher waren Romane ein Echoraum für die Seufzer unbeschäftigter Frauenzimmer, also Schwachsinn. Heute werden Romane auch von Männern gelesen und überfluten die Büchertische. Ob sich der Schwachsinn vermindert hat, darf bezweifelt werden. Von Gisela TrahmsRead More

Posted On August 9, 2008By Christine LehmannIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Essay: Christine Lehmann über Regionalkrimis

Im September erscheint der Roman Nachtkrater von Christine Lehmann bei Ariadne. Ein Roman, der, so deutet der Titel an, auf dem Mond spielen könnte. Über den Mond und andere Regionen des Universums hat Christine Lehmann einen sehr beachtenswerten Aufsatz geschrieben, der in seiner ganzen Länge in dem Krimi-Heft der Zeitschrift Argument, Nr. 278 erscheinen wird, das hiermit schon einmal unserem pp Publikum ans Herz gelegt sei.Read More

Posted On Juli 5, 2008By Thomas WoertcheIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Krimi-Kolumne

...heißt die neue Kolumne am Samstag, die sich in unregelmäßiger Folge glossierend mit den materiellen Bedingungen von Kriminalliteratur befasst – also mit Markt, Multiplikatoren, Machinationen und anderen profanen Dingen. Von Thomas WörtcheRead More
Die Krimibestenliste Juni 2008 dokumentiert es schwarz auf weiß: Deutschlands Krimi-Kritiker lesen nicht gerne Kriminalromane von Frauen. Wie schon so oft stammt auch diesmal nur einer der empfohlenen Romane aus weiblicher Feder. Read More
Auch so richtet man eine Kultur zugrunde: Die Hauptstadtliteraten Michael Kumpfmüller und Dirk Kurbjuweit versuchen sich an staatstragenden Politkrimis. Das Ergebnis: Kuschelliteratur. Für Genrespielarten mit politischer Perspektive gibt es derzeit wohl nur eine Hoffnung: Irgendjemand muss Heinz Bude überzeugen, einen Kriminalroman zu schreiben. Ein Kommentar von Ulrich Noller.Read More

Posted On März 6, 2008By Carl Wilhelm MackeIn Kolumnen und Themen, Litmag

Albrecht von Lucke: 68 oder neues Biedermeier

Citoyen oder Bourgeois? Albrecht von Lucke fragt nach den Folgen von ’68 Nicht schon wieder ‚68…Wir befinden uns zwar erst in den Anfangsmonaten des 40. Gedenkjahres, aber es reicht jetzt schon mit den einschlägigen Kommentaren, Erinnerungen, Polemiken, Abrechnungen und Nostalgien. Was diese 68er – wer immer damit auch gemeint ist – alles gewesen sein sollen: pubertierende Schlaffis, Flower Power People, Pazifisten, Bellizisten, Werte- und Familienzerstörer, Kommunisten, Terroristen, sogar kostümierte Nazis usw. usw. Wer will, kann diese Liste jederzeit um weitere Kohorten, K-Gruppen und Etiketten vervollständigen. Für das Feuilleton und mancheRead More

Posted On Februar 7, 2008By Carl Wilhelm MackeIn Kolumnen und Themen, Litmag

Dann müssen eben die Armen blechen

Es wird Zeit, sich einmal wieder der Weisheit der Alten zu erinnern. Wenn es nicht für alle reicht, so schrieb der gute Ernst Bloch einmal lakonisch, dann müssen eben die Armen ran. Durch die Türritzen kriecht auch langsam und stetig in die neo-bourgeoisen Salons zwischen Berlin und München, Frankfurt und Hamburg, die Zugluft des Prekariats und der herumvagabundierenden Armut. Die Kinder der Happy Few, auch wenn sie auf den besten Privatschulen am Ort ausgebildet wurden, finden nicht mehr so leicht eine gut dotierten beruflichen Einstieg, eine Lebensstellung schon mal garRead More

Posted On Februar 1, 2008By Carl Wilhelm MackeIn Kolumnen und Themen, Litmag

Helau und Holocaust

Ehrenrettung Aus aktuellem Anlaß eine kleine Ehrenrettung für die politische Kultur Italiens. Von Carl Wilhelm Macke Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, ein immer und überall bekennender Antifaschist, glaubte unbedingt auf einem Faschingsumzug in seiner Stadt am 27. Januar mitschunkeln zu müssen. Zwar gab es einen laut vernehmlichen Protest diverser Mitglieder der jüdischen Gemeinde nicht nur in München gegen dieses bunte Treiben ausgerechnet an dem Gedenktag zur Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Ude ließ verlauten, daß er sich dieses Datum natürlich bewußt sei, aber der Umzug sei schon seit langem geplant gewesen.Read More

Posted On November 15, 2007By Carl Wilhelm MackeIn Kolumnen und Themen, Litmag

Anläßlich des Briefes von Andrè Gorz an seine Frau

Komm ins Offene, Freund… Gegenwärtig ist das „68er-Bashing“ beliebt und verspricht große Auflagen. Der schmale Band „Brief an D.“ von Andrè Gorz ermutigt aber dazu, auch eine ganz andere Sichtweise auf die ‚sechziger Jahre’ des vergangenen Jahrhunderts zu werfen. Von Carl Wilhelm Macke Soll man diesen schmalen Band, der ohnehin schon als ‚Geheimtipp’ von Mund zu Mund, von Mailbox zu Mailbox gereicht wird, noch einmal besprechen? Soll man die Lektüre eines so intimen und bewegenden Dokuments des Abschieds anderen ans Herz liegen, wo sie es doch ohnehin schon gelesen oderRead More

Posted On September 18, 2007By Carl Wilhelm MackeIn Kolumnen und Themen, Litmag

Bleierne Solidarität und Pietas

Ein letztes Mal zur RAF In diesen Tagen koennte man wieder fromm und bibelgläubig werden. Auf allen Kanälen, in allen Feuilletons der Zeitungen wird an den September vor 30 Jahren, an die RAF, an den „deutschen Herbst“ erinnert. Ein Bombardemsent an Worten, Bildern und Zeichen, um an ein Bombardement mit Waffen zu erinnern. Und den besten Kommentar dazu findet man im Matthäus-Evangelium Kapitel 8 Vers 22: „Laß die Toten ihre Toten begraben“. Die Toten der ‚bleiernen Zeit’ sind betrauert und begraben. Wen, außer selbstverständlich den Angehörigen der Opfer und dieRead More

Posted On September 12, 2007By Carl Wilhelm MackeIn Kolumnen und Themen, Litmag

Zum 40. Todestag von Varian Fry am 13. September 2007

Es gibt Wege Varian Fry, obwohl in den öffentlichen Debatten kaum noch präsent, ist in den Netzwerken der ‚Civil Globalisation’ immer noch als ein Vorbild lebendig. Marseille, August 1940. In einem Zimmer des „Hotel Splendide“, unweit des Hafens. Hans Sahl, der vor den Nazis ins französische Exil geflüchtete deutsche Schriftsteller, steht Varian Fry gegenüber, der im Auftrag des „American Emergency Rescue Committees“ versuchen soll, möglichst vielen antifaschistischen Flüchtlingen zu helfen. Hans Sahl erhält von Fry einige Geldscheine zum Überleben. „Wenn Sie mehr brauchen, kommen sie wieder. Inzwischen werde ich Ihren Namen nachRead More

Posted On August 23, 2007By Carl Wilhelm MackeIn Kolumnen und Themen

Blood sells

Camorra, Gomorra und die Medien Im November 2005 gingen tausende von Jugendlichen im calabresischen Locri gegen die Mafia auf die Strasse. „Für den Frieden, für die Legalität und für die Hoffnungen“ lautete der Slogan auf dieser Demonstration des verzweifelten Widerstands gegen die kriminelle Gewalt. Nichts erfuhr man davon in den deutschen Medien. Es gab eben kein Blut und keine Schüsse. Wen interessieren schon Hoffnungen? Von Carl Wilhelm Macke Mal wieder die Mafia. Als „strage di Ferragosto“ wird inzwischen in den italienischen Medien die Ermordung von sechs Italienern vor einer PizzeriaRead More

Posted On August 9, 2007By Carl Wilhelm MackeIn Allgemein, Kolumnen und Themen

Viva il morto!

Ein Lob auf die italienische ‚Nekrologie’ Von Carl Wilhelm Macke Scheinbar ist das Urteil eindeutig: die italienischen Medien sind verkommen, verrottet, korrupt und gehören sowieso alle Berlusconi. Über die Qualität des italienischen Fernsehens kann man sich tatsächlich kaum noch streiten. Die staatliche RAI, wenn auch nicht, wie in Deutschland oft einfach behauptet wird, zum Berlusconi-Konzern gehörend, hat sich dem Niveau der Privatsender in fast allen Sendeprogrammen erschreckend angenähert. Wer die Nachrichtensendungen („Telegiornale“) verfolgen will, muß sich auf eine wirre Bilderjagd einstellen, deren Zusammenhänge niemand versteht. Und es werden unentwegt dieselbenRead More

Posted On August 6, 2007By Carl Wilhelm MackeIn Kolumnen und Themen, Litmag

Zum Tode von Raul Hilberg

Täter, Opfer, Zuschauer Wir, die nach Kriegs- und Faschismusende Geborenen, verdanken den Arbeiten des amerikanischen Historikers Raul Hilberg sehr viel. Von C.W. Macke Als im Jahr 1950 die von den Nationalsozialisten aus Deutschland in die Vereinigten Staaten vertriebene Philosophin Hannah Arendt zum ersten Mal nach dem Krieg wieder mit Europa, ihrer alten Heimat konfrontiert wurde, notierte sie in ihr Reisetagebuch: „Nirgends wird dieser Alptraum von Zerstörung und Schrecken weniger verspürt und nirgendwo wird weniger darüber gesprochen als in Deutschland. Überall fällt einem auf, daß es keine Reaktion auf das GescheheneRead More

Posted On Juli 19, 2007By Carl Wilhelm MackeIn Kolumnen und Themen, Litmag

Kultursherpas

Carl Wilhelm Macke zeigt beispielhaft, Wie die „Prekarisierung“ heute immer mehr in den gesamten Kulturbetrieb hineinwuchert und zur Grunderfahrung intellektueller Arbeit auf allen Niveaus geworden ist. Ein über jeden Verdacht erhabener Literaturwissenschaftler fragt einen Autor, ob er Interesse habe, einen Lexikonartikel zu schreiben. Das Lexikon hat einen großen und guten Ruf in der Literaturwelt. An diesem Ort zu veröffentlichen, ist für jeden Autor eine Ehre. Da man glaubt, für die vorgesehenen Lexikonartikel eine gewisse Kompetenz zu besitzen, bekundet man Interesse an einer Mitarbeit. Der das Lexikon betreuende Wissenschaftler zeigt sichRead More

Posted On Mai 29, 2007By Carl Wilhelm MackeIn Kolumnen und Themen, Litmag

Wolfgang Bächler ist tot

Stiefdeutschland, Stiefvaterland Ein Nachruf auf Wolfgang Bächler. Eigentlich war er ja schon seit gut acht Jahren tot. 1999 hatte ihn die ‚Süddeutschen Zeitung‘ mal so in einem Nebensatz zu den verstorbenen Münchner Dichtern gezählt. Gewiss ein journalistischer Faux Pas, aber es entsprach doch irgendwie auch der Wirklichkeit. Für den Literaturbetrieb und seinen tagesjournalistischen Begleittross war Bächler längst eine Figur aus der Vergangenheit. Zwar lebte Wolfgang Bächler damals noch und hätten die flüchtigen Feuilletonisten einmal die Augen aufgemacht auf ihrem Weg über den Viktualienmarkt, hätten sie ihn vielleicht sogar hin undRead More

Posted On Mai 24, 2007By Carl Wilhelm MackeIn Kolumnen und Themen, Litmag

Jetzt also Kapuscinski

Jetzt also Kapuscinski Vor Jahr und Tag geistert einmal eine gespenstische Nachricht durch den feuilletonistischen Hühnerhaufen der Republik. Da war irgendeinem diensthabenden Redakteur der taz von irgendeiner Quelle eine heiße Nachricht zugespielt worden. Ein in linksliberalen Kreisen der damals noch westdeutschen Kulturszene geschätzter Übersetzer sei in jugendlichen Jahren alles andere als ein Anti-Faschist gewesen. Er habe weit von Deutschland entfernt am anderen Ende der Welt den ‚Homme des Lettres’ gespielt, sei aber in Wirklichkeit ein Nazi-Spion gewesen. Nichts genaues wußte man zwar nicht, aber das Gerücht war in der WeltRead More
Es herrscht Ruhe im Land Am 3.Mai, den die UN seit einigen Jahren als Tag der Pressefreiheit deklariert, wird vielleicht für 24 Stunden an die Länder erinnert, in denen das für uns in Europa selbstverständliche Menschenrecht freier Meinungsäußerung nicht, noch nicht oder nicht mehr existiert. Dann legt sich wieder das große Schweigen über diese Länder und wir hier können in Ruhe unseren Tee am Sofa genießen. Von Carl Wilhelm Macke Unsere Welt ist zu leise. Warum zögern immer mehr Menschen Krach zu schlagen, zu lärmen, auf die Pauke zu hauen,Read More
Barbara Kleiner – eine preiswürdige Übersetzerin „Die Bekenntnisse eines Italieners“ von Ippolito Nievo haben, so schrieb der italienische Schriftsteller und Literaturkritiker Claudio Magris einmal, „bislang noch nicht die ihr gebührende Beachtung und internationale Würdigung gefunden“. Zwar lag dieser Großroman aus der Tiefe des italienischen Neunzehnten Jahrhunderts schon lange in deutscher Sprache vor, aber die zähe Übersetzung des Textes von Charlotte Birnbaum machte es schwer, das im Italienischen temporeiche und auch ironische Buch wirklich von der ersten bis zur letzten Zeile zu lesen. Und dann hatte der Suhrkamp Verlag aus vermutlichRead More

Posted On Januar 22, 2007By Carl Wilhelm MackeIn Kolumnen und Themen

Bayerische Nomenklatura

Bayerische Nomenklatura In der Realpolitik des Freistaats Bayern sind heute nur noch Endmoränen einer Demokratie erkennbar, deren Ideale und Werte offensichtlich dahingeschmolzen sind wie das Gletschereis in den Alpen. Ein Stoßseufzer von Carl Wilhelm Macke. Lange hat es gedauert, bis ich das Wort ‚Nomenklatura’ überhaupt aussprechen konnte. Mir gelang es schließlich, das Wort fließend zu sprechen, wußte dann aber nicht so recht, was es überhaupt bedeutete. Als auch den Inhalt des Wortes richtig zu deuten wußte, waren die Gesellschaften, in denen die kommunistische Nomenklatura herrschte, zerfallen. Warum also sollte ichRead More

Posted On Juni 6, 2005By Carl Wilhelm MackeIn Kolumnen und Themen, Litmag

Wellenberge, Wellentäler

Wellenberge, Wellentäler Täglich. Zwei, drei Blicke. Gegen das Vergessen. Oder als Mahnung. Oder aus Liebe. Oder aus Sehnsucht. Warum eigentlich heften wir uns immer und immer wieder neu Postkarten, ermutigende Sinnsprüche, langsam vergilbende Photographien (wir zwei, wann war das noch mal, am Strand von Norderney) an die Wände, an die Pin-Boards? Jedes Jahr werden es mehr Postkarten aus immer entfernteren Winkeln der Erde und wir verlieren langsam den Überblick. Wer hat noch mal die Karte mit dem Berg im Gegenlicht geschickt? Stammt die Karte aus Bali oder nur von derRead More