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Posted On Mai 6, 2017By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag, News

KidBits: Neue Bücher für Kinder

Neue Kinderbücher von Katherine Applegate („Crenshaw – einmal schwarzer Kater“), Judith Allert („Tofu der Superhund“) und Oliver Jeffers / SamWinston („Wo die Geschichten wohnen“). Vorgestellt von Frank Schorneck. Mein Freund Harvey reloaded Wenn ein Buch mit der Sichtung eines surfenden Katers beginnt, der mit einem T-Shirt mit der Aufschrift „Kater regieren, Hunde parieren“ bekleidet ist und der einen geschlossenen Regenschirm bei sich trägt, als fürchte er, beim Wellenreiten nass zu werden, dann kann dies der Beginn eines albernen, höchst komischen Romans sein. Es kann aber auch sein, dass dieser humorigeRead More
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Heute: Ian Rankin von Marcus Müntefering Zu den Fragen, die man Schriftstellern bei Interviews niemals stellen sollte, gehört: Was ist Ihr Geheimnis? Würden sie es verraten, wäre es kein Geheimnis mehr. Wären sie sich selbst darüber bewusst, würde der Zauber möglicherweise verfliegen. Wahre Anmut gibt es nicht im vollen Bewusstsein seiner selbst. Deshalb ist diese gerade bei Fragebögen beliebte Frage selbstverständlich kein Teil der Bloody Questions. Und so bleibt es ein Geheimnis, wie Ian Rankin es schafft, dass seine Romane um Inspector John Rebus nicht nur unter Krimifans, sondern auchRead More
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Posted On April 15, 2017By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops – April 2017

Bloody Chops im April 2017 Kurzbesprechungen von fiction und non fiction. Zerteilt und serviert von: Max Annas (MA), Alf Mayer (AM), Frank Rumpel (rum), Susanne Saygin (sy) und Thomas Wörtche (TW). Über: Eleanor Canton, Kanae Minato, Butz Peters, Anja Rützel, Nicholas Searle, Hans Schefczyk, Philip Siegel, Takis Würger, die Zeitschrift Mittelweg 36 und ein True-Crime-Buch. Besser als gedacht (AM) Nun also nach Film, Geschichte, Religion, Politik und so weiter „The Crime Book“ vom Verlag Dorling Kinderley (DK). Einige dieser enzykopäischen Werke gibt es auch auf Deutsch, etwa „Das Philosophie-Buch: GroßeRead More
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Posted On April 15, 2017By Joachim FeldmannIn Bücher, Crimemag

Roman: Anne Kuhlmeyer: Drift

Zwischen Tag und Traum Von Joachim Feldmann Es regnet ununterbrochen, der Fluss steigt über die Ufer, Berge geraten ins Rutschen. Fünf Menschen finden in einem Haus zusammen, dessen erhöhte Lage sie vor der Flut bewahren könnte. Sie sind einander fremd und nur bedingt sympathisch: die Gerichtsmedizinerin auf dem Weg ans Meer, der Verlagslektor ohne festes Ziel, die junge Frau unterwegs zu einem online arrangierten Date, das Kind aus dem Internat, das die Ferien bei seinen Eltern verbringen möchte, und schließlich der Bauer, dem das Haus gehört. Lebensmittel und Energie sindRead More
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Posted On April 15, 2017By Katja BohnetIn Bücher, Crimemag

Roman: Gary Victor: Suff und Sühne

Bildschön über Kotze schreiben Von Katja Bohnet Cold Turkey Gott sei gelobt, Dieuswalwe Azémar ermittelt wieder! Der Mann hat wirklich einen Lauf. Zuerst der Suff, jetzt der Entzug. Niemand sagt, dass Kommissare es einfach haben. Ein Leben zwischen Pest und Cholera. Und das auf Haiti, einem von der Welt vergessenen Inselstaat, erdbebengeschüttelt, völlig verarmt. Doch die Umstände allein sind nicht schuld an seiner Qual. Der Inspektor wurde das Opfer seiner eigenen Leidenschaft. Ein etwas überdrehter Typ, von seinem Beruf besessen, fast gewissenhaft. Ihn umgibt die Korruption, man sagt das so,Read More
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Posted On April 15, 2017By Roland OsswaldIn Bücher, Crimemag

Roman: Antonio Ortuño: Madrid, Mexiko

Madrid, Mexiko Einen Kommentar zu Antonio Ortuños großem Roman Madrid, Mexiko liefert Roland Oßwald. Die Rezension zum Buch finden Sie hier bei CrimeMag.  „Im Kaffeehaus »Lisboa« zu Madrid beschlossen einige Händler, in Marokko Felle aufzukaufen. Sie legten 15 000 Peseten zusammen und einer von ihnen reiste mit dem Gelde in die afrikanische Kolonie, um damit die Felle zu erhandeln. Der Riffhäuptling Rogui, ein algerischer Abenteurer, nahm das Geld und überließ dem Madrider Händler die Erzgruben von Ben-Bu-Frur an Stelle der Felle. Der Aufkäufer kam mit einem Schriftstück in arabischer Sprache und einigenRead More
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Von Fischen und Drogen Von Sonja Hartl Es ist die einfache und altbekannte Geschichte eines schief laufenden Drogendeals, die Cynan Jones in „Alles, was ich am Strand gefunden habe“ erzählt. Jedoch nutzt er sie lediglich als losen Rahmen, um über drei Männer zu erzählen, die die Möglichkeit, mehr Geld zu machen, in Gefahr bringt. Dass sie es nicht alle überleben werden, macht schon der starke Prolog deutlich: ein Mann liegt tot am Strand, ein anderer fragt sich, was er getan hat. Aber man weiß hier noch nicht, von wem dieRead More
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Im wüsten Land der Kriminalliteratur Auch T.S. Eliot hat Krimis gelesen. Das konnte man wissen, aber auch wieder vergessen haben. Jetzt liegen seine einschlägigen Texte unter dem Titel „T.S. Eliot, Krimileser“ vor. Thomas Wörtche hat sie sich genauer angeschaut. Es ist ein alter, aber stets beliebter Zopf, die Nobilitierung von Kriminalliteratur über möglichst prominente Leser zu betreiben. Tja, wenn sogar Konrad Adenauer gerne Krimis gelesen hat, dann … Gerne übersehen wird dabei, dass die meisten Mandarine ihre durchaus eigene Agenda mit dem Genre hatten – Brecht und Benjamin etwa, ErnstRead More
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„Aus unserem Innern kommt die Explosion“ Die frühen „Schriften zur Literatur“ des Philosophen Hans Blumenberg liest Alf Mayer auch als Bausteine einer Theorie des Kriminalromans. Jedenfalls hatte er anregende Lektüre. „Mir scheint, die Probleme der modernen Welt sind zu kompliziert, als dass man sie anders als auf einfache Weise behandeln könnte“, dieser Satz G.K. Chestertons imponiert dem noch jungen Philosophen Hans Blumenberg. Er nimmt ihn als archimedischen Punkt seines Geburtstagsporträts „Der Mann, der das Gegenteil war“, das am 29.5.1954 unter dem Pseudonym Axel Colly in den Düsseldorfer Nachrichten erscheint. Kundig undRead More
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Posted On April 15, 2017By Thomas WoertcheIn Bücher, Comic, Crimemag

Comic: Arne Jysch: Der nasse Fisch

Guter Fisch, schlechter Fisch Der Volker-Kutscher-Hype jetzt auch noch als Comic? Könnte gruselig sein, aber die Comic-Fassung von „Der nasse Fisch“ ist eine erfreuliche Überraschung und kann die Skepsis von Thomas Wörtche spielend widerlegen. Es ist völlig normal, dass aus mittelmäßigen oder belanglosen Romanen gute Filme werden können – oder eben Comics. Das ist bei Hitchcocks „Psycho“ so gewesen oder bei Jacques Tardis Adaptionen der Nestor-Burma-Romane von Léo Malet. Und jetzt eben im Fall von Arne Jyschs „Der nasse Fisch“ nach der Vorlage von Volker Kutscher. Das hat mit derRead More
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Posted On April 15, 2017By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Roman: Andreas Pflüger: Operation Rubikon

Wenn die Mafia mitregieren will Ein Maulwurf im BKA, verdeckte Ermittler im Einsatz bei mafiösen Banden, Feuergefechte mit vielen Toten, eine kriminelle „Spätzle-Schiene“ im Kanzleramt: Andreas Pflüger dreht im 800 Seiten starken Thriller „Operation Rubikon“ das ganz große Rad. Von Peter Münder. Bei einem Waffen-Deal in Polen werden zwei italienische Mafia-Bosse umgebracht, nachdem die Übergabe an russische Waffenschieber aus dem Ruder gelaufen war: Irgendwer hat den von verdeckten Ermittlern begleiteten Deal verraten, die deutschen BKA-Leute können sich gerade noch retten. Das eigentliche Problem ist aber, dass danach die große WaffenlieferungRead More
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Posted On April 15, 2017By Sonja HartlIn Bücher, Crimemag

Roman: Wallace Stroby: Geld ist nicht genug

Crissa Stone und der Lufthansa-Raub Von Sonja Hartl Am 11. Dezember 1978 brachen um 3:15 Uhr sieben Räuber in den Tresorraum der Halle 261 am Kennedy Airport ein, brachten die zehn Beschäftigten der Nachtschicht in ihre Gewalt, zwangen den Vorarbeiter, den Tresor aufzuschließen, und stahlen 35 Metallkisten voller Geld. Es hat sie ungefähr eine Stunde gekostet, rund 5 Millionen Dollar in Bargeld und 875.000 Dollar in Juwelen zu erbeuten. Der Lufthansa-Raub war bis dahin der größte Raub der US-amerikanischen Kriminalgeschichte – und rund 35 Jahre später erhält in Crissa StoneRead More
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Posted On April 15, 2017By Frank RumpelIn Bücher, Crimemag

Roman: Janis Otsiemi: Libreville

Mit heulenden Sirenen von Frank Rumpel In Gabun, das lernt man bei Janis Otsiemi, will man auf keinen Fall verhaftet werden, schon gar nicht von seinen zwei Protagonisten Louis Boukinda und Hervé Envame, Polizisten, deren Verhörmethoden eher robust sind. Geständnisse sind da obligatorisch. Und auch die Ermittlungen sind reichlich hemdsärmlig. Kein Wunder. Forensik gibt es nicht. Die digitale Welt ist für die beiden nur ein fernes Rauschen. Der einzige Computer im Präsidium steht bei ihrem Chef. Ihre Berichte tippen sie  auf einer Schreibmaschine, die noch aus den 1950ern stammt, alsRead More
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Smile Jamaika Von Frank Göhre Die Geschichte eines Landes in den Rasta-Farben: Grün, Gelb, Rot oder auch: Grün ist die Insel, Gelb ist der Strand und Rot fließt das Blut auf Jamaika-Land. Das Städtchen Holcomb liegt auf der Weizenhochebene von West-Kansas, eine weite, einsame Gegend, die selbst für die anderen Kansaner „hinter dem Mond“ liegt. Um den 22. Juli 1955 fuhr Charles Manson zusammen mit seiner siebzehnjährigen schwangeren Frau in einem gestohlenen Mercury1951 von Bridgeport (Ohio) nach Los Angeles. Zwei erste Sätze. Zwei Autoren, die unterschiedlicher nicht sein können. Der eineRead More
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Eine Familie, so groß wie Texas  James Lee Burke hat seine Romane um die Familie Holland um die eigene Biografie herum aufgebaut.  Lutz Göllner hat diese Familiengeschichte für uns  recherchiert und rekonstruiert. So haben Sie das noch nirgends gelesen. Es gibt ja Autoren, die entdecken am Ende ihres Lebens, dass ihr Schaffen und Wirken ein großes Gesamtkunstwerk sei. Isaac Asimov war so einer, der von 1984 bis zum Ende seines Lebens 1992 versuchte, seine beiden Hauptwerke, die Roboter-Geschichten und die Foundation-Romane, miteinander zu verknüpfen. Mehr schlecht als recht, mit ganz vielenRead More
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Posted On März 15, 2017By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops – März 2017

Bloody Chops im März 2017 Kurzbesprechungen von fiction und non fiction. Zerteilt und serviert von: Joachim Feldmann (JF), Alf Mayer (AM) und Thomas Wörtche (TW) Über: Jerome Charyn, Daniel Cole, Steve Hamilton, Antonio Ortuño, Fabio Paretta, Thomas Schweres. Ein Mammut-Werk auf 247 Seiten (TW) Madrid, Mexiko von Antonio Ortuño ist ein Buch, das mit einem Mord anfängt und mit einem Mord aufhört und in dem die Gewalt nie aufzuhören scheint. Das liegt unter anderem an den Zeiten und Orten, in denen dieser kapitale Roman spielt. Seine Handlung mäandert von Madrid 1922 bis nach GuadalajaraRead More
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Posted On März 15, 2017By Roland OsswaldIn Bücher, Crimemag

Zwei Blicke auf Adrian McKinty: Rain Dogs

Ein Buch – zwei Perspektiven: Sonja Hartl und Roland Oßwald über „Rain Dogs“ von Adrian McKinty. Sie beide schauen ganz unterschiedlich auf dieses Buch. Und es ergänzt sich – aber lesen Sie selbst. I. People v. Collins Von Roland Oßwald Der Fall People v. Collins war eindeutig. Ist es noch. Es sei denn, man hat im Mathematikunterricht gepennt oder war mit den Gedanken bei der schönen Sarah oder dem schönen Tom aus der Parallelklasse. Und somit wären wir immer noch beim Thema, klebten weiter daran fest, denn mit den Gedanken bei derRead More
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Posted On März 15, 2017By Katja BohnetIn Bücher, Crimemag

Roman: Rex Stout: Es klingelte an der Tür

Die Hure Intelligenz Von Katja Bohnet Orchideen und Boef Bourguignon Da begegnest du deinem früheren Boyfriend nach dreißig Jahren. Hey, du bist ein bisschen aufgeregt. Sieht er noch so aus wie früher? Fuck, no! Sicher nicht. Aber hat er sich gut gehalten? Was macht er heute, und wie macht er es? Ihr habt euch damals geistreich unterhalten, kein Zusammentreffen ausgelassen. Zwischen euch entwickelte sich nie etwas Ernstes, aber Erotik schwang immer mit. Von der ersten Seite an besitzt „Es klingelt an der Tür“ noch diesen alten Charme. Archie Goodwin, Ich-ErzählerRead More
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Posted On März 15, 2017By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Roman: Max Annas: Illegal

Run, Kodjo, run … Eine Hetzjagd durch Berlin präsentiert Max Annas` neuer Roman, „Illegal“. Der, der flüchten muss, ist allerdings kein Dr. Kimble, sondern ein illegal in Deutschland lebender Afrikaner. Das macht nicht nur in der Fiktion einen Unterschied, sondern auch in der Realität. Der nächste große Wurf von Max Annas, findet Thomas Wörtche. In seinem dritten Roman, „Illegal“, variiert der zweimalige Krimi-Preisträger Max Annas sein großes Thema von „drinnen“ und „draußen“ auf dem Schauplatz Berlin, wo der Autor nach langen Jahren in Südafrika (dort spielen seine Romane „Die Farm“Read More
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Posted On März 15, 2017By Sonja HartlIn Bücher, Crimemag

Sachbuch: Nora Bossong: Rotlicht

Ein Blick auf das Rotlichtmilieu Von Sonja Hartl Es ist eine interessante Ausgangssituation in Nora Bossongs „Rotlicht“: Als Kind war für die Autorin die rote lackierte Tür eines Sex-Shops in Bremen ein Ort der Geheimnisse und Heimlichkeiten, nun will die Schriftstellerin sie öffnen und das Rotlichtmilieu erkunden. Sie will das Geschäft (mit) der Erotik und der käuflichen Lust erforschen, sie will in eine Domäne eindringen, die weiterhin fast ausschließlich auf Männer ausgerichtet ist. Deshalb besucht sie die Erotikmesse Venus, einen Swingerclub in Kreuzberg, ein Bordell, ein Sex-Kino, geht zur Tantra-MassageRead More
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Posted On März 15, 2017By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Roman: Achim Zons: Wer die Hunde weckt

Volles Risiko: Krisenreporter zwischen mehreren Fronten  In HongKong hat er gerade einen schweren Unfall überlebt, dann soll der Reporter  David Jakubowicz für seine Münchener Zeitung am Hindukush die Hintergründe eines  US-Luftangriffs auf einen afghanischen Lkw-Konvoi aufklären, bei dem viele Kinder ums Leben kamen. Außerdem muß sich der DAZ-Reporter noch beim internen Powerplay gegen unschöne Intrigen und Machenschaften in seiner Redaktion behaupten. Achim Zons verknüpft im Thriller „Wer die Hunde wecktt geschickt Krimi-, Abenteuer- und Polit-Thriller-Segmente. Von Peter Münder   Bei einem schweren Autounfall in HongKong landet Krisenreporter David Jakubowicz nachts bewußtlosRead More
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Posted On März 15, 2017By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Roman: Ute Cohen: Satans Spielfeld

No way out? Ein zwölfjähriges Mädchen und ein reicher Bauunternehmer. Das hört sich nach „Lolita“ revisited an. Aber Ute Cohens Psychothriller „Satans Spielfeld“ verlässt konventionelle Pfade und entwirft ein eigenes, sehr bedrückendes Universum. Thomas Wörtche ist beeindruckt. Vielleicht tut man Ute Cohens Roman-Debut „Satans Spielfeld“ gar keinen Gefallen, wenn man ihn, was auf den ersten Blick sinnvoll erscheinen mag, als inverse Version von Vladimir Nabokovs „Lolita“ liest. Invers in dem Sinn, dass die Perspektive gedreht ist. Bei Cohen spricht kein Humbert Humbert, sondern die auktorial/personale Erzählhaltung wird von Marie dominiert.Read More
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Posted On März 15, 2017By Sonja HartlIn Bücher, Crimemag

Roman: Joe Ide: I.Q.

Schillerndes Ghetto Von Sonja Hartl Der Debütroman des Amerikaners Joe Ide erzählt von dem „Detektiv ohne Lizenz“ Isaiah Quintabe, der sich mit Gefälligkeiten und kleineren Ermittlungen in Los Angeles über Wasser hält. Dann vermittelt ihm sein alter kleinkrimineller Bekannter Juanell Dodson einen „richtigen“ Auftrag: Auf den Rapper Black the Knife alias Calvin Wright wurde zu Hause durch einen Kampfhund ein Anschlag verübt, seither will er das Haus nicht mehr verlassen. Isaiah Quintabe – genannt I.Q. – soll nun für die Sicherheit des Rappers sorgen, indem er diesen Kampfhundangriff aufklärt. DamitRead More
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Posted On März 15, 2017By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Roman: Oliver Harris: London Stalker

Down and out und suspendiert in Swinging Hampstead Detective Nick Belsey wird mal wieder seiner Rolle als rebellischer Außenseiter-Cop gerecht: Er ist vom Dienst suspendiert, ist völlig abgebrannt, hat keine Bleibe im schicken Hampstead und ermittelt auf eigene Faust in einem brisanten Fall. Im Dauer-Clinch mit seinen bornierten, korrupten Vorgesetzten ist er sowieso. Oliver Harris zieht in seinem dritten Krimi „London Stalker“ mal wieder  alle Register  Von Peter Münder Das Ausloten von dubiosen, faszinierenden Grenzbereichen-geographisch und ethisch-moralisch-  ist für den Londoner Krimi-Autor Oliver Harris inzwischen zum Markenzeichen geworden: Seinen Anti-HeldenRead More
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Posted On März 6, 2017By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag

Roman: Paul Auster: 4 3 2 1

Standing at the crossroads oder Portrait des Autors als junge Männer Da liegt er, Respekt heischend und wuchtig: Der neue Roman von Paul Auster. Mit über 1.200 Seiten ein ziemlicher Klotz, der als Lektüre in der Straßenbahn nur bedingt geeignet ist. Fans des Autors werden ohnehin direkt bei Erscheinen zugegriffen haben, doch worauf muss sich ein Leser einstellen, der zum ersten Mal einen Auster in der Hand hält und möglicherweise vor dem Umfang des Romans zurückschreckt? Von Frank Schorneck „4 3 2 1“ setzt an mit einer Anekdote: Ein russischerRead More
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Posted On März 6, 2017By Frank GoehreIn Bücher, Litmag

Debütroman: Jens Eisel: Bevor es hell wird

Eindringliches Debüt Von Frank Göhre. Die erste Veröffentlichung des zu der Zeit 34jährigen Jens Eisel waren 17 kurze Geschichten unter dem Titel „Hafenlichter“. Sie wurden von den Rezensenten sehr kontrovers beurteilt. Was für den einen „bildmächtige Beschreibungen“ und „genaue Zeichnungen seiner Figuren“ sind, bezeichnet der andere als „Fleißarbeiten ohne Seele“, nicht ohne voraus zu schicken, dass Eisels Kurzgeschichten „auf eine Tradition [verweisen], der sie nichts hinzuzufügen haben.“ Gemeint sind Ernest Hemingway und Raymond Carver – „diesen Meistern der Reduktion“. Da hat er uns – in diesem Fall ein freier AutorRead More