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Posted On Dezember 16, 2017By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag, CrimeMag Dezember 2017

Roman: Regina Nössler: Schleierwolken

Leiser Schrecken von Thomas Wörtche Regina Nössler gehört – literaturbetrieblich gesehen – zu den eher Stillen im Lande. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie zu den ganz Großen gehört. Ihr neuer Roman, „Schleierwolken“ unterstreicht das nachdrücklich. Schlimme Dinge können ganz banal daherkommen. Elisabeth Ebel führt ein wenig sensationelles Leben in Berlin. Sie arbeitet für eine Art Schreibbüro als Korrektorin, obwohl sie ein abgeschlossenes Studium hat. Ihre verwitwete Mutter in Wattenscheid of all places triggert ihr schlechtes Gewissen, nörgelt und meckert an allem, zwingt sie aber alle paar WochenRead More
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Posted On Dezember 16, 2017By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag, CrimeMag Dezember 2017

Bloody Chops – Dezember 2017

Bücher, kurz serviert Kurzbesprechungen von fiction und non fiction. Joachim Feldmann (JF), Klaus Kamberger (KK), Alf Mayer (AM), Ulrich Noller (UN) und Thomas Wörtche (TW) über … Rachid Benzine: Der Zorn der Feiglinge Lawrence Block: Nighthawks. Stories nach Gemälden von Edward Hopper Oliver Bottini: Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens Tom Franklin: Smonk Robert Harris: München Abo Iaschaghaschwili: Royal Mary Alexander Pechmann: Sieben Lichter William Shaw: Der gute Mörder Rex Stout: Zu viele Köche Brigitte und Hans-Jürgen Tast: Kulleraugen – Visuelle Kommunikation Gary Victor: Der Blutchor   Sonne undRead More
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Wenn Thriller den Härtetest der Realität bestehen Gerald Seymour ist endlich wieder präsent. Fast zwanzig Jahre lang wurde er nicht mehr übersetzt. Alf Mayer stellt ihn uns vor und hat sich mit Übersetzerin Andrea O’Brien über „Vagabond“ unterhalten. Solch ein Werk hat weltweit kein anderer Thrillerautor vorzuweisen. Seit 1975 und dem Irland-Thriller „Harry’s Game“ (dt. Das tödliche Patt, 1979) hat der Brite Gerald Seymour beinahe ununterbrochen jedes Jahr einen gewichtigen Polit-Thriller vorgelegt – and he keeps on running. Gerade 76 Jahre alt geworden, erscheint in UK jetzt am 4. Januar 2018 „ARead More
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  Berlin, das Original „Es wird Nacht im BERLIN der Wilden Zwanziger“ von Robert Nippoldt (Bilder) und Boris Pofalla (Text) ist ein absoluter Hammer-Pracht-Band. Thomas Wörtche wälzt sich wollüstig in Bildern und Texten und Songs. Ein bisschen ironisch ist das Ganze schon: Da treten ein paar, literarisch gesehen, mittmäßige bis belanglose Romane eine Welle los – die „Gereon-Rath“-Romane von Volker Kutscher. „Der nasse Fisch“, das erste Buch der Serie erschien 2007, also vor genau zehn Jahren. Heute ist der Hype voll erblüht – zigfach kloniert in ebenso belanglosen Mee-too-Büchern wie KerstinRead More
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Posted On Dezember 16, 2017By Katrin DoerksenIn Bücher, Crimemag, CrimeMag Dezember 2017

Fotoband: Erik Chmil: Solitude

Parkplatzpoesie Von Katrin Doerksen In Terminator liefern sich Kyle Reese und Arnold Schwarzenegger ohne Augenbrauen ein Shootout in einer riesigen Parkgarage, in Fargo geschieht ein Mord und in The Fast and the Furious: Tokyo Drift wird ein Parkhaus zum Veranstaltungsort illegaler Rennen. Der Parkplatz ist eigentlich ein zweckmäßiger Ort: Menschen suchen ihn theoretisch nur auf, um ihn bald darauf wieder zu verlassen. Schon die bloße Existenz eines Parkplatzes impliziert, dass es einen Grund gibt, eine wie auch immer geartete Attraktion in seiner Nähe aufzusuchen. Trotzdem – oder vielleicht gerade wegenRead More
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Posted On Dezember 16, 2017By Bodo V. HechelhammerIn Bücher, Crimemag, CrimeMag Dezember 2017

Buch: Norbert F. Pötzl: Casablanca 1943

»Schau mir in die Augen, Kleines!« von Bodo V. Hechelhammer.  … »Ich glaube, dies ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft« oder »Spiels noch einmal Sam«, sind weltberühmte (deutsche) und unsterbliche Filmzitate, die jeder mehr oder weniger begeisterte Filmliebhaber ohne Probleme sogleich dem entsprechenden Film zuordnen können: »Casablanca«. Ohne Frage ein Kultfilm, der wie kaum ein anderer zu zahlreichen Mythen und Legendenbildungen geführt hat. Kein Film ist bis heute häufiger zitiert, als das meisterliche Werk von Michael Curtiz (1886-1962) aus dem Jahr 1942, mit Humphrey Bogart (1899–1957) und Ingrid Bergman (1915–1982)Read More
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Das „Mr. Hitchock, wie haben Sie das gemacht?“ der Crime Fiction Das Buch ist beinahe LP-Cover-groß. Wir sprechen von fetter Kassette. Als ich es aufblätterte, musste ich mich setzen, so haute es mich um. So etwas hatte ich noch nicht gesehen. Über 1.300 Farbabbildungen zum Werk eines einzigen Schriftstellers, alles sorgsam und übersichtlich gestaltet, beste Farb- und Druckqualität, die Bilder vom Layout den entsprechenden Textstellen zugeordnet, die Bildtexte knackig. Alles sitzt, hat Luft und passt. Ein überlegt gestaltetes, wunderbar großzügiges Buch. Eine Augenweide. Ein Fest. Und da hatte ich nochRead More
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Posted On Dezember 16, 2017By Markus PohlmeyerIn Bücher, Crimemag, CrimeMag Dezember 2017, Litmag

Buch: Zoë Lescaze: Paläo-Art

Paläoart: Wie Künstler durch die Zeiten sahen von Markus Pohlmeyer I Dieses Buch ist selbst ein Dinosaurier: gigantisch und monumental, geheimnisvoll und furchteinflößend, imaginativ und phantastisch: ein Zeugnis davon, wie gesehen, gedacht, geträumt und gemalt wurde von jener fernen, so wundervollen und ins Heute ragenden Urzeit. Mit diesem Buch lebe ich schon seit Monaten: entdeckend, schwelgend, staunend. W. Ford bietet in seinem Vorwort eine methodische und kurze historische Einleitung, um Z. Lescazes Arbeit und die Bedeutung der Paläo-Art zu würdigen: „Die zeitgenössische Kunstform der ‚Paläo-Kunst‘ – eine visuelle Tradition, dieRead More
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Posted On Dezember 5, 2017By Alf MayerIn Bücher, Litmag

Erich Auerbach: Die Narbe des Odysseus

Suspense bei Homer – oder wie fing das Erzählen an? Wieder zu entdecken: Erich Auerbach und seine „Narbe des Odysseus“ – von Alf Mayer. „Die Welt ist für uns alle wahr und für einen jeden verschieden.“ (Marcel Proust) Ach Europa. Von den Rändern her sieht man es einfach besser. Die vielleicht beste Literaturgeschichte Europas – manche sagen sogar: „die“ – wurde im Exil in Istanbul geschrieben. Ihr Autor: der deutsche Jude Erich Auerbach, ein Freund Walter Benjamins. Auerbach gelangte 1936 mit Hilfe der aus der Schweiz operierenden „Notgemeinschaft deutscher WissenschaftlerRead More
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Zwei Freundinnen und die Liebe zum Kontinent der Philosophie Alf Mayer über die Nietzsche-Biografie „Ich bin Dynamit“ von Birgit Lahann und Ute Mahler Was für ein Buch. Hinreißend geistreich und munter unterwegs, spannend und anschaulich, poetisch und klug, ungekünstelt und doch von höchster Kunst. Eine ungewöhnliche Reise durch Europa, Ideengebäude inklusive. Die Autorinnen: zwei Frauen auf der Höhe ihrer Kräfte, ein wunderbares Werk. Mit 200 schlanken Seiten ein Meisterwerk der Verknappung, überaus lesenswert und sehr anregend. Zum Schluss erst, auf der letzten Seite, zeigen sie sich, klein und bescheiden: BirgitRead More
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Die Schweiz als ein unerschrockenes Land „Zukunft der Migration“, „Neuland“ und „Monument Europa“, gleich dreimal lohnt sich ein Blick aus dem Nachbarland. Zwei den Blick erweiternde Bücher aus der Schweiz zum Thema Migration und eines zur europäischen Identität – besprochen von Alf Mayer.  Ein Blick von der Seitenlinie ist IMMER hilfreich. Etwa aus der Schweiz, auf Deutschland und auf Europa. Selbst die Zeitungen dort funktionieren noch als Debattenträger, während das alles bei uns schon lange die Hektik und Beliebigkeit der Talkrunden übernommen haben. „Das alles“: das ist der Meinungsbildungsprozess. Das ist, wasRead More
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Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft Alf Mayer über sieben frühe Bücher von Andy Warhol Vor Facebook und Instagram gab es andere – und kreativere – Methoden der Selbstpromotion. Und wir lernen: Andy Warhol war hier ein früher Meister. In einem vom Verlag als „Baby Sumo“ betitelten Format – eine Schatztruhe, die sich in mehreren Schritten auffalten lässt – werden nun sieben seiner frühesten Werke wieder zugänglich. Zwischen 1952 und 1960 waren sie in Kleinstauflagen mit meist weniger als 100 Exemplaren erschienen, wurden zu begehrten und unerschwinglichen Sammlerstücken. Im Verlag Benedikt Taschen,Read More
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Posted On Dezember 5, 2017By Alf MayerIn Bücher, Litmag

Andy Warhol (2): Polaroids 1958 – 1987

Warhol tanzt den „Big Shot Shuffle“ Alf Mayer über die Polaroids von Andy Warhol Die 15 Minuten, in denen jeder einmal weltberühmt sein würde, wie Andy Warhol es 1968 prophezeite, begannen am 21. Februar 1947 und dauerten sechzig Sekunden. Eine Minute, in der nichts passierte. Außer Warten. Und dann war sie da, die Sensation. Das Wunder. So jedenfalls empfanden es die Wissenschaftler der „Optical Society of America“, die der 37-jährige Physiker Edwin Land zu einer Vorführung in einen Saal des New Yorker Hotel Pennsylvania geladen hatte. Der Harvard-Absolvent Land hatteRead More
Atlas Obscura von Joshua Foer

Posted On Dezember 5, 2017By Alf MayerIn Bücher, Litmag

Foer, Thuras, Morton: Atlas Obscura

Orte des Staunens Alf Mayer über den „Atlas Obscura“ Ziegelsteinschwer, Lesebändchen, schönes Papier, mehr als 600 Farbfotos und Illustrationen, die Seiten übersichtlich und sehr lesbar gestaltet, die Informationen griffig und knackig, jede Seite eine neue Überraschung – kurzum ein Traum von einem Buch, das ist der „Atlas Obscura. Eine Entdeckungsreise zu den verborgenen Wundern der Welt“. Und das Irre ist, dieses Buch geht nie zu Ende. Da gibt es immer noch viel, viel mehr. Derzeit 12.500 Orte verzeichnet die interaktive Variante dieses Buches auf einer Weltkarte im Internet. Tatsächlich istRead More
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Posted On Dezember 5, 2017By Alf MayerIn Bücher, Litmag

Emilio Lussu: Ein Jahr auf der Hochebene

  Wie Kain und Abel Die iatlienische Seite des Dolomitenkrieges – Alf Mayer über Emilio Lussus Klassiker „Ein Jahr auf der Hochebene“. Der Folio-Verlag hat ihn jetzt wieder in einer gediegen schönen Ausgabe zugänglich gemacht, den Klassiker der italienischen Antikriegsliteratur, ergänzt um ein sehr interessantes und informatives Nachwort und eine bebilderte Biografie. Emilio Lussus „Ein Jahr auf der Hochebene“ wurde 1970 von Francesco Rosi mit Gian Maria Volonté als „Bataillon der Verloren“ (Uomini contro) verfilmt, in der Klarheit der darin inszenierten Klassengegensätze war es das marxistische Gegenstück zu Kubricks „WegeRead More
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Posted On Dezember 5, 2017By Alf MayerIn Bücher, Litmag

Das DDR-Handbuch

Ein visuelles Geschichtsbuch Das DDR-Handbuch „An instant classic“, ein Klassiker schon bei Erscheinen, das ist das enzyklopädische „DDR-Handbuch“ des Wendemuseums aus Los Angeles. 13 Jahre nach dem Fall der Mauer in Culver City, Kalifornien, gegründet, beherbergt es eine der weltweit größten Sammlungen mit Artefakten aus der DDR. Mehr als 2.000 Gegenstände daraus präsentiert dieses handschmeichlerische Buch mit Flexibindung auf über 800 Seiten. Es ist der bislang umfassendste Überblick über die visuelle und materielle Kultur der DDR: Designobjekte und Alltagsgegenstände, Propaganda und Werbung, Mode und Privates, Staatstragendes und Dissidentes, Skurriles und Tragisches – und das zuRead More
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Posted On Dezember 5, 2017By Alf MayerIn Bücher, Litmag

Dalí: Die Weine von Gala & Diners mit Gala

Wie Gott in Frankreich: Speis & Trank mit Dalí & Gala Nicht mehr Wein trinken, sondern Geheimnisse kosten, das solle man nach diesem Buch. Dieses Ziel setzten sich die Autoren von „Dalí. Die Weine von Gala“, 1978 bei Draeger in Paris in Mini-Auflage veröffentlicht und nun endlich vierzig Jahre später im Verlag Benedikt Taschen breiter zugänglich gemacht. Ein Weinbuch, wie es noch keines gab – und wohl auch nie wieder geben wird. Mit Salvador Domenech Philippe Hyacinthe Dalí, Marqués de Púbol, als Mundschenk und mit Jelena Dmitrijewna Djakonowa, eher bekannt als GalaRead More
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Posted On Dezember 5, 2017By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Julie Zeh: Leere Herzen

Agonie der Demokratie Mit „Unterleuten“ hat Julie Zeh im vergangenen Jahr ein großes gesellschaftliches Kaleidoskop der deutschen Nachwende-Gesellschaft vorgelegt und dabei auf gelungene Weise die Befindlichkeiten einer Epoche eingefangen. In „Leere Herzen“ projiziert die immer wieder auch politisch aktive Schriftstellerin unsere Gesellschaft nun in eine vielleicht gar nicht so ferne Zukunft hinein, in der die Werte verfallen und unsere Demokratie auf dem Spiel steht. Im Zentrum des Romans stehen Britta Söldner – ein sprechender Nachname – und ihr Geschäftspartner Babak Hamwi. Ihre Firma „Die Brücke“ therapiert offiziell potenzielle Selbstmörder, dieRead More
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Posted On November 29, 2017By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Colson Whitehead: Underground Railroad

Erschütternd finster und eminent erhellend – Der 1969 in New York geborene Colson Whitehead gehört zusammen mit Teju Cole zu den wichtigsten und zugleich am schwierigsten einzuordnenden afro-amerikanischen Autoren. Seine Romane bespielen ein breites Spektrum vom atmosphärisch-dichtem und psychologisch nuancenreichen Erzählen über postmodernes Collagieren bis zur Zombie-Phantastik. Nicht im entferntesten lässt er, der in der gehobenen Mittelschicht geboren wurde und auf eine New Yorker Privatschule ging, sich dabei auf das Etikett „schwarzer“ Schriftsteller reduzieren und lässt die Rassen- und Diskriminierungsfrage allenfalls sublim und untergründig mitschwingen. Doch jetzt blickt er inRead More
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Posted On November 29, 2017By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Arundhati Roy: Das Ministerium des äußersten Glücks

Das Glück des Friedhofs – Ganze zwei Jahrzehnte mussten die Leser nach dem Welt-Bestseller „Gott der kleinen Dinge“ auf den neuen Roman der Inderin Arundhati Roy warten. In der Zwischenzeit wurde Roy zu einer Ikone der Kapitalismuskritiker und der Anti-Globalisierungs-Bewegung und verfasste statt Belletristik politische Essays. Der Zorn über Ungerechtigkeit, Korruption, Rassismus und Gewalt sprüht so nun auch noch aus jeder Seite ihres neuen Romans, der sich insgesamt als ein Buch mit Licht und Schatten, als ein ebenso stacheliges wie anziehendes Buch entpuppt. Im Zentrum des 550 Seiten-Romans steht derRead More
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Posted On November 29, 2017By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Ottessa Moshfegh: Eileen

Atemberaubende und abgründige Erzählerin – Schon mit ihrem kurzen finsteren Romandebüt über den Seemann und Säufer „Mc Glue“ (CulturMag-Kritik mit etwas Scrollen hier) ließ Ottessa Moshfegh im vergangenen Jahr aufhorchen. Mit „Eileen“ bestätigt die 36jährige ein ebenso atemberaubendes wie abgründiges erzählerisches Talent. – Von Karsten Herrmann. Während ihr Romandebüt im England des 19. Jahrhunderts angesiedelt war, spielt ihr neuer Roman in einer nördlichen amerikanischen Kleinstadt in den 1960er Jahren. Hier lebt die titelgebende Protagonistin Eileen in einem heruntergekommenen Haus mit ihrem Vater, einem Säufer und Ex-Cop, der sie ausnutzt undRead More
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Posted On November 29, 2017By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Omar el Akkad: American War

Düstere neue Welt Unsere Welt ist in den letzten Jahren ins Wanken geraten und zeigt sich von vielen Seiten bedroht: Unberechenbare Staatslenker, Terror, (Bürger-) Kriege, Fluchtwellen oder Klimakatastrophe. So wundert es nicht, dass in der Literatur derzeit auch Dystopien, also die Darstellung von negativen bis apokalyptischen Gesellschaftsentwicklungen Konjunktur haben. Eine besonders beklemmende hat nur der in Nordamerika lebende und in Ägypten geborene Omar El Akkad mit „American War“ vorgelegt. El Akkad erzählt von einem düsteren Amerika im Jahr 2075: Die Meeresspiegel sind gestiegen und haben Millionen zur Flucht ins LandesinnereRead More
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Posted On November 29, 2017By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Virginie Despentes: Das Leben des Vernon Subutex

Düsteres Gesellschafts-Kaleidoskop – Virginie Despentes wurde in Deutschland Anfang des Jahrtausends durch ihr Debut „Fick mich“ schlagartig bekannt und widmet sich seitdem immer wieder den Rand- und Subkulturexistenzen unserer Gesellschaft und schmückt das mit reichlich Sex, Gewalt und Drogen aus. In ihrem neuen Roman erzählt die bekennende Feministin vom Leben und insbesondere vom unaufhaltsamen Abstieg des Vernon Subutex. Ein Vierteljahrhundert betrieb Subutex in Paris einen Plattenladen mit Kultstatus, bevor er dann Pleite machte. Nach langer Arbeitslosigkeit wird ihm schließlich die Stütze gestrichen und er fliegt aus seiner Wohnung: „Im AngesichtRead More
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Posted On November 29, 2017By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Mohsin Hamid: Exit West

„Wir sind alle Migranten in der Zeit“ – Der in Pakistan geborene und über Harvard, Princeton, New York und London wieder nach Lahore zurück gekehrte Mohsin Hamid ist ein nicht nur literarischer Wanderer zwischen den Welten. Von Karsten Herrmann In seinem neuen Roman greift Hamid nun eine der entscheidenden und von ihm hautnah erfahrenen Fragen für die Zukunft unserer aus den Fugen geratenen Welt auf: Wie ist denen aus der kulturellen, ökonomischen und existentiellen Kluft zwischen Ost und West, zwischen Arm und Reich, zwischen Krieg und Frieden resultierenden Migrations- undRead More
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Posted On November 29, 2017By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Leila Slimani: Dann schlaf auch du

Der Preis des Glücks – Zwei kleine Kinder liegen tot in ihrem Kinderzimmer auf dem blutgetränkten Prinzessinnenteppich, inmitten des umgestürzten Wickeltisches und verstreuter Spielsachen – wie ein Splattermovie beginnt der französische Bestseller „Dann schlaf auch du“ von Leila Slimani, um dann behutsam das Geschehen bis zu diesem schockierenden Fanal aufzurollen. Die toten Mila und Adam sind die Kinder von Myriam und Paul Messés, einem jungen französischen Paar in Paris. Während Paul als Toningenieur arbeitet, scheint Myriam nach ihrem Jurastudium ganz in einer „instinktiven Mutterschaft aufzugehen. Das Leben in einem Kokon“.Read More
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Posted On November 15, 2017By Ross ThomasIn Bücher, Crimemag, Primärtext

Primärtext: Ross Thomas: Der Mordida-Mann

»Bringt ihr mich jetzt bitte um?« Sie waren zu viert in dem feuchtkalten Keller des alten verbarrikadierten Hauses in der kurzen Straße in Hammersmith. Zwei Männer und zwei Frauen. Die anderen Häuser auf beiden Straßenseiten waren auch verbarrikadiert und standen leer, auf die Abrißbirne wartend, die mittlerweile drei Wochen überfällig war. Der Keller roch nach toter Katze. Eine der Frauen war fast nackt ausgezogen und mit gelbem Isolierdraht an einen schweren Eßzimmerstuhl gefesselt worden. Sie hieß Maria Luisa de la Cova, und sie war eine vierunddreißig Jahre alte Venezolanerin. SieRead More