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Posted On Juni 15, 2017By Stella SinatraIn Allgemein, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Wir haben den Gral nicht gehütet, TEIL 2 1 bild/100 worte Sir Sinatra auf der Wiese. Starrt in den Nachthimmel, besternt wie die Decke einer byzantinischen Kapelle… Finster. Braune Zwerge, die umeinander einen langsamen Walzer tanzen. TAAA-DA-DA. TAA-DA-DA. TAAA-DAAA. Am Horizont das eine oder andere Ereignis, eine Stimme in ihrem Ohr. Du hast den Gral nicht gehütet, du hast nicht verhindert, dass E und U sich vermischen, du hast aus deiner Lust am Seltsamen und Schönen keine Geheimloge gemacht, und hast, du demokratisches Schaf, die neue Rechtschreibung willig eingesetzt –Read More
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Posted On Juni 15, 2017By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Roman: Carsten Jensen: Der erste Stein

Shock and Awe Carsten Jensens Roman „Der erste Stein“ reagiert auf den absurden Krieg in Afghanistan. Er verweigert radikal alle Sinnstiftungen und seziert das Gemetzel Schicht für Schicht. So entsteht eine Art salzsäureklarer Polit-Thriller der Kontingenz.  Ein großer Roman, besprochen von Thomas Wörtche. „Der erste Stein“ von Carsten Jensen beginnt wie ein Kriegsroman aus Afghanistan. Erzählt wird vom Schicksal eines dänischen Nato-Kontingents, irgendwo in der Wüstenei der Provinz Kandahar. Der 3. Zug ist in einem vorgeschobenen Camp basiert, von dort aus werden Patrouillen gefahren, es herrscht die übliche Langeweile, punktiertRead More
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The Great Vietnam War Novel was not written by an American Pulitzer- und Edgar-Preisträger Viet Thanh Nguyen, dessen kluger und raffinierter Vietnam-Politthriller „Der Sympathisant“ am 14. August auf Deutsch erscheint (Blessing), über die vielen von der Kritik übersehenen vietnamesisch-amerikanischen Werke, die den Vietnam-Krieg literarisch aufarbeiten. – Viet Thanh Nguyen writes on the many Vietnamese-American works ignored by both the American and Vietnamese mainstream. The discomfort of being caught between two sides makes us write our stories, again and again, he says. „We are the losers, the traitors, the dissidents…“ In 1967, Le Ly Hayslip,Read More
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Alien: Covenant – Schwanengesang. Ein Essay. Von Markus Pohlmeyer Ridley Scott hat es mir nicht leicht gemacht: ein Meisterwerk erwartend, sah ich Alien: Covenant (2017)! Der Film hätte ein Science Fiction sein können, hätte er sich dafür entschieden. Oder Horror, die Anlagen waren da. Hm. Oder innovativ – um zu zeigen, dass Kino noch was könne – im Angesichte von Serien, die sich mit Überlichtgeschwindigkeit auf der Überholspur bewegen und das Kino mittlerweile mehrfach überrunden. Also was sah ich? Klassische Elemente von Science Fiction: zusammengewürfelt! mad scientist-Variationen[1], festgemacht am AndroidenRead More
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Seid dankbar. Ihr seid doch vertreten. Von Beatrice Behn Also, das Thema mit der schlechten Repräsentation von Frauen, einer Minorität, die so um die 50% der Weltbevölkerung ausmacht, beim Filmfestival in Cannes stimmt ja jetzt nicht so ganz. Ich fahre da seit inzwischen sieben Jahren hin und nicht nur bin ich selbst eine Frau – und damit Teil der ungefähr 20% Frauen in der Filmkritik –, sondern ich sehe auch ganz viele Frauen vor Ort. Schon bei meiner Ankunft reicht mir eine nette Hostess in einem blauen Kleidchen mein BusticketRead More
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Posted On Juni 15, 2017By Alf MayerIn Bücher, Crimemag

Roman: Stephen Hunter: G-Man

Ballistische Zelebration Reading ahead (10): Alf Mayer über „G-Man“ von Stephen Hunter Da hat einer Spaß gehabt. Viel Spaß. Schon das Cover der US-Erstausgabe erzählt davon. Ratta-tat macht darauf die Thompson-Maschinenpistole, gelb wie die Titelschrift blitzt ihr Mündungsfeuer, der Titel des Buches rekurriert auf den James-Cagney-Film „G-Men“ von 1935 (siehe das PS) und das Cover nimmt direkte visuelle Anleihen beim Filmplakat von „Baby Face Nelson“ mit Mickey Rooney, 1957. In seinem einundzwanzigsten Thriller und dem zehnten mit Bob Lee Swagger greift Stephen Hunter zu einem bewährten Kunstgriff des seriellen Erzählens.Read More
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Vor 70 Jahren wurde Benjamin “Bugsy” Siegel erschossen, der Schöpfer der Zockermetropole Las Vegas Von Mike Wuliger Er war der Posterboy des organisierten Verbrechens in den USA: Benjamin “Bugsy” Siegel, geboren am 28. Februar 1906 in New York, erschossen – wahrscheinlich im Auftrag seiner Komplizen – vor 70 Jahren, am 20. Juni 1947 in Beverley Hills, war in Hollywood ebenso zu Hause wie im Milieu der Mafia. Bis heute ist er eine Legende der amerikanischen Populärkultur. In “Der Pate II” taucht er als “Moe Greene” auf; in Fernsehserien wie “BoardwalkRead More
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Posted On Juni 15, 2017By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Roman: Johannes Groschupf: Lost Boy

Der Sound von Terror Tödliche Akustik – manche Leute geraten in Ekstase, andere fallen tot um. Harmlos und unschuldig ist gar nichts. Johannes Groschupf hat mit seinem Thriller „Lost Boy“ einen sehr originellen und überzeugenden Großstadt-Roman geschrieben, der große Aufmerksamkeit verdient. Eine Rezension von Thomas Wörtche. Labels und Rubriken richten oft Unfug an. Vor allem die Bezeichnungen „Jugendroman“ oder „Young Adult“ neigen dazu, Publikumsgruppen abzugrenzen. Und so rutscht dann ein grandioser Großstadtroman wie Johannes Groschupfs „Lost Boy“   durch die erwachsene Wahrnehmung. Das ist fatal, denn „Lost Boy“ ist ein durchRead More
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Posted On Juni 15, 2017By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops Juni 2017

  Bücher, kurz serviert Kurzbesprechungen von fiction und non fiction. Zerteilt und serviert von: Joachim Feldmann (JF), Alf Mayer (AM), Marcus Müntefering (MM), Thomas Wörtche (TW). Über: Paul Auster, Ezekiel Boone, Rafael Buschmann/Michael Wulzinger, Lee Child, Marina Heib, Sophie Hénaff, Stephen Hunter, Marcello Quintanilha, Werner Sonne, Mats Strandberg, Franz Josef Voll. Witzig, knapp, toxisch (TW) Souverän mit der Leichtigkeit, die ja ein gewichtiges Qualitätskriterium sein kann, geht Sophie Hénaff in ihrem Erstling Kommando Abstellgleis um:  Auf den ersten Blick erinnert ihre Konstellation an die Genie-Truppe in Fred Vargas´ Adamsberg-Romanen. Wenn auchRead More
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Posted On Juni 15, 2017By Joachim FeldmannIn Bücher, Crimemag

Roman: Ken Bruen: Brant

„McBain passt immer“ Joachim Feldmann, ein Kenner der Polizeiromane von Ed McBain, über Ken Bruens Zitier- und Referenzfeude in Sachen McBain. Hartnäckig hält sich der Glaube an die zivilisierende Wirkung der Literatur. Dass die Welt ein besserer Ort wäre, hätte der Schriftsteller Robert Walser 100.000 Leser, soll einst dessen Kollege Hermann Hesse behauptet haben. Ein noch besseres Preis-Leistungsverhältnis schreibt der Radiokünstler Andreas Ammer dem Werk des bald 85-jährigen (und zugegeben großartigen) Dichters Ror Wolf zu: Ein Schritt heraus aus dem irdischen Jammertal sei schon garantiert, läsen nur 1.000 Leute mehrRead More
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Nur noch kurz die Welt retten Reading ahead (11): Mike Ripleys „Kiss Kiss, Bang Bang“ Einen Abend wie 1984, als Len Deighton seinen Kollegen Eric Ambler zu einem kleinen Lunch ins Savoy in London einlud und ihm dann dort die Überraschungsgäste John Le Carré, Lionel Davidson, Miles Tripp, Gavin Lyall, John Gardner, Frederick Forsyth, Ted Allbeury persönlich und aus der Schweiz Graham Greene per Telefon zum 75. Geburtstag gratulierten – so etwas gab es nur einmal, und es war der Höhe- und zugleich schon Schlusspunkt einer Entwicklung, die runde zweiRead More
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Posted On Juni 3, 2017By Stella SinatraIn Allgemein, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Hummus 1 bild / 100 worte Die eine denkt bei Hummus an Damaskus, an dieses Restaurant, da gehen wir zusammen hin, sagt sie, wenn – die andere denkt an Paris. Said und der Boxer Wadi und die Freundin, die sich zierte, o! Noch einmal 20 sein… Ich aber denke bei Hummus an Seide und Eis, an scharfe Messer und heiße Brote, Kumin und Koriander – und Knoblauch, sagt die eine, tun nur die Libanesen rein. Dann weint sie, weil es nicht leicht ist, sich zu beherrschen und nicht zurück zuRead More
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Posted On Mai 15, 2017By Stella SinatraIn Allgemein, Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Wir haben den Gral nicht gehütet TEIL 1 1 bild / 100 worte Talking about Status, Baby, doch nicht: „Wie geht es Ihnen heute?“ – sondern dieses Ding da mit den gesellschaftlichen Clusters, die sich gegenseitig ihren Wert ausloben. „I dub thee Sir Sinatra, knight of the round table!“ Ein schöner Moment war das. Fort zogen wir, den Gral zu hüten, der da hieß: korrekte Rechtschreibung, keine schlabbrige Sprache, nicht zu viele Fremdwörter. Sir Sinatra, nachts alleine auf der Wiese. „Mais dans le ciel infini, il n y a nonRead More
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Posted On Mai 15, 2017By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag, News

Roman: Veit Etzold: Dark Web

Die Welt, according to Frodo Beutlin Veit Etzold ist ein Bestseller-Autor. Bestseller sagen eine Menge aus, nicht nur über den Autor, was relativ uninteressant ist, sondern über die jeweiligen Strategien, die solche Texte verwenden. Sein neues Buch, „Dark Web“ hat sich Thomas Wörtche genauer angesehen. Seit ein paar Jahren hört man immer wieder, der Krimi sei politisch. Das ist, angesichts einer langen Tradition „politischer“ Kriminalliteratur eine ziemlich lustige These, die jüngst auch von einem Funktionär der Vereinigung „Das Syndikat“ zu hören war. 1929, als Hammetts „Red Harvest“ erschien, ist jaRead More
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Posted On Mai 15, 2017By Thomas AdcockIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Kolumne: Thomas Adcock: Fremdschämen

EAST GREENWICH, Rhode Island U.S.A. There are times when only German will suffice in articulating complexity, especially of infuriating nature. For instance, consider the current White House tenant, an orange-faced Manhattan braggart and tabloid newspaper oddity whom New Yorkers have loathed for the past three decades. Among this man’s latest dubious accomplishments, he has inspired certain government investigators—those not yet dismissed for probing his probable traitorous ties to Russian spies—to give the city of Washington a new moniker: Kremlin on the Potomac. How to describe him? “The beauty of GermanRead More
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GoT – Minimale Meditationen Von Markus Pohlmeyer Prolog Tyrion Lennister – Zwerg, Killermaschine, Super-Liebhaber, witzig, frech, Kampftrinker und Analytiker – bringt den Inhalt einer der weltweit bekanntesten Serien (und Roman-Folgen) wie immer gnadenlos auf den Punkt: „Kronen stellen seltsame Dinge mit den Köpfen darunter an.“[1] Damit wäre alles über die Weltgeschichte und diese Serie gesagt – und der Essay könnte hier enden. Aber es liegt am Wie. Autoren stellen schon seltsame Dinge mit Texten an. Schauriges und Blablabla Die Geschichte hebt an mit einem ständig betrunkenen König und einem Inzestdrama zwischenRead More
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Posted On Mai 15, 2017By Anne KuhlmeyerIn Bücher, Crimemag, News

Roman: Monika Geier: Alles so hell da vorn

Impressionistisch, punkig und knallhart Endlich ist er da! Der siebte Bettina-Boll-Roman von Monika Geier hat Anne Kuhlmeyer begeistert. Schwerer, heißer August. Unter der boshaften Eibe, die Tante Elfriedes Anwesen bewacht, bleibt es ebenso feuchtkalt wie in dem alten Kasten von Haus. Einiges ist in Bettina Bolls Leben passiert seit sie in „Die Hex ist tot“ ermittelte, halbtags, versteht sich. Die Kinder ihrer toten Schwester sind gewachsen, Tante Elfriede liegt auf dem Friedhof und der klapprige Taunus macht’s auch nicht mehr lange. Immerhin hat Boll die Chance, ihr Erbe zu GeldRead More
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  Der Größte der Independents Charles Willeford ist in „Hahnenkämpfer“ und dem beigefügten Tagebuch der Verfilmung ganz bei sich – und beim Existentialismus. Und Alf Mayer freut sich über eine Klassikerausgabe der besonderen Art. Es ist eines der vielleicht männlichsten Bücher, die es gibt. Auch James Lee Burke sieht das so, völlig zu Recht enthält die schöne, jetzt gerade erschienene Hardcover-Ausgabe von Charles Willefords „Hahnenkämpfer“ die Grabrede, die er seinem Freund gehalten hat. Der Band macht auch endlich Willefords „Cockfighter Journal“ zugänglich, sein während der Verfilmung des Romans entstandene Tagebuch, das nur in einer bibliophilen Winzauflage erschienenRead More
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Posted On Mai 15, 2017By Katja BohnetIn Bücher, Crimemag

Roman: Carol O’Connell: Es geschah im Dunkeln

Tote Narzissten koksen nicht Von Katja Bohnet Über Klippen hängen Eine Bühnenautor stirbt. Er wird ermordet in seinem eigenen Theaterstück. Bei Carol O’Connells neuestem Roman sitzt der Tote in der ersten Reihe, klar.  Aber Peter Beck ist schon der zweite, der im Zuschauerraum sein Leben lässt. Am Premierentag verstarb eine Frau im Publikum. Nicht schwer zu erraten, dass das Stück auch bei den nächsten Vorstellungen Opfer fordern wird. Eines, zuverlässig jeden Tag. Carol O’Connell mag Cliffhanger. Genau so wie ihre Protagonistin Kathy Mallory: Superwoman, blonde Wildkatze, Computerfreak, Raserin, Detective desRead More
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Posted On Mai 15, 2017By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag, News

Bloody Chops Mai 2017

Bücher, kurz serviert Kurzbesprechungen von fiction und non fiction. Zerteilt und serviert von: Joachim Feldmann (JF), Alf Mayer (AM), Frank Rumpel (rum), Thomas Wörtche (TW). Über: Christian Bommarius, Lee Child, Stephen Dobyn, John Grisham, Reginald Hill, Susanne Kliem, Christiane Kovacs, Litt Leweir, Claudia Mocek, James Rayburn, Rainer Wittkamp.   Handlung albtraumhafter Qualität (JF) „Ich finde, Geschlecht wird total überbewertet“, sagt Brook. Und es ist, als ob die Detektivin, der es weniger um die Aufklärung als um die Verschleierung von Sachverhalten zu tun ist, damit nicht nur Auskunft, über die geheimnisvolleRead More
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Posted On Mai 15, 2017By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Roman: Martin Walker: Grand Prix

Wo ist der 30-Millionen-Dollar Bugatti? Welcher Wein passt zu Flusskrebsen? Martin Walkers „Grand Prix“ ist der neunte Fall für Polizeichef Bruno – es geht um die Suche nach einem extrem seltenen, verschollenen Bugatti Atlantic aus den 1930er Jahren, aber es ist wie bei allen Bruno-Fällen mal wieder eine Hymne auf die französische Provinz, auf kulinarische Köstlichkeiten und die Symbiose von Mensch und Natur, die offenbar nur im Perigord zu finden ist. Von Peter Münder. „Grand Cru“ hieß der zweite Band mit Polizeichef Bruno, „Schwarze Diamanten“ war  Brunos dritter Fall, inRead More
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Posted On Mai 15, 2017By Klaus GietingerIn Bücher, Crimemag

Filmbuch: Erinnerung an Wolfgang Staudte

Mörder unter und in uns – Wolfgang Staudte Von Klaus Gietinger Wolfgang Staudte war einer der besten Filmregisseure des Nachkriegs. Er verband politischen Anspruch mit Unterhaltung und Satire und gehörte zu den wenigen deutschen Regisseuren, die unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg Filmkunst machten. Das heißt seine Kinofilme sind auch immer optisch ein Genuss, bzw. sie provozieren das Auge genauso wie das Ohr. Dabei kann man Staudte als wirklich deutschen Filmemacher bezeichnen. Denn er drehte in drei Systemen. Unter den Nazis, in der DDR und in der BRD. 1906 geboren inRead More
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Posted On Mai 15, 2017By Katrin DoerksenIn Bücher, Comic, Crimemag

Graphic novel: Jiro Taniguchis „Venedig“

Die Stadt verschwimmt Von Katrin Doerksen Zuerst sucht Jiro Taniguchis Spaziergänger einen Ort auf, der bei den meisten Venedigreisenden auf der Prioritätenliste ganz oben steht: San Marco, majestätisches Zentrum venezianischer Machthaber, der ausladende Beginn des Canale Grande. Taniguchis Spaziergänger verschafft sich einen Überblick. Vom Campanile aus überblickt er die ganze Stadt, bevor er sich in das Gewirr der Gassen stürzt: San Marco, San Polo, Cannaregio. Es ist ein sehr strategisches Vorgehen, ein typisch Touristisches. Das könnte daran liegen, dass Venedig, der letzte Comic des japanischen Autors und Zeichners Jiro Taniguchi,Read More
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Posted On Mai 15, 2017By Tina BrenneisenIn Comic, Crimemag

Primärtext: Comics als politischer Akt

Comics machen ist immer ein politischer Akt Kleine Dankesrede, auch für den Comic als politisches Medium Am 5. Mai 2017 erhielt Tina Brenneisen für ihr Comicbuchprojekt Das Licht, das Schatten leert den Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung. Ihre beeindruckende Dankesrede nutzte sie, um über Comics als politischen Akt und Marktdiktate als Zensurinstanz zu sprechen. Wir danken Tina Brenneisen für die freundliche Erlaubnis, ihre Rede hier zu veröffentlichen. Vielen Dank. Ich danken Ihnen, dass Sie das Medium Comic unterstützen. Das ist nicht selbstverständlich, und man kann es gar nicht oft genug betonen.Read More
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Suche nach dem „jetzt“ einer beglückenden Plötzlichkeit – Er ist der Präzeptor wegweisender Studien über ästhetische Fragen: Karl Heinz Bohrer, 84, hat Bücher über die „Ästhetik des Schreckens“ und „Die Grenzen des Ästhetischen“ veröffentlicht, ihn interessieren vor allem ästhetische Aspekte, die bei der Analyse gesellschaftspolitischer Entwicklungen relevant sein könnten. Aber auch das Böse als ästhetische Kategorie, verstörende Momente in Werken der Romantik, schätzte er als erhellende, inspirierende Augenblicke von Plötzlichkeit. Nach „Granatsplitter“ hat Bohrer nun mit „Jetzt“ eine Fortsetzung seines ideengeschichtlichen Rückblicks veröffentlicht, in der er seine Suche nach denRead More
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Posted On Mai 6, 2017By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Birk Meinhardt: Brüder und Schwestern

Völlige Umkehrung der Werte – Mit dem ersten Teil der Familiensaga „Brüder und Schwestern“ zeichnete der in Ostberlin geborene Birk Meinhardt ein lebenspralles Gesellschaftspanorama der DDR. Im zweiten, durchaus eigenständigen Teil, nimmt der gebürtige Ostberliner nun die Wendejahre von 1989 bis 2001 in den Fokus und zeigt auf beeindruckende Weise, wie das Leben seiner Protagonisten auf links gezogen wird und alles Bisherige seinen Wert verliert. Von Karsten Herrmann Am Tag der Maueröffnung befindet sich Erik Werchow gerade auf seiner ersten Dienstreise in West-Berlin und über ihn schlagen die „Farbwellen zusammen,Read More