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„Begrüßung & nur ein paar Gedanken“ Das Ende des Kriminalromans … wie wir ihn kennen? Thomas Wörtche hielt anlässlich des Kongresses über Kriminalliteratur  – KrimisMachen 3, der Anfang September in Hamburg stattfand, die Eröffnungsrede. Lesen Sie eine Mitschrift: Was soll KrimisMachen3? Branchentreffen dienen üblicherweise pragmatischen Aspekten. In diesem Falle widmet es sich Schichten, die auf den ersten Blick nichts mit dem täglichen Geschäft zu tun haben – aber eben nur auf den ersten Blick … Auch wenn das Programm zunächst anmutet wie ein literatursoziologisches Seminar. Aber wir werden sehen … Thema:Read More
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Posted On September 19, 2017By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops September 2017

Bücher, kurz serviert Kurzbesprechungen von fiction und non fiction. Joachim Feldmann (JF), Alf Mayer (AM) und Thomas Wörtche (TW) über: James Lee Burke: Flamingo & Zeit der Ernte (und zwölf weitere) Massimo Carlotto: Der Tourist   Anne Chaplet: In tiefen Schluchten Virginie Despentes: Das Leben des Vernon Subutext Ellen Dunne: Harte Landung Lucie Flebbe: Totalausfall  Sven Heuchert: Dunkles Gesetz Thomas Hippler: Die Regierung des Himmels. Globalgeschichte des Luftkriegs Arlie Russell Hochschild: Fremd in ihrem Land. Eine Reise ins Herz der amerikanischen Rechten Mark Jones: Am Anfang war Gewalt: Die deutsche Revolution 1918/19Read More
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I Donna Daisy und Sancho Duck – Remythologisierungsversuche  „Die Ritterin und ihr Knappe“[1] ist eine wunderbare alternative history- und gender-story: Daisy (in der echten postmodernen Entenhausener Realität Donalds Verlobte, ja genau, die Verlobte von diesem Alltagsversager, der als Phantomias und Geheimagent regelmäßig die Welt retten muss). Daisy hier nun in der Rolle von Arthus und Donald als Knappe, durchaus mit dem Potential eines Sancho Panza! Wunderbar, wie Daisy beherzt das Schwert aus dem Stein zieht. Donald: „Aber sie ist ein Weib[2]! Geht das?“ Stimme: „Heutigentags geht alles.“[3] Also das berühmteRead More
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Posted On September 19, 2017By Ute CohenIn Bücher, Crimemag

Roman: Benjamin Whitmer: Im Westen nichts

WILDROMANTISCHE, VOGELFREIE SCHEISSE Von Ute Cohen Countrysongs können einem das Hirn mindestens genauso aus dem Schädel blasen wie eine 38er. Verlierergeschichten ohne Happy End betäuben mit Galoppsound in Endlosschleife. Benjamin Whitmers „Im Westen nichts“ ist wie einer dieser Songs, die man in- und auswendig zu kennen glaubt, am liebsten wegdrücken möchte und dann doch bis zum Schluss anhört, die Wut im Bauch, der Handrücken verschämt die Tränen wegwischend. Das Setting ist nichts Neues: Pike, ein verwitterter, vom Leben gezeichneter Bulle bricht auf, den Tod seiner Tochter zu rächen. Sarah, verlassenRead More
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Posted On September 19, 2017By Sonja HartlIn Bücher, Crimemag

Roman: Karan Mahajan: In Gesellschaft kleiner Bomben

Erschütterungen Von Sonja Hartl Dieses Buch stellt viele Fragen: Sind große Bombenanschläge wirklich schlimmer als kleine? Sie fordern mehr Opfer, brennen sich in unser Gedächtnis ein, verschaffen mehr Aufmerksamkeit – aber wie bemisst man eigentlich den Schaden? In Toten? In Schlagzeilen? Oder in den Folgen, die sie haben? Und wie beurteilt man diese Folgen, sind sie nicht eventuell nachträglich hergestellte Kausalitäten, die den Eindruck erwecken sollen, dass im Rückblick alles Sinn ergibt und als scheinbar unweigerliche Konsequenz bestimmte Ereignisse so eintreten mussten? Oder wird damit nicht vielmehr verschleiert, dass esRead More
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Posted On September 19, 2017By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Roman: Christian von Ditfurth: Giftflut

Terror-Anschläge auf Brücken, Fähren und den Eurotunnel: Was Ist die Botschaft? Irgendwas mit Wasser? Mit seinem dritten Band um Kommissar de Both liefert Christian von Ditfurth nach „Heldenfabrik“ und „Zwei Sekunden“ wieder einen gelungenen  Thriller: So eigenwillig, brillant und originell wie seine Hauptfigur ist auch „Giftflut“ angelegt. Von Peter Münder Besonders zimperlich bei der Beschreibung mörderischer Gemetzel war Christian von Ditfurth, 64, noch nie: Sieben Vorsitzende eines Chemiekonzerns werden bei einer Sitzung von einem angeheuerten Killerkommando ermordet; ein Bombenattentat wird auf den Konvoi der Kanzlerin und des russischen Präsidenten mittenRead More
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Posted On September 19, 2017By Frank SchorneckIn Bücher, Crimemag

Roman: Graham Norton: Ein irischer Dorfpolizist

Grüner wird’s nicht von Frank Schorneck „Es war in der Einwohnerschaft von Duneen weitgehend akzeptiert, dass, sollte ein Verbrechen geschehen und es Sergeant Collins gelingen, den Täter festzunehmen, dieser Verhaftung wohl kaum eine Verfolgung zu Fuß vorausginge.“ – Sergeant PJ Collins war schon dick, bevor er seinen Dienst in Duneen antrat, einem südirischen Kaff, das verschlafen zu nennen noch ein Euphemismus wäre. Ein Polizeialltag, der zwischen den reichhaltigen, von der fürsorglichen Haushälterin zubereiteten Mahlzeiten noch so manche zusätzliche Leckerei bereit hält und ansonsten weder geistige noch körperliche Beweglichkeit erfordert, hatRead More
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Posted On September 18, 2017By Stella SinatraIn Allgemein, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Wir haben den Gral nicht gehütet, TEIL 4 1 bild / 100 worte Sir Sinatra kämpft. Gegen die trübe Feuchte, holderi, holdero, & die Lust am Eintauchen in dunkle Barräume, laut laut LAUT die Musik & alle rennen rum & schreien sich an, bis sie completely drunk sind. So wird kein Nobelpreis draus, wer will schon den Nobelpreis, wenn T. N. ihn nicht kriegt, will ihn unser Ritter auch nicht. Sapperlot. Saw the grail on the dance floor & jetzt ist schon wieder hell. Zeit das Pferd zu besteigen, HOPPLA,Read More
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Posted On September 3, 2017By Stella SinatraIn Allgemein, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

ANDYs Weisheit 1 bild / 100 worte Kurz nach dem Big Bang: Eine Milliarde Jahre Dunkelheit. Soooo haben wir uns das nicht vorgestellt, doch die Physiker. „Zeit“ in dem Sinne war ja auch noch nicht, und jetzt wechseln wir das Thema und gehen über zu unserm neuen Mitbewohner. ANDY! „Zweifel sind auch nur Gedanken“, sagt der freundliche Engländer morgens früh. Das sind Weisheiten, die werden von Schüler zu Nicht-Schüler weitergetragen. Denn merke: Eine Zeit ohne Geschichten ist auch keine Zeit, da reihen sich nur die Momente. Hey – it’s Kamasutra-Time!Read More
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Posted On August 17, 2017By Stella SinatraIn Allgemein, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Wir haben den Gral nicht gehütet, TEIL 3 1 bild / 100 worte „Yeah, yeah, die Hex ist tot, yeah, yeah, tot…“, singen die Eulen und meinen’s nicht so; der POTUS regiert noch und der Gral bleibt ein Problem. Wir leben in interessanten Zeiten, sinniert Sir Sinatra und hält ein Schweizer Würstchen übers Lagerfeuer. GIVE ME A COSMIC BREAK! ES sitzt an der Küste, wo die Meerjungfrauen wohnen: „O einsamer Ritter, darf ich was von deinem Würstchen abhaben?“ Wer unten liegt, kommt schwerlich hoch, doch das ist gerade die IdeeRead More
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Posted On August 15, 2017By Michael WuligerIn Bücher, Crimemag

Roman: Sam Bourne: Der Präsident

Eine Kugel für Trump Kann man Donald Trump eigentlich noch toppen? Schwierig, schwierig, Sam Bourne hat es in seinem Roman „Der Präsident“ versucht, aber ist gescheitert. Mike Wuliger ist enttäuscht. Die amerikanischen Demoskopen stellen eine Frage leider nie: Wie viele Bürger träumen davon, dass ihren derzeitigen Präsidenten der Schlag treffen möge, notfalls auch die Kugel eines Attentäters? Die zustimmenden Antworten wären möglicherweise höher als Trumps aktuelle Popularitätswerte. In Sam Bournes “Der Präsident” – der englische Originaltitel heißt “To kill the President” – scheint dieser Wunsch in Erfüllung zu gehen. WeilRead More
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Labyrinth der Bewusstseins-Zombies. Brauchen wir noch ein Buch, noch eine Exegese, noch eine Meditation über den Film noir? Thomas Brandlmeier nennt seinen Beitrag zu einer unendlichen Diskussion „Film noir. Die Generalprobe der Postmoderne“ Doch, ja, meint Thomas Wörtche, dieses Buch brauchen wir. „Film noir existiert nicht“, so beginnt der Münchner Filmwissenschaftler Thomas Brandlmeier sein Buch über eben dieses nicht-existierende Phänomen. Er hätte auch sagen können: Kein Mensch weiß so genau, was „Film noir“ ist.  Aber natürlich erkennen wir alle einen Film noir, wenn wir einen sehen.  Diese Filme existieren, aberRead More
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„Dieser Stadt fehlt die Demut“ Je heller das Licht, desto dunkler die Schatten. Alf Mayer über David Whish-Wilson und „Die Ratten von Perth“. Was wusste Raymond Chandler von Los Angeles? Wir alle sind uns sicher: eine ganze Menge. Dieses Chandler-Gefühl, dass da ein Autor mit präzise bösem Strich das Bild einer ganzen Stadt auf die Seiten wirft, dieses leider doch ziemlich seltene Gefühl, das hatte und genoss ich beim Langstreckenflug nach Perth, Hauptstadt des Bundeslandes West Australia. Ich hatte es, weil ich im Flieger David Whish-Wilson las. Seine scharf geschliffenen,Read More
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Arrival. Ein kurzer hermeneutischer Kommentar von Markus Pohlmeyer Prolog  I „Die Geschichte deines Lebens“[1] von Ted Chiang verbindet eine tiefe und tief traurige Mutter-Tochter-Geschichte mit der Ankunft von Außerirdischen. Privates scheint Welthistorischem gegenüber zu stehen: und doch wirkt dies alles ineinander! Chiang übernimmt Prinzipien der Quantenwelt (Mikrokosmos) als ontologischen Bauplan seiner Geschichte (Makrokosmos). Die Story transformiert sich zu einer großen Metapher, d.h. Allegorie, des Quantenkosmos. Darum: Anfang und Ende in der gewohnten Reihenfolge? Für die Quantenelektrodynamik scheint das ohne Belang, z.B.: „Das Elektron emittiert ein Photon, eilt in der ZeitRead More
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Ein deutscher Meisterspion in der mexikanischen Revolution Von Jürgen Neubauer Seit jeher ist Mexiko ein lockendes Ziel für Abenteurer, natürlich auch aus Deutschland. Einer davon war Felix Sommerfeld, der vor dem Ersten Weltkrieg vom Goldsucher zum wichtigsten deutschen Geheimagenten in Nordamerika wurde und an der Seite von Francisco I. Madero und Pancho Villa in der mexikanischen Revolution mitmischte. Agenten sind von Berufs wegen schwer zu fassen; in seinem Buch Im Schatten der Öffentlichkeit unternimmt Heribert von Feilitzsch den Versuch, das filmreife Leben des Meisterspions zu rekonstruieren. Felix Sommerfeld kommt 1879 in Posen zur Welt. SeineRead More
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Posted On August 15, 2017By Anne KuhlmeyerIn Bücher, Crimemag

Roman: Zoë Beck: Die Lieferantin

Schmerzfreiheit und Schlaf für alle! Von Anne Kuhlmeyer Unter Umständen gibt es keine Alternative für einen gebeutelten Gastronomen, als den persönlichen Schutzgelderpresser im eigenen Betonboden zu versenken, selbst wenn man sich damit akustische Intrusionen einhandelt oder sich die Gewaltexzesse im postbrexitischen Königreich zur Last legen muss, wie Leigh – freundlich, kompetent, schwul – das egozentrisch tut. Denn der Erpresser hatte eine alteingesessene, exzellent vernetzte Organisation hinter sich, die sich nicht gern in die Suppe spucken lässt. Schon gar nicht von jemand Neuem, der ihr den Gewinn aus Drogengeschäften schmälert undRead More
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Posted On August 15, 2017By Sonja HartlIn Bücher, Crimemag

Roman: Stuart Neville: Der vierte Mann

Irland und der Nationalsozialismus Von Sonja Hartl „Rattenlinien“ heißen jene Fluchtlinien, die führende Vertreter des Nationalsozialismus und Angehörige der SS nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs genutzt haben, um aus dem Land zu kommen. Einige ihrer Gesinnungsgenossen hatten sehr früh erkannt, dass der Zusammenbruch bevorsteht und sich abgesetzt. Dann organisierten sie vom Ausland aus Fluchtrouten für ihre Verbündeten, „mit Unterstützung der Kirche oder dem ein oder anderen Regierungsmitglied. Ein Empfehlungsschreiben, ein paar Devisen, um die Reise zu erleichtern, und Bargeld, um ein neues Leben zu beginnen.“ So steht es inRead More
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Posted On August 15, 2017By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops August 2017

Bücher, kurz serviert Kurzbesprechungen von fiction und non fiction. Zerteilt und serviert von: Joachim Feldmann (JF), Alf Mayer (AM), Frank Rumpel (rum), Thomas Wörtche (TW). Bücher von: Lee Child, Karen Dionne, Garrett M. Graff, Uta-Maria Heim, Robert Hültner, Institut für Sozialforschung, Pankaj Mishra, Antonin Varenne, Donald E. Westlake. Was ist das, das da mordet? (AM) „Mittelweg 36“, die zweimonatliche Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung, haben wir bei CrimeMag schon des öfteren vorgestellt, immer wieder wartet die Redaktion mit Themen und Heften auf, die uns im Crime-Zusammenhang interessieren. Das aktuelleRead More
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Die Formation eines Subgenres Von Thomas Wörtche Als ich mich neulich mit Junichiro Tanizalkis Meisterwerk „Der Schlüssel“ beschäftigt hatte, der sich unter anderem mit den Gender-Rollen der modernen japanischen Gesellschaft beschäftigt, fiel mir auf, wie geschichtsvergessen auch die Traditionslinie kriminalliteraturschreibender Frauen aktuell geworden ist. Deswegen sei hier noch einmal und nachdrücklich auf Masako Togawa hingewiesen, die zudem mit dem Titel ihres Erstlings, „Der Hauptschlüssel“ auf Tanizaki anspielt, aber sich gleichzeitig von männlichen Vorbildern loslöst und in einen globalen weiblichen Diskurs eintritt. Der Mann, der nachts rastlos durch Tokio streift, istRead More
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Die Farben der Nacht Autos, nachts allein am Straßenrand, eine Zeitkapsel aus den 1970er Jahren, das ist Langdon Clays Fotobuch „Cars – New York City. 1974 – 1976“. Alf Mayer hat sie geöffnet. Sie beherrschen die Nacht als wären sie Könige. Als wäre genau das der Auftritt, der ihnen immer schon gebührt hat, diese Art scheinbar beiläufiger fotokünstlerischer Inszenierung, die Langdon Clay ihnen angedeihen und dann 40 Jahre in der Schublade liegen ließ. Bis Gerhard Steidel, der im Jahr nur auf zwei der zu Zigtausenden bei ihm eingehenden Briefe reagiert, höchst persönlichRead More
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Posted On August 15, 2017By Katja BohnetIn Bücher, Crimemag

Roman: Lisa Sandlin: Ein Job für Delpha

Tausche Schaukelstuhl gegen Bein Von Katja Bohnet Texas, Hitze, Staub Noir. Es ist still. Vielleicht wird leise gesprochen, vielleicht bauscht ein leichter Windzug die Gardinen auf. Es ist heiß, Schweiß verklebt Staub auf der Haut. Die Nacht bringt keine Abkühlung. Zwei Möglichkeiten: Grelles Licht, ein Knall, harte Action, Achterbahn. Oder es bleibt dunkel, leise, drückend heiß. Wenn der Morgen kommt, ist jemand tot, jemand reich, jemand muss sich trennen, jemand geht. Lisa Sandlin wählt Tor 2. Sie erzählt leise, dennoch direkt. Die LeserInnen, die den Kriminalroman gerne hart und schrägRead More
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Posted On August 15, 2017By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Roman: Don Winslow: Corruption

Wie wird man zur Ratte? Langsam über rote Linien kriechen!  Don Winslows „Corruption“ zeigt eine zur Selbstzerstörung führerende Grenzüberschreitung. Von Peter Münder. Zu Don Winslows Krimi-Lieblingsklassikern gehören Chester Himes, Robert B. Parker, Raymond Chandler und Elmore Leonard: „Die haben Krimis in Musik verwandelt“, erklärte Winslow jetzt der New York Times. Alle fünf Jahre liest er nochmal Klassiker wie „Krieg und Frieden“ oder „Die Brüder Karamasow“; zu einem Autoren-Dinner würde er auf jeden Fall Shakespeare, Raymond Chandler und George Eliot einladen. Keine Frage: Der 63jährige Winslow hatte schon immer ein großesRead More
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Posted On August 15, 2017By Sonja HartlIn Bücher, Crimemag

Roman: Tania Chandler: Zwei Leben

Ein starker Sog von Sonja Hartl Ach ja, man kennt sie ja, diese psychologischen Thriller mit einer Ehefrau, die sich irgendwie nicht richtig an irgendetwas erinnern kann und dann gerät ihr Leben aus den Fugen. Dachte ich. Aber irgendwann sagte ich mir auch mal, dass ich bei australischen Spannungsromanen nun wirklich einfach mal alles lesen könnte, was übersetzt erscheint und damit hätte ich dann ein weiteres Land, in dem ich mich gut auskenne. Wie Irland. Oder Finnland. Oder irgendwann hoffentlich mal Frankreich. Also nahm ich Tania Chandlers „Zwei Leben“ mitRead More
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Urlaubslektüre  … hat Joachim Feldmann sich gegönnt und erzählt dankenswerterweise davon. Es sind nicht die schlechtesten Lektüremomente, in denen das in langen Lesejahren antrainierte kritische Bewusstsein der naiven Freude des Wiedererkennens weichen muss. Da taucht in einer Kriminalerzählung unvermutet das winzige, an der Nordküste Norfolks gelegene Dorf Stiffkey auf und schon fühlt man sich seltsam berührt, hat man doch gerade nur wenige Meilen entfernt zwei großartige Ferienwochen verbracht. Und wenn in einer anderen Geschichte desselben Bandes ein junger Mann im Hippiegewand mit einem Aufnahmegerät herumläuft, um authentische Geräusche zu konservieren, dieRead More
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Nicht mehr im Krieg, sondern jetzt hier Reading ahead (12): Elf Jahre seit seinem letzten Buch. Alf Mayer hat sich auf Peter Blauners „Proving Ground“ gestürzt. Vor dieser Lektüre hatte ich ziemlich Bammel. Ein Autor, der elf Jahre stumm geblieben war, davor eine Handvoll bester Bücher schrieb, mindestens zwei davon interstellar. Sein Erstling „Slow Motion Riot“ (1991) hatte ihm den Edgar gebracht, Patricia Highsmith persönlich benannte es als wichtigstes Buch des Jahres. Für „Casino Moon“ (1994) gab es Anerkennung unter anderem von Nicholas Pileggi, dem Mafia-Spezialisten und Drehbuchautor von ScorsesesRead More
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Posted On August 15, 2017By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Roman: Donato Carrisi: Nebelmann

Der Sonderermittler als medienwirksamer Selbstdarsteller: Wenn die Inzenierung wichtiger ist als die Aufklärung In Donato Carrisis „Nebelmann“ geht es zwar um das mysteriöse Verschwinden eines jungen Mädchens, doch Carrisi liefert auch eine fulminante Kritik an einer medial inszenierten Kampagne, die den profilneurotischen Sonderermittler Vogel als prominenten Star verklären soll. Von Peter Münder Als der Psychiater Flores nach Mitternacht mobilisiert wird, um einen Unfallfahrer im Krankenhaus zu verhören, der sich an nichts erinnern kann, ahnt er schon, dass dieser Fall ebenso komplex wie rätselhaft ist. Vor allem auch, weil die ermittelndeRead More