Neuer Wort Schatz II Category

Posted On Oktober 26, 2009By Jan KuhlbrodtIn Litmag, Neuer Wort Schatz II

Neuer Wort Schatz II (6): Thomas Kunst

Thomas Kunst: Wenn Gott in meinem Tagebuch… – Thomas Kunst hat im letzten Jahr einen Band Sonette vorgelegt. Keine formalen Salti. Keine inhaltlichen Grenzüberschreitungen. Keine Revolution in der Form, und gerade deshalb ein Salto Mortale. Flic Flac gestreckt eingedreht, rückwärts über die Stange und stehen. Mann o Mann. Read More

Posted On Oktober 19, 2009By Gisela TrahmsIn Litmag, Neuer Wort Schatz II

Neuer Wort Schatz II (5) : Elke Erb

Elke Erb: Präsenz. – Präsenz heißt manchmal bloß: vorhanden sein. Aber sie ist auch eine mystische Qualität, die sich am deutlichsten bei gewissen Schauspielern zeigt. Robert Mitchum etwa hielt Kopf und Körper hin auf diese nur ihm eigene Weise (lazy) und war da. Auch im Alltag begegnen wir (selten) Menschen, die diese Gabe besitzen: Sie betreten einen Raum und alle anderen werden zu Statisten.Read More

Posted On Oktober 12, 2009By Carsten SchwedesIn Litmag, Neuer Wort Schatz II

Neuer Wort Schatz II (4): Nora Bossong

Nora Bossong: Rattenfänger. – Letztlich ist es das Dunkeln der Ungewissheit, das dieses Gedicht dominiert, flankiert von der Düsternis der Stimmung und der Verbindung von Eros und Thanatos. Es herrscht Nacht, viel zu erleben gibt es nicht mehr, es sei denn, man verfügt über das nötige Kleingeld. Read More

Posted On Oktober 5, 2009By Christoph WenzelIn Litmag, Neuer Wort Schatz II

Neuer Wort Schatz II (3): Hartwig Mauritz

Hartwig Mauritz: großmutters erzählung: früher. – Mauritz beherrscht die Kunst des verschränkenden Enjambements, mit dem er die Bilder in Fluss bringt, die doch nie unscharf werden, vielmehr von höchster sinnlicher Konkretion sind. Seine sprachlichen Fügungen sind kühl und kühn zugleich, der Ton ist sachlich, technisch bisweilen, und dringt doch tief ein durch die Sehrinde in Traum und Schläfe des Lesers und mündet schließlich: in die Kopfwerdung der Bilder.Read More

Posted On September 28, 2009By Carl-Christian ElzeIn Litmag, Neuer Wort Schatz II

Neuer Wort Schatz II (2) : Udo Grashoff

Udo Grashoff: Zoo. – Udo Grashoffs Gedicht tritt leise und langsam, Zeile für Zeile, immer näher an uns heran, genau wie die weißen Wölfe, die ganz langsam bis an den Rand ihrer Betonfestung kommen. Am Ende blickt es uns mitsamt seinen Wölfen tief in die Augen und tief ins Herz, dass wir darüber sanft erschrecken müssen. Genauso erschrecken müssen, wie die Personen innerhalb des Gedichts.Read More

Posted On September 21, 2009By Angela SanmannIn Litmag, Neuer Wort Schatz II

Neuer Wort Schatz II (1): Christian Filips

Christian Filips: Zur Strafe: jetzt ein paar Stunden irrwitzige Übernahmen an die Wand malen. –Aktueller geht es nicht. Und vielschichtiger wohl kaum. Christian Filips’ Gedicht, ein (Ab)Gesang auf die vergeblichen Fusions- und Abstoßungsphantasien der Wirtschaftsakteure, liest sich als lyrische Quintessenz der weltweit grassierenden Finanzkrise. Und bedient sich dabei aller Register des hohen, anspielungsreichen Tons. Read More