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Posted On Mai 13, 2015By Christiane NitscheIn Kolumnen und Themen, Musikmag

Bericht vom Jazzfest Gronau

Die wirklich wahren Stimmen – Das 27. Internationale Jazzfest Gronau. Ein Bericht von Christiane Nitsche. Wenn das mal kein Line-up war: Gregory Porter, Randy Crawford, Maceo Parker, Cécile Verny, Brenda Boykin, Stefanie Heinzmann, Flo Mega und Anja Lücking (um jetzt nur ein paar herauszugreifen). In einem zehntägigen Konzertmarathon. In einem Atemzug. Geht das? Geht das gut? Jazzgrößen von Weltformat, Legenden der Musikgeschichte, die Weisheit der alten Mutter Jazz in einer Reihe mit Hip Hop, Pop, Soul, Alternative und so weiter – noch dazu deutschsprachiger Genese? Und wer ist eigentlich AnjaRead More

Posted On Mai 13, 2015By Christina MohrIn Musikmag

MoMu: NDW + Dorau

Erste komplette Dokumentation der NDW – Natürlich gibt es massenhaft Bücher und Tonträger, die sich mit der Neuen Deutschen Welle, kurz NDW befassen – angefangen mit Jürgen Teipels bahnbrechendem „Doku-Roman“ plus Compilation „Verschwende Deine Jugend“ über „Fetenhits – Neue Deutsche Welle 1 – ∞“ lassen sich problemlos mehrere Regalmeter mit dem Thema füllen. Meistens steht eine Spielart/Auslegung der NDW im Mittelpunkt: Entweder „Spaß“ bis der Arzt kommt vom Schlage UKW’s „Sommersprossen“ oder die punkig-avantgardistische, wenig kommerzielle Gründerzeit mit Pionieren wie Frieder Butzmann. Was es bisher noch nicht gab, ist derRead More

Posted On Mai 13, 2015By Die RedaktionIn Musikmag, Nachruf

In memoriam Thomas Backs

Eine traurige, eine schockierende Nachricht erreichte uns in der letzten Woche: Unser langjähriger Autor und geschätzter Kollege Thomas Backs ist verstorben, im Alter von nur 42 Jahren. Wir erinnern uns und nehmen Abschied. Wir wollten doch noch mal zu den Boxhamsters… Wo immer du jetzt auch sein magst, ob im Musikhimmel oder sonst wo – schade, dass du uns hier schon verlassen hast. Wir kannten uns eigentlich nicht richtig gut. Caesars Poll, satt.org und CULTurMAG – irgendwie kamen wir über unsere Leidenschaft für Pop-Musik und das Internet in Kontakt. DreimalRead More
Wann gab es denn das zuletzt? Das ist sicher viele, viele Jahre her, innerhalb einer Woche auf fünf Konzerte zu gehen. Es handelt sich aber nicht um einen Rekordversuch, sondern nur um eine günstige private und berufliche Konstellation (Rest der Familie im Urlaub, beruflicher Termin in Leipzig), die es zu nutzen gilt. Und wenn einem sowas Schönes wird beschert, ist das einen Konzertbericht wert… Paul Weller, Münster, Jovel Los geht es mit einer Ikone der Pop-Musik. Endlich hat Münster eine Halle, das neue Jovel, das auch Künstler in der GrößenordnungRead More

Posted On Mai 6, 2015By Christina MohrIn Musikmag

Mohr Music: The World is Tocotronic

In Malewitsch’sches Rotes-Quadrat-Rot getaucht –Am vergangenen Wochenende wurde yours truly reich beschenkt: Neben dem Original-Album „Tocotronic: Das Rote Album“ (nicht etwa Download oder Stream) trafen auch noch – verpackt im größten Paket, das ich seit langer Zeit erhielt – zusätzlich die luxuriös ausgestatteten Tocotronic Chroniken, verlegt bei Blumenbar, bei mir ein. Alles rot, rot, rot überall – die revolutionären Mai-Feiertage im Namen Tocotronics konnten also beginnen. Nun ist ja Skepsis angesagt, wenn sich alle einig sind, und bei „Tocotronic: Das Rote Album“ waren sich alle einig: Eine wundervolle Platte überRead More

Posted On Mai 6, 2015By Tina ManskeIn Musikmag

Blitzbeats

Neue Platten von und mit Of Montreal und Django Django, gehört von Tina Manske.Read More

Posted On April 29, 2015By Christina MohrIn Musikmag

Mohr Music: Altherrenrunde

Lacht über alte Männer nicht Eine meiner ewigen Lieblingsplatten stammt aus dem Jahr 1985 und ist, epochengerecht, eine Maxisingle: Bronski Beat und Marc Almond coverten Donna Summers Hit “I Feel Love” und verschmolzen diesen mit “Love To Love You Baby” und Johnny Leytons “Johnny Remember Me” zu einem orgiastischen Medley. Fantastisch. Vielleicht übertreibe ich, wenn ich behaupte, dass Almond (Soft Cell) und Bronski Beats Jimmy Somerville die männlichen Stimmen der 1980e- Jahre waren – aber andererseits möge man mir bitte ernst gemeinte andere Vorschläge unterbreiten. Somervilles Falsett und Almonds dunkleRead More

Posted On April 29, 2015By Tina ManskeIn Musikmag

Emile Haynie: We Fall

Emile Haynie: We Fall Die Entstehung von „We Fall“, dem ersten Album des Superproduzenten Emile Haynie als Songwriter, muss man sich ungefähr so vorstellen: Haynie sitzt in seinem Zimmer im Chateau Mormont Hotel in Los Angeles und leidet wie ein Hund wegen einer gerade beendeten Beziehung. Da in dem Hotel auch immer wieder anderen befreundete Musiker absteigen, lädt er diese auf sein Zimmer ein, zum Abhängen, zum Jammen, zum Songschreiben. Der grammygekrönte Produzent, der schon für Eminem, Bruno Mars oder Kanye West tätig war, legt nun also sein Debütalbum vor,Read More

Posted On April 29, 2015By Die RedaktionIn Musikmag

Blitzbeats

Neue Platten von und mit Nadine Shah, Die wilde Jagd und Danielle de Picciotto, gehört von Tina Manske (TM) und Christina Mohr (MO).Read More

Posted On April 22, 2015By Tina ManskeIn Musikmag

Young Fathers: White Men Are Black Men Too

Unvermittelt und roh –Es gibt viele schöne Geschichten rund um die schottische Band Young Fathers, zuvorderst natürlich die, dass sie im letzten Jahr mit ihrem Debüt „Dead“ völlig überraschend den Mercury Prize gewannen, gegen offensichtliche Favoriten wie Damon Albarn oder FKA Twigs. Oder die, wie sie einmal eine Auftragsarbeit für Nestlé (!) anfertigten, die dann wegen inhaltlicher Unstimmigkeiten nicht veröffentlicht wurde und nun unter dem Titel „Nest“ doch den Weg zum Publikum gefunden hat. Wenige Monate danach veröffentlichen Young Fathers nun ihren zweiten Longplayer, und auch der wird sich wiederRead More

Posted On April 22, 2015By Wolfgang BuchholzIn Musikmag

The Waterboys: Modern Blues

Vintage und hip – Damit hätte man wahrlich nicht rechnen können: dass Mike Scott mit seiner Band The Waterboys noch einmal ein so grandioses Album veröffentlichen wird. Es gibt Musiker, die genießen sowas wie Artenschutz, weil sie einem früher so viel Freude bereitet haben und einen auch über die Jahre selten enttäuscht haben. Diesen Status besitzt bei mir ohne Zweifel Mike Scott, der Kopf der Waterboys. Die Geschichte der Band im Schnelldurchlauf: Drei recht rockige Alben in den frühen 80ern auf den Spuren von U2, in den späten 80ern dannRead More

Posted On April 22, 2015By Die RedaktionIn Musikmag

Blitzbeats

Neue Platten von und mit Brigitte, Florian Fricke/Popol Vuh und Sufjan Stevens, gehört von Tina Manske (TM) und Christina Mohr (MO).Read More

Posted On April 15, 2015By Christina MohrIn Musikmag

Billie Holiday: Autobiographie und Best Of

Essenziell, ohne Diskussion. „Man hat mir gesagt, dass niemand das Wort Hunger so singt wie ich. Genauso das Wort Liebe. Vielleicht liegt das daran, dass ich weiß, was diese Worte bedeuten. Vielleicht liegt das daran, dass ich stolz genug bin, mich an all das erinnern zu wollen, an Baltimore und Welfare Island, das katholische Heim und das Jefferson-Gericht, an den Sheriff vor unserm Haus in Harlem und die Städte in ganz Amerika, wo ich meine Beulen und Narben abbekommen habe, Philadelphia und Alderson, Hollywood und San Francisco, an jede Kleinigkeit.Read More

Posted On April 15, 2015By Tina ManskeIn Musikmag

Interview mit Colleen

Eines der besten elektronischen Alben dieses Frühjahrs. Mit „Captain Of None“ präsentiert die französische Musikerin Cécile Schott eines der besten elektronischen Alben dieses Frühjahrs. Und das mit einer barocken Viola da Gamba im Zemtrum! Oder ist die Platte eher ein akustisches Album mit elektronischer Unterstützung? Die Grenzen sind fließend bei Colleen. Tina Manske hat da ein paar Fragen… TM: Mir scheint im Opener „Holding Horses“ wählst du eine sehr kinematografische Heransgehensweise – würdest du da zustimmen? CS: Ja, ich finde es sehr wichtig, mit dem ersten Song die „Bühne zuRead More

Posted On April 15, 2015By Christina MohrIn Musikmag

Mohr Music: Pretty in Pink

Pretty in Pink Pink als typische Girlie-Lillifee-Farbe? Nicht unbedingt, wie zwei aktuelle Platten zeigen… Sehr gut möglich, dass frau die Stimme von Jemma Endersby schon öfters gehört hat, und zwar als Backgroundsängerin von Max Herre, Paul van Dyk, Rea Garvey und den Fantastischen Vier. Nach so vielen „Fremdeinsätzen“ war ein eigenes Album der in Deutschland lebenden Britin längst überfällig: Jetzt ist „Golly Gosh!“ draußen und überzeugt auf ganzer, pinkfarbener Linie. Wobei „pink“ bei Jemma Endersby nicht heißt, dass sie auf derselben pseudo-ironischen Powerpop-Schiene fährt wie Meghan Trainor (worauf frau angesichtsRead More
Tote Füchse, Mohnblumen und Bio-Essen – Es war ja schon seit „The Double EP: A Sea of Split Peas“ klar: Courtney Barnett ist echt ‘ne Marke. Die australische Gitarristin und Singer-/Songwriterin (ein Begriff, der in Bezug auf Barnetts Musik viel zu betulich wirkt) belebt nicht nur die Post-Grunge-Slacker-Ära der Neunziger Jahre wieder, sie ist auch eine der originellsten Storytellerinnen, die man je gehört hat. Sie erzählt von Sachen, die so dermaßen Nicht-Rock’n’Roll sind, dass sie es deswegen natürlich erst recht sind: Wie man eine Rose aus einer Karotte schnitzt zumRead More

Posted On März 25, 2015By Christina MohrIn Musikmag

LoneLady: Hinterland

Dystopische Vision von Einsamkeit, Kälte und Verlorenheit – LoneLady mag keinen übertrieben hohen Output haben, aber einen guten Sinn fürs Timing: Ihre zweite Platte „Hinterland“ erscheint fast auf den Tag genau fünf Jahre nach ihrem Debütalbum. „Nerve Up“ brachte der rothaarigen Multiinstrumentalistin aus Manchester zwar keinen Riesenerfolg, aber viel Beachtung seitens Kritik und Fans. Die kühlen Synthies und Campbells prägnantes Gitarrenspiel erinnerten an Postpunk-Bands wie Gang of Four, A Certain Ratio und Joy Division (die wie Campbell aus Manchester kamen): Die Musik wirkt kühl und distanziert, gleichzeitig leidenschaftlich und emotional.Read More

Posted On März 25, 2015By Tina ManskeIn Musikmag

Blitzbeats: Kendrick Lamar und Erfolg

Neue Platten von und mit Kendrick Lamar und Erfolg, gehört von Tina Manske.Read More

Posted On März 18, 2015By Wolfgang BuchholzIn Musikmag

Stagetime: Roddy Frame, 1. März 2015, Köln, Luxor

We are family… Meine drei Platten des Jahres 2014 waren die neuen Alben von Bill Pritchard, Ben Watt und Roddy Frame. Alles Künstler, die mit ihren Bands in den 80er-Jahren mehr oder weniger erfolgreich waren. Der erfolgreichste aus der Runde war damals sicherlich Roddy Frame mit seiner Band Aztec Camera, der als Wunderkind gefeiert wurde und mit der Platte „High Land, Hard Rain“ aus dem Jahr 1983 einen Klassiker in seinem Back-Katalog hat. Mich hat Aztec Camera zu der Zeit nicht so richtig gepackt, obwohl diese Art von Musik aufRead More

Posted On März 18, 2015By Tina ManskeIn Musikmag

Mick Fleetwood: Play On

Nicht so wilde Geschichten – Wenn man etwas über das Leben und das Lieben innerhalb der Band Fleetwood Mac erfahren will, kann man entweder zu einem Fleetwood-Mac-Konzert gehen und auf den Augenblick warten, in dem Stevie Nicks anfängt, zwischen zwei Songs die gesamte Geschichte erzählen zu wollen und nicht mehr zu erzählen aufhört, bis erste Buhrufe laut werden oder Lindsey Buckingham sie stoppt – oder man kauft sich die Autobiografie von Mick Fleetwood. Letzteres ist günstiger, macht aber weniger Spaß. Denn Stevie Nicks kann erzählen, während Co-Autor Anthony Bozza –Read More

Posted On März 18, 2015By Christina MohrIn Musikmag

Mars Needs Women

Wie entsetzlich: Auf dem Mars gibt es keinen Rock’n’Roll! Das Hamburger Trio Mars Needs Women will diesem Übel abhelfen: Ihre Unerschrockenheit bewiesen Commander Valentina Chichikov (a.k.a. Peta Devlin), Lieutenant Ivana Punkawitch (a.k.a. Barbara Hass) und Dr Daphne Doublebind (a.k.a. Susie Reinhardt) schon mit der Namenswahl für ihre Band. „Mars Needs Women“ heißt ein trashiger Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1967, der wie viele B-Movies durch unfreiwillige Komik zum Kult wurde. Von Trash galaxienweit entfernt ist die Musik der silbern gewandeten Rock’onautinnen, die allesamt – wie es aufmerksamen Leserinnen aufgefallen sein dürfteRead More

Posted On März 18, 2015By Die RedaktionIn Musikmag

Blitzbeats

Neue Platten von und mit Isolation Berlin, Jimmy Somerville, TheeSatisfaction und Azealia Banks, gehört von Tina Manske (TM) und Christina Mohr (MO).Read More

Posted On März 4, 2015By Christina MohrIn Musikmag

SoKo: My Dreams Dictate My Reality

The Cure auf französisch – Um ehrlich zu sein: Ich war kein großer Fan von SoKos Debütalbum „I Thought I Was An Alien“ von 2012. Textlich wahnsinnig selbstbezogen, pendelte Stéphanie Alexandra Mina Sokolinski musikalisch unentschlossen zwischen süßem Folkpop und rauer Riot-Attitüde – aber wer bin ich zu urteilen? Die Französin mit polnischen, russischen und italienischen Wurzeln hatte und hat viele Fans, die genau darauf standen, also alles fein. Jetzt müssen sich die Fans umgewöhnen, denn SoKo hat sich neu erfunden: Wo vor drei Jahren noch braunes Langhaar wallte, strahlt jetztRead More

Posted On März 4, 2015By Tina ManskeIn Musikmag

Blitzbeats

Neue Platten von und mit Future Brown und Kammerflimmer Kollektief, gehört von Tina Manske.Read More

Posted On Februar 25, 2015By Tina ManskeIn Musikmag

Bilderbuch: Schick Schock

Ein göttliches Drama – Von den österreichischen Landsmännern Wanda hieß es neulich in der Welt so richtig schön journalistendoof, dass, wer sie in Berlin gesehen habe, eine Band vor dem Durchbruch gesehen habe. Drei ausverkaufte Konzerte in der deutschen Hauptstadt, aber VOR dem Durchbruch, ja klar. Was das alles mit Bilderbuch zu tun hat? Jede Menge. Denn ebenso wie an Wanda kommt in diesen Tagen niemand, der sich ernsthaft für die Zukunft von Rock und Pop interessiert, an Bilderbuch vorbei. Zunächsnt einmal und zuvorderst: Sänger Maurice Ernst kann Unglaubliches mitRead More

Posted On Februar 25, 2015By Christina MohrIn Musikmag

Nneka: My Fairy Tales

Füllhorn schwarzer Musik –„Count your blessings, name them one by one“, heißt es in „Surprise“, einem Song von Nnekas neuem Album „My Fairy Tales“: Sie wolle Hoffnung verbreiten, sagt die in Nigeria geborene und in Deutschland aufgewachsene Songwriterin – und vor allem nicht die Vorurteile reproduzieren, die Afrika als unterentwickelten Kontinent darstellen, der für immer auf die Hilfe reicher Staaten angewiesen ist. Nnekas vierte Platte ist ihre erste Independent-Veröffentlichung und damit ein Zeichen von Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung: Fast alle Stücke wurden in Frankreich aufgenommen und produziert, wo sich Nneka regelmäßigRead More