Musikmag Category

Posted On November 13, 2008By Tina ManskeIn Musikmag

Grace Jones: Hurricane

Menschenfressende Maschine – Grace Jones ist mittlerweile 60 Jahre alt, und noch immer jagt sie die jungen Hüpfer mühelos vor sich her. Von Tina Manske Die große britische Schauspielerin Tilda Swinton meinte unlängst zu ihrer Rolle in dem Kinofilm „Michael Clayton“, sie spiele darin einen „corporate criminal“. Grace Jones scheint diesen Gedanken aufgegriffen zu haben für ihren Übersong „Corporate Cannibal“, einen Titel, der den in letzter Zeit so häufig zitierten „entfesselten Kapitalismus“ mühelos auf einen Sound und ein Bild herunterbricht. Düster und dunkel dräuend raunt sie darin mit ihrer unvergleichlichenRead More

Posted On Oktober 30, 2008By Tina ManskeIn Musikmag

Francesco Tristano: Auricle Bio On

Traditionelle Avantgarde – Hier kann man die Töne und Harmonien sich wandeln hören, über einen stetigen Beat in die Luft steigend wie Rauch – in der Summe immer gleich, in der Gestalt in jeder Sekunde anders. Von Tina Manske „Zerstören, um zu erschaffen… Erschaffen, um zu zerstören…“: so der Wahlspruch dieses Albums von Francesco Tristano, einem der besten Pianisten unserer Zeit und ganz sicher einem der einfallsreichsten und wandlungsfähigsten. Auf dem schmalen Grat zwischen Jazz, klassischer, zeitgenössischer und elektronischer Musik ist er der leader of the pack. Seine Ausbildung führteRead More

Posted On Oktober 23, 2008By Tina ManskeIn Musikmag

Of Montreal: Skeletal Lamping

Das Paradies als große Sexparty – Einfach zu viele Ideen, um lange an einer rumzumachen und zu -schrauben, wenn doch nebenan schon die nächste Melodie mit ihren kleinen festen Brüsten lockt! Von Tina Manske Seit dem Album „Sunlandic Twins“ verfolgen wir hier schon das Schaffen dieser Ausnahmeband aus Athens, Georgia, mit Wohlwollen und wachsender Begeisterung. „Skeletal Lamping“ ist nun die neue Kopfgeburt von Kevin Barnes, dem Komponisten, Sänger und Produzenten dieses verrückten, genialen Haufens. Mittlerweile ist der Sound von Of Montreal endgültig nur noch mit solchen Meilensteinen der Popmusik wieRead More
Sackpfeife und Bänkellied – Was diese Bearbeitung des umfangreichen und wohlbekannten Stoffes so besonders macht, ist ihre Musikalität. Von Tina Manske Das wird schwierig! Über den „Simplicissimus“ von Grimmelshausen ist wohl schon alles gesagt worden, was man über ihn sagen kann. Inklusive: bedeutendster deutschsprachiger Roman der Barockliteratur, Entwicklungsroman, christliches Erbauungsbuch, Narrenspiegel. Und auch über Hans Clarin muss man eigentlich kein Wort mehr verlieren: Spätestens seit seinem „Pumuckl“ kennt ihn jedes Kind, und bis zu seinem Tod vor drei Jahren war er einer der umtriebigsten Schauspieler dieses Landes. Hörspielfans schätzen ihnRead More

Posted On Oktober 18, 2008By Matthias PenzelIn Kolumnen und Themen, Litmag, Musikmag

History: Ice-T und Body Count

Bushido oder Sido, Pose oder Posse – der Original Gangsta, der die mean streets hinter sich ließ, um seinen Shit zu vergolden, ist Ice-T ... denn er knackte als einziger den Jackpot, mit Body Count, einem Album wie kein anderes.Read More

Posted On Oktober 16, 2008By Tina ManskeIn Musikmag

Rogall: Rogall & The Electric Circus Sideshow

Freaks, allesamt – Zu hören sind Rockabilly, gespenstischer Soul, Saxophone, Hörner und Mundharmonikas, das Tuten der alten Eisenbahnzüge, während sie nach Westen düsen… Von Tina Manske Eine elektrische Zirkusshow – welch schöne Umschreibung dessen, was auf diesem Album auf den Hörer lauert! Zwölf Songs = zwölf verschiedene Charaktere, die nacheinander in die Arena treten und für Unterhaltung sorgen, so grundverschieden, wie es nur je die Beteiligten einer Zirkustruppe gewesen sind. Freaks, allesamt. Als Impresario fungiert Rogall, seines Zeichens Produzent dieser Platte und bekannt als DJ und Tausendsassa beim Label Nylon,Read More

Posted On Oktober 13, 2008By Tina ManskeIn Musikmag

Calexico in concert, Columbiahalle Berlin, 9.10.2008

Hope you like jammin‘ too – Was man hier erlebte, war die natürliche Erweiterung einer Band auf ein Orchester. Von Tina Manske Mit ihrem neuen Album „Carried To Dust“ haben sich Calexico ein veritables Denkmal ihres ureigenen Bandsounds gesetzt. Nun sind sie in Europa unterwegs, um dieses aktuellste einer langen Reihe von außergewöhnlichen Musik-Kleinodien auch live zum besten zu geben. Zu dieser Gelegenheit hatten sich Joey Burns und John Covertino und ihre Mitstreiter in Berlin als Gäste Rose Kemp (die zu Beginn einen kleinen Auftritt hatte) und – ungleich wichtigerRead More

Posted On Oktober 10, 2008By Tina ManskeIn Musikmag

Its A Musical: The Music Makes Me Sick

Stehaufmännchen – Rhythmenwechsel, plötzliche Bläsereinsätze, Jazzanleihen, dann wieder ein halbes Kinderlied, Songs, die man schon am Ende wähnt, kriegen nochmal die Kurve – es ist wie ein prächtiger Erwachsenengeburtstag mit großen bunten Hüten. Von Tina Manske Wie befreiend es jedes Mal wieder ist, wenn sich Musik hören lässt, die jeder flüchtigen Einordnung spottet und einfach IST statt irgendwas sein zu WOLLEN, das lässt sich in dieser Woche am besten mit der Berlin-Cottbus-Formation It’s A Musical erfahren. Zwar klingen Ella Blixt, die bezaubernde Schwedin, und Robert Kretzschmar mit all ihren Computern,Read More

Posted On Januar 18, 2007By Joerg von BilavskyIn Musikmag

Rocko Schamoni & Little Machine: s/t

Intellektuelle Weichspülung Schamonis beste Zeiten scheinen vorbei zu sein. Er und seine Mitstreiter von Little Machine präsentieren zahme Melodien samt zahnloser Texte. Singen kann er nicht, das steht fest. Rocko Schamoni trällert noch unbeholfener als einer seiner größten Bewunderer, Jochen Distelmeyer. Für den Sänger und Texter von Blumfeld ist und bleibt Rocko einfach der „King“. Wer aus der „Hamburger Schule“ schert sich schon um den Gesang. Solange die leichtgewichtigen Arrangements den schwergewichtigen Gedanken Auftrieb verleihen, hat man in dieser musikalischen Schule das Klassenziel schon erreicht. Der an der Alster residierende,Read More

Posted On Oktober 22, 2006By Joerg von BilavskyIn Bücher, Musikmag

Stefan Maelck: Pop essen Mauer auf

Der Pop, der aus dem Osten kam Maelck versucht eine satirische Abrechnung mit dem moralisch verkommenen Staatsapparat der DDR – und hat dabei den Bogen leider deutlich überspannt. Wer kennt im Westen überhaupt die ostdeutschen Bands Lift, Reform oder die „dienstälteste“ Rockformation der DDR „Stern-Combo Meissen“? Wahrscheinlich niemand. Dafür ist die Jugend westlich der Elbe mit Elvis Presley, den Scorpions oder Peter Maffay bestens vertraut. Aber wer hätte gedacht, dass die musikalischen Wurzeln dieser Rocker auch im ehemaligen Arbeiter-und-Bauern-Staat liegen. Pop-Journalist Stefan Maelck will uns diesen ostdeutschen Bären in einemRead More

Posted On Juni 29, 2006By Markus KuhnIn Musikmag, Vermischtes

Hurricane Festival 2006

Fußball und Rock’n’Roll. Ein subjektiver Spielbericht vom „Hurricane Festival 2006“ in Scheeßel. Während sich die Deutsche Elf mit dem fulminant gestarteten Achtelfinale gegen Schweden eine Runde weiter schießt, wälzen sich 50.000 Festival-Besucher im Staub und feiern den deutschen Sturm, 70 geniale Bands aus Deutschland und der Welt und natürlich sich selbst. Von Markus KuhnRead More

Posted On April 7, 2006By Joerg von BilavskyIn Musikmag

Morrissey: Ringleader Of The Tormentors

. Keine andere Pop-Größe hat die unterschiedlichen Spielarten des Ablebens und der Agonie so eindringlich, so eingängig in Noten und Worte gefasst wie der divenhafte Eigenbrötler Morrissey. Von Jörg von BilavskyRead More

Posted On März 29, 2006By Markus KuhnIn Musikmag

Pay-Tv: Everything Is Happening

Popmusik muss nicht langweilig sein: Die Hamburger Gruppe Pay-TV stellte im „Kukuun-Club“ ihr neues Album vor: „Everything is happening“ – Virtuoser Studiotrip einer mitreißenden Liveband. Von Markus KuhnRead More

Posted On März 3, 2006By Joerg von BilavskyIn Musikmag

Katharina Franck: First Take Second Skin

Die ehemalige "Rainbird"-Sängerin Katharina Franck findet zu ihren musikalischen Wurzeln zurück und lädt die Hörer ihres neuen Albums "First Take Second Skin" auf eine intime Entdeckungsreise ein. Von Jörg von BilavskyRead More

Posted On Februar 8, 2006By Joerg von BilavskyIn Musikmag

SZ-Diskothek – 1982

Protestler und Profilneurotiker Während wild bemähnte Friedensjünger im Sommer 1982 auf den Bonner Rheinwiesen die BAP-Hymnen gegen Krieg und Gewalt mitgrölten, ließen sich die frisch gegelten New Romantics von den sanften Synthesizerklängen der Edelpopper-Band „ABC“ einlullen. Das Popjahr 1982 spiegelt wie kaum ein zweites jugendkulturelle Gegensätze. „Wir hatten Besseres zu tun, als uns in klassischen Politfeldern zu engagieren“, schreibt der SZ-Essayist Ralf Niemcyzk über seine popkulturelle Sozialisation Anfang der 80er Jahre. Lieber die kostbare Zeit auf einen perfekten Haarschnitt, grelle Outfits und coole Musik verwenden, als mit alternativen „Gummistiefel-Demonstranten“ FriedenschöreRead More

Posted On November 3, 2005By Joerg von BilavskyIn Musikmag

SZ-Diskothek – 1989

Neue Wege Während sich mit dem Fall der Berliner Mauer der Osten und der Westen aufeinander zu bewegten, drifteten mit dem sich abzeichnenden Siegeszug des Techno und des Hip-Hop die Popkulturen Europas und Amerikas immer weiter auseinander. Diesen Schluss zieht zumindest Andrian Kreye in der SZ-Diskothek zum Popjahr 1989. „Angesichts der ganz real revolutionären Kräfte schien die subversive Kraft des Pop versiegt“, urteilt Andrian Kreye, Amerika-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung, über das Popjahr 1989. Pop und Rock erstarrten seiner Interpretation zufolge zur „sinnentleerten Pose“. Selbstverständlich zelebrierten R.E.M. und Nirvana denn auchRead More

Posted On September 22, 2005By Joerg von BilavskyIn Musikmag

SZ – Diskothek 2000

Jahrtausendjammer Rund um den Globus wurde geböllert und gejubelt. Die Menschen prosteten sich das neue Jahrtausend schön und erhofften sich eine bessere Zukunft. Die stellte sich aber genauso wenig ein wie eine musikalische Revolution. „Es war kein Jahr, in dem etwas wirklich Neues begann“, lautet denn auch das negative Fazit der SZ-DJs. „Scham“ überkommt SZ-Redakteur Tobias Kniebe, wenn er auf das Jahr 2000 zurückblickt. Wieso eigentlich? Ist er etwa höchstpersönlich für die erfolgreichen, aber peinlichen Eintagsfliegen Rednex oder Bomfunk MC verantwortlich? Oder für die Mainstream-Garanten John Bon Jovi und BritneyRead More

Posted On September 9, 2005By Joerg von BilavskyIn Musikmag

SZ-Diskothek – 1993

Hip oder Hop? Bewirkten Gruppen wie „N.W.A.“ mit ihrem rauen Gangsta-Rap wirklich einen „fast kompletten Paradigmenwechsel“ in der noch kurzen Geschichte des HipHops? Oder waren der Newcomer Beck und die Grunge-Ikonen von Nirvana stilbildende Größen des Popjahres 1993? Die SZ-Diskothek ist davon überzeugt. Hat er oder hat er nicht? Hat Michael Jackson das Bett mit einem 13-jährigen Jungen geteilt? Diese Frage bewegte bereits 1993 die Gemüter seiner Fans und Feinde. Sein musikalischer Ruhm stand zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr in Frage. Im Februar diesen Jahres erhielt der nicht einmal 33-jährigeRead More

Posted On September 8, 2005By Thomas WoertcheIn Musikmag

Bill Evans: Soulgrass

Nur vom Feinsten So ist das manchmal: Was in der Theorie abscheulich anmutet, kann in der Praxis zu ganz liebenswerten und schönen Resultaten führen. Nachdenkliche Gemüter könnten auf die Idee kommen, dass crossover oder fusion oder wie auch immer gemischte Musik manchmal das Ergebnis von rein statistischer Kombinatorik sein mag: Wir nehmen alles, was anscheinend nicht zusammenpasst, und mischen es, bis der Notenschlüssel pfeift. Also zum Beispiel Bluegrass inklusive Fiedel, Banjo, Dobro, Mandoline und modern jazz. Natürlich muss sowas in Nashville aufgenommen werden, am besten mit lebenden Legenden. Und huchRead More

Posted On September 1, 2005By Thomas WoertcheIn Musikmag

Julian Priester Pepo Mtoto: Love, Love

Sun-Ra-Assoziation Hier sind die 60s näher als die 70s, und am Ende zerfasert die Elektronik experimentierfreudig jede Art von Gemütlichkeit, ohne ins Disharmonische abzugleiten. „Bitches Brew” goes Sun Ra? Hört man „Love, Love”, den ersten der beiden Tracks dieses schon 1973 eingespielten Albums des Posaunisten Julian Priester (der damals gerade den Suaheli-Namen Pepo Mtoto angenommen hatte), ist diese Assoziation unausweichlich. Nicht bloß, weil Priester lange bei Sun Ra gespielt hat, sondern weil „Bitches Brew” und die Folgen von Weather Report & Co. einfach das grosse Paradigma der Zeit waren. SoRead More

Posted On August 16, 2005By Joerg von BilavskyIn Musikmag

SZ Diskothek – 1968

„We Want The World And We Want It Now!” (The Doors) Protestbewegung und Rockmusik bildeten 1968 eine explosive Mischung. Studenten schrieben sich die Parolen ihrer Idole auf die Fahnen und kämpften – den rebellischen Sound im Blut – für eine bessere Welt. Die Herausgeber der SZ-Diskothek suchen nach dem revolutionären Potenzial der Musik dieses Jahres und machen überraschende Entdeckungen. Eine ganze Woche zierte diese Zeile aus dem Doors-Song „When The Music’s Over“ die New Yorker Columbia University. Ausgewählt von Studenten, die im April 1968 ihre Hochschule besetzt hielten, um fürRead More

Posted On August 11, 2005By Joerg von BilavskyIn Musikmag

SZ Diskothek – 1958

„Klassische Musik ist prima, um dabei einzuschlafen“ (Elvis Presley) „Summertime Blues“ von Eddie Cochran hätte diese 58er-Kompilation ebenso wie das geniale Rock-’n’-Roll-Instrumental „Tequila“ von den Champs um ein paar wichtige musikalische Facetten bereichert. Aber man kann nicht alles haben. Doch das, was man bekommt, deckt so ziemlich alle Stimmungslagen dieses Popjahres ab. Mit solch markigen Statements sprach der frischgebackene G.I. Elvis Presley seinen jugendlichen Fans in Deutschland aus dem Herzen. Die konnten mit Bach, Beethoven und Mozart nichts anfangen und begehrten mit Radau und Randale gegen die spießige Elterngeneration auf.Read More

Posted On Juni 23, 2005By Thomas WoertcheIn Musikmag

Hernán Lugano Tango Jazz Trio: Porteño Blue

Argentinischer Blues Lugano beweist mal wieder, dass das, was sich spielerisch und leicht und elegant anhört, nur dann glücken kann, wenn es perfekt gekonnt wird. Tempus fugit. „Tango Walk“, die letzte CD von Hernán Lugano, die er mit einem Quintett um den grandiosen schwedischen Trompeter Gustavo Bergalli eingespielt hatte, liegt schon wieder neun Jahre zurück. Für die außergewöhnliche Qualität der Musik spricht, dass ich mich noch ganz genau und bestens daran erinnere – ein Wiederhören hat das sofort belegt. Jetzt also legt Lugano zusammen mit Ernesto Zeppa am Schlagzeug undRead More

Posted On Juni 16, 2005By Joerg von BilavskyIn Musikmag

The Dissociatives: dito

Traumpfade Ein Klangteppich mit suggestiver Ausstrahlung eröffnet das erste Album des australischen Popduos „The Dissociatives“. Man wähnt sich auf den Traumpfaden der Aborigines, wenn die ersten Töne von „We’re Much Preferred Customers“ erklingen. Und die geheimnisvoll angehauchte, chorisch multiplizierte und immer wieder verfremdete Stimme des ehemaligen Frontmanns von „Silverchair“ gibt sofort den experimentellen Ton an, der die ganze Platte beherrscht und keine Sekunde Langeweile aufkommen lässt. Nachdem vom fünften Kontinent nur Lobeshymnen nach Europa gedrungen waren, durfte man auf die australischen Ausnahmemusiker mehr als gespannt sein. Und was Daniel JohnsRead More

Posted On Juni 16, 2005By Joerg von BilavskyIn Musikmag

SZ Diskothek

Salonfähig Nach ihren erfolgreichen Editions-Ausflügen in die literarischen, klassischen und cineastischen Gefilde der Hochkultur wagt sich die Süddeutsche Zeitung mit den 1000 Songs ihrer POP-Anthologie jetzt in die Niederungen der Massenkultur. Doch auch bei der SZ-Diskothek gilt: Understatement statt Mainstream. „Sex, Drugs and Rock’n Roll”. Mit diesem Schlachtruf trieben die musikfanatischen Jugendlichen in früheren Jahrzehnten ihre Eltern noch zur Weißglut. Doch aus den Teens und Twens von damals sind mittlerweile Thirty- und Fortysomethings geworden, die von der Phonoindustrie als besonders „kaufwillig“ eingestuft und nun auch von den Feuilletonisten der auflagenstärkstenRead More

Posted On Juni 9, 2005By Thomas WoertcheIn Musikmag

Gebhard Ullmann: Essencia

Sinnlich und kommunikativ Ullmann zaubert satte, wollüstige Sounds mit Tenor- und Sopransax und Bassklarinette, widmet sich zutiefst emphatisch schönen Melodielinien in den verschiedensten Idiomen. Gibt es so etwas wie musikalische Faulheit? Also die Faulheit, die Ohren aufzumachen und zu hören? Vermutlich, denn anders könnten die Dauerdenunziationen von free music, improvisierter Musik, free jazz oder wie auch immer die Labels heißen, als unhörbar, unsinnlich, verkopft, egoman, unkommunikativ und so weiter und so fort nicht greifen. Dadurch entsteht Verlust. Zum Beispiel der Verlust, „Essencia“, eine Trio-Produktion des Holzbläsers und Komponisten Gebhard Ullmann,Read More