Musikmag Category

Posted On Oktober 16, 2008By Tina ManskeIn Musikmag

Rogall: Rogall & The Electric Circus Sideshow

Freaks, allesamt – Zu hören sind Rockabilly, gespenstischer Soul, Saxophone, Hörner und Mundharmonikas, das Tuten der alten Eisenbahnzüge, während sie nach Westen düsen… Von Tina Manske Eine elektrische Zirkusshow – welch schöne Umschreibung dessen, was auf diesem Album auf den Hörer lauert! Zwölf Songs = zwölf verschiedene Charaktere, die nacheinander in die Arena treten und für Unterhaltung sorgen, so grundverschieden, wie es nur je die Beteiligten einer Zirkustruppe gewesen sind. Freaks, allesamt. Als Impresario fungiert Rogall, seines Zeichens Produzent dieser Platte und bekannt als DJ und Tausendsassa beim Label Nylon,Read More

Posted On Oktober 13, 2008By Tina ManskeIn Musikmag

Calexico in concert, Columbiahalle Berlin, 9.10.2008

Hope you like jammin‘ too – Was man hier erlebte, war die natürliche Erweiterung einer Band auf ein Orchester. Von Tina Manske Mit ihrem neuen Album „Carried To Dust“ haben sich Calexico ein veritables Denkmal ihres ureigenen Bandsounds gesetzt. Nun sind sie in Europa unterwegs, um dieses aktuellste einer langen Reihe von außergewöhnlichen Musik-Kleinodien auch live zum besten zu geben. Zu dieser Gelegenheit hatten sich Joey Burns und John Covertino und ihre Mitstreiter in Berlin als Gäste Rose Kemp (die zu Beginn einen kleinen Auftritt hatte) und – ungleich wichtigerRead More

Posted On Oktober 10, 2008By Tina ManskeIn Musikmag

Its A Musical: The Music Makes Me Sick

Stehaufmännchen – Rhythmenwechsel, plötzliche Bläsereinsätze, Jazzanleihen, dann wieder ein halbes Kinderlied, Songs, die man schon am Ende wähnt, kriegen nochmal die Kurve – es ist wie ein prächtiger Erwachsenengeburtstag mit großen bunten Hüten. Von Tina Manske Wie befreiend es jedes Mal wieder ist, wenn sich Musik hören lässt, die jeder flüchtigen Einordnung spottet und einfach IST statt irgendwas sein zu WOLLEN, das lässt sich in dieser Woche am besten mit der Berlin-Cottbus-Formation It’s A Musical erfahren. Zwar klingen Ella Blixt, die bezaubernde Schwedin, und Robert Kretzschmar mit all ihren Computern,Read More

Posted On Januar 18, 2007By Joerg von BilavskyIn Musikmag

Rocko Schamoni & Little Machine: s/t

Intellektuelle Weichspülung Schamonis beste Zeiten scheinen vorbei zu sein. Er und seine Mitstreiter von Little Machine präsentieren zahme Melodien samt zahnloser Texte. Singen kann er nicht, das steht fest. Rocko Schamoni trällert noch unbeholfener als einer seiner größten Bewunderer, Jochen Distelmeyer. Für den Sänger und Texter von Blumfeld ist und bleibt Rocko einfach der „King“. Wer aus der „Hamburger Schule“ schert sich schon um den Gesang. Solange die leichtgewichtigen Arrangements den schwergewichtigen Gedanken Auftrieb verleihen, hat man in dieser musikalischen Schule das Klassenziel schon erreicht. Der an der Alster residierende,Read More

Posted On Oktober 22, 2006By Joerg von BilavskyIn Bücher, Musikmag

Stefan Maelck: Pop essen Mauer auf

Der Pop, der aus dem Osten kam Maelck versucht eine satirische Abrechnung mit dem moralisch verkommenen Staatsapparat der DDR – und hat dabei den Bogen leider deutlich überspannt. Wer kennt im Westen überhaupt die ostdeutschen Bands Lift, Reform oder die „dienstälteste“ Rockformation der DDR „Stern-Combo Meissen“? Wahrscheinlich niemand. Dafür ist die Jugend westlich der Elbe mit Elvis Presley, den Scorpions oder Peter Maffay bestens vertraut. Aber wer hätte gedacht, dass die musikalischen Wurzeln dieser Rocker auch im ehemaligen Arbeiter-und-Bauern-Staat liegen. Pop-Journalist Stefan Maelck will uns diesen ostdeutschen Bären in einemRead More

Posted On Juni 29, 2006By Markus KuhnIn Musikmag, Vermischtes

Hurricane Festival 2006

Fußball und Rock’n’Roll. Ein subjektiver Spielbericht vom „Hurricane Festival 2006“ in Scheeßel. Während sich die Deutsche Elf mit dem fulminant gestarteten Achtelfinale gegen Schweden eine Runde weiter schießt, wälzen sich 50.000 Festival-Besucher im Staub und feiern den deutschen Sturm, 70 geniale Bands aus Deutschland und der Welt und natürlich sich selbst. Von Markus KuhnRead More

Posted On April 7, 2006By Joerg von BilavskyIn Musikmag

Morrissey: Ringleader Of The Tormentors

. Keine andere Pop-Größe hat die unterschiedlichen Spielarten des Ablebens und der Agonie so eindringlich, so eingängig in Noten und Worte gefasst wie der divenhafte Eigenbrötler Morrissey. Von Jörg von BilavskyRead More

Posted On März 29, 2006By Markus KuhnIn Musikmag

Pay-Tv: Everything Is Happening

Popmusik muss nicht langweilig sein: Die Hamburger Gruppe Pay-TV stellte im „Kukuun-Club“ ihr neues Album vor: „Everything is happening“ – Virtuoser Studiotrip einer mitreißenden Liveband. Von Markus KuhnRead More

Posted On März 3, 2006By Joerg von BilavskyIn Musikmag

Katharina Franck: First Take Second Skin

Die ehemalige "Rainbird"-Sängerin Katharina Franck findet zu ihren musikalischen Wurzeln zurück und lädt die Hörer ihres neuen Albums "First Take Second Skin" auf eine intime Entdeckungsreise ein. Von Jörg von BilavskyRead More

Posted On Februar 8, 2006By Joerg von BilavskyIn Musikmag

SZ-Diskothek – 1982

Protestler und Profilneurotiker Während wild bemähnte Friedensjünger im Sommer 1982 auf den Bonner Rheinwiesen die BAP-Hymnen gegen Krieg und Gewalt mitgrölten, ließen sich die frisch gegelten New Romantics von den sanften Synthesizerklängen der Edelpopper-Band „ABC“ einlullen. Das Popjahr 1982 spiegelt wie kaum ein zweites jugendkulturelle Gegensätze. „Wir hatten Besseres zu tun, als uns in klassischen Politfeldern zu engagieren“, schreibt der SZ-Essayist Ralf Niemcyzk über seine popkulturelle Sozialisation Anfang der 80er Jahre. Lieber die kostbare Zeit auf einen perfekten Haarschnitt, grelle Outfits und coole Musik verwenden, als mit alternativen „Gummistiefel-Demonstranten“ FriedenschöreRead More

Posted On November 3, 2005By Joerg von BilavskyIn Musikmag

SZ-Diskothek – 1989

Neue Wege Während sich mit dem Fall der Berliner Mauer der Osten und der Westen aufeinander zu bewegten, drifteten mit dem sich abzeichnenden Siegeszug des Techno und des Hip-Hop die Popkulturen Europas und Amerikas immer weiter auseinander. Diesen Schluss zieht zumindest Andrian Kreye in der SZ-Diskothek zum Popjahr 1989. „Angesichts der ganz real revolutionären Kräfte schien die subversive Kraft des Pop versiegt“, urteilt Andrian Kreye, Amerika-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung, über das Popjahr 1989. Pop und Rock erstarrten seiner Interpretation zufolge zur „sinnentleerten Pose“. Selbstverständlich zelebrierten R.E.M. und Nirvana denn auchRead More

Posted On September 22, 2005By Joerg von BilavskyIn Musikmag

SZ – Diskothek 2000

Jahrtausendjammer Rund um den Globus wurde geböllert und gejubelt. Die Menschen prosteten sich das neue Jahrtausend schön und erhofften sich eine bessere Zukunft. Die stellte sich aber genauso wenig ein wie eine musikalische Revolution. „Es war kein Jahr, in dem etwas wirklich Neues begann“, lautet denn auch das negative Fazit der SZ-DJs. „Scham“ überkommt SZ-Redakteur Tobias Kniebe, wenn er auf das Jahr 2000 zurückblickt. Wieso eigentlich? Ist er etwa höchstpersönlich für die erfolgreichen, aber peinlichen Eintagsfliegen Rednex oder Bomfunk MC verantwortlich? Oder für die Mainstream-Garanten John Bon Jovi und BritneyRead More

Posted On September 9, 2005By Joerg von BilavskyIn Musikmag

SZ-Diskothek – 1993

Hip oder Hop? Bewirkten Gruppen wie „N.W.A.“ mit ihrem rauen Gangsta-Rap wirklich einen „fast kompletten Paradigmenwechsel“ in der noch kurzen Geschichte des HipHops? Oder waren der Newcomer Beck und die Grunge-Ikonen von Nirvana stilbildende Größen des Popjahres 1993? Die SZ-Diskothek ist davon überzeugt. Hat er oder hat er nicht? Hat Michael Jackson das Bett mit einem 13-jährigen Jungen geteilt? Diese Frage bewegte bereits 1993 die Gemüter seiner Fans und Feinde. Sein musikalischer Ruhm stand zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr in Frage. Im Februar diesen Jahres erhielt der nicht einmal 33-jährigeRead More

Posted On September 8, 2005By Thomas WoertcheIn Musikmag

Bill Evans: Soulgrass

Nur vom Feinsten So ist das manchmal: Was in der Theorie abscheulich anmutet, kann in der Praxis zu ganz liebenswerten und schönen Resultaten führen. Nachdenkliche Gemüter könnten auf die Idee kommen, dass crossover oder fusion oder wie auch immer gemischte Musik manchmal das Ergebnis von rein statistischer Kombinatorik sein mag: Wir nehmen alles, was anscheinend nicht zusammenpasst, und mischen es, bis der Notenschlüssel pfeift. Also zum Beispiel Bluegrass inklusive Fiedel, Banjo, Dobro, Mandoline und modern jazz. Natürlich muss sowas in Nashville aufgenommen werden, am besten mit lebenden Legenden. Und huchRead More

Posted On September 1, 2005By Thomas WoertcheIn Musikmag

Julian Priester Pepo Mtoto: Love, Love

Sun-Ra-Assoziation Hier sind die 60s näher als die 70s, und am Ende zerfasert die Elektronik experimentierfreudig jede Art von Gemütlichkeit, ohne ins Disharmonische abzugleiten. „Bitches Brew” goes Sun Ra? Hört man „Love, Love”, den ersten der beiden Tracks dieses schon 1973 eingespielten Albums des Posaunisten Julian Priester (der damals gerade den Suaheli-Namen Pepo Mtoto angenommen hatte), ist diese Assoziation unausweichlich. Nicht bloß, weil Priester lange bei Sun Ra gespielt hat, sondern weil „Bitches Brew” und die Folgen von Weather Report & Co. einfach das grosse Paradigma der Zeit waren. SoRead More

Posted On August 16, 2005By Joerg von BilavskyIn Musikmag

SZ Diskothek – 1968

„We Want The World And We Want It Now!” (The Doors) Protestbewegung und Rockmusik bildeten 1968 eine explosive Mischung. Studenten schrieben sich die Parolen ihrer Idole auf die Fahnen und kämpften – den rebellischen Sound im Blut – für eine bessere Welt. Die Herausgeber der SZ-Diskothek suchen nach dem revolutionären Potenzial der Musik dieses Jahres und machen überraschende Entdeckungen. Eine ganze Woche zierte diese Zeile aus dem Doors-Song „When The Music’s Over“ die New Yorker Columbia University. Ausgewählt von Studenten, die im April 1968 ihre Hochschule besetzt hielten, um fürRead More

Posted On August 11, 2005By Joerg von BilavskyIn Musikmag

SZ Diskothek – 1958

„Klassische Musik ist prima, um dabei einzuschlafen“ (Elvis Presley) „Summertime Blues“ von Eddie Cochran hätte diese 58er-Kompilation ebenso wie das geniale Rock-’n’-Roll-Instrumental „Tequila“ von den Champs um ein paar wichtige musikalische Facetten bereichert. Aber man kann nicht alles haben. Doch das, was man bekommt, deckt so ziemlich alle Stimmungslagen dieses Popjahres ab. Mit solch markigen Statements sprach der frischgebackene G.I. Elvis Presley seinen jugendlichen Fans in Deutschland aus dem Herzen. Die konnten mit Bach, Beethoven und Mozart nichts anfangen und begehrten mit Radau und Randale gegen die spießige Elterngeneration auf.Read More

Posted On Juni 23, 2005By Thomas WoertcheIn Musikmag

Hernán Lugano Tango Jazz Trio: Porteño Blue

Argentinischer Blues Lugano beweist mal wieder, dass das, was sich spielerisch und leicht und elegant anhört, nur dann glücken kann, wenn es perfekt gekonnt wird. Tempus fugit. „Tango Walk“, die letzte CD von Hernán Lugano, die er mit einem Quintett um den grandiosen schwedischen Trompeter Gustavo Bergalli eingespielt hatte, liegt schon wieder neun Jahre zurück. Für die außergewöhnliche Qualität der Musik spricht, dass ich mich noch ganz genau und bestens daran erinnere – ein Wiederhören hat das sofort belegt. Jetzt also legt Lugano zusammen mit Ernesto Zeppa am Schlagzeug undRead More

Posted On Juni 16, 2005By Joerg von BilavskyIn Musikmag

The Dissociatives: dito

Traumpfade Ein Klangteppich mit suggestiver Ausstrahlung eröffnet das erste Album des australischen Popduos „The Dissociatives“. Man wähnt sich auf den Traumpfaden der Aborigines, wenn die ersten Töne von „We’re Much Preferred Customers“ erklingen. Und die geheimnisvoll angehauchte, chorisch multiplizierte und immer wieder verfremdete Stimme des ehemaligen Frontmanns von „Silverchair“ gibt sofort den experimentellen Ton an, der die ganze Platte beherrscht und keine Sekunde Langeweile aufkommen lässt. Nachdem vom fünften Kontinent nur Lobeshymnen nach Europa gedrungen waren, durfte man auf die australischen Ausnahmemusiker mehr als gespannt sein. Und was Daniel JohnsRead More

Posted On Juni 16, 2005By Joerg von BilavskyIn Musikmag

SZ Diskothek

Salonfähig Nach ihren erfolgreichen Editions-Ausflügen in die literarischen, klassischen und cineastischen Gefilde der Hochkultur wagt sich die Süddeutsche Zeitung mit den 1000 Songs ihrer POP-Anthologie jetzt in die Niederungen der Massenkultur. Doch auch bei der SZ-Diskothek gilt: Understatement statt Mainstream. „Sex, Drugs and Rock’n Roll”. Mit diesem Schlachtruf trieben die musikfanatischen Jugendlichen in früheren Jahrzehnten ihre Eltern noch zur Weißglut. Doch aus den Teens und Twens von damals sind mittlerweile Thirty- und Fortysomethings geworden, die von der Phonoindustrie als besonders „kaufwillig“ eingestuft und nun auch von den Feuilletonisten der auflagenstärkstenRead More

Posted On Juni 9, 2005By Thomas WoertcheIn Musikmag

Gebhard Ullmann: Essencia

Sinnlich und kommunikativ Ullmann zaubert satte, wollüstige Sounds mit Tenor- und Sopransax und Bassklarinette, widmet sich zutiefst emphatisch schönen Melodielinien in den verschiedensten Idiomen. Gibt es so etwas wie musikalische Faulheit? Also die Faulheit, die Ohren aufzumachen und zu hören? Vermutlich, denn anders könnten die Dauerdenunziationen von free music, improvisierter Musik, free jazz oder wie auch immer die Labels heißen, als unhörbar, unsinnlich, verkopft, egoman, unkommunikativ und so weiter und so fort nicht greifen. Dadurch entsteht Verlust. Zum Beispiel der Verlust, „Essencia“, eine Trio-Produktion des Holzbläsers und Komponisten Gebhard Ullmann,Read More

Posted On Juni 2, 2005By Thomas WoertcheIn Musikmag

Albert Ayler Trio: Live on the Riviera

Spirituelle Einheit Keine Verschwörung: Gerade die Live-Aufnahmen aus Frankreich vom Juli 1970 zeigen Albert Ayler ironischerweise noch einmal in sehr guter Form. Im November 1970 wurde Albert Aylers Leiche aus dem East River gefischt. Verschwörungstheoretikers Lieblingsdebatte, ob er ermordet wurde oder nicht, wollen wir hier nicht aufwärmen. Er ist schlicht und einfach ertrunken und Selbstmord ist die wahrscheinlichste Ursache. Acht Jahre lang hatten die Platten des Saxophonisten aus Cleveland, Ohio die Jazzwelt durcheinandergewirbelt. Aus dem großen Zertrümmerer und gleichzeitigen Innovator war am Ende eine schlechte esoterische Kopie seiner selbst geworden.Read More

Posted On April 28, 2005By Joerg von BilavskyIn Musikmag

Funny van Dannen: Nebelmaschine

Harmonisch und kontrastreich Der Musiker, Maler und Schriftsteller Funny van Dannen sammelt seine Ideen abseits der ausgetretenen Liedermacherpfade. Was er im Dickicht des ganz normalen Wahnsinns gefunden hat, bekommen wir auf seinem neuesten Album „Nebelmaschine“ zu hören. „Das Lied muss funktionieren“, hat Funny van Dannen alias Franz-Josef Hagmans in einem Interview mit Arte einmal gesagt. Doch wie funktionieren seine eingängig komponierten und vielzitierten Lieder? Musikalisch nach Schema F. „Es gibt bestimmte Harmoniefolgen, die immer funktionieren. Wenn man auf die kommt, und die passen zu den Worten, dann geht das, aberRead More

Posted On April 14, 2005By Thomas WoertcheIn Musikmag

V.A.: Stranded. Early Songs of Emigration

Authentische Hybride Irische, norwegische, jiddische, griechische, deutsche, polnische, serbo-kroatische, portugiesische, finnische, ukrainische etc. etc. Titel, und allesamt so populär, dass sich darauf eine jeweils eigene Plattenindustrie aufbauen und eine Zeit lang halten konnte. Hinter Musik-Anthologien, die der unwahrscheinliche Musikarchäologe, -ethnologe, -ausgräber, -sammler und -jäger Christoph Wagner (und was er sonst noch alles ist!) veranstaltet, bin ich her wie der Teufel hinter der armen Seele. Kann man sich doch fast blind darauf verlassen, dass sie unterhaltsam sind (sowieso), überraschend, ein wenig bizarr und eminent lehrreich. Diesmal hat er in einem SchallplattenladenRead More

Posted On April 7, 2005By Thomas WoertcheIn Bücher, Musikmag

Peter Niklas Wilson (Hg): Jazz-Klassiker

Veritables Standardwerk „Jazz-Klassiker“ ist ein must. Für Leute, die diese Musik gerade entdecken, für Leute, die verlässliche Informationen suchen, für Leute, die Substantielles über Jazz lernen wollen und für Leute, die meinen, schon alles zu kennen und alles schon selbst gedacht zu haben. Also für alle. „Das Geheimnis der großen Jazzmusiker ist, dass sie das Wesen des Jazz offenlegen, ohne es zu verkünden“. Dieser kluge Satz eröffnet den Artikel über Billie Holiday, könnte aber auch gut als Motto für die 98 Porträts von Jazz Klassikern stehen, die unter der HerausgeberschaftRead More

Posted On März 10, 2005By Thomas WoertcheIn Musikmag

Tommy Smith Sextet: Evolution

Wonnen kluger Sprödigkeit In dieser Produktion geht es um die Verwebung, um die Kommunikation der einzelnen, sehr individuellen Stimmen. Am Anfang ein paar erratische Phrasen von John Scofields Gitarre. Dann steigen John Pattitucci (Bass) und Bill Stewart (Drums) ein und bilden einen erst tastenden, dann stramm midtempo marschierenden Rhythmus, dann ein kurzes Thema, unisono von den beiden Tenoristen Smith und Joe Lovano vorgetragen, und dann erst einmal ein single note-Solo von Scofield, dann ein in diesem postbop-Milieu erstaunlich bluesiges Pianosolo von John Taylor – erstmal weiß man nicht so genau,Read More