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Posted On November 2, 2016By Christina MohrIn Musikmag

Marianne Faithfull: No Exit

Kein bisschen feierlich “Celebrating 50 Years in Music” – mit diesem schier unglaublichen Banner wird Marianne Faithfulls Livealbum beworben, das die besten Momente ihrer Auftritte aus den vergangenen zwei Jahren versammelt. Andererseits sind fünfzigjährige Laufbahnen in Pop und Rock heutzutage gar nicht so selten, siehe Rolling Stones, die ja auch eine neue Platte am Start haben. Zum Stones-Umfeld gehörte auch die junge Marianne Faithfull, die ihre Karriere 1964 mit dem Jagger/Richards-Song „As Tears Go By“ begann. Dieses auch heute noch in seiner Schlichtheit und Aufrichtigkeit berührende Stück befindet sich inRead More
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Posted On November 2, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Lambchop: Flotus

Future Retro Kurt Wagner hat sich in den langen Jahren des Bestehens von Lambchop nie auf seinen Lorbeeren ausgeruht, von denen es wahrlich viele gab. Und auch „Flotus“ das neue Album der Band aus Nashville macht da keine Ausnahme. Wagner wäre nicht Wagner, würde er seinen Hörern nicht auch mit 57 etwas Überraschendes bieten, ohne dabei seine Wiedererkennbarkeit zu verlieren. Vorboten dieser subtilen Veränderung war das Album „The Diet“ seines Seitenprojektes HeCTA, erschienen 2015, wo elektronische Effekte bereits ausführlich ausprobiert wurden. Nun also das Meisterstück. Schon der Opener ist einRead More
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Posted On November 2, 2016By Christina MohrIn Musikmag

Veronique Vincent & Aksak Maboul: 16 Visions of Ex-Futur

Zeitlose Qualität Vor gut zwei Jahren haben wir an dieser Stelle das Album “Ex-Futur” vorgestellt – das lange Zeit verschollene bzw. bewusst auf Eis gelegte Album der belgischen Band Aksak Maboul mit Sängerin Véronique Vincent. „Ex-Futur“ sollte seinerzeit, also in den frühen Achtziger Jahren den Schritt Aksak Mabouls von der Avantgarde-Wave-Noise-Truppe zur Elektro-Popband markieren – das fanden Bandgründer Marc Hollander und KollegInnen dann aber doch irgendwie zu verrückt und gründeten lieber gleich eine neue Band: The Honeymoon Killers, die dank Mme Vincents exaltierter Auftritte die Lieblingsgruppe von Leuten wurden, dieRead More
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Posted On Oktober 15, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Danny Brown: Atrocity Exhibition

Sag mir, was ich nicht schon weiß „Atrocity Exhibition“, eine Ausstellung von Gräueltaten also. Das vierte Album von Danny Brown – jetzt bei Warp Records – ist natürlich alles andere als das. Der Detroiter Hip-Hopper knüpft damit vielmehr an die Großtaten von Kollegen wie Flying Lotus und Kendrick Lamar an. „Atrocity Exhibition“ hieß auch ein Song von Joy Division, und ebenso wie Ian Curtis kämpft auch Danny Brown mit den Dämonen der Depression. Viele seiner Stücke klingen, als habe da einer viel zu viele Uppers eingeworfen (ja, „Ain’t It Funny“,Read More
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Posted On Oktober 15, 2016By Christina MohrIn Musikmag

Sorry Gilberto: Twisted Animals

Grauer Himmel über der Stadt Ich habe an dieser Stelle schon länger kein Loblied mehr auf Duos gesungen; diese kleinstmögliche Bandeinheit, die sich im Idealfall selbst genügt und keine Wünsche offenlässt. Sorry Gilberto aus Berlin – Anne von Keller und Jakob Dobers – sind eine solche Bandeinheit, die zu zweit ganz wunderbar funktioniert. Wobei „funktionieren“ ein viel zu techniklastiger Terminus ist, um die Musik von Sorry Gilberto zu beschreiben: Auf ihrem inzwischen vierten Album „Twisted Animals“ gehen Anne und Jakob ein paar Schritte weiter, geben aber ihren so sanften wieRead More
„Starboy“ [Verse 1] Ich bin Sie tryna setzen im schlimmsten Stimmung, ah P1 sauberer als Ihre Kirche Schuhe, ah Milli Punkt zwei nur weh tun Sie, ah Alle rot Lamb 'nur zu necken Sie, ah Keiner dieser Spielzeug auf Leasing zu, ah Hergestellt dein ganzes Jahr in einer Woche zu, yah Haupt Hündin aus deiner Liga zu, ah Side Hündin aus Ihrer Liga zu, ah [Pre-Chorus] Haus so leer ist, müssen ein Mittel 20 Racks ein Tisch aus Ebenholz geschnitten Sie schnitt, dass Elfenbein in dünne Stücke Dann reinigen sieRead More
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You can’t put your arms around a memory Ute Cohen über zwei neue Bücher zur Punkgeschichte von Jonas Engelmann und Viv Albertine. Die Queen gibt ihren Segen. Ganz London feiert den vierzigsten Punk-Jahrestag. John Corre, Sohn Malcolm McLarens und Vivienne Westwoods verbrennt seine Punk-Memorabilia und ruft zum Kampf auf: „We need to explode all the shit once more.“ In der Zwischenzeit: Abwarten und Tee trinken! Während Corre vielleicht gerade abwägt, welche seiner Punk-Andenken er in Brand setzen soll, dürfen wir in einem Buch stöbern, das uns zeigen will, dass PunkRead More
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Posted On Oktober 3, 2016By Anna SeidelIn Musikmag

Andalucía: Stuck

Mit Punk im Herzen Andalucía gehören zu den coolen Kids und wissen nichts davon. Oder wollen davon nichts wissen. Jedenfalls tragen sie ihre Coolness nicht als Schild vor sich her. Unsicherheit, Verletzbarkeit, „Ode de Coy“ – das sind bei Andalucía keine Pop-Posen. Vielmehr sind es Vergewisserungen für die zweite Reihe, „I can I.D.“. Während die Avantgarde schreiend in den Kampf zieht, Manifeste raushaut und jedes Feld zu besetzen versucht, braucht die zweite Reihe einen Moment zur Reflexion und kommt zum Schluss: „I’m lost and I don’t mind“. Zwar haben AndréRead More
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Posted On Oktober 3, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Mykki Blanco: Mykki

„Non-binary gender-queer post-homo-hop“ Es gibt Frank Ocean, der als erster bekannter Hip-Hopper vor einigen Jahren seine von der Norm abweichende Sexualität zum Thema machte (und bis heute macht, siehe sein neues großartiges Album). Und es gibt Kollegen wie mit seiner Kunstfigur Mykki Blanco, die das Genre des queeren Hip-Hops immer weiter nach vorne bringen. Mykki Blanco stellt Gendergrenzen in Frage, ohne Transgender zu sein. Oder doch? Seine/ihre Person ist schwer einzuordnen, und genau das ist das Konzept/die Idee/ihr Leben. Mykki selbst labelt sich als „non-binary gender-queer post-homo-hop musical artist“. NochRead More
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Posted On Oktober 3, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Xiu Xiu: Plays The Music Of Twin Peaks

Auf dem Gipfel Die Älteren unter uns werden sich erinnern: „Twin Peaks“ von David Lynch, produziert Anfang der Neunziger des letzten Jahrhunderts, ist eine der legendärsten TV-Serien der Welt, eine grandiose Mixtur aus Drama, Seifenoper und Thriller. Auch der Soundtrack war „eine „Klasse für sich“ (anderer Film, fast selbe Zeit, die Älteren werden sich – ach, egal). Was läge denn dann nun ferner, als dass Xiu Xiu, diese Hollywood-Berserker des Ghost Industrial, diesen bahnbrechenden Soundtrack neu vertonen? Haha, sie machen’s aber natürlich trotzdem, einfach so, weil sie es können! EntstandenRead More

Posted On September 30, 2016By Wolfgang BuchholzIn Musikmag

Stagetime: Family 5 in Osnabrück

15. September 2016, Osnabrück, Kleine Freiheit No more Deckelverbot any more… „Die Jungs können nachts geweckt werden und spielen ein zweistündiges Set. Die Bierdeckel mit den Partituren von 1984 sind noch alle verfügbar.“ Vor einigen Jahren hatte ich einmal das Vergnügen, Peter Hein auf der damaligen Fehlfarben-Glücksmaschinen-Tour zu interviewen, und das war seine Antwort auf meine Frage nach Family 5. Neben den alten Bierdeckeln hat Family 5 aber in 2016 auch ein neues Album im Gepäck, das vor wenigen Wochen, von Erdmöbel Ekki Maas produziert, bei Tapete-Records erschienen ist. UndRead More
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Posted On September 15, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

El Perro del Mar: KoKoro

El Perro del Mar: KoKoro Hinter El Perro del Mar versteckt sich keine spanische Ibiza-Ikone, sondern die schwedische Musikerin Sarah Assbring. Die Veröffentlichung ihres Debütalbums liegt nun auch schon wieder elf Jahre zurück, und noch immer ist sie weniger bekannt, als es ihr ansteht. Immerhin einige dürften ihren Song „God Knows (You Gotta Give To Get)“ kennen, der auch heute von den Indie-Radios noch gern gespielt wird und in der Season 4 der Serie „Girls“ verwendet wurde. Mittlerweile ist Assbring Mutter eines kleinen Sohnes, was ihr selbstredend eine ganz neueRead More
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Posted On September 15, 2016By Christina MohrIn Musikmag

M.I.A.: AIM

M.I.A.: AIM “MIA – Uniting People Since 2003”: Wie eine Modemarke bewirbt sich Maya Arulpragasam alias M.I.A. auf dem Cover ihres neuen Albums selbst, die Wörter umrunden ein symbolträchtiges Logo aus Rosen, Händen und Schriftzeichen. Tatsächlich aber polarisiert seit 2003 kaum eine Künstlerin so stark wie M.I.A. Viele Leute kriegen M.I.A.s politisches Bewusstsein nicht mit ihrem glossy Pop-Image zusammen, bzw. unterstellen ihr, sie hänge sich plakative Parolen um wie ein It-Piece von Gucci. Genau diese – vermeintliche – Diskrepanz in Arulpragasams Performance und Output ist es aber, die sie auchRead More
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Posted On September 15, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Of Montreal: Innocence Reaches

Of Montreal: Innocence Reaches Eine der schönsten feministischen Popzeilen der letzten Zeit kommt von Kevin Barnes, Sänger und Songwriter der amerikanischen Band Of Montreal: „It’s different for girls/ They’re not expected to fight/ They’re expected to sit and take some lesser man’s shit/ Though it don’t feel right“, heißt es in „It’s Different For Girls“, nachdem Barnes drei Minuten aufgezählt hat, warum Frauen mehr sind als „sexual currency“. Das ist ein früher, aber nur einer von vielen Höhepunkten dieses tollen Albums. Nachdem sich Of Montreal auf den letzten Alben einRead More
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Posted On September 15, 2016By Rolf BarkowskiIn Musikmag

BluesMag: Der Blues ist tot – lang lebe der Blues

Der Blues ist tot – lang lebe der Blues Der Blues bekommt eine neue Heimat bei MusikMag, sozusagen ein kleines BluesMag unter diesem Dach. Was es hier nicht geben wird: eine Definition des Blues, eine Eingrenzung oder Abgrenzung oder Einordnung oder oder… Die Sache ist ganz einfach: Was für Blues gehalten wird wird Blues genannt. Was es hier aber gibt: Vorstellung von Bluesplatten, Konzertberichte und jede Menge Reiseberichte aus dem Mutterland des Blues, aus Mississippi (aber auch Arkansas, Tennessee, Alabama). Rolf Barkowski wird für uns unterwegs sein. Hier gibt erRead More
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Posted On Juli 5, 2016By Peter MuenderIn Musikmag

Biografie: Wolfgang Sandner: Keith Jarrett

Präzise und glühend – Seine Europa-Tournee trägt Keith Jarrett, 71, diesmal über Wien, Rom und Budapest auch nach München. Betrachtungen über einen hypersensiblen Giganten und Wolfgang Sandners einfühlsame Jarrett-Biographie. Von Peter Münder Als Keith Jarrett im letzten Jahr in der New Yorker Carnegie Hall ein Solo Konzert gab, beschrieb die New York Times seine Improvisationskunst in einer Kritik als „präzise und glühend“. Diese enorme Bandbreite zwischen kühler Präzision und leidenschaftlicher Intensität macht sicher die ungeheure Faszination des genialen Pianisten aus, der sich bei seinen Performances auch mal stehend mit heftigRead More
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Posted On Juli 5, 2016By Michael FlieglIn Musikmag

Motörhead: Clean Your Clock

Ohrdröhnungsmässig – Der Aufprall kam aus dem Nichts. Sein Geräusch bestand aus berstendem Glas, mit Wucht kaltverformtem Stahlblech, knirschendspeedkomprimiertem Kunststoff, mit Thors Hammer auf eine kakophonische Millisekunde verdichtet. Aus der Brummkreiselbewegung unseres deformierten Kleinwagens löste ich mich einem zerrenden Sog folgend in die Höhe, konnte noch einen Blick auf die irrlichternden Nachtfahrzeuge auf der Wetterauautobahn mit unisono einsetzenden Warnblinklichtern erhaschen, bevor mich der Strudel aus Was-weiss-ich-was in die Höhe riss, durch ein verquirltes schwindeliges Schwarzlichtfarbenmeer, und mich urplötzlich in ein sich schemenhaft aufbauendes Gebäudeetwas auf einen harten polierten Holzboden schleuderte.Read More
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Posted On Juli 5, 2016By Christina MohrIn Musikmag

Kembrew McLeod: 33 1/3 Parallel Lines

Der Verlag Bloomsbury kann für die Buchreihe “33 1/3” gar nicht genug gelobt werden: Seit einigen Jahren erscheinen in erstaunlich rascher Folge kleine Bände über wegweisende Alben der Popgeschichte – und zwar nicht nur über die allfälligen Konsensplatten, die ohnehin in jeder Bestenliste à la „Die hunderttausend allerbesten Rockalben“ auftauchen. „33 1/3“ startete mit „Dusty in Memphis“, huldigte My Bloody Valentines „Loveless“ ebenso wie „Definitely Maybe“ von Oasis. The New York Times Book Review pries die „cleveren Herausgeber“ für die Erkenntnis, dass es ein Publikum gibt, das gewisse Platten genausoRead More
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Posted On Juli 5, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Soundcollage: Immer mit der Ruhe

Robert Coyne with Jaki Liebezeit: I Still Have This Dream Bei allen anderen würde ich es wahrscheinlich hassen: diese Geräusche rund um das Umgreifen der Akkorde auf der Gitarre. Je-den-ver-damm-ten Griff kann man hören. Meine erste Freundin monierte bei meinen eigenen Gitarrenaufnahmen immer, dass da meine quietschenden Vögel im Hintergrund zu hören seien. Meine Vögel waren in diesen Zeiten wirklich besitzergreifend laut, aber was da auf den Aufnahmen zu hören war, war tatsächlich mein Rumrutschen auf den Saiten. Robert Coyne hat diese Geräusche zu seinem Markenzeichen gemacht. Bei Coyne undRead More
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Posted On Juni 1, 2016By Christina MohrIn Musikmag

Interview mit Die Heiterkeit

Die Heiterkeit: Im Zwiespalt Interview mit Stella Sommer / Die Heiterkeit zum Album „Pop & Tod I + II“ (Buback). Von Christina Mohr. „Mit dem dritten Album zeigt man, was man drauf hat“, schreibt Tino Hanekamp im Waschzettel zur neuen Platte von Die Heiterkeit: Eine Menge, darf man wohl behaupten. Die Band um Sängerin, Gitarristin und Songschreiberin Stella Sommer wartet mit einem zwanzig Stücke starken Doppelalbum auf, das den so lapidaren wie erhabenen Titel „Pop & Tod I + II“ trägt – ein Wagnis, zweifelsohne. Aber Die Heiterkeit passt seitRead More
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Die Generalprobe Im Himmel wartet eine Superband auf ihn: Lemmy Kilmister, David Bowie und Prince sind schon da. „So ungefähr in 30 Jahren“ will Udo Lindenberg einsteigen und mitrocken. Vorher aber geht der just 70 Jahre jung gewordene Altrocker auf Tour. So lud er rund 5000 auserwählte Gäste zur Generalprobe seiner „Keine Panik!“-Tour 2016 in die Veltins Arena ein. Von Christiane Nitsche Es wird eine Art Geburtstagsparty 2.0: Mehrere Hundertschaften aus Lindenbergs Geburtsstadt Gronau sind in Bussen angereist. Hier treffen sich ehemalige Klassenkameraden mit Jugendfreunden, Rockliner-Veteranen,  „Gronauten“ und Förderer, aber auchRead More
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Posted On Juni 1, 2016By Christiane NitscheIn Musikmag

Stagetime: Nachlegen – 28. Jazzfest Gronau

Gronau-Nachlese Manchmal tut es weh. Nicht nur die Ohren bekommen bei Sophie Hunger ihr Fett weg – auch fürs Auge ist das durchaus anstrengend, was die Schweizerin und ihre Band dem Publikum abverlangen. Stroboskopartiges Lichtgewitter, gleißendes Scheinwerferlicht und tiefe Schatten strafen im Verlauf des Abends die feenhaft anmutende Erscheinung Lügen, die da mit der Akustikgitarre das Programm eröffnet. Von Christiane Nitsche Sophie Hunger ist eine Erscheinung wie ein Einhorn, eine Ausnahme in der Musikszene – eine, die in Wort und Ton Genregrenzen nicht kennt, die sich dem Mainstream so leiseRead More
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Posted On Juni 1, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Blitzbeats: Suuns / Glowicka

Suuns: Hold / Still Aus Kanada kommt diese Band, die mit ihrem neuen, mittlerweile dritten Album eine wunderbare Ahnung davon liefern, was man aus der Mischung analog/elektronisch machen kann. Einsortiert wahrscheinlich unter Rock sind Suuns dagegen auch alles andere: abgefahren, tiefgründig, poppig, düster, komisch und zugänglich, und alles gleichzeitig. Als Einstieg empfehle ich „Resistance“, das so wunderbar minimalistisch beginnt und sich aus dieser Schockstarre auch gar nicht befreien will. Das klingt alles fein krautrockig und psychedelisch. Bei „Paralyzer“ könnten Portishead mitgemischt haben, so knarzig dunkel ist das. Überhaupt erscheinen dunkleRead More
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Posted On Mai 17, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

MusikMag, 17.5.2016

Liebe Leser des MusikMag, in der heutigen Ausgabe haben wir für Sie Schönes vorbereitet. Christina Mohr sprach mit der Punk-Legende Viv Albertine über ihre neu erschienene Biografie und schreibt über „Das ZickZack-Prinzip“ von Christof Meueler, der darin die Geschichte des legendären Labels  erzählt. Yours truly nimmt sich dreier Alben an, die in den letzten Tagen quasi über Nacht erschienen, nämlich die von Radiohead, James Blake und Beyoncé. Außerdem hörte sie Brian Enos „The Ship“. Viel Spaß beim Lesen wünscht Tina ManskeRead More
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Posted On Mai 17, 2016By Christina MohrIn Musikmag

Interview mit Viv Albertine

Viv Albertine – A Typical Girl? Von Christina Morh Viv Albertine ist eine echte Legende: Die 1954 in Sydney geborene Künstlerin war Gitarristin der Londoner Postpunkband The Slits, eine der wenigen reinen Frauenbands dieser Zeit. The Slits existierten von 1977 bis 1982 und waren in vielerlei Hinsicht eine der wichtigsten und einflussreichsten Acts der Ära – wobei Albertine vehement darauf besteht, dass The Slits keine Punkband waren! Im popkulturellen Gedächtnis geblieben ist zum Beispiel das Cover ihres Albums „Cut“ von 1979, auf dem die Band nackt und mit Matsch beschmiertRead More
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Liebeskummer galore Von all den Alben, die in den letzten Tagen plötzlich über Nacht erschienen sind, ist das von James Blake sicher nicht das sehnlichst erwartete. Der Melancholiker hatte ja bereits mit seinen beiden ersten Alben die Benchmark gesetzt für die Verbindung von Dubstep und introspektiven Pianoklängen und damit weltweit Begeisterung ausgelöst. So richtig überraschen konnte er damit allerdings zuletzt nicht mehr. Vor kurzem hat er sich von seiner langjährigen Freundin getrennt, es war also abzusehen, dass auch „The Colour In Anything“ ein Schmerzensalbum werden würde. Angesichts des offenen Hasses,Read More