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Posted On April 10, 2013By Carlo SchaeferIn Bücher, Litmag

Christa Wolf: Ein Tag im Jahr im neuen Jahrhundert

An jedem 27. September – Christa Wolf hat seit 1960 an jedem 27. September ihren Tag protokolliert und natürlich auch darüber hinaus das Jahr, das vergangene und das kommende, reflektiert. Jetzt ist bei Suhrkamp ein zweiter Band mit diesen Texten veröffentlicht worden: Die Jahre 2001, kurz nach 9/11 bis 2011 kurz vor Wolfs Tod. Carlo Schäfer hat das Buch gelesen. „Unser Lautester“ (so Henscheid), Marcel Reich-Ranicki, hat Christa Wolf, als die Gelegenheit günstig war, jede literarische Qualität abgesprochen, andere sind ihm willig gefolgt. Nun sind die Rezensionen wieder enthusiastisch. DemRead More
Faszination des Schreckens – Der „Dark Tourism“ wird immer populärer – aber auch schriller. Zahlreiche wissenschaftliche Studien und Reportagen wurden dazu veröffentlicht. Zeit für eine Bestandsaufnahme, findet Peter Münder. Mit den üblichen von Millionen Touristen besuchten Reisezielen wie Venedig, Paris, Neuschwanstein oder Disneyland hat der britische TV-Komiker Dom Joly, der seine Kindheit im zerbombten Libanon verbracht hat, nichts am Hut. Er reise lieber abseits ausgetretener Pfade dorthin, wo es weder Starbucks-Filialen noch MacDonalds gebe, erklärt er im Nachwort zu seinem 2010 erschienenen scharfsinnig-satirischen Reportageband „The Dark Tourist“. Also besichtigte erRead More

Posted On April 10, 2013By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Michael Köhlmeier: Die Abenteuer des Joel Spazierer

Ein schelmisches Meisterwerk – Michael Köhlmeiers Schelmenroman umspannt ein halbes Jahrhundert und verknüpft weltgeschichtliche Ereignisse mit dem ebenso außergewöhnlichen wie außermoralischen Leben des Ich-Erzählers – ein grandioses Meisterwerk, das seinesgleichen in der deutschen und internationalen Gegenwartsliteratur sucht. Von Karsten Herrmann Köhlmeiers Ich-Erzähler ist ein alter Freund des bereits aus seinen vorherigen Romanen bekannten Schriftstellers Sebastian Lukasser. Dass dieser, wie es auf der Hand liegen würde, nicht auch dieses Mal den Job des Erzählens übernommen hat, führt der titelgebende Ich-Erzähler selbst aus: „Ich habe ihm die Erlaubnis entzogen, mich erzählend zu retten.Read More
Wie die repressive Toleranz das Kabarett lächerlich macht – Seit geraumer Zeit bemerke ich bei mir einen wachsenden Widerwillen gegen das kabarettistisch-satirische Gewese im deutschen Fernsehen. Immer öfter bleibt ein fader Nachgeschmack zurück, nachdem man sich von „Neues aus der Anstalt“, „Mitternachtsspitzen“ & den zahllosen anderen kabarettistischen Veranstaltungen gleichen oder ähnlichen Typs zum (Ver)Lachen der laufenden politischen Ereignisse & ihrer Protagonisten hat animieren & traktieren lassen. (Manchmal hat es den Anschein, als bestehe das TV-Programm der Öffentlich-Rechtlichen nur noch aus Krimi-Tatorten & Kabarettsendungen). Von Wolfram Schütte Besonders das Bayerische FernsehenRead More
Sterben und leben lassen – Baron Samedi heißt einer der wichtigsten „Loas“ der Haitianischen Voodoo-Religion, der Herrscher über das Totenreich. Hans Christoph Buch gilt als Kenner des immer wieder von Unglücken heimgesuchten karibischen Landes. Sein neuer Roman, „Baron Samstag oder das Leben nach dem Tod“ ist zwar kein Haiti-Roman, oder besser: kein Roman, der sich mit Haiti als Schauplatz begnügte. Trotzdem ist der Titel alles andere als irreführend. Baron Samedi untersteht der Grenzbereich zwischen Leben und Tod, er besiegelt die endgültige Aufnahme ins Totenreich und kann für Auferstehungen sorgen. JoeRead More

Posted On April 10, 2013By Simone KornappelIn Litmag, Neuer Wort Schatz III

Neuer Wort Schatz 3: Norbert Lange

twist and shout Norbert Lange DIE STARE HJERTØYAS  (w) Vorgestellt von Simone Kornappel DIE STARE HJERTØYAS  (w) Haben wir im Stich gelassen, die Stare Hjertøyas; die noch singen …, der Insel ihr Lied noch kratzen …, zitieren der Luft ihr Alphabet nach Schnabel gemalen und setzen Wolkenfragmente von Wolken in Wolkenrahmen. Aus diesem Leim zusammen fügen sie die Welt; an ihren Notenfüßen im Obertonbereich an Bäume gehängt, zerschneiden Luft bestreuen den Kammerboden; in Klammer gesetzt ans Fenster, bedecken mit Zeichen das Haus. So singen sie, vermischt zu Nokiaklingeln, die LauteRead More

Posted On April 10, 2013By Michael ZellerIn Litmag, Zellers Seh-Reise

Michael Zellers Seh-Reise (36): Rochusfigur

1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Eine Rochusfigur. (Alle Folgen hier). Sechsunddreißigste Ausfahrt Rochus – mein Rochus. Wie viele Abbildungen habe ich gesammelt von dem Pestheiligen, zu allen Epochen, aus den meisten europäischen Ländern. Einige illustrieren die Schrift, die ich 1989 herausgebracht habe: „ROCHUS. Die PestRead More

Posted On April 10, 2013By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Einhorn 1 bild / 100 worte Dobi (27), wenn es anstrengend wird, galoppiert auf einem Einhorn durch die Grubengänge, in denen Fiorucci (28) und Phelps (30) Fallen aufgestellt haben. Ihr Ziel: Schwarze Materie einfangen, Zusammenhalt des Universums erkunden, QED und all das mal eben en passant in einem Stollen, in dem einst Gold geborgen wurde. Take that, Opera! Das Einhorn stellt der amerikanische Staat, der die Förderung nicht mehr zahlen kann. Andere sind, Gott sei’s gepriesen, eingesprungen. All dies berichten wir so, wie wir es im Heiligen Land gesehen haben,Read More

Posted On April 10, 2013By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Olga Orozco

Die Tode Hier haben wir Tote, deren Gebeinen nicht der Regen bleichen wird, Grabsteine, auf denen niemals der stürmische Schlag  der Echsenhaut erschallte, Inschriften, die niemand abschreiten wird im Licht einer entfachten Träne; Sand ohne Fußstapfen in allen Erinnerungen. Es sind die Toten ohne Blumen. Sie hinterließen uns keine Briefe, keine Ringe oder Fotos. Keine Heldentrophäen geben Zeugnis von Ruhm oder Schande. Ihre Leben verliefen ohne Ehren auf Erden, doch ihr Schicksal war wie ein heftiger Blitzschlag, denn sie kannten nicht Schlaf noch Frieden auf den schamlosen Lagern, die fürRead More
Was für ein kolossaler Kerl! Ein offener Brief an den Chefredakteur des deutschen „Lettre International“. Von Wolfram Schütte Lieber Frank Berberich, was kann man denn noch machen – nachdem Ihnen Arno Widmann eben via „Berliner Zeitung“/FR (27.3.13) in seinem öffentlichen Liebesbrief schon alles gesagt hat, was einem selbst als „Lettre“-Abonnent (ab ovo) auf der Zunge liegt? Nach 100 Ausgaben in 25 Jahren, von denen man keine als Leser mit roten Ohren, entzündeten Augen & elektrisierten Nerven (ob der Vielfalt der Themen, dem Reichtum literarischer Formen & der schieren Masse desRead More

Posted On April 3, 2013By Die RedaktionIn Litmag

CULTurMAG, Ausgabe vom 03.04.2013

Liebes CULTurMAG-Publikum, das MusikMag macht Osterpause, im LitMag finden Sie folgende Themen: Vor 25 Jahren erschien die erste Ausgabe der deutschen „Lettre International“ – Wolfram Schütte verbeugt sich vor der nun erschienenen 100. Lettre und ihrem Chefredakteur Frank Berberich. Vor 45 Jahren legten Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Thorwald Proll und Horst Söhnlein Brände in zwei Frankfurter Kaufhäusern. Diese Brandanschläge gelten als Gründungsakt des bundesdeutschen Terrorismus. Nach Vorläufern und Spuren in Kunst, Literatur und politischem Aktivismus fragt Joe Paul Kroll in seinem Essay „Friede den Hütten, Krieg den Konsumpalästen“. Im MärzRead More
„Was Mila sagt“ – 2010 debütierte sie mit dem ironischen Roman „Ein fabelhafter Lügner“, nun ist bei Kiepenheuer & Witsch Susann Pásztors zweites Buch erschienen: „Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts“. Isabel Bogdan hat sich mit der Autorin per E-Mail unterhalten. Isabel Bogdan: Liebe Susann, jetzt bin ich fast durch mit Deinem Buch und mag es wahnsinnig gerne. Selten so viel Einsamkeit und Wärme auf einmal gelesen; ich habe die ganze Zeit das Bedürfnis, Mila in den Arm zu nehmen. Also, here goes: Ich habe das Gefühl, mitRead More

Posted On April 3, 2013By Joe Paul KrollIn Kolumnen und Themen, Litmag

Essay: Joe Paul Kroll auf Spurensuche

Friede den Hütten, Krieg den Konsumpalästen: Der Kaufhausbrand als politisches Symbol – Am 2. April 1968 legten Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Thorwald Proll und Horst Söhnlein Brände in zwei Frankfurter Kaufhäusern. Diese Brandanschläge gelten als Gründungsakt des bundesdeutschen Terrorismus. Nach Vorläufern und Spuren in Kunst, Literatur und politischem Aktivismus fragt Joe Paul Kroll. „Spezifica des Warenhauses: die Kunden fühlen sich als Masse; sie werden mit dem Warenlager konfrontiert; sie übersehen alle Stockwerke mit einem Blick; sie zahlen feste Preise; sie können ‚umtauschen‘.“[1] I. Das Kaufhaus ist ein zentraler, symbolträchtiger OrtRead More

Posted On April 3, 2013By Brigitte HelblingIn Comic, Litmag

Orang X: Heavy Metal

Aufhören, wenn’s am Schönsten ist – Zum letzten Mal nun also Orang: Die zehnte Ausgabe des Comic-Magazins kommt in Schwarz und Schimmelgrün daher, mit metallic-silbernen Rahmenlinien. Brutstätte der 170 Seiten starken Broschur bleibt Hamburg, der Herausgeber ist auch diesmal Sascha Hommer, der die Schwanengesangs-Nummer genutzt hat, um in diversen Interviews noch einmal Konzept und Historie eines 10-jährigen Verlaufs zu erläutern. Von einer „Plattform für studentische Arbeiten“ (2003) hat sich Orang zum eigenwilligen Blick auf das Schaffen junger, mehrheitlich deutschsprachiger Zeichner erweitert, von denen heute viele nicht mehr (und der eineRead More

Posted On April 3, 2013By Carolin CalliesIn Litmag, Neuer Wort Schatz III

Neuer Wort Schatz 3: Sünje Lewejohann

LiebesHorrorMärchenwelt Sünje Lewejohann Salzbleich Vorgestellt von Carolin Callies   Salzbleich Salzbleich/ Wäre ich eine Taube, ich hätte kein Gesicht. Ein Schnäbelchen nur und zwei punktgroße Augen.  Bliebe ein nacktes, ein immernacktes Ich. Nur in manchen Träumen triebest du mit dem Strandgut an das Ufer. Läge ein salzblasser Körper zwischen Tang und Feuerstein. Geschliffenes Glas an Zehen und Scheitel. Mit den Klauen kratzte ich diesen Umriss nach. Ein Halbmond auf deinem Gesicht. Dann böte ich gurrend meine Gurgel feil. Und rupfte man mir die Federn aus, bliebe mir ein feines KnochengerüstRead More

Posted On April 3, 2013By Tina ManskeIn Bücher, Litmag

Jochen Schmidt: Schneckenmühle

Sommerlanges Nichtstun – Mit dem ihm eigenen Witz und einer extrem sympathischen Herzenswärme erzählt der auf Lesebühnen „groß gewordene“ Jochen Schmidt eine Coming-of-Age-Geschichte aus der untergehenden DDR. Von Tina Manske Bereits auf den ersten Seiten hat er einen gepackt, dieser melancholische Ton eines 14-Jährigen, der die Welt nicht so recht versteht. Es ist das letzte Mal, dass der Ich-Erzähler Jens ins Ferienlager im sächsischen Schneckenmühle wird fahren dürfen, wo er alles so gut kennt, dass er die Situationen schon in Gedanken aufrufen kann, bevor er sich in ihnen befindet: Tischtennisspielen,Read More

Posted On April 3, 2013By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Rainer Merkel: Bo

Nahe am erzählerischen Offenbarungseid – Rainer Merkel zählt spätestens seit der Nominierung seines Romas „Lichtjahre entfernt“ für die Short List des Deutschen Buchpreises zu den literarischen Schwergewichtlern in Deutschland. Und die literarische Qualität des S. Fischer Verlags, bei dem sein neuer Roman „Bo“ erschienen ist, steht sowieso außer Zweifel. Umso verwunderlicher ist es, wie dieser Roman auf der ersten Etappe einen exorbitanten Fehlstart hinlegen und dann über weitere 600 Seiten hilflos dahintrudeln kann. Von Karsten Herrmann Die Inspiration zu „Bo“ geht auf einen Aufenthalt von Rainer Merkel in Liberia zurück,Read More

Posted On April 3, 2013By Britta BehrendtIn Litmag, Porträts / Interviews

Im Video-Interview: Connie Palmen

Vom Umgang mit Trauer und Verzweiflung – Es ist ein Schicksal, das als Roman nicht glaubwürdig wäre. Zwanzig Jahre nach dem tragischen plötzlichen Todes ihres Mannes Ischa Meijer, verliert Connie Palmen in einem Jahr nicht nur ihren über alles geliebten Mann, den Staatsmann Hans van Mierlo, sondern begräbt auch noch ihre Schwägerin, zahlreiche engste Freunde (unter ihnen Harry Mulisch, Autor von „Die Entdeckung des Himmels“) und ihre Stieftochter. In dieser Zeit entsteht das „Logbuch eines unbarmherzigen Jahres“. Britta Behrendt traf die „Grande Dame“ der niederländischen Literatur in ihrem Haus inRead More

Posted On April 3, 2013By Michael ZellerIn Litmag, Zellers Seh-Reise

Michael Zellers Seh-Reise (35): F.W. Kleuken

1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: F.W. Kleuken: Allegorie der Liebe. (Alle Folgen hier). Fünfunddreißigste Ausfahrt Diesmal hat mir die visuelle Beikost in meiner Küche wenig Appetit gemacht. Während die tiefstehende Sonne draußen den Raum mit hellem Licht überschwemmte, rang das Bild der Woche in seinemRead More

Posted On April 3, 2013By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Spinnendame 1 bild / 100 worte Hier wabern wir also, Hologramme unserer vierten Dimension, und wieder einmal geht der freie Wille dabei flöten. Information = Fläche, hey ho! Hm. Welträtsel lösen mittels reiner Wissenschaft? Darauf hoffte schon Ernst Haeckel, quasi Hand in Hand mit Nietzsche. Zwar mochte dieser ihn nicht. Da kam die Syphilis und zerfraß den kleinen Philosophen… der aufopfernden Mutter sei, so die Schweizerische Ärztezeitung, ein Kränzchen zu winden! Dass sie starb, war blöd, folgte ihr doch die Schreckens-Else. Klopf klopf. Wer da? Juan Maldacena. AAAAAARGH. Hinweg, duRead More
April2013
Das monatliche Preisrätsel – lösen Sie das Logical und gewinnen Sie einen Buchpreis!Read More

Posted On April 3, 2013By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Johannes Kühn

Der Preis Sie sind, die Spötter, über mir wie Vögel mich belästigend im Flug, bei mir gewesen viele Jahre. Nun bietet diese Ehrung ihren Schein, und wie trüber Spuk verschwänden sie. Vielleicht werd ich erlöst auch vom Ruf aus Fernen: Narr, noch immer schwebst du hin mit Versen, für uns belachenswerten. Ich hoffe es. Johannes Kühn ein „Weltlyriker“? Das ist doch nur ein freundlicher, 1934 geborener Herr, der sein Leben lang seinen kleinen saarländischen Geburtsort nur selten verlassen hat. Studium in der 30 km nördlich gelegenen Landeshauptstadt Saarbrücken und –Read More
Vom „Übermut der Ämter“ (Hamlet) – Die fatale & fortgesetzte Arroganz des Münchner Oberlandesgerichts. Von Wolfram Schütte Wenn es bloß lächerlich & borniert wäre, könnte man von einem Schildbürgerstreich oder einem wiehernden Amtsschimmel reden – wenn nun das Münchner Oberlandesgericht für den Prozess gegen das NSU-Mitglied Beate Zschäpe die zur Verfügung stehenden Presseplätze strickt nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ vergeben hat & gar nichts dabei findet, dass keine türkische Zeitung einen Platz abbekommen hat – obwohl acht der mutmaßlich zehn von den Neonazis Ermordeten aus türkischen FamilienRead More
Mit luftigen Grüßen – Porträt und Glückwunsch zum zehnjährigen Jubiläum des Luftschacht Verlags. Von Senta Wagner. Kein Luftschacht weit und breit im Luftschacht Verlag. Es gebe schon einen, der sei zu Hause, in Oberösterreich, sagt Verleger Stefan Buchberger. Das war die Zeit, als man noch Rockstar werden wollte. „Ein Luftschacht verband Proberaum und Außenwelt. Er versorgte die Künstler mit Sauerstoff, zugleich wurden von ihm die Klänge und Texte, die im Inneren entstanden, nach außen gelassen, veröffentlicht“, heißt es auf der Verlagshomepage – so viel zur Namensgebung. In den Neunzigern gabRead More

Posted On März 27, 2013By Die RedaktionIn Litmag

CULTurMAG, Ausgabe vom 27.3.

Liebes CULTurMAG-Publikum, willkommen zur Doppelausgabe von LitMag und MusikMag. Im Frühjahr vor 10 Jahren erschien das erste Luftschacht-Programm. Senta Wagner hat den Wiener Verlag zum Jubiläum besucht und zwei Buchempfehlungen mitgebracht. Wir freuen uns über die dritte Staffel des „Neuen Wort Schatzes“, in der jede Woche ein zeitgenössisches Gedicht mit kritischer Neugier vorgestellt wird. Diesmal schreibt Tristan Marquardt über Ron Winklers Gedicht „und später dann paraboläpfel am atem“. Aleks Scholz setzt seine Irrfahrt über den Nachthimmel fort, heute erzählt er die Präsepe-Geschichte in „Lichtjahre später“, Nr 14. Sophie Sumburane istRead More
In diesem Jahr feiert der Wiener Luftschacht Verlag sein 10-jähriges Jubiläum. Senta Wagner hat das Verlagshaus besucht und zwei Buchempfehlungen mitgebracht. Grün, gelb, rotes Zauberland „Lilo im Park“, erzählt von Birgit Unterholzner, illustriert von Robert Göschl, ist ein sanftes, melancholisches Himmelsreisebuch für Kinder im erklärungsbedürftigen Vorlesealter. Die kleine Lilo verträumt ihre Zeit im Park, weil ihre getrennten Eltern, logisch, keine Zeit für sie haben. Astronautin will Lilo werden und liest, gut sichtbar (für die Vorlesenden) platziert, Roald Dahl „Sophiechen und der Riese“, wo es um eine ungewöhnliche Freundschaft geht. AberRead More