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Posted On Dezember 19, 2012By Gisela TrahmsIn Bücher, Litmag

Lyrikkalender: Fliegende Wörter 2013

Jede Woche Licht – All dein Glück wie nie gewesen, die Tage kurz und nebelschwer, Ich spreiz die schmalen Hände weit Und fass das Paradies. Was soll denn das sein? Ein Gedicht? Nein. Was dann? Fliegende Wörter. ? Ein synergetisches Versmeeting. ? Ein Treffen illustrer Geister. ? Na, rate doch mal, von wem ist die erste Zeile? Eichendorff. Später. Benn. Fast. Der von „Die schönsten Verse der Menschen … sind die Gottfried Bennschen“? Genau. Wie hieß der noch mal? Wohnte in Hamburg. Ah ja. Und die beiden letzten Verse? EineRead More
Ein Wunder-Werk Der literarische Opernbegleiter zur „Zauberflöte“, vorgestellt von Wolfram Schütte. Eine Kindheit oder Jugend, in der Bekanntschaft mit „Der Zauberflöte“ gemacht worden war, kann nicht ganz unglücklich gewesen sein. Mozarts vorletzte Oper dürfte – trotz des grandiosen, dramatischeren „Don Giovanni“ – doch die „Oper aller Opern“ sein, weil sie die ganze ästhetische, intellektuelle & emotionale Spannweite des Genres umfasst & märchenhaft sowohl für Kinder wie Erwachsene beglückend & genießbar ist. Der Ägyptologe Jan Assmann, der jetzt einen hübschen Manesse-Band als „Literarischen Opernbegleiter“ der „Zauberflöte“ herausgegeben hat, stellt das einzigartigeRead More

Posted On Dezember 19, 2012By Kerstin CarlstedtIn Litmag, Porträts / Interviews

Im Video-Interview: Martin Widmann

Mit feinem Gespür für Beziehungsfäden Wie sehr das tägliche Vorbeipendeln an einem heruntergekommenen Londoner Campingwagen inspirieren kann, hat Andreas Martin Widmann mit seinem Romandebüt „Die Glücksparade“ (zur CM-Rezension hier) bewiesen. Der promovierte Literaturwissenschaftler und Robert-Gernhardt-Preisträger von 2010 hat mindestens eine Gemeinsamkeit mit seinem Protagonisten Simon: Er redet nicht gern über ungelegte Eier. Wortreich und wohlüberlegt äußert sich Widmann jedoch über das, was gewesen ist – über die Entstehungsgeschichte seiner Coming of age-Story und die eigene professionelle Entwicklung. Gerade wurde bekannt, dass Widmann für sein Debüt mit dem mit 15 000Read More

Posted On Dezember 19, 2012By Joachim FeldmannIn Bücher, Litmag

Hunter S. Thompson: Die Rolling Stone Jahre

Begräbnis erster Klasse Das dicke, etwa ein Kilo schwere Buch versammelt Reportagen und sonstige Artikel, die Hunter S. Thompson für das gleichnamige Magazin geschrieben hat. Als Bettlektüre eignet es sich nicht, eher zur Dekoration auf dem Kaffeetisch. Von Joachim Feldmann Allerdings ist es auch zweifelhaft, ob es überhaupt zur Lektüre gedacht ist. Aber vielleicht gibt es ja tatsächlich hierzulande jemanden, der nur darauf brennt, sich einige hundert Seiten intimer Berichterstattung über den US-Präsidentschaftswahlkampf 1972 einzuverleiben. Für diejenigen, die sich nicht mehr erinnern oder schlicht zu jung sind: Gegenüber standen sichRead More
Das (selbst-)gerechte (Nicht-)Juden-(Nicht-)Spiel „Der Hauptunterschied, wenn man den alten Geschichten glauben kann, bestand darin, dass Gott nicht mehr seine eigene Faust im Kampf erhob.“ Wenn Nathan Englander sich in seinem jüngsten Erzählband, dem der vielbeachtete Roman „Das Ministerium für besondere Fälle“ vorausging, erneut – wie bereits im prämierten Erstlingswerk „Zur Linderung unerträglichen Verlangens“ – den short stories zuwendet, kann man staunend beobachten, dass sich das zwischen zwei Isaacs, Singer und Babel, stilistisch zu verortende Talent des Autors weiter verfeinert hat. Welches nunmehr von einer Weisheit zeugt, die weniger dem LessingschenRead More

Posted On Dezember 19, 2012By Michael ZellerIn Litmag, Zellers Seh-Reise

Michael Zellers Seh-Reise (23): Rembrandt

1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Rembrandt: „Rembrandt mit Saskia in der Rolle des verlorenen Sohnes”. (Alle Folgen hier). Dreiundzwanzigste Ausfahrt Die Kunstpostkarte aus meinem Sammlerleben, die mir diese Woche das Prinzip der Dezimierung beschert hat, ist den Augen keine Freude gewesen, trotz des einschüchternd großenRead More

Posted On Dezember 19, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Weihnachtlicher Merzgesang 1 bild / 100 worte Kommt Zeit, kommt Segen mit Rumpunsch und Regen, und Buden, an denen die Pappengel kleben, die Schuhe geputzt, die Bärte montiert, die ganze Nacht über die Säge poliert, am Morgen im Ofen das Kleinvieh gebackt, Scheite und Silben und Sterne zerhackt und an der Nordmanntanne hängen: Drei Kugeln und eine Troddel, eine Muschel, eine Kordel, und neun Superhelden im Abflug-Modus. Am Firmament zeigt die Ente den Weg. Ihr Schafe und Hirten, Kuh König und Ochs, Trinker und Wirte, machet auf das Tor, dieRead More

Posted On Dezember 19, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Litmag

LitMag-Weltlyrik special

Kerzen verboten – Aus gegebenem Anlass: Zehn Gebote für das Rezitieren von Gedichten. Von Carl Wilhelm Macke. 1. Während der Lesung eines Gedichts ist aus feuerpolizeilichen und versicherungsrechtlichen Gründen das Anzünden von Kerzen strengstens untersagt. Zuwiderhandlungen werden mit einer Geldstrafe von mindestens 100,00 Euro/ Kerze bestraft, die an einen Gedichte edierenden Kleinverlag zu überweisen sind. Ausnahmen können auf Antrag gestattet werden (z.B. an betrieblichen Weihnachtsfeiern oder Werbeveranstaltungen von Unternehmen der wachsverarbeitenden Industrie). 2. Vor, während und nach der Rezitation sind Gitarren-, Blockflöten und Harfenklänge strengstens untersagt. Wird dieser Anweisung nichtRead More
Literarische Nachrichten aus der Ukraine – Die Ukraine, dieser breite Flächenstaat zwischen Polen und Russland, in dem sich die Einflusssphären von lateinischem Westen und orthodoxem Osten mischen, trägt sein Schicksal ja bereits im Namen: „Land der Grenze“. Eine Grenze von enormer räumlicher Ausdehnung allerdings. Michael Zeller war dort, in Charkiw, und hat sich Stadt, Land und Literaturszene angesehen. Je weiter man in den Osten unseres Kontinents vordringt, umso spürbarer entzerrt sich die Enge menschlichen Zusammenlebens. Die Menschen, die hier ihre Städte anlegten, besonders jenseits des Dnipro (Dnepr), in altem KosakenlandRead More
Mr. Karem, please help us! Wolfram Schütte über einen Hoffnungsschimmer im Kampf gegen den Fluglärm. Oft schon habe ich abends oder frühmorgens, wenn die letzten & ersten Passagierflugzeuge im Landeanflug auf oder im Landeabflug vom Frankfurter Rhein-Main-Flughafen sich bemerkbar machten, mir darüber Gedanken gemacht, wie das Lärm-Problem gelöst werden könnte, seit so viele Menschen im Rhein-Main-Gebiet vom Flugverkehr terrorisiert werden. Die an- & abfliegenden Jets belasten hier nicht nur Wohngegenden der unteren Einkommensschichten, sondern auch den Millionärshügel des Sachsenhäuser Lerchesbergs im Süden, wo die Herrschaften in den protzigen Villen nichtRead More

Posted On Dezember 5, 2012By Senta WagnerIn Kolumnen und Themen, Litmag

Besuch auf der BUCH WIEN 2012

Bei den stillen Büchern – Zwischen Herbst und Winter wäre da noch die BUCH WIEN 12 (22.-25. November 2012). Ein Messebericht von Senta Wagner. Was haben die „Rabauken-Reime“ und der „Atlas der Brutvögel Vorarlbergs“ gemeinsam? Geduldig stehen beide nebeneinander im Regal und stechen doch ins Auge wegen ihres speziellen, bibliophilen Aussehens. Anschauen reicht nicht, die wollen in die Hand genommen werden. In dieser kleinen Buchecke im allerhintersten Eck der Messehalle D der Messe Wien dreht sich alles um die Schönheit und ihre Würdigung. Beide Titel gehören zur Riege der fünfzehnRead More
„Ich sehe nicht, warum ich die Vorteile meines seltsamen Loses nicht genießen sollte …“ – zwei Bücher über Thomas Mann, den Amerikaner, gelesen von Joe Paul Kroll. Thomas Mann hat vermutlich nie ein Baseballspiel besucht. Auch andere Aspekte der amerikanischen Kultur blieben ihm, der Deutschland im Reisegepäck führte und doch als amerikanischer Staatsbürger starb, Zeit seines Lebens ein Rätsel – so sie überhaupt seine Wahrnehmung kreuzten. Darin unterschied er sich kaum von der Mehrheit der deutschen Emigranten, die in den 1930er- und 40er-Jahren vor dem Nationalsozialismus in die USA flohen.Read More

Posted On Dezember 5, 2012By Nora HelblingIn Bücher, Litmag

Douglas T. Kenrick: Sex, Mord und der Sinn des Lebens

Die Antwort auf alles: die Evolutionspsychologie. So verspricht es Douglas T. Kenrick in seinem Vorwort zu „Sex, Mord und der Sinn des Lebens“. Warum sind wir so wie wir sind, warum gleichen wir uns darin alle? Darüber hinaus will er menschliche Phänomene wie Kultur, Religion und Wirtschaft in ihren Ausformungen erklären und zu guter Letzt dem Sinn des Lebens auf den Grund gehen. Vom Ergebnis berichtet Nora Helbling. Hitzige junge Wissenschaftler Kenricks Wunderwerkzeug ist eine in den 70ern aufkommende Wissenschaft, die menschliches Verhalten im Zusammenhang mit evolutionären Prozessen untersucht. InspiriertRead More

Posted On Dezember 5, 2012By Tina ManskeIn Bücher, Litmag

Linus Volkmann: Kein Schlaf bis Langenselbold

Vergnügliche Zeitreise – Linus Volkmann ist ein umtriebiger Typ; als Musikredakteur arbeitet er für die Intro, mit seinen dortigen Kollegen bringt er das oft sehr witzige Fanzine Super Omi heraus – und solo ist er als auch nicht müder Schriftsteller auffällig. Sein neuestes Werk ist eine sehr unterhaltsame Coming-of-Age-Geschichte, findet Tina Manske. Im Mittelpunkt von „Kein Schlaf bis Langenselbold“ stehen die ziemlich ungleichen Zwillinge Frederik und Malte Borchers. Während der schwule Frederik den großen Zampano markiert (weil er halt auch ein paar Minuten älter ist und damit die natürliche FührungsrolleRead More

Posted On Dezember 5, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag

David Albahari: Der Bruder

Mein Bruder? Filip, ein nicht gerade erfolgreicher serbischer Gelegenheitsschriftsteller, erhält eines Tages einen Brief. Er ist über diesen Brief so perplex und sprachlos, dass er es für längere Zeit überhaupt nicht wagt, den Brief zu öffnen. Über mehrere Seiten zieht sich das Zögern und Zagen hin, bis er schließlich doch den Briefumschlag öffnet. Es dürfte schwer sein, irgendwo in der Weltliteratur ein Buch zu finden, in dem mit einer so großen Genauigkeit das Zögern eines Menschen beschrieben werden, den an ihn adressierten Briefumschlag zu öffnen. Allein diese Seiten sind esRead More

Posted On Dezember 5, 2012By Sahar naz ParsaIn Bücher, Litmag

Julian Barnes: Unbefugtes Betreten

Die großen Dinge des Lebens – Julian Barnes ist ein Meister, wenn es um die Darstellung menschlicher Beziehungen geht. Schon in seinem letzten Werk „Vom Ende einer Geschichte“ zeigte der Booker-Preisträger auf beeindruckende Weise den menschlichen Hang zum Betrug, Selbstbetrug und die vergebliche Wahrheitssuche. Von Sahar naz Parsa Sein neuer Erzählband „Unbefugtes Betreten“ besteht aus 14 Kurzgeschichten und erzählt mit außerordentlichem Witz, Ironie und sprachlicher Leichtigkeit von Paarbeziehungen – von Freundschaft und Liebe. Doch unter der Textoberfläche brodelt es gewaltig: Da werden Erinnerungen an die sprachphilosophische Skepsis im Sinne vonRead More

Posted On Dezember 5, 2012By Sophie SumburaneIn Bücher, Litmag

Freie Feder – Plume Libre: Lesebühnenliteratur aus Abidjan

Was bleibt, sind Fragezeichen und die Freiheit – Lesebühnen: Sie schießen aus dem Boden wie Unkraut, überwuchern ganze Stadtteile und geben Raum für jedermann. Bei den vorgetragenen Texten schwankt der Zuhörer oft zwischen peinlich berührt, nett unterhalten und gepackt. Es gibt Lesebühnen, die einen mehr packen als andere, doch das Konzept ist immer ähnlich: Sie sollen ein Sprungbrett sein, sind allzu oft jedoch ein Augenöffner, für den Zuhörer und den Lesenden. Ähnlich ist es bei der Lesebühne „Freie Feder – Plume Libre“. Dass es in Berlin eine Lesebühne gibt, wirdRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Paula Becker-Modersohn: „Stillleben mit Rhododendron”. (Alle Folgen hier). Zweiundzwanzigste Ausfahrt Ein Fest der Farben? Ein gängiges und also verbrauchtes Bild aus Worten. Zwei Stunden nur in einem balinesischen Dorf, und jeder weiß, was damit gemeint ist. Da blüht eine BuntheitRead More

Posted On Dezember 5, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Geburt des Autors 1 bild / 100 worte Die Flüsterstimme des Reptilhirns sagt es klar und deutlich: Wir sind nicht mehr als ein kosmischer Hickser in einer unendlichen Abfolge von Universen, die mit einem Knall auseinandertreiben uuuuuuund – sich dann wieder auf Punktgröße zusammenziehen bis: BAMM! Zeit für den nächsten Urknall. Klar. Keiner hört auf das Reptilhirn. Das nuschelt so, wie soll man da was verstehen? Seid gerührt, flüstert das Hirn, die Kinder die Autos die Bäume vor eurem Fenster sind weniger als Nichts. Turtelt, zwitschert, vögelt! Im Ohr kommtRead More

Posted On Dezember 5, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: David Maria Turoldo

Poesia è rifare il mondo, dopo il discorso devastore del mercadante. David Maria Turoldo Handelt es sich hier nun um ein Gedicht oder um eine Definition von Poesie oder ist es eine Art von Aphorismus? Um das zu entscheiden, muss man diese Zeilen zunächst einmal in die deutsche Sprache übersetzen. Es scheint sich dabei um einen einfachen Text mit nur wenigen Worten zu handeln. Erster Versuch: „Poesie, das ist die Wiedererschaffung der Welt, nach/ dem zerstörerischen Diskurs des Kaufmanns“. Diese Übersetzung deutet zwar an, um welchen Inhalt es sich beiRead More

Posted On November 28, 2012By Michael ZellerIn Litmag, Porträts / Interviews

Michael Zeller über Bruno Schulz

Anmerkungen zu Bruno Schulz – Der polnische Erzähler Bruno Schulz verkörpert den Typus des mitteleuropäischen Schriftstellers, wie er mit dem Zweiten Weltkrieg untergegangen ist. Geboren 1892, vor hundertzwanzig Jahren, im damaligen Galizien (heute Ukraine), kam er vor siebzig Jahren um, im November 1942. Zusammen mit Witold Gombrowicz und Stanislaw Ignacy Witkiewicz bildet Bruno Schulz das Dreigestirn der modernen polnischen Literatur, und auch in Deutschland hat er seit Jahrzehnten eine eingeschworene Lesegemeinde. Von Michael Zeller Drohobycz – Heute eine Kleinstadt mit achtzigtausend Einwohnern am westlichen Zipfel der Ukraine. Drohobycz – ZuRead More

Posted On November 28, 2012By Die RedaktionIn Litmag

CULTurMAG, Ausgabe vom 28.11.2012

Liebes CULTurMAG-Publikum, willkommen zur Doppelausgabe von LitMag und MusikMag. Gleich zwei Ausstellungen in Linz und Wien beschäftigen sich momentan mit unbekleideten Männern. Christina Mohr hat den Katalog zur Ausstellung “Nackte Männer. Von 1800 bis heute” durchgeblättert. Im November vor 70 Jahren wurde Bruno Schulz von der Gestapo erschossen. Michael Zeller erinnert an den polnischen Schriftsteller und Künstler. Diese Woche im Video-Interview: Sherko Fatah. Britta Behrend befragte Fatah zu seinem fantasievollen Schelmenroman „Ein weißes Land“. Gelesen haben wir natürlich auch für Sie: Karsten Herrmann gefiel das Kaleidoskop von eleganten Miniaturen, mitRead More

Posted On November 28, 2012By Christina MohrIn Kunst, Litmag

Natter/Leopold (Hg.): Nackte Männer. Von 1800 bis heute

Von Würde und Scham – Zwei Ausstellungen in Linz und Wien beschäftigen sich momentan mit unbekleideten Männern. Christina Mohr hat sich den Katalog zur Ausstellung „Nackte Männer. Von 1800 bis heute“ angesehen. Während der weibliche Akt in der Bildenden Kunst fast immer erotisch konnotiert ist, meist sogar als Sinnbild der Erotik allgemein dient, ist die Rolle des nackten Mannes keineswegs so klar umrissen. Historische Bildnisse nackter Männerkörper stehen für Sieg und Überlegenheit, aber auch für Schutzlosigkeit, Ausgeliefertsein und Verletzlichkeit. Der nackte Mann ist antiker Athlet (Kouros), christlicher Märtyrer oder mythischerRead More

Posted On November 28, 2012By Gisela TrahmsIn Bücher, Litmag

Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf

In einem Atemzug mit Nabokov – Gaito Gasdanow versetzt uns mit dem 1947 erschienen Roman in die Zeit des russischen Bürgerkriegs. Gisela Trahms hat den nun erstmals in Deutsche übersetzten Klassiker gelesen. Ein russischer Autor, geboren 1903 und damit derselben Generation angehörig wie Nabokov, schrieb Mitte der vierziger Jahre in Paris einen Roman, der in einer in den USA erscheinenden Zeitschrift gedruckt wurde. International also, sollte man meinen, aber das Gegenteil war der Fall: Gaito Gasdanow schrieb russisch, die Zeitschrift wurde von Exilrussen herausgegeben und nur von Exilrussen gelesen. SoRead More

Posted On November 28, 2012By Britta BehrendtIn Litmag, Porträts / Interviews

Sherko Fatah im Video-Gespräch

Ein Schelm aus Bagdad bei der Waffen-SS – Zur Feier und Präsentation der niederländischen Ausgabe seines Romans kam Sherko Fatah nach Amsterdam. Der Verlag Cossee hat Fatahs neuestem Roman „Ein weißes Land“ für die niederländische Ausgabe den Titel „Der Dieb von Bagdad“ gegeben, ein gelungener Fund für einen Schelmenroman des 20. Jahrhunderts. Sein Schelm erlebt nahezu unglaubliche Abenteuer, die doch allesamt wahr sein könnten. Fatah erzählt, dass er die Fakten zu seiner Geschichte minutiös recherchiert hat. Manche Schilderungen des Bagdad der 30er Jahre sind von Familienerzählungen inspiriert und andere GeschichtenRead More

Posted On November 28, 2012By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Florian Illies: 1913. Der Sommer des Jahrhunderts

Das magische Jahr 1913 – Das Jahr 1913 bildet in der Weltgeschichte ein magisches Jahr: Es ist das Jahr bahnbrechender Werke in Literatur, Kunst, Musik, Philosophie und Wissenschaft, es ist aber auch das Jahr, in dem schon dunkle Kriegswolken heraufziehen und das kommende Verhängnis in Europa ahnen lassen. 1913 ist der entscheidende Moment zwischen Tradition und Moderne, zwischen einem „nicht mehr“ und einem „noch nicht“, zwischen Triumpf und Untergang. Von Karsten Herrmann Dieses magische Jahr 1913, dieser „Sommer des Jahrhunderts“, steht im Fokus des neuen Buches von Florian Illies, demRead More