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Der Größte der Rafffahrer, oder: Lance am Ende? – In der Haut von Lance Armstrong möchte ich jetzt nicht stecken, in der von Jan Ullrich schon früher aber auch nicht. Es dürfte nicht angenehm sein, nun vor aller Welt als Betrüger dazustehen, wo man jahrelang vielfach als grandioser Sieger der „Tour de France“ gefeiert wurde. Die moralische Fallhöhe ist gigantisch & der Absturz nun in die tiefste Klamm der Gemeinheit exorbitant – wie manch drohender Abgrund auf der Pyrenäenstrecke der „Tour” es physisch war. Wolfram Schütte zum tiefen Fall desRead More
Aleks Scholz ist Autor und Astronom. In seiner Kolumne „Lichtjahre später“ erklärt er uns regelmäßig alles, was wir wissen müssen: über Zeit und Raum, Sterne und Planeten, enorme Entfernungen, riesige Größen – und all die anderen rätselhaften Dinge, die es bei der Beschäftigung mit dem Weltraum zu entdecken gibt. Heute: Die Reise zu den Außerirdischen Dublin, Phoenix Park. 21. September 2012, später Abend. Ein guter Tag für Außerirdische. Als die großen Lichter vor uns auftauchen, denke ich als Erstes an ein abstürzendes Flugzeug. Viel zu hell und viel zu großRead More
Mit leichtem Ein-Frau-Fluggerät zum Literaturpreis – Die Österreicherin Teresa Präauer schreibt ihr Romandebüt und wird dafür prompt mit einem anerkannten Preis gewürdigt. Keine Frage, der Preis macht auch anerkannt bekannt und hat ebenso einige anerkannte Bekanntheiten (wie Herta Müller, Felicitas Hoppe, Andreas Maier, Stephan Thome) hervorgebracht. Der aspekte-Literaturpreis wird seit 1979 vom ZDF an Debütantinnen und Debütanten im Fach deutschsprachige Prosa verliehen (und ist mit 10.000 Euro dotiert). Ein verdienstvoller Blick auf die ersten zarten Anfänge literarischen Schaffens junger Schreibender. Die Gewinnerin wurde aus sechs Nominierten (u.a. Vea Kaiser undRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Werner Heldt: Fensterausblick mit totem Vogel. (Alle Folgen hier). Fünfzehnte Ausfahrt Gemalte Mehrdeutigkeit ist dieses Bild. Sie zeigt sich dort, wo sie am tiefsten beunruhigt: Mitten unter den Dingen des Alltags. Nichts ist da mystisch, geheimnisvoll, abgründig. Den Fensterblick, denRead More

Posted On Oktober 17, 2012By Doris WieserIn Bücher, Litmag

Eduardo Mendoza: Katzenkrieg

Ein Gang durch das Prado-Museum kurz vor dem Spanischen Bürgerkrieg – Spanien arbeitet an seiner Vergangenheit – immer noch. Der Spanische Bürgerkrieg (1936–1939), seit rund zwanzig Jahren eines der beliebtesten literarischen Themen des Landes, wurde einmal mehr Gegenstand eines Romans, nämlich Eduardo Mendozas „Katzenkrieg“ (Premio Planeta 2010). Doris Wieser hat ihn gelesen. Warum dieses nun doch schon ziemlich weit zurückliegende Ereignis in Spanien immer noch so viele Geister umtreibt, hängt mit der auf den Bürgerkrieg folgenden, bis 1975 andauernden Diktatur des Generals Francisco Franco zusammen, während der den Spaniern eineRead More
“How’m I doin’?” Campaign catchphrase of the great Ed Koch, mayor of New York Der amerikanische Autor und Edgar-Gewinner Thomas Adcock berichtet exklusiv für CULTurMAG in seiner wöchentlichen Kolumne von dem täglichen Wahnsinn des US-Wahlkampfs. Heute: Religion und Wahlkampf. Jesus Christ for President Dear Reader: Should you take umbrage by so much as a whiff of blasphemy, partake here of no further scurrility that would injure your spiritual sensibilities. I shall be offended not in the least if you opt to turn your attention, post haste, to some more pleasingRead More

Posted On Oktober 17, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Mehr zum Weltuntergang 1 bild / 100 worte Unseren Ahnen reichten für ihre Erzählungen am Höhlenfeuer die Wendung „vor vielen Wintern“ um klarzustellen: Lange her. Dazu warfen sie die Haare, die sie gerne im Topfschnitt trugen, aus dem Gesicht und funkelten mit Met-getrübten Augen. Anders die Maya, die Kalender bauten, als der alkoholische Bienensaft noch gar nicht erfunden war, wenngleich Honigbienen fraglos auch ihnen teuer waren. Zudem schnitzten sie gerne, ihre Kalendarien sind an kunstvoller Umständlichkeit kaum zu überbieten. Was den Weltuntergang angeht: Ein bemerkenswerter Zufall will es, dass auchRead More

Posted On Oktober 17, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Jozefina Dautbegović

Deine Poesie Leer ist sie wie ein Haus das in Eile verlassen wurde Niemand zündet das Licht der Worte in deinem Gedicht an aufgehäufte Ziegel sind in der Dunkelheit Selbst in einem Haus, das in Eile verlassen wurde bleiben die Stimmen unvollendete Gesten der Durchzug im Vorhang In deiner Poesie wohnt seit ich gegangen bin, niemand mehr. Übersetzt von Klaus Dieter Olof Niemand hat im deutschsprachigen Raum den Tod von Jozefina Dautbegović im Jahr 2008 registriert. Wer überhaupt kannte bei uns die 1948 in Bosnien geborene Lyrikerin, in deren GedichteRead More

Posted On Oktober 10, 2012By Joe Paul KrollIn Bücher, Litmag

John Jeremiah Sullivan: Pulphead. Vom Ende Amerikas

Es möchte echt sein – Amerika macht es Zynikern schwer. Was aus der Ferne wie ein brodelnder Kessel Irrsinns aussieht, zerfällt aus der Nahperspektive in Realitäten, die tragisch, anrührend, großartig und bisweilen tatsächlich irrsinnig sind, selten aber jene Komplexität vermissen lassen, an der Vorurteile notwendig scheitern. Das hat freilich nicht verhindert, dass Amerika selbst seine scharfzüngigsten Kritiker hervorgebracht hat. Von Joe Paul Kroll Sich unter diese illustre Schar einzureihen, zeigt John Jeremiah Sullivan kein Bedürfnis. Er geht von einer anderen Feststellung aus, an der kaum ein Besucher Amerikas vorbeikommt: DasRead More

Posted On Oktober 10, 2012By Die RedaktionIn Litmag

CULTurMAG, Ausgabe vom 10.10.12

Liebes CULTurMAG-Publikum, herzlich willkommen zur Buchmessenausgabe. Joachim Leser macht sich ein paar grundsätzliche Gedanken zum Zustand der Literaturkritik und erkennt eine Krise des Print-Feuilletons. „Freundlichkeit ist keine Tugend für Essayisten“, stellt Joe Paul Kroll richtig fest – und ist dementsprechend auch nicht wirklich zufrieden mit John Jeremiah Sullivan Reportagen in „Pulphead“, die zeigen, dass „bedingungsloses Wohlmeinen den Subjekten gegenüber auf Kosten der Erkenntnis geht“. Drei weitere Bücher haben wir uns näher angesehen: Doris Wieser mochte die intime Art und Weise, mit der Ariel Magnus in „Zwei lange Unterhosen der MarkeRead More
Die Erstarrung der Kritik – In den Redaktionen führt die ökonomische Krise zu einer personellen Erstarrung. Der Stillstand der Literaturkritik nimmt bedrohliche Formen an. Von Joachim Leser. In den Jahren um die Jahrtausendwende erlebte die deutschsprachige Literaturkritik eine Blütezeit. Die Literaturbei­lagen schwollen an, die „Süddeutsche Zeitung“ nahm eine täglich erscheinende Literaturseite ins Blatt, die „Literarische Welt“ erlebte eine Wiedergeburt, die Zeitschrift „Literaturen“ drang selbstbewusst auf den Markt. Viele Regionalzeitungen betrieben eine ambitionierte Literaturberichterstattung, ein Arsenal an freien Kritikern beackerte die Flut der Neuerscheinungen und war mit daran beteiligt, dass einRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Oskar Kokoschka: Der Baumeister Adolf Loos. (Alle Folgen hier). Vierzehnte Ausfahrt Das Porträt eines Mannes, sitzend, als Halbfigur. Düster die Farben, die Stimmung. Etwas Gewittriges hängt da im Hintergrund aus unklaren blautonigen Strukturen. Dareingesetzt der Kopf des Mannes, von vorne,Read More

Posted On Oktober 10, 2012By Doris WieserIn Bücher, Litmag

Ariel Magnus: Zwei lange Unterhosen der Marke Hering

Eine deutsch-brasilianische Lebensgeschichte – „Es gibt reichlich Literatur von den und über die Überlebenden der nationalsozialistischen Vernichtungslager. Dieses Buch ist nicht aus dieser Literatur hervorgegangen und möchte ihr auch kein weiteres Werk hinzufügen“, erläutert Ariel Magnus zu Beginn von „Zwei lange Unterhosen der Marke Hering“. Es beleuchtet das Thema auf eine ganz besondere, intime Weise. Von Doris Wieser In der Tat zeichnet der Autor zwar die Lebensgeschichte seiner jüdischen Großmutter nach, die sich mit 22 Jahren auf der Suche nach ihrer blinden Mutter freiwillig ins Konzentrationslager Theresienstadt deportieren ließ, ihrRead More

Posted On Oktober 10, 2012By Senta WagnerIn Bücher, Litmag

Rosa Pock: Wir sind Idioten

Futschikato und andere vergebliche Liebesmühen – Rosa Pock strichelt mit ihrer Sprache der Verdichtung ganze Lebensuniversen auf wenige Seiten Papier hin. So ist der jetzt beim Grazer Literaturverlag Droschl erschienene Prosaband „Wir sind Idioten“ auch ein hauchdünner im Umfang. Vollkommen ausreichend für eine Lektüre, die ebenso vertrackt wie unwiderstehlich ist. Von Senta Wagner Für die in Wien lebende Schriftstellerin ist die Prosa wohl ihr Ding. Es sind bereits mehrere Bände, aber auch ein Roman bei Droschl veröffentlicht. Der vorliegende Band „Wir sind Idioten“ besteht aus den Prosahäppchen  „anton und antonia“Read More

Posted On Oktober 10, 2012By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Helmut Krausser: Nicht ganz schlechte Menschen

Zwischen Triumpf und Niederlage – Große literarische Stoffe bergen für einen Schriftsteller ebenso große Chancen wie Risiken, und Triumpf und Niederlage liegen hier oft nahe beieinander. Dies ist auch in dem neuen Roman des vielseitigen Dichters, Bühnen- und Hörspielautors Helmut Krausser deutlich zu spüren, der nichts weniger als die in die historische Katastrophe führenden 20er – und 30er-Jahre des vorigen Jahrhunderts umspannt. Von Karsten Herrmann An den Stationen Berlin, Paris und Barcelona nimmt Krausser die rasanten Entwicklungen in Kunst und Politik sowie den Kampf der Utopien und Ideologen ins VisierRead More

Posted On Oktober 10, 2012By Die RedaktionIn Bücher, Litmag

LitMag-Quickies

Kurzrezensionen – diesmal mit einer Haiku-Rezension von Friederike Moldenhauer zu Ulf Erdmann Ziegler, einem Bericht über eine Lesung von Ernesto Cardenal in Münster von Christiane Nitsche (CN) und Rezensionen zu Amelie Soyka („Tanzen und tanzen und nichts als tanzen“) und A.D. Miller („Die eiskalte Jahreszeit der Liebe“), geschrieben von Christina Mohr (MO) und Karsten Herrmann (KH). (FM) Haiku Rezension Leere auf dem Blatt Ein Leben für die Typo Ein schöner Bogen Ulf Erdmann Ziegler: Nichts Weißes. Suhrkamp 2012. 259 Seiten. 19,95 Euro. Eine Leseprobe finden Sie hier. Herzen , umarmen,Read More
Public accommodations sign widely posted in the U.S. South, circa 1920 (Revived, in spirit, by the Republican Party throughout the U.S. – present day). Der amerikanische Autor und Edgar-Gewinner Thomas Adcock berichtet exklusiv für CULTurMAG in seiner wöchentlichen Kolumne von dem täglichen Wahnsinn des US-Wahlkampfs. Heute: James Crow Jr., Esq. Soon after New Year’s Day of 1012, Willard Mitt Romney and confederated Caucasians of the Republican Party inaugurated a state-by-state strategy for winning November’s federal elections. They would engage lawyers to draft sophisticated new “Jim Crow” laws aimed at dissuadingRead More

Posted On Oktober 10, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Den die Griechen lieben 1 bild / 100 worte Aus der Zeit tanzen: Ein schwieriges und interessantes Projekt, das in jedem Fall eine entschlossene Entkörperlichung voraussetzt, zumindest in Gedanken. Tanzen wir also zurück an den Anfang des Universums, oder nach vorn bis zum Ende. Cha cha cha. Wer hätte gedacht, dass das Universum mal enden können täte! Nicht der melancholisch in die Sterne starrende Törless. Der Junge ist heute verheiratet, verbeamtet, drei Kinder, Abgründiges schiebt er von sich. Übungssache. Hund hat er auch. Mit dem geht er spazieren, im nahenRead More

Posted On Oktober 10, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Wallace Stevens

The Emperor of Ice-Cream Call the roller of big cigars, The muscular one, and bid him whip In kitchen cups concupiscent curds. Let the wenches dawdle in such dress As they are used to wear, and let the boys Bring flowers in last month’s newspapers. Let be be finale of seem. The only emperor is the emperor of ice-cream. Take from the dresser of deal, Lacking the three glass knobs, that sheet On which she embroidered fantails once And spread it so as to cover her face. If her hornyRead More

Posted On Oktober 1, 2012By Charlotte von BausznernIn Comic, Litmag

Festivaltagebuch (IV): Sinkflug aus dem Hyperraum

Letzte Empfängerdaten vom Comicfestival Hamburg an Charlotte von Bausznern: Eine wirre Astronautin – zurückgekehrt von einer ausgedehnten Raumfahrt. Etwas wehmütig. Nee echt jetzt, nachdem ich die Herausforderung von Nachtfeiern UND Tagebuchschreiben nur mit Schlagseite überstanden hab, lässt sich eines sagen: Das Hamburger Comic-Festival produziert postfestivalöse Löcher. Da kann man reinfallen. Dann nimmt man alle kleinen mitgebrachten Geschenke in die Hand, setzt sich auf den Hochstuhl und sagt: danke. Aber der Reihe nach. Kein Allinclusivereiseplan würde einer dermassen hinterhältigen, bestechenden Dramaturgie unterliegen. Nur von Comicastronauten kann man erwarten, dass sie auchRead More

Posted On September 30, 2012By Charlotte von BausznernIn Comic, Litmag

Festivaltagebuch (III): In Erwartung der Supernova

Neue Empfängerdaten vom Planetenhopping am Comicfestival Hamburg von/an Charlotte von Bausznern: III.I: Kaffee und Kuchen  Die zwei Stufen zum Börsenplaneten des Hamburger Comicfestivals sind mehr in feuchtes Nebelgeschwader getaucht denn strahlendes Zentralgestirn. Aber was kümmert das uns Astronauten, er kann ja fliegen, der Börsenplanet. Je schlechter das Wetter, desto besser der Background. 14.15 Uhr: Die Oberfläche dieses Planeten ist Unglaublich laut, Herrensahne, Drops, Earth unplugged, Zirp und Oh. Oder auch: Viel Gefaltetes in Zeiten der Krise. Im Kölibri sind zuerst die Tische mit den kleinen handkopierten Sternchen an der Reihe,Read More

Posted On September 29, 2012By Charlotte von BausznernIn Comic, Litmag

Festivaltagebuch (II): Venus, Jupiter, Pluto und Saturn

Neue Empfängerdaten vom Planetenhopping am Comicfestival Hamburg von/an Charlotte von Bausznern: II.I Mittagessen: ausgefallen. Mit aufkeimendem Hungerast im Panterkäfig, wo keine wilden Tiere wohnen. Britta Kussin kann das: Beiläufiges in Elementares verwandeln. Bildfolgen, die eine Geschichte ergeben, die nach dem letzten Panel noch weiter geht. Mimiken und Menschen abbilden, die nicht überkippen wie Kaffeemilch bei der gestressten Kellnerin. Tiere als Moment verwenden, ohne emotionale Pappnasen draus zu machen. Ich wage mal zu sagen: Absichtlich am Handwerk Vorbeigekritzeltes bleibt halt bloss schräg. Mehr Wärme bitte. II.II Das Abendessen von gestern kommtRead More

Posted On September 28, 2012By Charlotte von BausznernIn Comic, Litmag

Festivaltagebuch (I): Satelliten-Signalismus

Erste Empfängerdaten aus dem Hamburger Comicfestival. Ein Festivaltagebuch von/an Charlotte von Bausznern. Guten Morgen, ihr alle, die ihr um diese Zeit aufsteht, mit ein paar Bleistiftstrichen mehr im Gesicht zur Espressokanne in der Küche schlurft und anfangt, aufzuwachen. Es gibt ein Tagesprogramm für heute. Satelliten sind Flugkörper, genauer: Raumflugkörper zwischen Schwerkraft und Fliehkraft, sie umkreisen etwas Grundsätzliches, sind ausgerüstet mit Messgeräten und Augen und senden ihre Signale zurück zum Grundsätzlichen. Gestern ab 17 Uhr unter einem angegammelten Himmel muss es erhöhte Funkstörungen gegeben haben, die Luft zwischen Marktstrasse, Balduinstrasse, Hein-Köllisch-Platz,Read More
Man muss immer modern sein – Ein Porträt der Erinnerung: Wolfram Schütte  über den italienischen Regisseur Michelangelo Antonioni, der am 29. September 100 Jahre alt geworden wäre. Möglicherweise ist Michelangelo Antonioni, wie ein Schweizer Kritiker einmal schrieb, der einzige moderne Autor des Films, weil er die aktuellen Entwicklungen der westlichen Gesellschaft und Psyche nicht an deren versunkenen Ordnungen maß. Und vielleicht gehört der Phänomenologe einer von ihm konstatierten „Krankheit der Gefühle“, der als Anti-Romantiker geistig und intellektuell immer auf der Höhe seiner Zeit sein wollte, eben deshalb zu den vonRead More

Posted On September 26, 2012By Die RedaktionIn Litmag

CULTurMAG, Ausgabe vom 26.9.12

Liebes CULTurMAG-Publikum, keine Zeit für freundliche Worte, denn es muss jetzt schnell gehen, sie haben viel vor (& hoffentlich den Rest der Woche frei). Wolfram Schütte würdigt den italienischen Regisseur Michelangelo Antonioni, der am 29. September 100 Jahre alt geworden wäre. Also Kerze kaufen und den Videorekorder anstellen: Zumindest „La Notte“ (1961), „Blow up“ (1966), „Zabriskie Point“ (1970) und „Professione: Reporter“ (1975) müssten schon noch mal angeschaut werden. Die Zeit zwischen den Filmen und die Abende sind fürs Hamburger Comicfestival reserviert, bis zum 30. September gibt es Vorträge, Partys, eineRead More

Posted On September 26, 2012By Birgit HaustedtIn Comic, Litmag

Comicfestival Hamburg: Satelliten-Spaziergang mit Birgit Haustedt

Am 27. September beginnt das Hamburger Comicfestival. Bis zum 30. September gibt es in der Hansestadt Ausstellungen und Vorträge, Partys, die Börse und eine Menge einheimischer und internationaler Künstler zu erleben – und CULTurMAG ist live dabei. In unserem Tagebuch wird ab Festivalbeginn Charlotte von Bausznern berichten, den Auftakt macht jetzt schon Birgit Haustedt, die sich in einem Exklusiv-Spaziergang mit den Festivalmachern die ersten Exponate der Satelliten-Ausstellungen angeschaut hat. Hamburg bildverändert: Comic meets the Kiez. „Unsere Freunde müssen das mal sehen“ „Dünne Tranche von Husumer Rinderfilet mit Gänsestopfleber, Trüffel undRead More