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Posted On August 1, 2012By Peter MuenderIn Bücher, Litmag

Boris Johnson: 72 Jungfrauen

Glückliche mentale Nebel, tumbe Terroristen – Boris Johnson liefert mit „72 Jungfrauen“ eine schrille Satire, deren ätzender Sarkasmus und gnadenlose Tabuverletzungen an Evelyn Waughs beste Romane erinnern. Genau das Richtige für laue Olympiatage. Von Peter Münder Seine Chancen, Premierminister zu werden, seien genauso groß, wie Elvis auf dem Mars zu finden oder im nächsten Leben als Olive wiedergeboren zu werden, konstatiert Boris Johnson, 48, der gegen den konservativen Abwärtstrend wiedergewählte Londoner Bürgermeister. Keine Frage: Boris ist populär, viel erfolgreicher als Premier Cameron und er lässt auch nie den bierernsten, moralisierendenRead More
Der Weltraum, unendliche Weiten. Wie oft haben wir uns beim Nachdenken über Zeit und Raum, Entfernungen und Größen und Astrophysik schon das Gehirn verrenkt. Diese Zeiten sind nun vorbei. In der neuen Kolumne „Lichtjahre später” wird uns Autor und Astronom Aleks Scholz regelmäßig alles erklären, was wir wissen müssen: Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter! Heute: Mein Leben mit Roger Penrose Alle unendlich viele Jahre entsteht ein neues Universum. Es fängt an mit einem Urknall, dem extrem dichten, heißen Anfangszustand. Nur ein paar Milliarden Jahre später ist das WeltallRead More

Posted On August 1, 2012By Gisela TrahmsIn Bücher, Litmag

Michel Houellebecq: Karte und Gebiet

Dass Damien Hirst und Jeff Koons in diesem Sommer die Reisewege der Kunsttouristen dominieren (neben der documenta, natürlich), hat Michel Houellebecq schon 2010 vorausgesehen und in „Karte und Gebiet“ einen ernsthaften Konkurrenten für sie erfunden. Literatur und Malerei, Teil drei (zu eins und zwei) Jed Martin, Autist Punktgenau zu den großen Retrospektiven von Damien Hirst und Jeff Koons in London bzw. Frankfurt ist jetzt die Taschenbuchausgabe von Michel Houellebecqs „Karte und Gebiet“ erschienen. Nicht als folgsames Buch zum Event, sondern als Dokument ergrimmten Widerstands. So nicht! ruft es und beginntRead More

Posted On August 1, 2012By Marcus ImbsweilerIn Kolumnen und Themen, Litmag

Olympische Kunstsplitter

In London laufen die Olympischen Spiele: Reiter, Schwimmer, Kampfsportler und Turner kämpfen um Gold. Aber wussten Sie, dass olympische Medaillen auch schon in künstlerischen Disziplinen wie etwa der Bildhauerei vergeben wurden? Marcus Imbsweiler mit einem kleinen Streifzug durch die „kulturelle“ Olympiageschichte. Gold in … Bildhauerei Dass zu Olympia nicht nur das Schneller, Höher, Weiter gehört, sondern auch das Schöne, Gehaltvolle, Beständige geht auf den Begründer der neuzeitlichen Spiele zurück, auf Pierre de Coubertin. Antikisch beseelt, schwebte dem Baron aus der Normandie eine Vereinigung von „Muskel und Geist“ vor, weshalb erRead More
Schuhabdrücke auf der Matte – Neue genetische Spuren, die auf mehreren Kleidungsstücken des ehemaligen Ministerpräsidenten Uwe Barschel in dem Genfer Hotelzimmer gefunden wurden, heizen die öffentliche Diskussion über die Frage von Mord oder Selbstmord nach fast 25 Jahre erneut an. Von Peter Münder Die Staatsanwaltschaft Lübeck hat offenbar wenig Interesse, neuen Spuren im Fall des 1987 in Genf tot aufgefundenen schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Uwe Barschel nachzugehen. Bereits im April 2008 überließ der beim Auffinden der Leiche beteiligte damalige STERN-Reporter Sebastian Knauer (heute beim SPIEGEL) den Ermittlern ein Paar schwarze, lederne HerrenschuheRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: „Les Beaux Jours“ von Balthus. (Alle Folgen hier). Sechste Ausfahrt Jedes Mal war ein Lachen in mir, ein inwendiges, intimes, wenn ich bei meinen alltäglichen Verrichtungen in der Küche, nebenbei und doch gezielt, hochschaute auf dieses Gemälde. Ja, Gemälde sageRead More
1000 Seiten Dürrenmatt – Der Schweizer Peter Rüedi hat mit seinem Sachbuch „Dürrenmatt oder Die Ahnung vom Ganzen“ ein fast 1000 Seiten starkes Werk über den großen Dramatiker, Schriftsteller und Maler geschrieben. Eine unglaubliche Fleißarbeit, an der Rüedi mehr als 20 Jahre gearbeitet hat, die aber noch nicht einmal das gesamte Leben Dürrenmatts umschreibt. Da kommt also noch mehr auf uns zu! Peter Rüedi erzählt im Gespräch mit der „Interview Lounge“, wie er selbst Dürrenmatt erlebt hat, von Dürrenmatts Freundschaft zu Max Frisch und seinem Verhältnis zu Geld und Frauen.Read More

Posted On August 1, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Kalbern 1 bild / 100 worte Von der Titanic nach Grönland, von Grönland zum abgekalberten Eisberg: Wer möchte nicht Satellit sein und endlos im All kreisen, zwischen ausgelutschten Fertiggerichttuben und dem, was Astronauten noch so aus ihren Kapseln warfen, als die Staatlichkeiten das Geld hatten, sie auf den Mond zu spedieren. Drei, zwei, eins, und ab geht’s. Das Auszählen war prima, der Rest gräuliches Fernsehbild. In der Wüste, soweit ich mich entsinne. Wer in sich kehrt, riecht Ingwer, eine allgemein bekannte Tatsache, die Hofmann einst treffend beschrieb. Dichter geht’s nicht.Read More
Aug2012
Das monatliche Preisrätsel - finden Sie die gesuchte Figur und gewinnen Sie einen Buchpreis!Read More

Posted On August 1, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Attilio Bertolucci

Assenza Assenza, più acuta presenza. Vago pensier di te vaghi ricordi turbano l’ora calma e il dolce sole. Dolente il petto ti porta, come una pietra leggera. Abwesenheit von  Attilio Bertolucci Abwesenheit brennender kann Gegenwärtigkeit nicht sein. ein vages Gedenken an dich ungenaue Erinnerungen flirren durch diese ruhige in milder Sonne daliegende Stunde. Schwer und schmerzhaft das Herz, das dich weiterträgt wie einen leichten Stein. Übersetzt von Carl Wilhelm Macke   In den Berichten über die im Mai von einem schweren Erdbeben erschütterte italienische Region Emilia (hier mehr bei CM),Read More
Gesetzesverrat – Ein paar Fragen zu den Unterlassungen & Tätigkeiten der Verfassungsschutzämter.  Von Wolfram Schütte Wenn man, mit stetig wachsenden Staunen, Kopfschütteln & Empörung verfolgt hat, was nach der Selbstanzeige der rechtsradikalen Mördergruppe (NSU) an Versäumnissen, Verhaltensweisen & Vertuschungen über unsere Landesämter für Verfassungsschutz immer aufs Neue an den Tag gekommen ist & möglicherweise noch kommen wird – und wie die Printpresse damit umgegangen ist –, dann bleiben nicht nur viele Fragen offen, sondern auch einige ganz besonders. Warum haben die Täter z.B. immer dieselbe Mordwaffe benutzt, wo es dochRead More

Posted On Juli 12, 2012By Senta WagnerIn Kolumnen und Themen, Litmag

Bachmann-Preis 2012

Eine einzige Umarmung – Rückblickende Betrachtungen zum Ingeborg-Bachmann-Preis 2012 in dezenter Anlehnung an den Vorbericht von Senta Wagner. Ich war Verena Rossbacher, jetzt bin ich wieder ich. Und ich berichte heute rückblickend von den 36. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt. Der Wettbewerb um den Bachmannpreis ist zu Ende, die Gewinnerin steht fest, und die Welt trudelt längst weiter. In den Medien landauf, landab ist bereits alles gesagt geworden, analytisch wie synthetisch, Lob und Kritik wurden verteilt, wie immer nach dem Großen und Spannenden, ja Literarischen in den Texten gesucht.Read More

Posted On Juli 12, 2012By Die RedaktionIn Litmag

CULTurMAG, Ausgabe vom 11.07.2012

Liebes CULTurMAG-Publikum, in Klagenfurt wurde wieder gelesen – Senta Wagner war im ORF-Studio mit dabei und berichtet vom 36. Ingeborg Bachmann-Preis. Seit Montag dieser Woche ist das Erscheinungsbild der Süddeutschen Zeitung verändert – nicht gerade besonders auffällig, aber doch bemerkbar für den Kenner & Liebhaber. Wolfram Schütte kommentiert den dann doch recht dezenten Relaunch der Tageszeitung. Im Mittelstück seines „Weltmüller“-Buchs verwandelt Frank Fischer einen Leipziger Platz in ein sensationell selbsttätiges Kunstwerk. Gisela Trahms betrachtet das Zusammenspiel von Literatur und Kunst. Die Kunstpostkarte überm Spülbecken aus Aluminiumblech offenbart  Michael Zeller inRead More
Erwischt & doch entkommen – Jetzt hat er auch sie erwischt: nämlich der so genannte Relaunch, der nun leider auch die SZ erreicht hat! Von Wolfram Schütte. Im Konzert der großen überregionalen deutschsprachigen Qualitäts- & Printzeitungen war die „Süddeutsche Zeitung” immer etwas Besonderes – besonders zuletzt auch deshalb, weil sie den Relaunch bislang vermieden hatte, dem sich im Laufe der letzten Jahre die „Zeit“, die FAZ , die NZZ – & am radikalsten leider auch die einstens satisfaktionsfähige FR unterzogen haben. Seit Montag dieser Woche ist das Erscheinungsbild der bayerischenRead More
Literatur und Kunst, zweiter Teil (zu Teil eins): Im Mittelstück seines „Weltmüller“-Buchs verwandelt Frank Fischer einen Leipziger Platz in ein sensationell selbsttätiges Kunstwerk. Nachreichen, bitte! Frank Fischer hat in „Der Louvre in zwanzig Minuten“ vorgeführt, wie die Zeit, ist sie nur knapp genug, die Wahrnehmung des Orts erledigt und die der darin aufbewahrten Kunst gleich mit. Jetzt hat er mit „Leipzig, Augustusplatz“, dem Mittelstück seines „Weltmüller“ – Buches, den umgekehrten Prozess geschildert, nämlich auf welche Weise ein Kunstwerk einen Ort nachhaltig in die Zeit einsetzt, indem es eine Deutungslawine lostritt.Read More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: „Die Fröstelnde” von Jean Antoine Houdon. Fünfte Ausfahrt Der Mensch erliegt seinem Auge. Er kann nicht anders, als sich am Schönen zu erfreuen. Die Kunstpostkarte dieser Woche überm Spülbecken aus Aluminiumblech offenbarte mir ästhetische Vollkommenheit: Jean Antoine Houdons Plastik „DieRead More

Posted On Juli 11, 2012By Judith Momo HenkeIn Bücher, Litmag

Maeve Brennan: New York, New York

Und plötzlich hält die Stadt den Atem an – Judith Momo Henke über Maeve Brennans in dem Band „New York, New York“ versammelte Kolumne, die mit einem Schnappschuss beginnen und sich dann zu allen Seiten hin weite Assoziationsräume öffnen. Bis vor kurzem konnte ich mit Amerikanern nicht viel anfangen. Und das meine ich jetzt nicht politisch, ich meine: Bis vor kurzem waren US-amerikanische Autoren not my cup of tea. Updike, Eugenides, Roth – jeder Schritt über den Teich misslang, ich platschte mit einem Fuß ins Wasser, ohne die fremde KüsteRead More
Tales from Facebook – Soziale Beziehungen, traditionell im Fokus der Ethnologie, werden zunehmend im Internet geführt. Daniel Miller wirft einen empirischen Blick auf soziale Netzwerke online und erforscht Facebook – auf Trinidad. Von Kerstin Schoof Die ersten Studien des britischen Ethnologen Daniel Miller beschäftigen sich mit materieller Kultur. „Stuff“, „The Comfort of Things“ und „A Theory of Shopping“ heißen seine Veröffentlichungen aus den 1990er Jahren, in denen er Menschen in ihrem Londoner Alltag begleitet und ihr Verhältnis zu den Dingen studiert. Bereits in seiner letzten Publikation „The Internet – AnRead More

Posted On Juli 11, 2012By Tillmann ReikIn Bücher, Litmag

Tom McCarthy: K.

Tom McCarthy ist ein Autor, der seine Texte mit Anspielungen und Querverweisen belädt, bis sie in alle Richtungen strahlen. Tillmann Reik antwortet mit fröhlich tanzenden Assoziations-Clustern. Weird Wireless World als seidenes Pfingstwunder „Das soziale Band ist als konstitutiv mediales zu denken“ (Daniel Eschkötter, The Wire) TV-Kultserien wie „The Wire“ setzen heutzutage lehrreich Fälle in Szene, die aufzeigen, dass der konspirative Draht, den die Dinge zueinander haben, das soziale Band, was die innerweltlich Seienden stotternd und stockend, oszillierend und gepulst verlinkt, worüber sie einander jedoch auch kriminalistisch abhören und ausspionieren (wiretapRead More

Posted On Juli 11, 2012By David KregenowIn Kunst, Litmag

Foto: Wim Wenders: Places, strange and quiet

Romantische Verklärung – Zugegeben, Wim Wenders hat einen sehr eigenen und durchaus fesselnden Blick, wie er seit Anbeginn seiner Tätigkeit als Filmemacher konsequent bewiesen hat. Wer bislang vermutete, die ausgeprägte Bildsprache des Regisseurs Wim Wenders verdanke sich seinen jeweiligen Kameramännern, wird überrascht umdenken dürfen, wenn er sich dem Photographen nähert, der hierzulande bislang weitgehend ignoriert worden ist. Was interessanterweise soweit geht, dass der Eintrag in der deutschen Wikipedia, diesen Bereich der künstlerischen Tätigkeit gleich völlig unter den Tisch fallen lässt. Von David Kregenow Wer also ist der Photograph Wim Wenders?Read More

Posted On Juli 11, 2012By Andreas HeckmannIn Kolumnen und Themen, Litmag

Aus Literaturzeitschriften

Interessante Literaturzeitschriften gibt es viele – „Am Erker“-Redakteur Andreas Heckmann sorgt dafür, dass wir den Überblick behalten; er berichtet regelmäßig über spannende Hefte. Diesmal: SpritZ, Edit, Neue Rundschau, Signum, poet und BELLA triste. SpritZ 201 SpritZ 201 stellt die Teilnehmer der LCB-Autorenwerkstatt Prosa 2011 vor. Erfreulich, dass Lin Franke, Absolventin des Hildesheimer Schreibstudiums, zu den Auserwählten gehörte, irritierend aber, dass ihr Beitrag nur eine geringfügig überarbeitete Fassung dessen ist, was sie im Frühjahr 2011 in BELLA triste 29 veröffentlichen konnte. Gab es im Herbst darauf in der Werkstatt so wenig zuRead More

Posted On Juli 11, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Föhn 1 bild / 100 worte Higgs winkt, CERN jubelt, aber weitab vom Cybertunnel stürzt der Föhn über die Berge ins Tal und den Leuten direkt auf den Grind. Die wirbelt es rum, erst so, dann anders, Übelkeit, Stechen im Hirn und immer ein Auge auf die unbeständige Natur, die uns foppen will. Wüssten wir, was die Sterne wissen, wir wären weiter. Das spricht nicht die Physik, sondern der Senn mit Blick in den Nachthimmel. Ihn schützt der goldene Ring. Und frevelt er, bricht das ES über ihn ein, kommt,Read More

Posted On Juli 11, 2012By Die RedaktionIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Elfriede Czurda

Stenogramm eines vorgezogenen Tages wegen der bevorstehenden Sommerferien von Elfriede Czurda 30. juni den knopf an die bluse die bluse in den koffer den koffer an die tür die schuhe geputzt und den brief noch getippt schnell die brief marke drauf die fenster zu jalousien geschlossen alles dicht nichts wie weg den schlüssel noch ein mal den schlüssel umdrehen wegwerfen weg damit weg reisevorbereitungen Elfriede Czurda: ich, weiß. 366 mikro-essays für die westentasche. Wien: Edition Korrespondenzen 2008. 23,70 Euro.Read More

Posted On Juli 4, 2012By Peter MuenderIn Bücher, Litmag

Gert Voss: Ich bin kein Papagei

Spricht der Papagei im Schlaf? – Der grandiose Schauspieler Gert Voss beschreibt in seiner Autobiographie „Ich bin kein Papagei“ die markantesten Stationen seiner Laufbahn – ein aufregendes und äußerst amüsantes Leseerlebnis. Mit seinem klaren analytischen Blick liefert er darüber hinaus auch eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Theater-Misere. Von Peter Münder. Als Rollstuhl fahrender Großindustrieller Herrenstein in Thomas Bernhards Stück „Elisabeth II.“ feiert Gert Voss auf der Bühne des Berliner Ensemble gerade wahre Triumphe. Der Ausnahme-Schauspieler begeistert mit seiner ins Exzentrische driftenden Intensität und einer einmaligen Ausstrahlung außerdem noch in den Bernhard-StückenRead More

Posted On Juli 4, 2012By Die RedaktionIn Litmag

CULTurMAG, Ausgabe vom 04.07.2012

Liebes CULTurMAG-Publikum, der grandiose Schauspieler Gert Voss beschreibt in seiner Autobiografie „Ich bin kein Papagei“ die markantesten Stationen seiner Laufbahn – Peter Münder über ein aufregendes und äußerst amüsantes Leseerlebnis. Literatur und Bildende Kunst sind sehr unterschiedliche Kunstformen.  Interessant kann es werden, wenn die Literatur diese Unterschiede (und Gemeinsamkeiten?) reflektiert und sich in Erzählungen oder Romanen mit den Bildenden Künsten beschäftigt. Gisela Trahms hat sich ein paar Beispiele angeguckt. Diesmal: Wolfgang Herrndorfs Erzählung „Der Weg der Soldaten“. Alf Mayer beschäftigt sich in einer ausführlichen Besprechung mit der gedruckten Fassung vonRead More
Die Unverschämtheit, ich zu sagen – Alf Mayer über Matthias Altenburg und sein Internet-Tagebuch „Jan Seghers‘ Geisterbahn“. Schande auf mein Haupt. Nein, ich habe ihn bisher nicht gelesen, habe nicht verfolgt, was er seit 2005 mehr oder weniger täglich in seinem Internet-Tagebuch veröffentlicht. „Jan Seghers‘ Geisterbahn. Tagebuch mit Toten“ heißt es und ist zu finden unter: janseghers.de. Nicht nur vielen Frankfurtern ist er kein Unbekannter, dieser Matthias Altenburg, dem als Jan Seghers die Berufsbezeichnung Krimi-Schriftsteller anhängt, der aber – natürlich – weit mehr ist. Um das Mindeste in aller KürzeRead More