Litmag Category

Posted On September 26, 2012By Die RedaktionIn Litmag

CULTurMAG, Ausgabe vom 26.9.12

Liebes CULTurMAG-Publikum, keine Zeit für freundliche Worte, denn es muss jetzt schnell gehen, sie haben viel vor (& hoffentlich den Rest der Woche frei). Wolfram Schütte würdigt den italienischen Regisseur Michelangelo Antonioni, der am 29. September 100 Jahre alt geworden wäre. Also Kerze kaufen und den Videorekorder anstellen: Zumindest „La Notte“ (1961), „Blow up“ (1966), „Zabriskie Point“ (1970) und „Professione: Reporter“ (1975) müssten schon noch mal angeschaut werden. Die Zeit zwischen den Filmen und die Abende sind fürs Hamburger Comicfestival reserviert, bis zum 30. September gibt es Vorträge, Partys, eineRead More

Posted On September 26, 2012By Birgit HaustedtIn Comic, Litmag

Comicfestival Hamburg: Satelliten-Spaziergang mit Birgit Haustedt

Am 27. September beginnt das Hamburger Comicfestival. Bis zum 30. September gibt es in der Hansestadt Ausstellungen und Vorträge, Partys, die Börse und eine Menge einheimischer und internationaler Künstler zu erleben – und CULTurMAG ist live dabei. In unserem Tagebuch wird ab Festivalbeginn Charlotte von Bausznern berichten, den Auftakt macht jetzt schon Birgit Haustedt, die sich in einem Exklusiv-Spaziergang mit den Festivalmachern die ersten Exponate der Satelliten-Ausstellungen angeschaut hat. Hamburg bildverändert: Comic meets the Kiez. „Unsere Freunde müssen das mal sehen“ „Dünne Tranche von Husumer Rinderfilet mit Gänsestopfleber, Trüffel undRead More

Posted On September 26, 2012By Brigitte HelblingIn Comic, Litmag

Comicfestival Hamburg: Marko Turunen

Zum Comic-Salon Erlangen ist Marko Turunens „Der Tod klebt an den Fersen“ auf Deutsch erschienen. Jetzt widmet ihm das Comicfestival Hamburg eine Ausstellung. Turunen selbst wird anwesend sein. Eine Einführung in die Fremdling-Welt des finnischen Künstlers von Brigitte Helbling. „He had no money for any other kind of artistic behavior“ Der wichtigste finnische Comicpreis heißt Puupäähattu, was klingt wie etwas, das man Kindern untersagt – „Hörst du endlich auf mit deinem Puupäähattu!“ – tatsächlich aber Hut des „Puupää“ meint, nämlich der Comicfigur des Zeichners „Fogeli“ (eigentlich waren es zwei Zeichner,Read More

Posted On September 26, 2012By Kira KoetterIn Comic, Litmag

Comicfestival Hamburg: Gabrielle Bell

Gabrielle Bell ist am Comicfestival Hamburg! Mit einer Ausstellung, einem Vortrag, und einer Signierstunde. Kira Kötter hat sich für CULTurMAG ihre Comics angeschaut. Vom ganz normalen Alltag, Bärenattacken und der Pflicht, jeden Tag einen Comic zu zeichnen Sie hätte sich zunächst gar nicht entscheiden können, ob sie lieber Künstlerin oder Autorin geworden wäre, sagt Gabrielle Bell in einem Interview. Dann sei sie mit der Independent Comic Szene in Berührung gekommen und sofort fasziniert gewesen von der Verbindung ihrer zwei Lieblingsbeschäftigungen: dem Schreiben und dem Zeichnen. Seitdem geht die 1976 inRead More

Posted On September 26, 2012By Lucy Renner JonesIn Bücher, Litmag

Silke Scheuermann: Die Häuser der anderen

Wie wird deutsche Literatur eigentlich im Ausland aufgenommen? CULTurMAG wirft einen ungewöhnlichen Blick auf aktuelle Neuerscheinungen. Lucy Renner Jones übersetzt (u.a.) deutsche Literatur ins Englische – und klopft für uns in unregelmäßigen Abständen Neuerscheinungen heimischer Autoren auf Ihre Aussichten auf dem englischsprachigen Markt ab. Heute: Silke Scheuermanns “Die Häuser der anderen”. Failure and despair right where you’d least expect to find it In 1953, American author John Cheever wrote the story The Enormous Radio, detailing how Jim and Irene, a New York couple in a 12-storey apartment house, buy aRead More

Posted On September 26, 2012By Michael ZellerIn Litmag, Zellers Seh-Reise

Michael Zellers Seh-Reise (13): Hans Thoma

1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Hans Thoma: Die Oed (Holzhausenpark). (Alle Folgen hier). Dreizehnte Ausfahrt Ein Stück Natur im Frühling. April wahrscheinlich, Übergangszeit. Wiese, ein Wäldchen, Vorgebirge verblaut im Fernen, darüber lastet, zwei Drittel des Bildes, ein mächtiger Wolkenhimmel. Der Augenblick vor oder nach Regen.Read More

Posted On September 26, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag

Eric Hobsbawm: Wie man die Welt verändert

Man sollte ihn wieder ernst nehmen — Eric Hobsbawm über Marx und den Marxismus, gelesen von Carl-Wilhem Macke. Welcher Parteiführer der europäischen Linken hat in den letzten 25 Jahren den Kapitalismus in Frage gestellt? Niemand, nur eine öffentliche Person von Bedeutung hat dies getan: Papst Johannes Paul II. Der Zorn muss schon sehr groß sein, wenn ein mit allen Wassern des Marxismus getaufter Historiker wie Eric Hobsbawm so bitter über das Führungspersonal linker Parteien in Europa herzieht. Dass gerade ehemals linke Intellektuelle und Parteien in der Tradition der glorreichen ArbeiterbewegungRead More
Der amerikanische Autor und Edgar-Gewinner Thomas Adcock berichtet exklusiv für CULTurMAG in seiner wöchentlichen Kolumne von dem täglichen Wahnsinn des US-Wahlkampfs. Diese Woche: „G.O.P., R.I.P“ Last week’s daily menu of discouraging news for White House hopeful Mitt Romney began late on Monday afternoon with the bombshell release of a video surreptitiously taped during a fundraising banquet last May in Florida. At the private gathering, the multi-millionaire challenger to President Barack Obama disparaged half the American population as social parasites who feel “entitled to health care, food, housing, you name it”Read More

Posted On September 26, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Sehr schwache Elementarkraft 1 bild / 100 worte Der irre Wissenschafter, zurückgekehrt von einer ausgedehnten Ballonfahrt. „Endlich wieder Boden unter den Füßen.“ Der Ballon war rosarot & weiß gestreift, er habe seinen Zweck nur sehr bedingt erfüllt (schuld wie üblich die Finanzkrise). Innehalten. „Raketen“, raisoniert der irre Wissenschafter, „können wir uns leider nicht mehr leisten.“ Bilder zeigen ihn hemdsärmlig im Dreiteiler, schwebend über den Fjorden von Island. Wehmut. „Nichts wünsche ich mir mehr, als eine sehr schwache Elementarkraft zu entdecken.“ Zupacken. Gentlemanforscher in Ballons sind die perfekten Werbeträger für dieRead More

Posted On September 26, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Jules Supervielle

Tauschen Aus der Lache des dämmernden Tags tranken die langen Vögel der Nacht, nun liegen sie tot umher beim letzten Seufzer des Mondes. Doch sieh die Flamingos der Röte, sie bauen ihr Nest sich im Licht, mit der Seide der Himmelsränder und dem goldenen Wind ihrer Flügel. Übersetzt von Friedhelm Kemp Quelle: Hans Magnus Enzensberger: Museum der modernen Poesie, Frankfurt am Main, 2002 Jules Supervielle (* 16. Januar 1884, Montevideo; † 17. Mai 1960, Paris) war ein „Weltbürger“ ohne dass er sich je so bezeichnet hätte. Seine baskischen Eltern warenRead More

Posted On September 19, 2012By Joe Paul KrollIn Bücher, Litmag

Marjana Gaponenko: Wer ist Martha?

Verdunkelungsgefahr? Joe Paul Kroll über Marjana Gaponenkos zweiten Roman, der eine literarische Hommage an die Romantik versucht. Torten brechen Lewadski das Herz. An Torte erinnert er sich noch im Sterben: Wie er einst durch die Fensterscheibe eines Cafés die angebetete sah, Torte essend, in Begleitung eines Andern, und daraufhin nicht sein Herz, aber doch seinen Mageninhalt auf den Gehsteig ausschüttete. Wie, Jahre später, in Odessa eine Möwe mit seinem Tortenstück davonflog und ihm eine Enttäuschung beibrachte, die ihn sein Leben lang begleiten sollte. Lewadski hielt zwar seitdem Abstand zu denRead More

Posted On September 19, 2012By Die RedaktionIn Litmag

CULTurMAG, Ausgabe vom 19.9.2012

Liebes CULTurMAG-Publikum, herzlich willkommen zu einer abwechslungsreichen und proppevollen Doppelausgabe. Edgar-Preisträger Thomas Adcock berichtet von der heißen Phase des amerikanischen Wahlkampfs – von nun an wöchentlich und exklusiv für CULTurMAG. Zum Auftakt seines „Presidential Campaign Diary“ kümmert er sich um die vielen Lügen des Mitt Romney. Aleks Scholz liefert in der neuen Folge seiner Kolumne „Lichtjahre später“ eine kleine Geschichte der Sternentheorie und Michael Zeller meditiert in dieser Woche über eine Plastik des Erfurter Künstlers WOLFRAM:  „Seh-Reise“, zwölfte Ausfahrt. Licht und Schatten im Rezensionsteil: Joe Paul Kroll wird nicht richtigRead More
Am letzten Samstag hat Thomas Adcock ein paar Lebenslinien der politschen Geistesgeschichte Amerikas umrissen, heute startet, exklusiv bei CULTurMAG, seine wöchentliche Kolumne rund um den Wahlkampf in den USA . Diese Woche: “The New Sarah Palin” By Thomas Adcock. One of two men vying for the office of president of the United States has evidently decided that imbecility and deceit are effective strategies in his campaign to evict a black family from the White House. Perhaps the candidate is influenced by the wisdom—dubious versus merited—of two very different but quintessentiallyRead More

Posted On September 19, 2012By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag

Jean Echenoz: Blitze

Die Idiotie des Erfindergenies – Wolfram Schütte über Jean Echenoz‘ biografische Miniatur „Blitze“. Der französische Schriftsteller Jean Echenoz hat eine literarische Form entwickelt, die ganz & gar seine Eigenart & sein Eigentum ist. Der deutsche Leser hat sie in den vergangenen Jahren mit den Romanen „Ravel“ & „Laufen“ kennenlernen können. Nun folgt in dieser Serie „Blitze“. Deutete der erste Titel dieser immer schlanken Romane seinen erzählerischen Gegenstand & Romanhelden wortwörtlich an, so erhebt „Laufen“ die Tätigkeit, für die der tschechische Langstreckenläufer Emil Zatopek in den sechziger Jahren des vergangenen JahrhundertsRead More
Aleks Scholz ist Autor und Astronom. In seiner Kolumne „Lichtjahre später“ erklärt er uns regelmäßig alles, was wir wissen müssen: über Zeit und Raum, Sterne und Planeten, enorme Entfernungen, riesige Größen – und all die anderen rätselhaften Dinge, die es bei der Beschäftigung mit dem Weltraum zu entdecken gibt. Heute: Vier Gleichungen Als Erstes sorgen wir dafür, dass der Stern nicht zusammenfällt. Ein Ding wie die Sonne steht mehrere Milliarden Jahre lang im Universum, ohne sich groß zu verändern. Um das zu erreichen, muss der Stern den immensen Druck vonRead More

Posted On September 19, 2012By Ulrich NollerIn Bücher, Litmag

Steven Uhly: Glückskind

Mit Mut und Witz vom Glück erzählt – Was tun, wenn man die Mülltonne öffnet – und einem aus derselben ein frisch geborenes Baby entgegengrinst? Steven Uhly, Münchener Schriftsteller mit deutsch-bengalisch-spanischen Wurzeln, hat in seinem neuen Roman „Glückskind“ aus einer möglichen Antwort eine fabelhafte Geschichte gezaubert. Von Ulrich Noller Nichts zu essen im Haus, Chaos in allen Zimmern, die Müllsäcke stapeln sich, die Klamotten ewig nicht mehr gewechselt und im Kopf eine unendliche Verlorenheit – Hans D. hat sich längst von seinem Leben verabschiedet, als er eines Tages wider WillenRead More

Posted On September 19, 2012By Michael ZellerIn Litmag, Zellers Seh-Reise

Michael Zellers Seh-Reise (12): WOLFRAM

1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: WOLFRAM. (Alle Folgen hier). Zwölfte Ausfahrt Der Leuchter aus Bronze, im Halbdunkel einer Kirche. Ein alter Mann, der mit beiden Armen Kerzenschalen in die Höhe hält, dass es hell sei. Seine Gesichtszüge, die Kleidung gezeichnet von der Herbheit der Romanik.Read More

Posted On September 19, 2012By Eva KarnofskyIn Litmag

Heinrich Sassenfeld: Die Anden könnten kaum höher sein

Gegenseitige Hassliebe – Heinrich Sassenfeld hat eine humorvolle Einführung in die Alltagskultur der Chilenen und Argentinier geschrieben. Eva Karnofsky stellt die amüsante Sammlung von Geschichten und Episoden vor. Die gemeinsame Grenze ist über 4.000 Kilometer lang, doch die Menschen zu beiden Seiten ticken grundverschieden. Während die Chilenen eher in sich gekehrt und still sind, kann man die Argentinier getrost als extrovertiert, ja als lärmend bezeichnen. Letztere mögen es bunt und knallig, die Chilenen dagegen schätzen gedeckte Töne von grau bis braun. Die Bürger von Santiago de Chile hauchen ihr SpanischRead More

Posted On September 19, 2012By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

David Mitchell: Die tausend Herbste des Jacob de Zoet

Verpasste Chance – David Mitchell ist einer jener polyglotten britischen Autoren, dessen Schreiben die Welt umspannt und der mit sprühender Fantasie Zeiten, Räume und Kulturen verschränkt. Eine besondere Rolle spielen dabei immer wieder der Ferne Osten und Japan, wo er selbst für einige Zeit lebte. Und hier spielt auch der neue voluminöse Roman von David Mitchell – und zwar an der historisch bedeutsamen Schwelle vom 18. zum 19. Jahrhundert. Von Karsten Herrmann Japan ist zu dieser Epoche des blühenden westlichen Kolonialismus hermetisch von der Außenwelt abgeschlossen und einzig ein HandelspostenRead More

Posted On September 19, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Zeit 1 bild / 100 worte Eins, zwei, eins, zwei, das ist die voranschreitende Zeit, die nicht rückwärts schreitet, was die Physik erleichtert. Den Beweis dafür liefern, nach einer Forschungszeit von zirka neun Jahren, einmal mehr die verrückten Quantenzwillinge, diesmal aus dem Stall der B-Mesonen, welche als subatomare Werwölfe unablässig den Zustand wechseln, aber nicht gleichzeitig. Subatomare Werwölfe sind die Nachfolger des klassischen Unterwasserromans, Nemo bereist nun Wellen 20’000 Einheiten unter dem Atomspiegel. Die Schlüsselszene ist Hollywood pur: Ein Ballsaal zeigt elegante Quantenzwillinge in einem Palais in Transylvanien. Dracula hatRead More

Posted On September 19, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Ndjock Ngana

„Gefangenschaft” von Ndjock Ngana In nur einer Stadt zu leben, in einem einzigen Land, in einem einzigen Universum, in nur einer Welt – das ist eine Gefangenschaft. Nur einen einzigen Freund zu lieben, nur einen Vater, nur eine Mutter, nur einen einzigen Menschen – das ist eine Gefangenschaft. Nur eine einzige Sprache zu kennen, nur eine einzige Arbeit, eine einzige Kultur, eine einzige Zivilisation, nur eine einzige Logik zu kennen – das ist eine Gefangenschaft. Nur einen einzigen Körper zu haben, nur ein Denken, ein einziges Bewusstsein, eine einzige ExistenzRead More

Posted On September 13, 2012By Brigitte HelblingIn Bücher, Litmag

Richard Calder: Tote Mädchen

„Puppen“, Vampirsex und eine heiße Schreibstube in Thailand – Es schadet nicht, dass Dietmar Dath in diesen Roman einführt, in einem Vorwort, das ihm als Herausgeber der „Newgothic“-Reihe bei Suhrkamp (wo Richard Calders „Tote Mädchen“ erschienen ist) ohnehin zusteht. Vorwörter sind zwar zum Überspringen da, außer Kurt Vonnegut hat sie geschrieben, in welchem Fall sie heimlich-integraler Bestandteil der Romane sind, die Vonnegut selbst, vom allerersten Satz bis zum ENDE am Textende, als Autor verantwortet hat. Kennt einer noch Kurt Vonnegut? Tot, tot, alle sind sie tot, nur Calder lebt, imRead More
Auftritt einer neuen Frauen-Generation – Eine Glosse von Wolfram Schütte. Der Spekulation, dass ein (möglicherweise sogar CDU-)Feind dem kurzzeitigen Bundespräsidenten Christian Wulff durch die Verbreitung eines Gerüchts über die angebliche Rotlichtmilieu-Vergangenheit seiner zweiten, vierzehn Jahre jüngeren Frau, die ein Tatoo auf der Schulter mit in die Ehe gebracht hat, politisch schaden wollte, fehlt noch ein weiteres offenkundiges Motiv, das mit der Art des Gerüchts indirekt annonciert wird. Ich meine: Sexualneid auf den älteren Mann mit der wesentlich jüngeren Geliebten. Es wird sicher auch befeuert worden sein durch die blendende SchönheitRead More

Posted On September 12, 2012By Charlotte von BausznernIn Comic, Litmag

Jiro Taniguchi, Hiromi Kawakami: Der Himmel ist blau, die Erde ist weiss

Von der Natur der Bilder – Ein Spagat zwischen Jiro Taniguchi und Hiromi Kawakami: „Der Himmel ist blau, die Erde ist weiss“ von Charlotte von Bausznern. Jiro Taniguchi ist eigentlich gar kein japanischer Mangaka mehr. Denn wenn japanische Mangas aus großen Kulleraugen gucken und mit Hochgeschwindigkeit Gefühlsausbrüche feiern, dann sind die Erzählungen von Jiro Taniguchi das pure Gegenteil. Aber ganz so einfach ist es dann zum Glück ja doch nicht. Das erste Bild bei Taniguchi ist fast immer der Fuß des Protagonisten, der ins Panel tritt, in seine Geschichte. SoRead More

Posted On September 12, 2012By Michael ZellerIn Litmag, Zellers Seh-Reise

Michael Zellers Seh-Reise (11): Alexander Calder

1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Alexander Calder: Kuh. (Alle Folgen hier). Elfte Ausfahrt Eine Linie nur, ein schwarzer Strich in der Landschaft. Aus bloßem Eisendraht geformt, der dieses Tier, das in der Natur aus Masse besteht und Ruhe, verbildlicht: entkernt, aushöhlt, zum Schemen seiner selbstRead More

Posted On September 12, 2012By Senta WagnerIn Bücher, Litmag

Jean-Pierre Abraham: Der weiße Archipel

Sie geht weiter – die Blütenlese im Salzburger Verlag Jung und Jung (die erste finden Sie hier, die zweite hier, die dritte hier). Heute mit dem in diesem Jahr erschienenen zweiten Buch, einem Büchlein, des Franzosen Jean-Pierre Abraham. Von Senta Wagner. Runter vom Leuchtturm, rauf auf die Inseln Jahrzehnte nach seinen Exerzitien auf dem bretonischen Leuchtturm Armen („Der Leuchtturm“ – zur CM-Rezension) heißt es für den Exwärter Jean-Pierre Abraham wieder „… schreib mal schön!“ Eine reizvolle Selbsteinladung. Der Ozean ist der gleiche geblieben, die Bretagne und das Klima auch, vielleicht auchRead More