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Posted On Juni 3, 2018By Wolfgang FranssenIn Litmag, News, TABUMAG

Wolfgang Franßen: Anything goes

  Wolfgang Franßen: Anything goes Tabus sind allenfalls etwas für gerümpfte Nase, Flüstern hinter vorgehaltener Hand. Tabus sind das Glanzstück der Empörung für die gehobene Gesellschaft und beruhen auf Absprachen, was gedacht, getan werden darf. Ich persönlich finde Tabus gut. An ihnen kann man sich reiben, sich gegen sie auflehnen, vor allem verraten sie viel über jene, die sie aufstellen und pflegen. Tabus üben einen unsäglichen Reiz aus, gegen sie verstoßen zu wollen. Es gibt also genügend Gründe, dem Tabubruch im Kriminalroman nachzuspüren. Einige werden behaupten, es gab nie welche,Read More
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Posted On Juni 3, 2018By Reginald GruenenbergIn Litmag, News, TABUMAG

Reginald Grünenberg: Das Undenkbare und das Unaussprechliche

   Reginald Grünenberg: Das Undenkbare und das Unaussprechliche in der Politik Es muss im März 2008 gewesen sein, als ich auf dem Flug von London nach Tokio, irgendwo über der menschenleeren, schneeverwüsteten Inneren Mongolei, diese Spekulation über das politische Tabu las. Die Autorin Juli Zeh kannte ich schon von ihrem Roman Spieltrieb, der so voll böser Intelligenz ist, dass ich Angst hatte, ein Dämon würde aus den Seiten springen und mein Gehirn fressen. Das spricht natürlich für das Buch, wie uns der junge Franz Kafka in einem Brief an einenRead More
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  Rainer Zitelmann: Wie reden wir eigentlich über die Minderheit der Reichen? Im April 2016 wurden von einem internationalen Rechercheteam mit 400 Journalisten die sogenannten „Panama-Papers“ veröffentlicht. Es ging dabei um Informationen über Briefkastenfirmen in Panama. Die „Süddeutsche Zeitung“ sprach vom „größten Datenleck, das es je gab“, wobei „Datenleck“ eine euphemistische Formulierung für einen Hackerangriff auf die Daten der in Panama ansässigen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca war. „Leak“, so informierte die „Süddeutsche“, heiße so viel wie „ein Datenleck, aus dem plötzlich die Wahrheit fließt“. Ob sich hinter den Briefkastenfirmen illegale oderRead More
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Posted On Juni 3, 2018By Leander F. BaduraIn Litmag, TABUMAG

Leander F. Badura: Geld als linkes Tabu

Leander F. Badura: Geld als linkes Tabu Was geisterte da nicht alles durch den Blätterwald anlässlich des zweihundertsten Geburtstages eines gewissen Karl Marx. Neben schmollenden Linksradikalen, die „Wir haben’s ja schon immer gesagt“ grummelnd in derselben Ecke wie sonst auch standen, bekam der bärtige Meisterdenker auch jede Menge würdigende Aufmerksamkeit von bürgerlichen Autoren. Wie sinn- oder gehaltvoll das war, und was das über gesellschaftliche Machtverhältnisse im kulturellen Bereich aussagt, soll an dieser Stelle unbeachtet bleiben. Interessanter als der Großteil der gönnerhaft-idiotischen Rosinenpickerei à la „Wo hatte Marx recht, wo nicht“Read More
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Posted On Juni 3, 2018By Hazel RosenstrauchIn Litmag, News, TABUMAG

Hazel Rosenstrauch: Gesetzgebers und Volkes Stimme

  Hazel Rosenstrauch: Gesetzgebers und Volkes Stimme Der Beitrag entstand, als der „Echo-Preis“ gerade erst verliehen war, und die Debatte um einen neuen Antisemitismus erst begonnen hatte. Kurz danach war ich auf einer Tagung, ich dachte an das Vorurteil, „die Juden“ würden aus dem Holocaust ein Geschäft machen. Da waren ganz viele nichtjüdische Deutsche, die ihre Kunst & Karrieren mit dem Thema Holocaust und Verfolgung etc. machen. Meine Hausaufgabe war die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus. Aber ist der ein Tabu? Oder ist das mehr und weniger flegelhafte Schimpfen über Juden,Read More
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Posted On Juni 3, 2018By Gunnar KaiserIn Litmag, TABUMAG

Gunnar Kaiser: Das Tabu der Freiheit

Gunnar Kaiser: Das Tabu der Freiheit Ich stelle mir den bisherigen Ablauf der Menschheitsgeschichte als eine dunkle Höhle vor, deren Wände eng, allzu eng beieinanderstehen. Und der Mensch, nein, nicht nur „der“ Mensch, sondern jedes einzelne Individuum in dieser langen Kette von Leben, schritt eingeengt und einsinnig in eine Richtung: eingeengt von den abweisend kalten Wänden der Sippe, des Stammes, des Volkes, der Gesellschaft. Einsinnig gemacht durch Stammesdenken, Kollektivmoral, Anstandsregeln. In die ewig gleiche Richtung getrieben durch religiöse Vorschriften, den Zugriff weltlicher Autoritäten und ihrer ehernen Gesetze. Und was sieRead More
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Posted On Juni 3, 2018By Heiko Hesh SchrammIn Litmag, TABUMAG

Heiko Hesh Schramm: NT-One

Heiko Hesh Schramm: NT-One (Aus: „Die große Plauderei“, Band 4 „Airstream“) Das neue NoTaboo, kurz NT-One genannt, war ein echter Quantensprung. Es verfügte über spezielle, aus der Kybernetik stammende Cyber-Funktionen, die alles bisher dagewesene in den Schatten stellten: Für Außenstehende saß man, auf sein Smartphone-Display starrend, im Wartezimmer eines Urologen; tatsächlich aber flog man mit Star Wars Episode 30.0 durch den Raum, der bahnbrechenden Saga über den Vater von Yoda, Lucasonydias, welche davon erzählt, wie eigentlich wirklich alles tatsächlich einst begann … Die Philosophie, welche die Entwickler des Gerätes zuRead More
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Posted On Juni 3, 2018By TABU QuickiesIn Litmag, TABUMAG

TABUMAG-Quickies

TABU-Quickies   Stephen Urbanski: Nazis gegen Gewalt (3) David raucht Davidoff. Peter raucht Stuyvesant. Peer raucht 100. Juno raucht nicht. David raucht Davidoff. Und liest den „Stern“. Ernte raucht 23. Pall raucht Mall. Benson raucht Hedgefonds. Kim raucht nicht. David raucht Davidoff. Und liest den „Stern“. Kopf an die Mauer gelehnt. Lord raucht Overstolz. Marlboro raucht Cowboyhüte. Vogue raucht Moden. Eve raucht nicht. David raucht Davidoff. Und liest den „Stern“. Kopf knallt gegen Mauern. In religiöser Verzückung. Klagerufe werden laut. Mauern fragen: Kyffhäuser? Sind die illegal? Camel raucht Shit. (AusRead More
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Posted On Mai 15, 2018By Stella SinatraIn Allgemein, Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

The Dark Side of the Moon 1 bild / 100 worte Um Mitternacht verwandelt sich Seine Eminenz der Kardinal in Mylady Winter, schleicht grau wie alle Katzen durch die leise knisternden Schlafzimmer der Hauptstadt, die fahlen Parks, die Augen grünschillernde Kugeln, the dark side of the moon. „Dunkel nur, wenn die Sonne nicht drauf fällt.“ So sprach der nachdenkliche Pförtner. Doch wohin führt die Metamorphose? In Verse!, wünscht sich der Dichter Ovid aus dem Schattenreich, das können wir bieten, wenngleich nicht auf Latein. Es gefällt uns zu denken, dass jederRead More
William Carrick; NUN

Posted On April 29, 2018By Stella SinatraIn Allgemein, Litmag, Stella Sinatras URknall

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Vom Kratzen bim Ding 1 bild / 100 worte Die Sterne interessieren sich nicht für uns (Müller: ZEMENT), die Menschen dagegen sehr (lang schon vor FB) füreinander – und also plauderte einst ein Prädikant in Schwerzenbach (AKTENSAMMLUNG ZH REFORMATION) die Beichtgeheimnisse seiner Nonnen aus. – „So ihr gern mann hettent und nit mögent, so kratzent ir mit dem finger bim bein und bim ding, bis es üch vergat.“ In der Predigt aber saßen selbige Nonnen, hörten dies und verklagten den Laferi beim Rat. – 500 Jahre später lesen wir inRead More
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Posted On April 10, 2018By Stella SinatraIn Allgemein, Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Emily Dickinson MEETS the Dude 1 bild / 100 worte „Hello“, sagt der Triclycopterius. „Wer bist du? Bist du an Urtier too? – Dann gibt es also two von uns? Wie fein – lass uns in time – mal wieder treffen – auf diesem Felsen – und auf die Meere schaun, und in den Abendhimmel.“ Und das andere Tier so: „Yeah, yeah, yeah, the condition my condition is in.“ Der Mensch wiederum hat sich selbst aus diesem Bild entfernt – für immer!!! OMG, schnell in den Himmel schauen, dort heißenRead More
Frühling 2018
Das vierteljährliche Preisrätsel – finden Sie den gesuchten Autor und gewinnen Sie einen Buchpreis!Read More
Winter2018 Auflösung
Das gesuchte Zitat eingesandt und einen Buchpreis gewonnen hat Josef Goldbrunner aus Marzling. Herzlichen Glückwunsch!Read More
Eadweard J. Muybridge, photographer (American, born England, 1830 - 1904), Animal Locomotion, American, 1887, Collotype, 20.8 x 34.6 cm (8 3/16 x 13 5/8 in.), 84.XM.628.12.

Posted On März 25, 2018By Stella SinatraIn Allgemein, Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Affenspiele 1 bild / 100 worte Stella springt, hüpft, gleitet durch die Bücher in Verenas Regal, Verenas Regal, Geschichten von Frauen, die lieben und liebten und zuwenig zurückgeliebt wurden. Claire Goll mit ihrer Monstermutter. Doch auch die Männer werden nicht froh in ihrem Unvermögen. Eine kosmische Schwere legt sich auf S.s Gemüt; Sein oder nicht Sein? Also sprach von der Bühne ein Schauspieler, endlich Hamlet. Dann betrachtete er den Himmel, in den Wolken ein Kamel. Ach, ach. Alle hassen mich. Tod, Tod. Affenspiele! schreyt ein anderer Spieler, meint aber seineRead More
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Posted On März 6, 2018By Stella SinatraIn Allgemein, Litmag, Stella Sinatras URknall

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Planet 9 1 bild / 100 worte In dieser Nacht treffen sich die Mutterlosen und starren in den Himmel, denn ihre Mutter ist ein Stern und wurde gefressen. Ihre Mutter ist ein Flittchen, herzlos im Banne einer schwarzen Pädagogik, ihre Mutter wurde von einem schwarzen Loch geholt und das hat sie nun davon. Die Schlampe. Die Mutterlosen nehmen sich an den Händen und tanzen um den Tümpel, in dem die Mutter liegt, und irgendwo in dem gespiegelten Universum blinkt auch Planet 9, der an den Zwergplaneten zerrt… „Planet 9“, sagenRead More
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Posted On Februar 15, 2018By Stella SinatraIn Allgemein, Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Fakten zum Weltall 1 bild / 100 worte Wenn Jupiter eine Wassermelone wäre, dann wäre die Erde eine Kirschtomate. Ohne Schwerkraft würde alles auseinanderfliegen. Wir leben in der Goldlöckchen-Zone. Kennt noch einer dieses Märchen? Es war einmal ein Mädchen, das hieß Goldlöckchen und hatte sich verirrt. Da kam es ins Haus der drei Bären und aß von ihren Tellerchen und trank von ihren Becherchen. Den Realismus darin wollen wir nicht bestreiten, so läppisch er auch daherkommt: „Goldlöckchen“, a.k.a. James Bond, weiß, was sie will. The world is not enough! WeitereRead More
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Posted On Februar 15, 2018By Karsten HerrmannIn Crimemag, CrimeMag Februar 2018, Litmag

Roman: Szcepan Twardoch: Der Boxer

Neoexpressionistische Wucht Von Karsten Herrmann Der Pole Szcepan Twardoch ist ein außergewöhnlicher Autor mit neo-expressionistischer Wucht und avancierten Romankompositionen. Mit dem Monumentalroman „Morphin“, der in Warschau spielt und die morbid-exzessive Atmosphäre vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges einfing, gelang ihm 2012 der internationale Durchbruch. Mit seinem neuen Roman „Der Boxer“ kehrt er nach seinem erdverbundenen Schlesien-Roman „Drach“ nun nach Warschau und in die Zeit der 1930er Jahre zurück. Erzählt wird „Der Boxer“ im Rückblick von Mojzesz Bernstein, dessen Vater von dem Boxer und Mafiosi Jakub Shapiro getötet wurde: „Ich […]Read More
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Posted On Februar 1, 2018By Stella SinatraIn Allgemein, Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Blue Moon 1 bild / 100 worte Stella in the country of old men… in dieser Nacht liegt wenig Feinstaub in der Luft, der Schnee hat ihn sanft auf die Straßen getragen & die Autos bleiben in der Garage. Schneeballschlachten, Schneemänner mit Karottennasen & Schal. Hier – we are a people of metaphor – bringen nicht die Söhne die Väter um, sondern die Väter (versehentlich) die Söhne. Tschüss, Freud, salam Ferdossi. Der Mond kam 4 Nächte später & war blau & strahlend, wir sprechen nicht von Farbe sondern Freude. Alle SöhneRead More
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Kleine Wirtschaftsgeschichte der Frankfurter Schule Von Hazel Rosenstrauch Selten genug ist ein Sachbuch so spannend, dass ich es verschlingen möchte. Der Verlag nennt es eine Wirtschaftsgeschichte, aber eben die des wichtigsten philosophisch-soziologischen Instituts der Vor- und dann wieder er Nachkriegszeit – zumal aus der Perspektive von alten und sogenannt neuen Linken, die in den 1960er und 70er Jahren scharenweise in die Vorlesungen von Adorno liefen, sein Vokabular übernahmen, Erich Fromm, Max Horkheimer, Leo Löwenthal, Herbert Marcuse … you name it … zu ihren Gurus machten. Es gibt ausführliche Darstellungen derRead More
Winter2018
Das vierteljährliche Preisrätsel – lösen Sie das Silbenrätsel und gewinnen Sie einen Buchpreis!Read More
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70 CulturMag-Autorinnen und Autoren über 2017 Pünktlich zu Silvester präsentieren wir Ihnen auch in diesem Jahr wieder unseren großen Jahresrückblick, den dieses Mal Alf Mayer kuratiert hat: Zwölf Kapitel mit 70 Autorinnen und Autoren aus aller Welt, 30 Texte davon in Englisch und aus den USA, Australien, Großbritannien, Irland, Zimbabwe und Frankreich. Chaotisch, unterhaltsam, kenntnisreich – die Tops & Flops von CrimeMag, LitMag & MusikMag. Wie unsere Autorinnen und Autoren das Jahr 2017 erlebt haben: Bücher, Filme, Serien, Musik, TV, Kino, Theater, Konzerte. Alltag und Wahnsinn … ungeordnet & unabhängig & kreativ. Schema F gibt esRead More
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Die Lösung herausgefunden und einen Buchpreis gewonnen hat Roland Alexander Pressel aus Oldenburg. Herzlichen Glückwunsch! Read More
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Prolog                                                                „Im Anfang war das Wort, / und das Wort war bei Gott, / und das Wort war Gott.“[1] „Die Benennung von Dingen, die »der erste Anfang der Rede ist« (RV X 71,1), läßt diese erst ins Dasein treten. So ist die Göttin Vāc, zumindest in den Augen der Dichter,   die eigentliche Schöpferin der Welt.“[2] Das Problem Der Titel könnte entweder eine neue These formulieren (die im Grunde gar nicht so neu ist) oder einfach nur das Interesse der geneigten Leserschaft gewinnen wollen, aber sich bei näherer Analyse verflüchtigen.Read More
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Posted On Dezember 16, 2017By Markus PohlmeyerIn Bücher, Crimemag, CrimeMag Dezember 2017, Litmag

Buch: Zoë Lescaze: Paläo-Art

Paläoart: Wie Künstler durch die Zeiten sahen von Markus Pohlmeyer I Dieses Buch ist selbst ein Dinosaurier: gigantisch und monumental, geheimnisvoll und furchteinflößend, imaginativ und phantastisch: ein Zeugnis davon, wie gesehen, gedacht, geträumt und gemalt wurde von jener fernen, so wundervollen und ins Heute ragenden Urzeit. Mit diesem Buch lebe ich schon seit Monaten: entdeckend, schwelgend, staunend. W. Ford bietet in seinem Vorwort eine methodische und kurze historische Einleitung, um Z. Lescazes Arbeit und die Bedeutung der Paläo-Art zu würdigen: „Die zeitgenössische Kunstform der ‚Paläo-Kunst‘ – eine visuelle Tradition, dieRead More
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Gedanken zu Blake Crouch: Dark Matter. Der Zeitenläufer.[1] Von Markus Pohlmeyer Angenommen, es gäbe ein Multiversum (was theoretisch plausibel, aber experimentell schwer zu beweisen ist), und angenommen, ein Wissenschaftler könnte eine Vorrichtung finden, in die verschiedenen Universen/Multiversen zu wechseln. Das ist der quantenmechanische Minimalbauplan von Dark Matter. (Tun wir so, als ob!) Hieraus entwickelt sich die ethische Grundfrage des Romans: nach der (Un)Zufriedenheit mit dem eigenen Leben. Warum habe ich diese und nicht andere Entscheidungen getroffen? Wäre ich jetzt glücklicher, was habe ich aufgegeben, wen gewonnen und verloren wen? Was, wennRead More
bücher unscharf
Frank Göhre KLASSIKER SPECIAL 2017: Willkommen! Als Jungbuchhändler in den Siebzigern war ich in den Wochen und Tagen vor Weihnachten extrem gefordert. Von mir selbst. Es galt, die Verlagsneuerscheinungen an die Frau/den Mann zu bringen, vor allem die Titel, die nicht auf der „Spiegel Bestseller“-Liste standen. Diese apodiktische „Verkaufshilfe“ gab es schon damals, und die entsprechenden Romane und Sachbücher quasi vom Stapel weg zu verditschen, war und ist keine Kunst und eher frustrierend. Mein Anspruch und der etlicher Kollegen war, den „neuen Grass/Simmel/Lenz“ nicht kommentarlos über den Tresen zu schieben,Read More