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Posted On Mai 13, 2019By Stella SinatraIn Allgemein, Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Ferne Ozeane 1 bild / 100 worte There is an ocean out there upon which the US must sail. Und also immer weiter, von JFK bis Braidotti und ihren nomadischen Subjekten – diesem „Mythos“, dieser „politische Fiktion“. Spricht ein Mensch und meint auch wirklich, was sie sagt, dann klingelt tief in einem drin ein feines Glöckchen. Das Herz hüpft. – Wo wäre wohl Sideritis Angustifolia zu finden, im botanischen Garten vielleicht? „Jedes Schiff ist ein Sklavenschiff“, das hilft nur wenig weiter. Nachdenken über Schiffe. Es flog einst die Argo durchRead More

Posted On Mai 3, 2019By Stella SinatraIn Allgemein, Litmag, Stella Sinatras URknall

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Zeitreise in die 1960er 1 bild / 100 worte Zeitreise. Anfang des Jahrzehnts stach Mr. Norman Mailer auf seine Frau Adele ein, Ende des Jahrzehnts verlor er die Wahl zum Bürgermeister von New York. Adieu Ego. Not so much! Wir werden ihn noch vermissen, lesen wir bei einer unverdächtigen, da nicht gerade groupiesquen Dame, Kathy vielleicht, und ja, die weitgehende Abwesenheit aller Selbstzweifel bleibt phenomenal. Muss man erst mal bringen! Dumm war er auch nicht. An der Wurzel aller Physik steht ein großes „keine Ahnung“ schrieb er in seinem MondlandungsbuchRead More

Posted On April 7, 2019By Stella SinatraIn Allgemein, Litmag, Stella Sinatras URknall

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Methangas auf dem MARS 1 bild / 100 worte HINEIN in die Stadt voller Neonlichter, SPRENGT die Bildschirme voller Finanzdatenspalten, ENTLARVT dahinter die Leichen, die bemalten, tätowierten, verschmierten Gesichter, das Haar verfilzt oder sorgsam gepflegt, auch Kahlköpfe darunter, sicher doch, auch Kahlköpfe darunter… – Karl Lagerfeld. Allah hab ihn selig! Er aß fast gar nichts mehr. – So tragen wir KUNST ins Leben, so klopfen unsere vorwärtsgerichteten HERZEN, klopfklopf, klopfklopf, klopfklopf… – Doch was ist nun mit dem Methangas? – Der Titel spricht wohl für sich. – Aber dann das Hmhmhm?Read More
Welcher Musiker übt wessen Werk in welchem Übungsraum? Mit Logik gelangt man zur Lösung und mit Glück zu einem Buchpreis.Read More
Die richtige Lösung eingeschickt und den Buchpreis gewonnen hat Helke Röderer aus Heidelberg. Herzlichen Glückwunsch!Read More

Posted On März 8, 2019By Stella SinatraIn Allgemein, Litmag, Stella Sinatras URknall

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Mehrere Anfänge 1 bild / 100 worte Kathy, by which I mean I, was getting married. – Universum: Die Gesamtheit von Raum, Zeit und aller Materie darin. –  You had Molloy by your bedside and a stack of cocks in an unused shower stall.– In einem bestimmten Augenblick, dem Urknall, entstanden; aus einer Singularität heraus. – Does it get any better? – Zeiten „vor“ und Orte „außerhalb“ sind physikalisch nicht definierbar. – Love is a fever. – Zwar kann ein statisches Universum, das unendlich alt und unendlich groß ist, ausgeschlossenRead More

Posted On Februar 10, 2019By Stella SinatraIn Allgemein, Litmag, Stella Sinatras URknall

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Geheimer Urknall (Uroboros) 1 bild / 100 worte Der Vorfahr ist 8 Jahre alt & starrt in den Himmel: „Was ist jenseits dieser Sterne? & was jenseits dieses Raums, & was da wo alles dieses aufhört?“ Darling Vorfahr, wir wissen es auch nicht. Um 1800 lebten auf der Erde 1 Milliarde Menschen, & wer zog aus, sie zu zählen? Der Vorfahr. Scherz. In Wahrheit blieb der sechsfache Vater daheim & „vergoss seinen Samen an seiner Frau“. Solche Formulierungen finden sich in Supergeheimschrift auch im „Geheimen Tagebuch“ von Lavater, das bereitsRead More

Posted On Januar 16, 2019By Stella SinatraIn Allgemein, Litmag, Stella Sinatras URknall

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Mondlandung 1 1 bild / 100 worte Kaum dreht man sich um, lässt Xmas & Silvester hinter sich & hat sich an die neue Jahreszahl gewöhnt (2019, 2019, 2019) – da landen diese verflixten Chinesen auf dem Mond. Auf der Rückseite!, also ihre Sonde. Sie selbst waren zuhause geblieben, irgendwo in Chinaland, und saßen in einer ultraschicken Kommandozentrale, probablement. Oder aber sie hockten in einem geheimen Bunker und verfertigten Fake-Fotos, wie die Russen im Buch Omon hinterm Mond, das 90% der Nutzer gefiel. Doch halt. Es ist dies weder derRead More
Welche Zutat gehört nicht in den Lebkuchenteig? Wer die Silben geschickt kombiniert gewinnt mit etwas Glück einen Buchpreis!Read More
Die richtige Lösung eingesandt und einen Buchpreis gewonnen hat Josef Goldbrunner aus Marzling. Herzlichen Glückwunsch!Read More

Posted On Dezember 19, 2018By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

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Never ohne mein UFO 1 bild / 100 worte Wahrheitslisten oder: Que sais-je? (Montaigne). Ein Mythos erkundet das Wesen des Daseins, der Roman das Wesen des Menschen (Bringhurst). Ein Salat darf nie mit Nudeln sein (Element of Crime). There was a boy (Eden Ahbez). Der Körper liebt es, wenn man ihm Aufmerksamkeit schenkt. (Lady Commandeur). Morgenstunde (Gold). Wenn ich Stefanie Sargnagel lese muss ich immer lachen (ha ha). Und: In jedem hervorragenden Roman landet irgendwann ein UFO (das muss nicht in Echt ein UFO sein). Lachen ist ein Ort, anRead More
Willkommen zu unserem Verlust-Special DUE. Wie die Trauerarbeit gibt es auch eine Verlustarbeit. Sie sind Geschwister, die Verlustarbeit in ihrem vorsorgenden Teil arbeitet einer möglichen Trauer entgegen. „Der Kopf und die Kultur sind voll vom Verlorenen. Der Segen und das Verhängnis des Menschen: Dass er aus dem Verlust eine Produktivkraft gemacht hat“, schreibt Georg Seeßlen in seiner „Theorie des Verlustes“ – nachzulesen im Teil UNO unseres großes Verlust-Specials. Das Thema Verlust hat sich bei uns und unseren Autoren so vielgestaltig entwickelt, dass wir Ihnen dazu insgesamt 46 Beiträge präsentieren – 24 davonRead More
Sprachverlust 2 oder „Why I Write“   Brigitte Helbling über Sprachverlust, Renitenz, Kulturwechsel, Englisch und „Hochdeutsch“ – und über die Lust des „writers“, Worte auf dem Papier herumzuschieben (Joan Didion).   Hin und wieder frage ich mich, ob ich anfangen sollte auf Englisch zu schreiben. Die potentielle Leserschaft wäre wesentlich größer, die schriftstellerische Konkurrenz allerdings auch. Heißt es nicht, Konkurrenz belebt das Geschäft? Im Angelsächsischen finden literarische Setzungen statt, die mir im deutschsprachigen Raum nur selten begegnen. Ohnehin sind wir alle miteinander süchtig nach englischsprachiger Literatur – über ein ViertelRead More
„Über Natur zu schreiben, ist heute politisch“ Judith Schalanskys „Verzeichnis der Verluste“ hat Alf Mayer im Teil Eins unseres großen Verlust-Specials besprochen, hier nebenan im Verlust DUE porträtiert er die von ihr herausgegebene Reihe Naturkunden. Für das folgende E-Mail-Interview stand die Schriftstellerin, Herausgeberin und Buchgestalterin während ihrer Lesereise für das neue Buch  ganz unkompliziert Rede und Antwort. Frage: Robert Marfarlanes „Die verlorenen Wörter“ sind Band 49 der Reihe Naturkunden. Ist Band 50 noch ein Geheimnis, oder können wir schon den Titel und das Erscheinungsdatum erfahren? Judith Schalansky: Es wird Jutta Persons Portrait der Korallen sein. DieRead More
Anke Feuchtenberger: Rabbit Fiend zum Vergrößern: Doppelklicken   Seit 1997 lebt Anke Feuchtenberger in Hamburg, wo sie als Professorin an der Fachhochschule für Angewandte Wissenschaften im Fachbereich Gestaltung unterrichtet. Ihre Arbeiten sind international bekannt aus zahlreichen Veröffentlichungen und Ausstellungen. Einige ihrer Bücher sind bereits in französischer, englischer, italienischer und chinesischer Sprache übersetzt worden. Letzte größere Arbeit: Der Altar „Tracht und Bleiche“ für das LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster. Ihre Webpräsenz feuchtenbergerowa. Ihr grafischer Essay „Der singende Maulwurf“ bei CulturMag hier. Weitere CulturMag-Besprechungen ihrer Arbeit hier.Read More
 „Hörst du, wie sie schweigen, Lennard?“ Sie sagen mir nicht, was auf dem Heimweg meines Sohnes geschehen ist, Herr Kommissar, Sie haben versprochen, das Rätsel zu lösen. Wir warten immer noch auf das erlösende Wort, mein Sohn und ich, wir sitzen hier und war- ten, und ich weiß nicht, ob ich noch länger Geduld haben mag.    Dunkel war’s, es regnete unaufhörlich, und der Regen und sein Mittäter, der Wind, verwischten alle Spuren, war’s nicht so? Zwei Stunden hab ich Ihrem Kollegen zugehört; er hat mir erklärt, wie die PolizeiRead More
Derek Raymond – Poe, Kafka und Pulp von Thomas Wörtche Der Kosmos von Derek Raymond scheint nicht von dieser Welt, aber er beschreibt sie äußerst präzise. Ein graues Zwischenreich, in dem der Wind den Regen durch die dreckigen Straßen peitscht und die Sonne höchstens befremdliche Effekte zu erzielen vermag. Die Factory-Romane Derek Raymonds sind düstere Visionen aus den verborgensten Winkeln der menschlichen Seele und skalpellscharfe Analysen der Verhältnisse in einem Großbritannien, das einer riesigen Müllhalde ähnlicher ist als dem einst glänzenden Empire. Das Paris von Nightmare in the Street istRead More
Vor dem Labor brummen die Monsterkühlschränke, Neonleuchten flackern. Nachts legen wir die Beine in die Kühlschränke. Aber die sind heute voll. Ich trage jede Woche ein Bein herauf. Schweiß klebt mir die OP-Kleider an die Haut. Wer noch nie ein Bein in den dritten Stock geschleppt hat, weiß nicht, wie schwer es einem werden kann. Es heißt, Herzen wären schwer. Aber das stimmt nicht. Es sind die Beine. Mein erstes Jahr nach dem Examen. Die im Ersten schaffen die Beine weg. Oder die ganzen Toten. Sie werden durch den ParkRead More
  Die Welt betrachten – ins Unendliche reisen Alf Mayer über die Reihe Naturkunden und deren Schule des Sehens Wir wissen alles und sehen nichts. Unser Auge hat seine Frische eingebüßt, wir vermögen nicht mehr zu schauen, bringt Claude Lévi-Strauss 1963 unsere Anschauungsmüdigkeit auf den Punkt. Und dann verschwinden auch noch die Wörter. Als das „Oxford Junior Dictionary“ im Jahr 2007 Worte wie „Breitband“ neu in seine Seiten aufnimmt, werden gleichzeitig mehrere Worte des Naturlebens gestrichen. Die Richtlinien des Wörterbuchs, so verteidigt sich der Verlag, wollen es eben, dass das Lexikon „dieRead More
Der kultivierte Cyborg, der unsterbliche Popstar und die lebende Wand des Wallpaper-TV Der Cyborg, das elektronisch­organische Mischwesen aus Mensch und Maschine, ist keine Zukunftsmusik mehr. Er ist auf der Ebene der Mechanik und der Chemie (1) so real wie auf der Ebene von Geist, Wahr­nehmung und Intelligenz. Wir sind die Cyborgs. Aber nicht das ist der Skandal. Aus dem Kino wissen wir, dass man mit dem Cyborg-­Status durchaus leben kann, eine entsprechende Kultur und ein entsprechen­der Auftrag vorausgesetzt. (Denn anders als bei einem »fleischlichen« Menschen, der einfach da ist, gibtRead More
Nachruf auf Yu-chien Kuan / Guan Yuqian Je älter ich werde, desto weniger Menschen gibt es, die ich um ihr Leben und ihre Persönlichkeit beneide. Das war als jüngerer Mensch sicher anders, doch je älter man wird, desto gewisser ist man auch, dass sich noch hinter dem strahlendsten Gesicht etwas nicht ganz so Strahlendes verbirgt. Bei Guan Yuqian / Yu-Chien Kuan war das anders. Ihn habe ich beneidet, zumindest ein bisschen. Nicht unbedingt um sein Leben, aber auf jeden Fall um seine Persönlichkeit. Eigentlich musste einem aber auch sein LebenRead More
Erst war er blind, dann konnte er alles sehen… Kapitel 0 Der Bombenanschlag, bei dem Mr. und Mrs. Khurana nicht anwesend waren, breitete sich flach und dröhnend aus und hatte seinen Ursprung unter der Kühlerhaube eines geparkten weißen Maruti 800, wobei dieses Detail, das Detail mit dem Wagen, natürlich erst später bestätigt werden konnte. Ein ordentlicher Bombenanschlag hat überall gleichzeitig seinen Ursprung. Ein überfüllter Markt hat auch überall gleichzeitig seinen Ursprung, und Lajpat Nagar war beispielhaft für dergleichen Getümmel. Seine Stände bildeten einen unförmigen Sumpf, aus dem hier und dortRead More
Man lebt nur zweimal Von Bodo V. Hechelhammer Der Film beginnt mit einer Beerdigung. Eine kleine Trauergemeinde nimmt still in einer Kirche Abschied. Auf einem aufgebahrten und mit einem Tuch verhüllten Sarg erkennt man die Initialen »J.B.« und führen den Zuschauer damit bewusst zunächst in eine falsche Richtung, wer denn hier verstorben sein soll. Denn der Geheimagent, auf den die Initialen passen würden, befindet sich unter den Trauernden und beobachtete von einer Galerie diese Szene. So beginnt »Thunderball«, der unter der Regie von Terence Young (1915 – 1994) gedrehte JamesRead More
Die Hand meiner Mutter Von Christiane Nitsche Es gibt Sprachbilder, die mich zur Verzweiflung bringen. Der Schicksalsschlag als „schwere Prüfung“, zum Beispiel – den Tod eines geliebten Menschen mit einer Stunde Schwitzen unter den strengen Blicken des Fahrlehrers zu vergleichen, das will mir bis heute nicht gelingen. Fakt ist: Der Tag, an dem ich meiner Mutter die Hand hielt, während sie schmerzhaft langsam in den Tod hinüberging, war einer der härtesten meines Lebens. Einer, unter dessen Last man in die Knie gehen kann. Und das nicht nur bildlich. Es gibtRead More
Keine Ruhe nach dem Sturm Nicht immer, aber oft lasse ich Bücher zum Thema ’68 links oder rechts liegen, zumal wenn sie von selbstgewissen weißen alten zufriedenen Männern stammen. Dieses ist anders und, wenn ich richtig recherchiert habe, in der 3. Auflage erschienen. Wie der Name sagt, ist Ulrike Heider eine Frau, aber das alleine genügt bekanntlich nicht, um differenziert, genau beobachtend, farbig, aus der Distanz und trotzdem mit heißem Herzen zu schreiben. Vor allem: unideologisch, der genauen Beobachtung mächtig. Sympathisch ist das Buch schon, weil Heider nicht für K-Gruppen,Read More
  The Disappearing Newsroom  Wallace Stroby on Copy Boys, Night Shifts, and the End of an Era In the documentary The Typewriter, The Rifle, & the Movie Camera, writer/director Sam Fuller recalls the first time he ever walked into a newsroom. It was 1924, he was 12, and the newspaper was the now-long-defunct New York Evening Journal on Manhattan’s famed Park Row. “The noise was loud,” Fuller remembers. “Generally telephones ringing and, of course, typewriters clacking. And every once in a while I’d hear ‘Copy! Copy boy! Copy!’ I’d look around, and I’dRead More