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Posted On März 6, 2017By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag

Roman: Paul Auster: 4 3 2 1

Standing at the crossroads oder Portrait des Autors als junge Männer Da liegt er, Respekt heischend und wuchtig: Der neue Roman von Paul Auster. Mit über 1.200 Seiten ein ziemlicher Klotz, der als Lektüre in der Straßenbahn nur bedingt geeignet ist. Fans des Autors werden ohnehin direkt bei Erscheinen zugegriffen haben, doch worauf muss sich ein Leser einstellen, der zum ersten Mal einen Auster in der Hand hält und möglicherweise vor dem Umfang des Romans zurückschreckt? Von Frank Schorneck „4 3 2 1“ setzt an mit einer Anekdote: Ein russischerRead More
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Posted On März 6, 2017By Frank GoehreIn Bücher, Litmag

Debütroman: Jens Eisel: Bevor es hell wird

Eindringliches Debüt Von Frank Göhre. Die erste Veröffentlichung des zu der Zeit 34jährigen Jens Eisel waren 17 kurze Geschichten unter dem Titel „Hafenlichter“. Sie wurden von den Rezensenten sehr kontrovers beurteilt. Was für den einen „bildmächtige Beschreibungen“ und „genaue Zeichnungen seiner Figuren“ sind, bezeichnet der andere als „Fleißarbeiten ohne Seele“, nicht ohne voraus zu schicken, dass Eisels Kurzgeschichten „auf eine Tradition [verweisen], der sie nichts hinzuzufügen haben.“ Gemeint sind Ernest Hemingway und Raymond Carver – „diesen Meistern der Reduktion“. Da hat er uns – in diesem Fall ein freier AutorRead More
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Reise in die Kultur Haitis Louis-Philippe Dalemberts neuer „magisch pulsierender Roman über die verlorene Mystik der Kindheit“ (SZ) steckt voller kreolischer Fabulierlust und ist eine amüsante Reise in die hierzulande kaum bekannte Kultur Haitis. Sophie Sumburane hat sich mit dem Autor über das »Zeitenland« der Kindheit und seine Tabus, Voodoo und andere Stereotype, die Auseinandersetzung mit den eigenen Wurzeln und das Vagabundentum unterhalten. Schon der Titel Ihres aktuellen Romans „Die Götter reisen nachts“ kündigt es an: Ein immer wiederkehrendes Thema in Ihren Texten ist das Reisen; mehr noch, das oftRead More
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Posted On März 6, 2017By Achim StanislawskiIn Kolumnen und Themen, Litmag

Essay: Neue Fabelwesen: Die Sexpuppe

1967 veröffentlichte Jorge Luis Borges sein «Buch der imaginären Wesen«, für das er vom Doppelgänger bis zum Kentauren eine Aufstellung der wichtigsten Fabelwesen aller Kulturkreise zusammentrug. Das Buch des universell belesenen Autors wurde sofort zu einem Meilenstein für die etwas in Vergessenheit geratene Wissenschaft der Parazoologie, also jenes Zweigs der imaginären Zoologie, der sich mit der Erforschung von Fabelwesen beschäftigt. Doch so vielseitig Borges’ Buch auch war, so konnte es bei leibe nicht alle relevanten imaginären Wesen berücksichtigen. Diese Lücke schließt nun Achim Stanislawski in seinem Periodikum »Die Neuen Fabelwesen«.Read More
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Posted On März 6, 2017By Die RedaktionIn Bücher, Litmag

LitBits: Kurze Besprechungen neuer Bücher

Neue Bücher von Thomas Meinecke („Selbst“), Martin Suter („Elefant“), Annie Dillard („Pilger am Tinker Creek“), Ulrich Teusch („Die Lückenpresse“), Dirk Stermann („Der Junge bekommt das Gute zuletzt“), Carolin Emcke („Gegen des Hass“), Leopold Federmair („Musils langer Schatten“), Emma Cline („The Girls)“, Thomas Brückner („Hilfe schenken“), Clemens Berger („Im Jahr des Panda“), Claus-Jürgen Göpfert („Die Hoffnung war mal grün“) und „“ – vorgestellt von Karsten Herrmann (KH), Ulrich Noller (UN), Alf Mayer (AM), Yasmina Hamid (YH) und Michael Höfler (MH). „Genderfuck“ und „Hot topics“ (KH) – Thomas Meinecke ist für die deutscheRead More
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Posted On März 6, 2017By Alf MayerIn Bücher, Litmag

Bildband: Häuser und Monumente von Pompeji

Ein Buch wie ein Museumsbesuch Der Tanz auf dem Vulkan als Zustand unserer Zivilisation kennt kaum ein stärkeres Bild als das beim Ausbruch des Vesuv untergegangene Pompeji. Das ultimative Referenzwerk dafür ist nun wieder zugänglich. Alf Mayer hat sich die Neuausgabe des Prachtbandes „Häuser und Monumente von Pompeji“ der Gebrüder Niccolini angesehen – ein Meisterwerk der Farblithographie aus den Jahren 1854 bis 1896. „Sonntag waren wir in Pompeji. – Es ist viel Unheil in der Welt geschehen, aber wenig, das den Nachkommen so viel Freude gemacht hätte“, notierte Johann WolfgangRead More
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Niroz Malek lebt in Aleppo. Trotz allem. Und er schreibt davon, wie es ist, trotz allem in Aleppo zu leben. Das Ergebnis sind kurze Texte, Miniaturen nicht nur über den Alltag in einer Stadt, auf die Bomben fallen, sondern auch Träume, Phantasien, Texte zu Musik und Literatur, Erinnerungen an gestorbene Freunde und Weggefährten. 57 Miniaturen versammelt „Der Spaziergänger von Aleppo“, die meisten hat Niroz Malek zuerst auf Facebook veröffentlicht, bis heute schreibt er dort in unregelmäßigen Abständen sehr kurze Texte. An eine Publikation in Syrien war und ist nicht zuRead More
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Größenwahn, Einsamkeit und Täuschungsmanöver des Einhandseglers Es war fast ein neuer Trendsport entstanden, nachdem der Einhandsegler Francis Chichester 1967 die Welt umsegelt hatte: Plötzlich fühlten sich viele englische Hobby-Segler auch dazu berufen, mit ihren Nussschalen das Kap Hoorn herauszufordern. Der Verrückteste und Großspurigste dieser Weltumsegler war Donald Crowhurst: 1968 hatte er sich spontan für ein Wettrennen um die Welt gemeldet, unter Termindruck einen Trimaran bauen lassen, der kaum seetüchtig war und schon stach er in See, wobei er mehr an maximaler Publicity als an der Sicherheitstechnik des Bootes interessiert war.Read More
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Breiter Überblick zur Problemlage, aber in der Ursachenanalyse zaghaft von Michael Höfler Als Harald Lesch von 1998 bis 2007 in der Sendung „Alpha Centauri“ das Universum in Viertelstunden-Sendungen an einer Schiefertafel erklärte, hatte das Thema Menschheitsrettung nur am Rande Platz („Wir Menschen machen ja gerade das große Experiment: Leben ohne Ozonloch“). Seine schon damals gepflegte Leidenschaft, auch über philosophische und anthropologische Themen zu fabulieren (damals bereits bei einem Glas Rotwein im Fernsehen, heute auch in naturphilosophischen Vorlesungen), macht es nicht verwunderlich, dass er sich inzwischen intensiv mit der Krise derRead More
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Posted On März 6, 2017By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Roman: Lyonel Trouillot: Yanvalou für Charlie

Verborgene Perlen Viel zu wenig präsent sind auf dem heimischen Buchmarkt die Bücher von Autoren aus den kleineren Literaturen dieser Welt, aus Afrika, Asien, Südamerika oder auch der Karibik. Der Roman „Yanvalou für Charlie“ (der auf der 33. Ausgabe der Litprom-Bestenliste „Weltempfänger“ stand) des Haitianer Lyonel Trouillot ist ein weiteres Beispiel dafür, welche Perlen es dort zu entdecken gibt. Lyonel Troillots Protagonist Dieutor Mathurin Saint-Fort ist ein aufstrebender Anwalt in einer Kanzlei in Port au Prince. Sein Chef ist ein reicher mittelmäßiger Erbe, seine eine Kollegin Elisabeth ist eine IdealistinRead More
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Posted On März 6, 2017By Ulrich NollerIn Bücher, Litmag

Romandebüt: Tijan Sila: Tierchen unlimited

Ganz und gar zeitgenössische Schelmenroman Von Ulrich Noller Mit einer ebenso schmerzhaften wie plastischen Gewalterfahrung beginnt Tijan Silas Debütroman „Tierchen unlimited“: „Ich floh nackt und blutend auf einem Rennrad. Das Blut floss auf Platzwunden, die ich auf den Lippen und Augenbrauen hatte, und aus meiner Nase, es sammelte sich in dunklen Zeilen auf meiner Brust. Fuhr ich über ein Schlagloch, stoben rote Tröpfchen in alle Richtungen davon, als schüttele sich ein Tier trocken, und meine Füße glitten aus den Pedalhaken. Sie kreisten beim Versuch des Wiedereinsteigens hilflos durch die Luft.Read More
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Absurdtragikomisch Neuer Ohrenschmaus von Nora Gomringer und Philipp Scholz. Von Jörn Borges Einen wahren Ohrenschmaus hat Nora Gomringer mit dem Percussionisten Philipp Scholz mit ihrer neuen Hör-Cd „Peng, Peng, Peng“ angerichtet. Ein Gemisch aus Komik und Tragik. Einen Ausflug in das Absurde und eine Hommage an von ihr verehrte Vorbilder. All das setzt Nora Gomringer sprecherisch und gesanglich (etwa Dorothy Parkers „Frustration“) grandios in Szene. Gomringer lässt im Kopf des Hörers Bilder voller Komik und Tragik entstehen. Jedes Wort sitzt. Jeder Satz ist stimmig. Nach der Selbstverständigung „Wie soll ichRead More
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Posted On März 6, 2017By Alf MayerIn Bücher, Litmag

Bildbände von Mario Testino und Ren Hang

Unschuld der jeweils ganz anderen Art Der chinesische Fotograf Ren Hang und das Männerbuch SIR von Mario Testino Beide suchen sie nach einer Unmittelbarkeit des Ausdrucks, nach einer Wahrheit hinter den Bildern. Zufällig (?) zur gleichen Zeit im gleichen Verlag erschienen, sind die Bildbände von Ren Hang und Mario Testino so etwas wie zwei Pole einer visuellen Reise. Alf Mayer hat sich in die Bücher vertieft. Jetzt wird seine gerade eben erschienene erste Monographie zu einem Vermächtnis. Es hat ihm leider nicht geholfen, nach vielen Anfeindungen im eigenen Land in einem renommierten transnationalenRead More
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Posted On März 6, 2017By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Roman: Hanya Yanagihara: Ein wenig Leben

Über Freundschaft und unermessliche Abgründe Mit gewaltigen Vorschusslorbeeren ist der vielseitige Roman „Ein wenig Leben“ der Amerikanerin Hanya Yanagihara jetzt auch in Deutschland erschienen. Die enthusiastische US-Kritik zu diesem mit Anna Karenina verglichenen „Meisterwerk“, über seine aufwühlende und mitreißende Kraft, erweist sich beim Lesen nicht als falsch, aber als doch nur eine Seite der Medaille. Von Karsten Herrmann. Die 1974 geborene Yanagihara, die bei der New York Times als Redakteurin für ein Stil-Magazin arbeitet, erzählt in ihrem zweiten Roman von der lebenslangen Freundschaft von vier Männern ganz unterschiedlicher sozio-kultureller Herkunft:Read More
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Posted On März 6, 2017By Lucy Renner JonesIn Bücher, Litmag

Reportage: Nora Bossong: Rotlicht

Wie wird deutschsprachige Literatur eigentlich im Ausland aufgenommen? CULTurMAG wirft einen ungewöhnlichen Blick auf aktuelle Neuerscheinungen. Lucy Renner Jones übersetzt (u.a.) deutschsprachige Literatur ins Englische – und klopft für uns in unregelmäßigen Abständen Neuerscheinungen interessanter Autoren auf ihre Aussichten auf dem englischsprachigen Markt ab. Diesmal hat Sie Nora Bossongs Reportage „Rotlicht“ gelesen. A refreshing perspective on the subject of sex A young woman’s realisation that she is meant to be the object, not the subject, in the game of sexuality might come the first time she sees a man readingRead More
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Wer bestimmt darüber, wie und wann wir sterben? Tommy Schmidt thematisiert in seinem satirischen Roman „Heaven’s Gate“ das oft noch tabuisierte Thema Sterbehilfe auf ungewöhnliche Weise: Satirisch zugespitzt, streitbar und unterhaltsam. Bei uns lesn Sie einen Ausschnitt des am 13.3.2017 erscheinenden Romans als Vorabdruck. Deutschland in einer nicht allzu fernen Zukunft: Lasse Wiesenthal ist erfolgreicher Eventunternehmer, Ende fünfzig und unheilbar krank. Die Ärzte sagen ihm einen jahrzehntelangen Leidensweg mit einem langsamen, aber unaufhaltsamen Verfall voraus. Statt sich diesem Schicksal zu ergeben, plant er seinen Freitod durch Sterbehilfe. Es soll einRead More
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Posted On März 6, 2017By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag

KidBits: Neue Bücher für Kinder

KidBits: Neue Bücher für Kinder Neue Kinderbücher von Franziska Siebold / Antje Drescher („Theo weiß, was er will“), Andrea Schomburg / Barbara Scholz („Neu in der Familie: Chamäleon Ottilie“), Ayse Bosse / Andreas Klammt („Weil du mir so fehlst“), Fritzi Bender („Balduin macht blau“), Brigitte Schär („Lisa, Paul und Frau Fisch“), Judd Winick („Hilo“). Vorgestellt von Frank Schorneck. Vom Nein-Sagen Als Theo eines Tages aufwacht, sitzt ein fremder Mann an seinem Bett. Er ist für alle anderen unsichtbar, aber er begleitet von nun an Theo durch seinen Tag und mischtRead More
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Posted On März 6, 2017By Die RedaktionIn Litmag

Bestenliste: Der Litprom-Weltempfänger Frühjahr 2017

Auf Empfang aus aller Welt „Weltempfänger“ heißt die Litprom-Bestenliste zu Literaturübersetzungen, die vier Mal im Jahr herausragende literarische Stimmen, die im deutschsprachigen Raum zu entdecken sind, vorstellt. Eine neunköpfige Jury aus Literaturkritikern, Schriftstellern und Kulturjournalisten nominiert sieben Titel unter allen Neuerscheinungen der ins Deutsche übersetzten Belletristik aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der Arabischen Welt und stellt ihre Auswahl mit Kurztexten vor. Wir freuen uns sehr, diese außergewöhnliche Liste, die echte literarische Entdeckungen bereithält, regelmäßig im CulturMag präsentieren zu dürfen. Die sieben besten Winterbücher Die 34. Litprom-Bestenliste Weltempfänger (zum Download alsRead More
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Pop und Protest im Wendland. „Und bis es so weit ist, gibt es Eiscreme“ ist ein literarisches Roadmovie und eine schlagfertige Komödie voller Abenteuer, Freundschaft, Dope, Liebe und schmerzlichem Verlust. Martin Spieß erzählt mit dem Blick einer Generation, die beim Betrachten der Welt immer auch all ihr sekundäres Erleben aus Filmen, Musik und TV-Serien mitdenkt. Zwei Freunde fahren nach Gorleben ins Wendland, um gegen den Castortransport zu demonstrieren. Jäger, der beste Freund des Erzählers, ist der Meinung, bei diesen Protesten ließen sich nicht nur Abenteuer erleben, sondern auch gut FrauenRead More
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Verlosung von Kinokarten Am vergangenen Donnerstag ist in den deutschen Kinos Martin Scorseses neuer Film „Silence“ angelaufen, eine bildgewaltige Literaturverfilmung von Shūsaku Endō Roman „Schweigen“ (Septime Verlag). Wir verlosen 2×2 Eintrittskarten für ein Kino in Ihrer Nähe! Senden Sie einefach eine eMail mit dem Betreff „Silence“ an redaktion@culturmag.de „Schweigen“ gilt als der wichtigste Roman des japanischen Autors Shusaku Endo. Er verursachte nach seiner Veröffentlichung im Jahr 1966 eine große Kontroverse in Japan. Shūsaku Endō, ein japanischer Katholik, erzählt die Geschichte zweier portugiesischer Missionare, die im siebzehnten Jahrhundert in Japan versuchen,Read More
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Posted On März 6, 2017By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik, Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Alfred Margul-Sperber

Die Wolken Wo sind die Tage von gestern die uns genommen sind? Ich glaube: mit ihren Schwestern treiben sie oben im Wind. Die dunklen sind dunkel von Sorgen und Leiden, die uns gekränkt, die roten am Abend und Morgen hat unser Herzblut getränkt; die weißen aber, die schweben wie Duft und zerfließen in Licht, sind Tage von unserem Leben, die lebten wir noch nicht.   Entnommen dem Band „Fäden ins Nichts gespannt“. Deutschsprachige Dichtung aus der Bukowina. Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1991. Es gibt Gedichte die sind einfach zuRead More
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Das vierteljährliche Preisrätsel – finden Sie den Geburtsort eines Dichters und gewinnen Sie einen Buchpreis!Read More
Herbst2016-Aufl
Das Lösungswort herausgefunden und einen Buchpreis gewonnen hat Andreas Frick aus Besigheim. Herzlichen Glückwunsch!Read More
Himbeeren mit Sahne im Ritz von Zelda Fitzgerald
Gin und Champagner Elf Erzählungen der Autorin Zelda Fitzgerald gilt es in der fliederfarben gebundenen Ausgabe zu entdecken. Eine davon erschien postum – sie wurde erst in ihrem Nachlass entdeckt, Fitzgerald schrieb sie vermutlich während oder nach dem Zweiten Weltkrieg. Die meisten der anderen Geschichten wurden unter dem Namen ihres Mannes abgedruckt, oder sie wurde lediglich als Co-Autorin genannt. Vermutlich, weil es dadurch mehr Geld für die Veröffentlichung gab. Möglicherweise spielte auch die Eitelkeit des zu diesem Zeitpunkt durchaus bekannten Schriftstellers F. Scott Fitzgerald für diese Entscheidung eine Rolle. ZeldaRead More
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Weihnachten: antik und globalisiert[1] Markus Pohlmeyer über die Geschichte von Weihnachten und die Entwicklung vom antiken Sonnenkult zum globalen Fest. Prolog Zur Wortgeschichte: „Im deutschen Sprachraum hat sich seit dem 12. Jahrhundert der Name Weihnachten eingebürgert. Er geht auf einen vorchristlichen Brauch zurück, die zwölf Nächte um die Jahreswende vom 24. Dezember bis zum 6. Januar als ‚geweihte‘ beziehungsweise heilige Nächte (mittelhochdeutsch wihen nahten), das heißt als Losnächte um Wintersonnenwende und Jahreswechsel, in besonderer Weise zu begehen. In der Bezeichnung der geweihten, heiligen Nacht lässt sich aber auch eine christlicheRead More
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Posted On Dezember 2, 2016By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Teju Cole: Vertraute Dinge fremde Dinge

Engagierte Essays mit Esprit Der in den USA geborene und in Nigeria aufgewachsene Teju Cole gehört seit seinem Debut „Open City“ und dem folgenden Roman „Jeder Tag gehört dem Dieb“ zu einem der international spannendsten Autoren. Er verkörpert dabei auch die vom Aussterben bedrohte Spezies des enzyklopädisch interessierten und politisch engagierten Intellektuellen, der insbesondere auch den Rassismus in all seinen offenen und sublimen Spielarten durchdekliniert. Einen überzeugenden Eindruck davon gibt der Essayband „Vertraute Dinge fremde Dinge“, in dem Teju Cole über Literatur, Fotografie, Film, Kunst, Theater, das Unterwegsseins sowie aktuelleRead More