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Posted On März 15, 2017By Joachim KurzIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Lars Hennig: Zwischen den Jahren

Leben und Sterben in der Zwischenwelt Von Joachim Kurz Becker (Peter Kurth) ist kein Mann von vielen Worten; „Lass doch mal das Gequatsche!“ scheint sein Lieblingssatz zu sein, mit dem er seinen Kollegen Barat (Leonardo Nigro) anherrscht. Dabei ist der so ziemlich der einzige Freund, den der schwammige Wachmann beim Werkschutz eines Unternehmens irgendwo in der Peripherie des Großraumes Köln hat. Barat war früher mal Bulle und hat dann „Scheiß gebaut“, aber das ist nichts im Vergleich zu Beckers Lebensgeschichte, der im Knast war, weil er bei einem Überfall eineRead More
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Posted On März 15, 2017By Sonja HartlIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Michael Koch: Marija

Überleben in Dortmund von Sonja Hartl Die Ukrainerin Marija (Margarita Breitkreiz) lebt in Dortmund, arbeitet als Reinigungskraft in einem Hotel und träumt von einem Friseursalon. Jeden Monat versucht sie zu sparen, aber sie muss allein für ihre kleine Wohnung 150 Euro Miete in der Woche zahlen. Dann wird sie im Hotel beim Stehlen erwischt, verliert ihre Stellung und muss sich etwas einfallen lassen. Doch Marija hat die Nase voll, von Billigjobs, in denen sie ausgebeutet wird, von der Unsichtbarkeit und von diesem tagtäglichen Kampf um Kleinigkeiten. Veränderungen müssen her. AlsRead More
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Posted On Februar 18, 2017By Katrin DoerksenIn Crimemag, Film/Fernsehen

Berliner Filmfestspiele 2017: Berlinale-Tagebuch #3

Vom Ende der Menschheit und des Festivals -Von Katrin Doerksen. Die typischen Berlinale-Krankheiten haben sich irgendwann eingenistet: Bei mir fing es mit Halsschmerzen an, ging in Schnupfen über und schließlich bin ich bei einem trockenen Husten angelangt, den nicht wenige Kollegen in den Kinosälen mit mir teilen. Dazu kommen Knieschmerzen und Fußkrämpfe vom vielen Sitzen. Es wäre ein Elend, kämen sie nicht jedes Jahr so zuverlässig wieder, dass die berüchtigten Berlinale-Beschwerden inzwischen zu einem Klischee geronnen sind. Heiser lacht man darüber und zückt das nächste Taschentuch. Das Elend ist auchRead More
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Posted On Februar 15, 2017By Katrin DoerksenIn Crimemag, Film/Fernsehen

Berliner Filmfestspiele 2017: Berlinale-Tagebuch #2

Von ziellosen Reisen und 35mm-Melancholie  Von Katrin Doerksen Zum ersten Mal werden auf der Berlinale nicht nur die obligatorischen Festivaltaschen an die Presse verteilt, sondern auch Thermobecher. Man möchte den Verbrauch an Pappgeschirr eindämmen, heißt es. Aber mal abgesehen davon, dass der Kaffee darin den Geschmack von Blech annimmt, passen die Becher nicht unter die Automaten des Kaffeekapsel-Sponsoren. Und wenn die internationale Jury in den Pressevorführungen sitzt, teilt ein Assistent ihnen stets Mineralwasserflaschen aus, die hinterher angebrochen und noch halbvoll an den Plätzen stehen. So richtig scheint die Berlinale ihreRead More
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On Dangerous Ground (14). Film, Verbrechen und andere Mittel Max Annas über „„In jenen Tagen“ von Helmut Käutner Es ist einfach, zu sagen: Das würde man heute so nicht mehr machen. Die Rahmenhandlung von „In jenen Tagen“ wirkt steif und für die Bühnenkante ausgedacht. Der Karl und der Willy demontieren in einem Hinterhof ein Automobil. Eingeführt in einem Schwenk von beinah 360 Grad landet die Kamera auf den beiden jungen Männern, die den alten Opel Kadett ausschlachten. Der Schwenk zeigt Trümmer, ein versehrtes Hamburg und versehrte Menschen, der Einbeinige doppelt dieRead More
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Posted On Februar 15, 2017By Christopher WerthIn Crimemag, Film/Fernsehen

Kino: „Split“ von M. Night Shyamalan

Coup d’État im Großhirn In der Brust von Goethes Faust streiten sich zwei Seelen. Im Kopf von Kevin Wendell Crump 24 Persönlichkeiten. Christopher Werth war im neuen Film von M. Night Shyamalan.   Gespaltene Persönlichkeiten – das ist im Kino immer schon ein gern gesehenes Mittel. Da wäre z.B. ein gewisser Norman Bates, der sich manchmal für seine Mutter hält und den es jetzt auch als Serienfigur in Bates Motel gibt. Ein interessantes Prequel zu Hitchcocks Psycho. Oder: der glitschige Gollum aus Herr der Ringe, der mit sich selbst überRead More
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Posted On Februar 15, 2017By Joachim KurzIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Suburra

Das finstere Herz von Rom von Joachim Kurz Über die Dekadenz der italienischen Hauptstadt ist viel geschrieben und gedreht worden – von Historienepen bis hin zu Politthrillern wie Paolo Sorrentinos Il Divo oder dessen Hymne an die depravierte Upper Class La Grande Bellezza. Stefano Sollima nähert sich der ewigen Stadt nun anders – von unten sozusagen. Im antiken Rom war „Suburra“ die Bezeichnung für das verrufene Stadtviertel unterhalb der Patrizierhügel, wo sich Senatoren, Gauner und Rotlicht-Volk trafen, um dunkle Geschäfte zu tätigen und auf verschiedene Weise miteinander zu verkehren. InRead More
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Posted On Februar 12, 2017By Katrin DoerksenIn Crimemag, Film/Fernsehen

Berliner Filmfestspiele 2017: Berlinale-Tagebuch #1

Von geplagten Künstlern und musikalischem Wahnsinn   Von Katrin Doerksen Am Vorabend der Berlinale ist die Festival-Website down, das Telefon des Pressebüros ist überlastet und ausgebremste Journalisten bäumen sich in den Social Media-Kanälen auf. Vom Sturm vor der Ruhe ist man zu orakeln versucht, denn der Wettbewerb des 2017er Jahrgangs lässt zu weiten Teilen nicht unbedingt die Hose in vorfreudiger Erwartung aufgehen. Aber wofür lässt sich das Kino schon heftiger lieben als für sein Vermögen uns immer wieder aufs Neue zu überraschen?   Dur-Tonarten den Vorzug geben, weg mit denRead More
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Posted On Januar 31, 2017By Katrin DoerksenIn Crimemag, Film/Fernsehen

Berliner Filmfestspiele 2017: Ein erster Blick

Licht im Berlinale-Dschungel Lust auf Kino? Und auf neue Filme? Unsere Berlinale-Korrespondentin Katrin Doerksen hat sich einen ersten Überblick über das Programm der 67. Internationalen Filmfestspiele Berlin (9. bis 19. Februar) verschafft und wird Sie in den kommenden Festivaltagen weiter auf dem Laufenden halten. Schauen Sie bei uns herein. Es lohnt sich. In The Lost City of Z wird Charlie Hunnam als fiebriger Suchender durch den Amazonasregenwald traumwandeln, in Josef Haders Regiedebüt Wilde Maus werkelt ein entlassener Musikkritiker lieber heimlich an einer Achterbahn, statt sich einen neuen Job zu suchen. InRead More
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„HUNDE WOLLT IHR EWIG LEBEN?“ Einige Männerbilder und ihre Darstellungsstile im west-deutschen Nachkriegsfilm – Von Dominik Graf. 1 Kollektives Trauma 1996 plante ich gemeinsam mit dem Filmkritiker Michael Althen einen kurzen Dokumentarfilm über meinen Vater, den Schauspieler Robert Graf. Ich schrieb mir vor den Interviews mit den BRD-Film-und Theater-Persönlichkeiten, die uns wichtig für das Erinnern schienen, meine dringendsten Fragen an sie auf. (Und schrieb mir auch in Klammern gleich die möglichst erwünschtesten Antworten dazu.) Eins der zentralen Rätsel für mich war: „Haben die Älteren untereinander und mit ihren Kindern überRead More
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Posted On Januar 15, 2017By Sonja HartlIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Hell or High Water

Der texanische Weg Von Sonja Hartl „Three tours in Irak but no battle for people like us“ steht als Graffiti an einer Häuserwand in einer wie ausgestorbenen wirkenden Kleinstadt gleich zu Beginn von Hell or High Water. Ein Auto fährt durchs Bild. Eine Kirche ist zu sehen. Eine müde Frau schließt die Tür zu einer Bank auf, zwei maskierte Männer drängen sie in den Bankraum und wollen die Bank überfallen. Aber sie haben einen Fehler gemacht, nicht die Frau hat den Schlüssel zum Tresor, sondern ihr Chef, der später kommt.Read More
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Film, Verbrechen und andere Mittel Max Annas über „Nachts auf den Straßen“ von Rudolf Jugert. „Wir waren zusammen im Osten,“ sagt der Bruder von Inge, der gar nicht deren Bruder ist, zum Fernfahrer, der sich schon wundern wird über das innige Verhältnis der Geschwister zueinander. Das „Wir“, auf das er sich bezieht, sind er und sein Kollege, der Sohn der Wohnungsinhaberin, bei der er mit Inge lebt – Singlehaushalte waren damals noch nicht erfunden. Jetzt sind sie beide „in der Vergnügungsindustrie tätig“ wie er weiter sagt. Zusammen schimpfen sie überRead More
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The Seven Best Heist Films You’ve Never Seen by Wallace Stroby. You may know the classics of the heist genre—John Huston’s The Asphalt Jungle, Stanley Kubrick’s The Killing, Jules Dassin’s Rififi, etc.(for an overview of the essentials, check out Jake Hinkson’s entries in “The Art of the Steal”). But there are plenty of other excellent examples you may have missed. Here are seven variations on the theme that are also gems of the form, most available on DVD: 1.) Armored Car Robbery (1950) A taut, violent action-melodrama that clocks in at a cracking 67Read More
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Posted On Januar 15, 2017By Andreas KöhnemannIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Dario Argento: Opera

Grazie! Opera ist zurück im Kino! Andreas Köhnemann von kino-zeit.de freut sich darüber. Das ist schön: Nachdem wir im vergangenen Jahr kinematografische Schätze wie Die Tragödie der Belladonna (1973) oder Marketa Lazarová (1967) auf deutschen Kinoleinwänden erleben durften, kommt nun mit Opera (Terror in der Oper) hierzulande ein Werk in die Lichtspielhäuser, welches etliche Jahre lang auf dem Index stand und nach einer Neuprüfung in ungekürzter Fassung eine Altersfreigabe ab 16 Jahren erhalten hat. Der 1987 in Italien uraufgeführte Giallo-Klassiker von Dario Argento ist ein filmisches Poem, das mindestens so viel Herz- wie Kunstblut aufbietet und daher bisRead More
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Posted On Januar 15, 2017By Beatrice BehnIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Park Chan-wook: Die Taschendiebin

Der zwiespältig schöne Schein Die Taschendiebin ist ein Film mit doppeltem Boden, und das nicht nur im besten Sinne, findet Beatrice Behn von kino-zeit.de. Korea in den 1930er Jahren. In dem von Japanern besetzten Land kommt die junge Diebin Sookee (Kim Tae-ri) an einen großartigen Job. Sie soll die Dienerin für die japanische Adelige Hideko (Kim Min-hee) werden, die mit ihrem Onkel und Verlobten auf einem riesigen Anwesen lebt. Den Job hat ihr ein anderer Dieb besorgt: Der Count (Ha Jung-woo), wie er sich nennt, will mit Sookees Hilfe Hideko dazuRead More
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Posted On Januar 15, 2017By Susanne SayginIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Tom Ford: Nocturnal Animals

Anämisches Papierkätzchen Die Begeisterung von Susanne Saygin hält sich in Grenzen. Die Begegnung mit Tom Fords Film „Nocturnal Animals“ hinterließ enttäuschend wenig Eindruck. Hier lesen Sie, warum. Der Kunstmarkt ist ein knallhartes Business, seine Geschäftspraktiken und Distinktionsmechanismen bieten Steilvorlagen für mehr als einen Thriller. Tom Ford war als Kreativdirektor von Gucci jahrelang erfolgreich in einem ganz ähnlichen Milieu unterwegs und hat mit seinem Regiedebut, A Single Man (2009), schon einmal gezeigt, dass er die unterliegenden Triebkräfte solch hochartifizieller Soziotope nicht nur durchschaut, sondern auch kongenial in Bilder umsetzen kann. EinRead More
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Posted On Dezember 15, 2016By Friedhelm WerremeierIn Crimemag, Film/Fernsehen

56 Zeilen: Friedhelm Werremeier: Tatort!

Tausend und zwei Taxis von Friedhelm Werremeier Ach, du liebe Güte! Christian Granderath, persönlich, Nachnachnachfolger meines großen, geliebten Gönners und Freundes Dieter Meichsner als NDR-Fernsehspielchef, hatte mich einen unverwüstlichen Drehbuchautor genannt! Vorsichtshalber zwar mein Alter, 86. Hinzugefügt, aber als jetzt auch noch Thomas Wörtche fragen ließ, ob ich für sein CulturMag zum Thema Wie wurde ich zum Schreiber des allerersten TATORTS ‚Taxi nach Leipzi‘ absondern, ich meine, verfassen könne, war ich drauf und dran, abzuheben. Ja, aber klar doch! Zehn Seiten oder hundert? Also, zwanzig, dreißig Zeilen täten es auch.Read More
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Posted On Dezember 15, 2016By Patrick HolzapfelIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: 40 Jahre „Taxi Driver“

Abgründe einer Identifikation 40 Jahre ist es her, dass Martin Scorseses „Taxi Driver“ in die Kinos kam. „Wir sind das Volk“, lautet darin der Slogan eines populistischen Politikers; die Aktualität des Films weist freilich weit darüber hinaus.  Patrick Holzapfel von Kino-Zeit.de hat sich für uns damit beschäftigt. Es sind zwei gegensätzliche Pole, die Taxi Driver fast 40 Jahre nach seinem Erscheinen zu einem der großen Klassiker der Filmgeschichte machen, der nicht im Regal verstaubt, sondern immer wieder neue Generationen von Filmliebhabern begeistert und verstört. Wir müssen diese beiden Pole immerRead More
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Posted On Dezember 15, 2016By Joachim KurzIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Einer von uns

Im Supermarkt der verlorenen Seelen Wie sehr sich doch Anfang und Ende gleichen. Es sind nahezu die gleichen Bilder, die wir hier sehen: Detailaufnahmen, Raumanordnungen, Miniaturen eines Stillstands, eines Moments, in dem die Erde aus den Angeln gehoben ist. Eines Moments, nach dem nichts mehr so sein wird, wie es vorher war: Die sich langsam ausbreitende Pfütze einer blauen Flüssigkeit, ein regungslos auf dem blank polierten Boden liegender Körper, ein Gesicht, ein Körper von schräg hinten, erstarrt und eigefroren. Diese eindrücklichen Impressionen, eingefangen in sorgsam kadrierten Bildern, die aus derRead More
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Posted On November 15, 2016By Alfred PfabiganIn Crimemag, Film/Fernsehen

Alfred Pfabigan: mord zum sonntag. tatortphilosophie

Was also hat der »Seismograph Tatort« wie registriert? von Alfred Pfabigan – Tausend Mal „Tatort“ nun also seit dem 14.11. 2016. Tausend mal der „mord zum sonntag“, wie der Wiener Sozialphilosoph, Politikwissenschaftler, Jurist und Literaturkritiker Alfred Pfabigan es in seiner jüngst erschienenen „tatortphilosophie“ benennt. Sie glaube nicht, dass Mördersuche der einzige Zweck eines Krimis sei, lässt er P.D. James das Motto seiner lesenswerten und im schönen Sinne anregenden Untersuchung formulieren. Bis zu 14 Millionen Zuschauer hat ein „Tatort“, sind es einmal nur die Hälfte, wird das als Schande angesehen undRead More
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Film, Verbrechen und ungleiche Mittel – Max Annas über „Man Without a Star“ von King Vidor. Ein Film über den jungen Kapitalismus. Mit einem ähnlichen Grundthema wie André de Toths Western „Day of the Outlaw“, über den ich im letzten Monat an dieser Stelle geschrieben habe. Es geht wieder, expliziter allerdings, um die range wars, ebenfalls angesiedelt im noch nicht zu den USA gehörenden Wyoming. Die Kernfrage des Films ist: Wem soll Land gehören, und wie lässt sich dieses Eigentumsrecht durchsetzen? Zu diesem Zeitpunkt – „Man Without a Star“ spielt,Read More
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Posted On November 15, 2016By Katja BohnetIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Jack Reacher – Kein Weg zurück

Vom Nutzen eines blinden Flecks – Der zweite Jack Reacher-Film gerade aktuell im Kino, da hielt Katja Bohnet es nicht lange zuhause aus. Den musste sie schnellstmöglich sehen. Eine Filmkritik der etwas anderen Art. Optische Konflikte Seit Jahren lebe ich in einer gut funktionierenden Beziehung mit Jack Reacher. Jack weiß nichts davon, was Grundlage unseres Verhältnisses ist. Ich begleite ihn bei jedem seiner Abenteuer, seit zwanzig Romanen schon. Ich, die treue Leserin, bin Schutzengel und Garant dafür, dass er jedes seiner irrwitzigen Abenteuer überlebt. Einen kleinen Anteil daran hat vielleichtRead More
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Posted On November 15, 2016By Sonja HartlIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Sonja Hartl: Girl on the Train

Fremde im Zug „I’m not the girl I used to be“, sagt Emily Blunt in dem hier besprochenen Film. Sonja Hartl – siehe unten – nimmt das „girl“ nicht so einfach hin. Zu solchen Film- oder Buchtiteln hat sie eine Meinung. Aber lesen Sie erst ihre Filmkritik. Jeden Tag fährt Rachel Watson (Emily Blunt) mit dem Zug von Westchester County nach Manhattan. Wie viele Pendler sitzt sie immer im gleichen Wagen auf dem gleichen Platz. Und jeden Tag blickt sie in das Haus eines Paares, das für sie die perfekteRead More
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Posted On November 15, 2016By Lukas BarwenczikIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Lucas Barwenczik: High-Rise (DVD)

Das Babylon des Wahnsinns – Von Lucas Barwenczik. Seit der globalen Banken- und Finanzkrise sucht das Kino nach Bildern, um dem Wahnsinn des modernen Kapitalismus gerecht zu werden. Der Ansatz des britischen Regisseurs Ben Wheatley, bisher vor allem bekannt für kleine, schmutzige Genrefilme wie Sightseers oder den Fiebertraum A Field in England, ist ein anderer: Er will ungerecht sein. High Rise ist weniger eine Adaption von J. G. Ballards gleichnamigem dystopischem Roman, als vielmehr ein wilder Konfettiregen der zerfetzten Seiten. Zum ersten Mal in seiner Laufbahn fährt Wheatley wirklich schwereRead More
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Posted On Oktober 15, 2016By Joachim KurzIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Veit Harlan: Opfergang

Todessehnsucht in Agfacolor von Joachim Kurz Eine Postkarten-Idylle eröffnet diesen Film von Veit Harlan, die fast wie eine Selbstversicherung wirkt: Wir sehen Stadtansichten von Hamburg, die beinahe schon verträumt wirken, eine große Stadt mit Hafen, unberührt, unzerstört, intakt. Es ist – wie fast alles in „Opfergang“ – eine Illusion, ein Trugbild, eine Täuschung. Zwischen dem 24. Juli und dem 3. August 1943 erschütterten schwere Bombardements der Royal Air Force und der US-amerikanischen Luftstreitkräfte die stolze Hansestadt, die „Operation Gomorrha“ war eines der ersten und schwersten Flächenbombardements des Zweiten Weltkrieges mitRead More
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Posted On Oktober 15, 2016By Sonja HartlIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Zwei Filme über wahre Verbrechen

Wahre Verbrechen Zwei Filme über wahre Verbrechen und zweifelhafte Justizentscheidungen kommen im Oktober ins Kino: Vincent Garenqs Spielfilm „Im Namen meiner Tochter – Der Fall Kalinka“ und der Dokumentarfilm „Das Versprechen“ von Karin Steinberger und Marcus Vetter. Sonja Hartl hat sie sich für CrimeMag angesehen. Über 30 Jahre lang beschäftigte der Tod von Kalinka Bamberski die Gerichte und die Öffentlichkeit in Deutschland und Frankreich. Das 14-jährige Mädchen wurde am 10. Juli 1982 morgens tot in ihrem Bett im Haus ihres Stiefvaters Dr. Dieter Krombach in Lindau aufgefunden. Krombach hat nochRead More