Film/Fernsehen Category

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Rückkehr nach Twin Peaks – Vorbereitungen Von Sonja Hartl „Twin Peaks“ hat mein Leben verändert. Es klingt übertrieben dramatisch, aber so ist. Es reichten damals die Bilder eines Vogels, eines Sägewerks und eines Ortschilds, untermalt von melodramatisch-hinreißend-schmerzlichen Klängen, um mich zu interessieren; der Fund einer weiblichen Leiche und die Ahnung eines unheimlichen großen Ganzen, um mich gefangen zu nehmen. Die erste Folge von „Twin Peaks“ stellte alles auf den Kopf, was ich bis dahin gesehen hatte. Da saß ich nun jeden Freitag in vermutlich ein wenig zu jungen Jahren aufRead More
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Film, Verbrechen und andere Mittel – Max Annas über „The Window“ von Ted Tetzlaff nach Cornell Woolrich Den Film kann man in ganz wenigen Sätzen ganz einfach nacherzählen. Ein Junge mit blühender Phantasie erzählt seinen Eltern von einem Mord, den er tatsächlich gesehen hat. Die glauben ihm nicht. Die Mörder hingegen begreifen, dass sie beobachtet worden sind und versuchen, ihn zum Schweigen zu bringen. Er entkommt, die Bösen kriegen, was sie verdienen. Film zu Ende. Das alles nach einer short story von Cornell Woolrich. „The Window“ beruft sich auf eineRead More
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Posted On Mai 15, 2017By Sonja HartlIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Berlin Syndrome

Niemand kann Dich hören Von Sonja Hartl Schon den ersten Bildern von „Berlin Syndrome“ unterliegt eine Anspannung, eine ungute Ahnung dessen, was kommen wird. Es scheint als wüssten die Kamera von Germain McMicking und die Musik von Byrony Marks mehr. Dabei sind es im Grunde genommen alltägliche Szenen, die sich auf der Leinwand abspielen. Die australische Backpackerin Clare (Teresa Palmer) ist gerade in Berlin angekommen, sie steigt in einem Hostel am Kottbusser Tor inmitten von Kreuzberg ab und trifft in einer ersten schlaflosen Nacht auf eine Gruppe auf dem Dach.Read More
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Posted On Mai 15, 2017By Alf MayerIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Hommage à Sterling Hayden

Ein Mann im Kampf mit sich selbst Von Alf Mayer Im Münchner Filmmuseum bekommt er jetzt – erstmals auf der Welt – eine Retro. Das ist passend, denn in München wohnt der Filmregisseur, der ihm zwei Filme gewidmet hat, auch sie sind Teil der Hommage à Sterling Hayden. Termine und Kurztexte für die Filme siehe im Anhang. Paul Thomas Anderson (INHERENT VICE, THE MASTER) würde nur zu gerne eine Zeitmaschine haben, um mit ihm drehen zu können. Stanley Kubrick holte ihn zweimal vor die Kamera, auch John Huston, Henry Hathaway, NicholasRead More
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Film, Verbrechen und andere Mittel – Max Annas über „Verräter“ von Karl Ritter. Ein nationalsozialistischer Kriminalfilm. Es gibt Verbrechen und eine Reihe ausgebuffter Verbrecher, die sie begehen. Es gibt Polizei, deren Aufgeregtheit zwar stets gezeigt, aber deren Arbeit nicht wirklich transparent wird im Sinne von: Wie kriegen die eigentlich ihre Investigation zusammen? Und es gibt natürlich Opfer. Das ist, wir schreiben das Jahr 1936, das deutsche Volk. Die Verräter aus dem Titel sind Spione, die an Flugzeugtechnik interessiert sind, aber auch an Informationen über Infrastruktur. Ihre genaue Motivation wird nichtRead More
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Krimi-Revolution im Fernsehen Es gibt da so einen Reflex im Feuilleton und gelegentlich auch in Online-Magazinen, in denen plötzlich Fernsehsendungen „Kinoformat“ zugesprochen wird. Sagt Sonja Hartl. Sehr zuverlässig tritt er in zwei Fällen auf: Bei einer gehypten Serie aus den USA auf, die in Deutschland noch nicht zu sehen ist. Oder wenn ein renommierter Regisseur eine Tatort- respektive Polizeiruf-Folge inszeniert. In diesem zweiten Fall kommt dann eine weitere wiederkehrende Bewertung hinzu. Es wird nicht nur die „Magie des Filmischen“ (FAZ) wie bspw. bei Christian Petzolds „Wölfe“-Polizeiruf beschworen, sondern zudem dieRead More
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  Lehranstalt des Empfindens Alf Mayer ist angerührt von der isländischen Fernsehserie „Trapped“. Bei aller Bilderflut ist weithin verloren gegangen und mehr als selten geworden, was einen früher über Jahre und Jahrzehnte immer mal wieder an einen bestimmten Film denken ließ, was sich derart in der Erinnerung einzunisten vermochte, dass es Teil wurde von einem selbst – eine Filmszene, ein Filmmoment quasi als „Wort“ oder Begriff des eigenen Gefühlshaushalts. Ein höchst individueller Vorgang, gewiss, aber ausgelöst durch die Begegnung mit etwas ungeheuer Universellem. In unserer rasanten Medienbilderwelt ist so etwasRead More
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Posted On April 15, 2017By Andreas KöhnemannIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Ben Wheatley: Free Fire

Shootout im Kriechen Von Andreas Köhnemann Die Idee klingt irgendwie reizvoll: Man caste eine Reihe hochkarätiger Stars – und lasse sie nach kurzer Exposition über eine Stunde lang höchst ungraziös auf dem Boden herumkriechen, schießen und fluchen. Wenn diese Idee von einem Filmemacher wie Ben Wheatley umgesetzt wird, können dafür Leute wie Cillian Murphy, Brie Larson und Sam Riley sowie Martin Scorsese als ausführender Produzent gewonnen werden. So ist ein schnörkelloses Genrestück entstanden, dessen Minimalismus in einem diametralen Gegensatz zu Wheatleys überbordendem Vorgängerwerk High-Rise steht. Abgesehen von der inhaltlichen sowieRead More
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Eine TV-Serie – Zwei Sichtweisen I. Vom Tod einer Göttin. Ein Essay von Markus Pohlmeyer/12.3.17 Summary: Es gibt zwei Göttinnen/Künstliche Intelligenzen (Die Maschine und Samaritan) und ihre Untertanen wir Zuschauer beobachten aus der Haustierperspektive (human point of view) den Kampf dieser beiden Titanen.[1] (Noch eine historische Anmerkung: „Das Fachgebiet ‚Künstliche Intelligenz‘ (KI) existiert – zumindest dem Namen nach – seit der Dartmouth Konferenz 1956, dort wurde ‚Artificial Intelligence‘ das erste Mal erwähnt. Vorher hatte allerdings auch schon Alan Turing 1950 in einem Aufsatz ‚Computing machinery and intelligence‘ die Frage diskutiert, obRead More
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Posted On März 15, 2017By Christopher WerthIn Crimemag, Film/Fernsehen

Kino: T2 – Trainspotting von Danny Boyle

“It had better not be shite, Danny.” Einer der prägendsten Filme der 90er, vergleichbar vielleicht nur mit mit Pulp Fiction, bekommt eine Fortsetzung. Weil das ohnehin niemals im Leben gutgehen kann, regelte Christopher Werth seine Erwartungshaltungen auf Anschlag nach unten. Und siehe da – es tat nur ein bisschen weh. Trainspotting 2: Mission Impossible Trainspotting katapultierte 1996 die Karrieren von Regisseur Danny Boyle, Hauptdarsteller Ewan McGregor und dem Autor der Buchvorlage Irvine Welsh in die internationale Umlaufbahn. Der Soundtrack, die kongeniale Mischung aus alten und neuen Songs, die Bildsprache, die ErzählweiseRead More
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Posted On März 15, 2017By Joachim KurzIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Lars Hennig: Zwischen den Jahren

Leben und Sterben in der Zwischenwelt Von Joachim Kurz Becker (Peter Kurth) ist kein Mann von vielen Worten; „Lass doch mal das Gequatsche!“ scheint sein Lieblingssatz zu sein, mit dem er seinen Kollegen Barat (Leonardo Nigro) anherrscht. Dabei ist der so ziemlich der einzige Freund, den der schwammige Wachmann beim Werkschutz eines Unternehmens irgendwo in der Peripherie des Großraumes Köln hat. Barat war früher mal Bulle und hat dann „Scheiß gebaut“, aber das ist nichts im Vergleich zu Beckers Lebensgeschichte, der im Knast war, weil er bei einem Überfall eineRead More
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Posted On März 15, 2017By Sonja HartlIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Michael Koch: Marija

Überleben in Dortmund von Sonja Hartl Die Ukrainerin Marija (Margarita Breitkreiz) lebt in Dortmund, arbeitet als Reinigungskraft in einem Hotel und träumt von einem Friseursalon. Jeden Monat versucht sie zu sparen, aber sie muss allein für ihre kleine Wohnung 150 Euro Miete in der Woche zahlen. Dann wird sie im Hotel beim Stehlen erwischt, verliert ihre Stellung und muss sich etwas einfallen lassen. Doch Marija hat die Nase voll, von Billigjobs, in denen sie ausgebeutet wird, von der Unsichtbarkeit und von diesem tagtäglichen Kampf um Kleinigkeiten. Veränderungen müssen her. AlsRead More
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Posted On Februar 18, 2017By Katrin DoerksenIn Crimemag, Film/Fernsehen

Berliner Filmfestspiele 2017: Berlinale-Tagebuch #3

Vom Ende der Menschheit und des Festivals -Von Katrin Doerksen. Die typischen Berlinale-Krankheiten haben sich irgendwann eingenistet: Bei mir fing es mit Halsschmerzen an, ging in Schnupfen über und schließlich bin ich bei einem trockenen Husten angelangt, den nicht wenige Kollegen in den Kinosälen mit mir teilen. Dazu kommen Knieschmerzen und Fußkrämpfe vom vielen Sitzen. Es wäre ein Elend, kämen sie nicht jedes Jahr so zuverlässig wieder, dass die berüchtigten Berlinale-Beschwerden inzwischen zu einem Klischee geronnen sind. Heiser lacht man darüber und zückt das nächste Taschentuch. Das Elend ist auchRead More
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Posted On Februar 15, 2017By Katrin DoerksenIn Crimemag, Film/Fernsehen

Berliner Filmfestspiele 2017: Berlinale-Tagebuch #2

Von ziellosen Reisen und 35mm-Melancholie  Von Katrin Doerksen Zum ersten Mal werden auf der Berlinale nicht nur die obligatorischen Festivaltaschen an die Presse verteilt, sondern auch Thermobecher. Man möchte den Verbrauch an Pappgeschirr eindämmen, heißt es. Aber mal abgesehen davon, dass der Kaffee darin den Geschmack von Blech annimmt, passen die Becher nicht unter die Automaten des Kaffeekapsel-Sponsoren. Und wenn die internationale Jury in den Pressevorführungen sitzt, teilt ein Assistent ihnen stets Mineralwasserflaschen aus, die hinterher angebrochen und noch halbvoll an den Plätzen stehen. So richtig scheint die Berlinale ihreRead More
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On Dangerous Ground (14). Film, Verbrechen und andere Mittel Max Annas über „„In jenen Tagen“ von Helmut Käutner Es ist einfach, zu sagen: Das würde man heute so nicht mehr machen. Die Rahmenhandlung von „In jenen Tagen“ wirkt steif und für die Bühnenkante ausgedacht. Der Karl und der Willy demontieren in einem Hinterhof ein Automobil. Eingeführt in einem Schwenk von beinah 360 Grad landet die Kamera auf den beiden jungen Männern, die den alten Opel Kadett ausschlachten. Der Schwenk zeigt Trümmer, ein versehrtes Hamburg und versehrte Menschen, der Einbeinige doppelt dieRead More
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Posted On Februar 15, 2017By Christopher WerthIn Crimemag, Film/Fernsehen

Kino: „Split“ von M. Night Shyamalan

Coup d’État im Großhirn In der Brust von Goethes Faust streiten sich zwei Seelen. Im Kopf von Kevin Wendell Crump 24 Persönlichkeiten. Christopher Werth war im neuen Film von M. Night Shyamalan.   Gespaltene Persönlichkeiten – das ist im Kino immer schon ein gern gesehenes Mittel. Da wäre z.B. ein gewisser Norman Bates, der sich manchmal für seine Mutter hält und den es jetzt auch als Serienfigur in Bates Motel gibt. Ein interessantes Prequel zu Hitchcocks Psycho. Oder: der glitschige Gollum aus Herr der Ringe, der mit sich selbst überRead More
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Posted On Februar 15, 2017By Joachim KurzIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Suburra

Das finstere Herz von Rom von Joachim Kurz Über die Dekadenz der italienischen Hauptstadt ist viel geschrieben und gedreht worden – von Historienepen bis hin zu Politthrillern wie Paolo Sorrentinos Il Divo oder dessen Hymne an die depravierte Upper Class La Grande Bellezza. Stefano Sollima nähert sich der ewigen Stadt nun anders – von unten sozusagen. Im antiken Rom war „Suburra“ die Bezeichnung für das verrufene Stadtviertel unterhalb der Patrizierhügel, wo sich Senatoren, Gauner und Rotlicht-Volk trafen, um dunkle Geschäfte zu tätigen und auf verschiedene Weise miteinander zu verkehren. InRead More
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Posted On Februar 12, 2017By Katrin DoerksenIn Crimemag, Film/Fernsehen

Berliner Filmfestspiele 2017: Berlinale-Tagebuch #1

Von geplagten Künstlern und musikalischem Wahnsinn   Von Katrin Doerksen Am Vorabend der Berlinale ist die Festival-Website down, das Telefon des Pressebüros ist überlastet und ausgebremste Journalisten bäumen sich in den Social Media-Kanälen auf. Vom Sturm vor der Ruhe ist man zu orakeln versucht, denn der Wettbewerb des 2017er Jahrgangs lässt zu weiten Teilen nicht unbedingt die Hose in vorfreudiger Erwartung aufgehen. Aber wofür lässt sich das Kino schon heftiger lieben als für sein Vermögen uns immer wieder aufs Neue zu überraschen?   Dur-Tonarten den Vorzug geben, weg mit denRead More
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Posted On Januar 31, 2017By Katrin DoerksenIn Crimemag, Film/Fernsehen

Berliner Filmfestspiele 2017: Ein erster Blick

Licht im Berlinale-Dschungel Lust auf Kino? Und auf neue Filme? Unsere Berlinale-Korrespondentin Katrin Doerksen hat sich einen ersten Überblick über das Programm der 67. Internationalen Filmfestspiele Berlin (9. bis 19. Februar) verschafft und wird Sie in den kommenden Festivaltagen weiter auf dem Laufenden halten. Schauen Sie bei uns herein. Es lohnt sich. In The Lost City of Z wird Charlie Hunnam als fiebriger Suchender durch den Amazonasregenwald traumwandeln, in Josef Haders Regiedebüt Wilde Maus werkelt ein entlassener Musikkritiker lieber heimlich an einer Achterbahn, statt sich einen neuen Job zu suchen. InRead More
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„HUNDE WOLLT IHR EWIG LEBEN?“ Einige Männerbilder und ihre Darstellungsstile im west-deutschen Nachkriegsfilm – Von Dominik Graf. 1 Kollektives Trauma 1996 plante ich gemeinsam mit dem Filmkritiker Michael Althen einen kurzen Dokumentarfilm über meinen Vater, den Schauspieler Robert Graf. Ich schrieb mir vor den Interviews mit den BRD-Film-und Theater-Persönlichkeiten, die uns wichtig für das Erinnern schienen, meine dringendsten Fragen an sie auf. (Und schrieb mir auch in Klammern gleich die möglichst erwünschtesten Antworten dazu.) Eins der zentralen Rätsel für mich war: „Haben die Älteren untereinander und mit ihren Kindern überRead More
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Posted On Januar 15, 2017By Sonja HartlIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Hell or High Water

Der texanische Weg Von Sonja Hartl „Three tours in Irak but no battle for people like us“ steht als Graffiti an einer Häuserwand in einer wie ausgestorbenen wirkenden Kleinstadt gleich zu Beginn von Hell or High Water. Ein Auto fährt durchs Bild. Eine Kirche ist zu sehen. Eine müde Frau schließt die Tür zu einer Bank auf, zwei maskierte Männer drängen sie in den Bankraum und wollen die Bank überfallen. Aber sie haben einen Fehler gemacht, nicht die Frau hat den Schlüssel zum Tresor, sondern ihr Chef, der später kommt.Read More
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Film, Verbrechen und andere Mittel Max Annas über „Nachts auf den Straßen“ von Rudolf Jugert. „Wir waren zusammen im Osten,“ sagt der Bruder von Inge, der gar nicht deren Bruder ist, zum Fernfahrer, der sich schon wundern wird über das innige Verhältnis der Geschwister zueinander. Das „Wir“, auf das er sich bezieht, sind er und sein Kollege, der Sohn der Wohnungsinhaberin, bei der er mit Inge lebt – Singlehaushalte waren damals noch nicht erfunden. Jetzt sind sie beide „in der Vergnügungsindustrie tätig“ wie er weiter sagt. Zusammen schimpfen sie überRead More
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The Seven Best Heist Films You’ve Never Seen by Wallace Stroby. You may know the classics of the heist genre—John Huston’s The Asphalt Jungle, Stanley Kubrick’s The Killing, Jules Dassin’s Rififi, etc.(for an overview of the essentials, check out Jake Hinkson’s entries in “The Art of the Steal”). But there are plenty of other excellent examples you may have missed. Here are seven variations on the theme that are also gems of the form, most available on DVD: 1.) Armored Car Robbery (1950) A taut, violent action-melodrama that clocks in at a cracking 67Read More
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Posted On Januar 15, 2017By Andreas KöhnemannIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Dario Argento: Opera

Grazie! Opera ist zurück im Kino! Andreas Köhnemann von kino-zeit.de freut sich darüber. Das ist schön: Nachdem wir im vergangenen Jahr kinematografische Schätze wie Die Tragödie der Belladonna (1973) oder Marketa Lazarová (1967) auf deutschen Kinoleinwänden erleben durften, kommt nun mit Opera (Terror in der Oper) hierzulande ein Werk in die Lichtspielhäuser, welches etliche Jahre lang auf dem Index stand und nach einer Neuprüfung in ungekürzter Fassung eine Altersfreigabe ab 16 Jahren erhalten hat. Der 1987 in Italien uraufgeführte Giallo-Klassiker von Dario Argento ist ein filmisches Poem, das mindestens so viel Herz- wie Kunstblut aufbietet und daher bisRead More
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Posted On Januar 15, 2017By Beatrice BehnIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Park Chan-wook: Die Taschendiebin

Der zwiespältig schöne Schein Die Taschendiebin ist ein Film mit doppeltem Boden, und das nicht nur im besten Sinne, findet Beatrice Behn von kino-zeit.de. Korea in den 1930er Jahren. In dem von Japanern besetzten Land kommt die junge Diebin Sookee (Kim Tae-ri) an einen großartigen Job. Sie soll die Dienerin für die japanische Adelige Hideko (Kim Min-hee) werden, die mit ihrem Onkel und Verlobten auf einem riesigen Anwesen lebt. Den Job hat ihr ein anderer Dieb besorgt: Der Count (Ha Jung-woo), wie er sich nennt, will mit Sookees Hilfe Hideko dazuRead More
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Posted On Januar 15, 2017By Susanne SayginIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Tom Ford: Nocturnal Animals

Anämisches Papierkätzchen Die Begeisterung von Susanne Saygin hält sich in Grenzen. Die Begegnung mit Tom Fords Film „Nocturnal Animals“ hinterließ enttäuschend wenig Eindruck. Hier lesen Sie, warum. Der Kunstmarkt ist ein knallhartes Business, seine Geschäftspraktiken und Distinktionsmechanismen bieten Steilvorlagen für mehr als einen Thriller. Tom Ford war als Kreativdirektor von Gucci jahrelang erfolgreich in einem ganz ähnlichen Milieu unterwegs und hat mit seinem Regiedebut, A Single Man (2009), schon einmal gezeigt, dass er die unterliegenden Triebkräfte solch hochartifizieller Soziotope nicht nur durchschaut, sondern auch kongenial in Bilder umsetzen kann. EinRead More