Film/Fernsehen Category

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Arrival. Ein kurzer hermeneutischer Kommentar von Markus Pohlmeyer Prolog  I „Die Geschichte deines Lebens“[1] von Ted Chiang verbindet eine tiefe und tief traurige Mutter-Tochter-Geschichte mit der Ankunft von Außerirdischen. Privates scheint Welthistorischem gegenüber zu stehen: und doch wirkt dies alles ineinander! Chiang übernimmt Prinzipien der Quantenwelt (Mikrokosmos) als ontologischen Bauplan seiner Geschichte (Makrokosmos). Die Story transformiert sich zu einer großen Metapher, d.h. Allegorie, des Quantenkosmos. Darum: Anfang und Ende in der gewohnten Reihenfolge? Für die Quantenelektrodynamik scheint das ohne Belang, z.B.: „Das Elektron emittiert ein Photon, eilt in der ZeitRead More
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Posted On August 15, 2017By Sonja HartlIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Twin Peaks

Rückkehr nach Twin Peaks – Bewegungen, Rätsel und Erklärungsversuche von Sonja Hartl Weiterhin mehr Fragen als Antworten gibt es bei der dritten Staffel von „Twin Peaks“, aber immerhin haben sich mittlerweile einige Handlungsstränge verbunden – und alle scheinen sich in Richtung des Ortes Twin Peaks zu bewegen. Kurz zusammengefasst (Stand: Folge 13) sieht es folgendermaßen aus: FBI Deputy Director Gordon Cole (David Lynch) und FBI Agent Albert Rosenfield (Miguel Ferrer) sind überzeugt, dass mit dem mittlerweile geflohenen bösen Cooper, Mr. C (Kyle MacLachlan), etwas nicht stimmt und haben die FBIRead More
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Posted On August 15, 2017By Dominique OttIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Spider-Man: Homecoming

Heimkehr der neuen Spinne aus der Nachbarschaft Von Dominique Ott Nach der erfolgreichen Spider-Man–Trilogie von Sam Raimi und den beiden weniger erfolgreichen The Amazing Spider-Man–Einträgen von Marc Webb kann man sich nun fragen, weshalb Columbia Pictures und Mutterkonzern Sony mit Spider-Man: Homecoming dem rot-blau kostümierten Spinnenmann nochmal ein neues Gesicht und seinen sechsten Kinofilm innerhalb von nur 15 Jahren geben. Die titelgebende Rückkehr ins Heim ist hierfür entscheidend: Denn ‚Homecoming‘ meint nicht nur einen in der Handlung (am Rande) vorkommenden Highschool Jahresabschlussball, sondern die Heimkehr des verlorenen Sohnes zum Comic-GigantenRead More
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Seid dankbar. Ihr seid doch vertreten. Von Beatrice Behn Also, das Thema mit der schlechten Repräsentation von Frauen, einer Minorität, die so um die 50% der Weltbevölkerung ausmacht, beim Filmfestival in Cannes stimmt ja jetzt nicht so ganz. Ich fahre da seit inzwischen sieben Jahren hin und nicht nur bin ich selbst eine Frau – und damit Teil der ungefähr 20% Frauen in der Filmkritik –, sondern ich sehe auch ganz viele Frauen vor Ort. Schon bei meiner Ankunft reicht mir eine nette Hostess in einem blauen Kleidchen mein BusticketRead More
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Posted On Juni 15, 2017By Sonja HartlIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film/Serie: Twin Peaks

Rückkehr nach Twin Peaks – Die erste Etappe Von Sonja Hartl Eigentlich müsste am Anfang dieses Textes ein einziger Jubelschrei stehen. Denn nach den ersten fünf Folgen von „Twin Peaks“ lässt sich immerhin schon einmal feststellen, was diese Serie alles nicht ist: Sie ist kein nostalgischer Aufguss einer vergangenen Zeit im Stile von „Gilmore Girls“, kein Kompromiss zwischen künstlerischen Ambitionen und Einschaltquoten oder das selbstverliebte Alterswerk eines über 70-jährigen Regisseurs. Nein, vielmehr ist diese dritte Staffel die konsequente Zusammenführung aus David Lynchs bisherigen Werken, aus seinen Filmen, Lithografien, Musikvideos, Werbefilmen,Read More
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Posted On Juni 15, 2017By Katrin DoerksenIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Zbyněk Brynych: Die Weibchen

Gelobt sei, was satt macht Von Katrin Doerksen „Man wird Sie umbringen, bei der nächsten Gelegenheit. Ich werde vielleicht dabei sein – und ich werde lachen.“ Uschi Glas sagt das mit der tiefsten Stimme die sie aufbringen kann, leise, ein bisschen heiser dahin geraunt. Es schauert einem den Rücken hinunter, als hätte sie es ins eigene Ohr gesagt. Bis zu diesem Zeitpunkt hat man in Die Weibchen schon einiges mitgemacht: Fischaugenlinsen, die torkelnde Kamera, 360°-Drehungen, expressionistische Lichtspiele, die redundant schlagereske Musik von Peter Thomas. Zbyněk Brynych lässt offen, ob esRead More
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Posted On Juni 15, 2017By Sonja HartlIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Born to Be Blue

Verspielt! Von Sonja Hartl „It makes me happy“. Diese einfache, ehrliche Erklärung hat Chet Baker (Ethan Hawke) für seine Heroinsucht. Durch den Stoff wird er glücklich, gewinnt Selbstvertrauen und hat das Gefühl, er könne in jede Note, die er spielt, regelrecht hineinkriechen. Am Anfang von Born to Be Blue hat ihn seine Sucht in ein italienisches Gefängnis gebracht. Er liegt auf dem harten, kalten Betonboden und imaginiert eine Trompete, aus deren Schalltrichter eine große Spinne langsam hervorgekrochen kommt. Dann wechselt der Film von Farbe zu Schwarzweiß, Chet erinnert sich anRead More
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Posted On Juni 15, 2017By Katrin DoerksenIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Plan B – Scheiß auf Plan A

Zeitkapsel aus dem Jahre 2017 von Katrin Doerksen Schach wird als das Spiel der Könige bezeichnet, heißt es zu Beginn des Films. Aber dabei werde schnell vergessen, dass auch Bauern gehörig Ärsche treten könnten. Dieser Metapher folgend ist Plan B – Scheiß auf Plan A ein Film der Bauern. Stuntmänner spielen die Hauptrollen, deren Aufgabe es zwar sonst ist, vollen Körpereinsatz zu bringen, aber dabei tunlichst unerkannt zu bleiben. Cha-Lee Yoon hielt seine Gliedmaßen für James Bond 007 – Skyfall hin, Phong Giang für Hitman: Agent 47. In ihren Lederjacken,Read More
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Rückkehr nach Twin Peaks – Vorbereitungen Von Sonja Hartl „Twin Peaks“ hat mein Leben verändert. Es klingt übertrieben dramatisch, aber so ist. Es reichten damals die Bilder eines Vogels, eines Sägewerks und eines Ortschilds, untermalt von melodramatisch-hinreißend-schmerzlichen Klängen, um mich zu interessieren; der Fund einer weiblichen Leiche und die Ahnung eines unheimlichen großen Ganzen, um mich gefangen zu nehmen. Die erste Folge von „Twin Peaks“ stellte alles auf den Kopf, was ich bis dahin gesehen hatte. Da saß ich nun jeden Freitag in vermutlich ein wenig zu jungen Jahren aufRead More
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Film, Verbrechen und andere Mittel – Max Annas über „The Window“ von Ted Tetzlaff nach Cornell Woolrich Den Film kann man in ganz wenigen Sätzen ganz einfach nacherzählen. Ein Junge mit blühender Phantasie erzählt seinen Eltern von einem Mord, den er tatsächlich gesehen hat. Die glauben ihm nicht. Die Mörder hingegen begreifen, dass sie beobachtet worden sind und versuchen, ihn zum Schweigen zu bringen. Er entkommt, die Bösen kriegen, was sie verdienen. Film zu Ende. Das alles nach einer short story von Cornell Woolrich. „The Window“ beruft sich auf eineRead More
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Posted On Mai 15, 2017By Sonja HartlIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Berlin Syndrome

Niemand kann Dich hören Von Sonja Hartl Schon den ersten Bildern von „Berlin Syndrome“ unterliegt eine Anspannung, eine ungute Ahnung dessen, was kommen wird. Es scheint als wüssten die Kamera von Germain McMicking und die Musik von Byrony Marks mehr. Dabei sind es im Grunde genommen alltägliche Szenen, die sich auf der Leinwand abspielen. Die australische Backpackerin Clare (Teresa Palmer) ist gerade in Berlin angekommen, sie steigt in einem Hostel am Kottbusser Tor inmitten von Kreuzberg ab und trifft in einer ersten schlaflosen Nacht auf eine Gruppe auf dem Dach.Read More
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Posted On Mai 15, 2017By Alf MayerIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Hommage à Sterling Hayden

Ein Mann im Kampf mit sich selbst Von Alf Mayer Im Münchner Filmmuseum bekommt er jetzt – erstmals auf der Welt – eine Retro. Das ist passend, denn in München wohnt der Filmregisseur, der ihm zwei Filme gewidmet hat, auch sie sind Teil der Hommage à Sterling Hayden. Termine und Kurztexte für die Filme siehe im Anhang. Paul Thomas Anderson (INHERENT VICE, THE MASTER) würde nur zu gerne eine Zeitmaschine haben, um mit ihm drehen zu können. Stanley Kubrick holte ihn zweimal vor die Kamera, auch John Huston, Henry Hathaway, NicholasRead More
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Film, Verbrechen und andere Mittel – Max Annas über „Verräter“ von Karl Ritter. Ein nationalsozialistischer Kriminalfilm. Es gibt Verbrechen und eine Reihe ausgebuffter Verbrecher, die sie begehen. Es gibt Polizei, deren Aufgeregtheit zwar stets gezeigt, aber deren Arbeit nicht wirklich transparent wird im Sinne von: Wie kriegen die eigentlich ihre Investigation zusammen? Und es gibt natürlich Opfer. Das ist, wir schreiben das Jahr 1936, das deutsche Volk. Die Verräter aus dem Titel sind Spione, die an Flugzeugtechnik interessiert sind, aber auch an Informationen über Infrastruktur. Ihre genaue Motivation wird nichtRead More
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Krimi-Revolution im Fernsehen Es gibt da so einen Reflex im Feuilleton und gelegentlich auch in Online-Magazinen, in denen plötzlich Fernsehsendungen „Kinoformat“ zugesprochen wird. Sagt Sonja Hartl. Sehr zuverlässig tritt er in zwei Fällen auf: Bei einer gehypten Serie aus den USA auf, die in Deutschland noch nicht zu sehen ist. Oder wenn ein renommierter Regisseur eine Tatort- respektive Polizeiruf-Folge inszeniert. In diesem zweiten Fall kommt dann eine weitere wiederkehrende Bewertung hinzu. Es wird nicht nur die „Magie des Filmischen“ (FAZ) wie bspw. bei Christian Petzolds „Wölfe“-Polizeiruf beschworen, sondern zudem dieRead More
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  Lehranstalt des Empfindens Alf Mayer ist angerührt von der isländischen Fernsehserie „Trapped“. Bei aller Bilderflut ist weithin verloren gegangen und mehr als selten geworden, was einen früher über Jahre und Jahrzehnte immer mal wieder an einen bestimmten Film denken ließ, was sich derart in der Erinnerung einzunisten vermochte, dass es Teil wurde von einem selbst – eine Filmszene, ein Filmmoment quasi als „Wort“ oder Begriff des eigenen Gefühlshaushalts. Ein höchst individueller Vorgang, gewiss, aber ausgelöst durch die Begegnung mit etwas ungeheuer Universellem. In unserer rasanten Medienbilderwelt ist so etwasRead More
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Posted On April 15, 2017By Andreas KöhnemannIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Ben Wheatley: Free Fire

Shootout im Kriechen Von Andreas Köhnemann Die Idee klingt irgendwie reizvoll: Man caste eine Reihe hochkarätiger Stars – und lasse sie nach kurzer Exposition über eine Stunde lang höchst ungraziös auf dem Boden herumkriechen, schießen und fluchen. Wenn diese Idee von einem Filmemacher wie Ben Wheatley umgesetzt wird, können dafür Leute wie Cillian Murphy, Brie Larson und Sam Riley sowie Martin Scorsese als ausführender Produzent gewonnen werden. So ist ein schnörkelloses Genrestück entstanden, dessen Minimalismus in einem diametralen Gegensatz zu Wheatleys überbordendem Vorgängerwerk High-Rise steht. Abgesehen von der inhaltlichen sowieRead More
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Eine TV-Serie – Zwei Sichtweisen I. Vom Tod einer Göttin. Ein Essay von Markus Pohlmeyer/12.3.17 Summary: Es gibt zwei Göttinnen/Künstliche Intelligenzen (Die Maschine und Samaritan) und ihre Untertanen wir Zuschauer beobachten aus der Haustierperspektive (human point of view) den Kampf dieser beiden Titanen.[1] (Noch eine historische Anmerkung: „Das Fachgebiet ‚Künstliche Intelligenz‘ (KI) existiert – zumindest dem Namen nach – seit der Dartmouth Konferenz 1956, dort wurde ‚Artificial Intelligence‘ das erste Mal erwähnt. Vorher hatte allerdings auch schon Alan Turing 1950 in einem Aufsatz ‚Computing machinery and intelligence‘ die Frage diskutiert, obRead More
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Posted On März 15, 2017By Christopher WerthIn Crimemag, Film/Fernsehen

Kino: T2 – Trainspotting von Danny Boyle

“It had better not be shite, Danny.” Einer der prägendsten Filme der 90er, vergleichbar vielleicht nur mit mit Pulp Fiction, bekommt eine Fortsetzung. Weil das ohnehin niemals im Leben gutgehen kann, regelte Christopher Werth seine Erwartungshaltungen auf Anschlag nach unten. Und siehe da – es tat nur ein bisschen weh. Trainspotting 2: Mission Impossible Trainspotting katapultierte 1996 die Karrieren von Regisseur Danny Boyle, Hauptdarsteller Ewan McGregor und dem Autor der Buchvorlage Irvine Welsh in die internationale Umlaufbahn. Der Soundtrack, die kongeniale Mischung aus alten und neuen Songs, die Bildsprache, die ErzählweiseRead More
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Posted On März 15, 2017By Joachim KurzIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Lars Hennig: Zwischen den Jahren

Leben und Sterben in der Zwischenwelt Von Joachim Kurz Becker (Peter Kurth) ist kein Mann von vielen Worten; „Lass doch mal das Gequatsche!“ scheint sein Lieblingssatz zu sein, mit dem er seinen Kollegen Barat (Leonardo Nigro) anherrscht. Dabei ist der so ziemlich der einzige Freund, den der schwammige Wachmann beim Werkschutz eines Unternehmens irgendwo in der Peripherie des Großraumes Köln hat. Barat war früher mal Bulle und hat dann „Scheiß gebaut“, aber das ist nichts im Vergleich zu Beckers Lebensgeschichte, der im Knast war, weil er bei einem Überfall eineRead More
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Posted On März 15, 2017By Sonja HartlIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Michael Koch: Marija

Überleben in Dortmund von Sonja Hartl Die Ukrainerin Marija (Margarita Breitkreiz) lebt in Dortmund, arbeitet als Reinigungskraft in einem Hotel und träumt von einem Friseursalon. Jeden Monat versucht sie zu sparen, aber sie muss allein für ihre kleine Wohnung 150 Euro Miete in der Woche zahlen. Dann wird sie im Hotel beim Stehlen erwischt, verliert ihre Stellung und muss sich etwas einfallen lassen. Doch Marija hat die Nase voll, von Billigjobs, in denen sie ausgebeutet wird, von der Unsichtbarkeit und von diesem tagtäglichen Kampf um Kleinigkeiten. Veränderungen müssen her. AlsRead More
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Posted On Februar 18, 2017By Katrin DoerksenIn Crimemag, Film/Fernsehen

Berliner Filmfestspiele 2017: Berlinale-Tagebuch #3

Vom Ende der Menschheit und des Festivals -Von Katrin Doerksen. Die typischen Berlinale-Krankheiten haben sich irgendwann eingenistet: Bei mir fing es mit Halsschmerzen an, ging in Schnupfen über und schließlich bin ich bei einem trockenen Husten angelangt, den nicht wenige Kollegen in den Kinosälen mit mir teilen. Dazu kommen Knieschmerzen und Fußkrämpfe vom vielen Sitzen. Es wäre ein Elend, kämen sie nicht jedes Jahr so zuverlässig wieder, dass die berüchtigten Berlinale-Beschwerden inzwischen zu einem Klischee geronnen sind. Heiser lacht man darüber und zückt das nächste Taschentuch. Das Elend ist auchRead More
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Posted On Februar 15, 2017By Katrin DoerksenIn Crimemag, Film/Fernsehen

Berliner Filmfestspiele 2017: Berlinale-Tagebuch #2

Von ziellosen Reisen und 35mm-Melancholie  Von Katrin Doerksen Zum ersten Mal werden auf der Berlinale nicht nur die obligatorischen Festivaltaschen an die Presse verteilt, sondern auch Thermobecher. Man möchte den Verbrauch an Pappgeschirr eindämmen, heißt es. Aber mal abgesehen davon, dass der Kaffee darin den Geschmack von Blech annimmt, passen die Becher nicht unter die Automaten des Kaffeekapsel-Sponsoren. Und wenn die internationale Jury in den Pressevorführungen sitzt, teilt ein Assistent ihnen stets Mineralwasserflaschen aus, die hinterher angebrochen und noch halbvoll an den Plätzen stehen. So richtig scheint die Berlinale ihreRead More
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On Dangerous Ground (14). Film, Verbrechen und andere Mittel Max Annas über „„In jenen Tagen“ von Helmut Käutner Es ist einfach, zu sagen: Das würde man heute so nicht mehr machen. Die Rahmenhandlung von „In jenen Tagen“ wirkt steif und für die Bühnenkante ausgedacht. Der Karl und der Willy demontieren in einem Hinterhof ein Automobil. Eingeführt in einem Schwenk von beinah 360 Grad landet die Kamera auf den beiden jungen Männern, die den alten Opel Kadett ausschlachten. Der Schwenk zeigt Trümmer, ein versehrtes Hamburg und versehrte Menschen, der Einbeinige doppelt dieRead More
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Posted On Februar 15, 2017By Christopher WerthIn Crimemag, Film/Fernsehen

Kino: „Split“ von M. Night Shyamalan

Coup d’État im Großhirn In der Brust von Goethes Faust streiten sich zwei Seelen. Im Kopf von Kevin Wendell Crump 24 Persönlichkeiten. Christopher Werth war im neuen Film von M. Night Shyamalan.   Gespaltene Persönlichkeiten – das ist im Kino immer schon ein gern gesehenes Mittel. Da wäre z.B. ein gewisser Norman Bates, der sich manchmal für seine Mutter hält und den es jetzt auch als Serienfigur in Bates Motel gibt. Ein interessantes Prequel zu Hitchcocks Psycho. Oder: der glitschige Gollum aus Herr der Ringe, der mit sich selbst überRead More
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Posted On Februar 15, 2017By Joachim KurzIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Suburra

Das finstere Herz von Rom von Joachim Kurz Über die Dekadenz der italienischen Hauptstadt ist viel geschrieben und gedreht worden – von Historienepen bis hin zu Politthrillern wie Paolo Sorrentinos Il Divo oder dessen Hymne an die depravierte Upper Class La Grande Bellezza. Stefano Sollima nähert sich der ewigen Stadt nun anders – von unten sozusagen. Im antiken Rom war „Suburra“ die Bezeichnung für das verrufene Stadtviertel unterhalb der Patrizierhügel, wo sich Senatoren, Gauner und Rotlicht-Volk trafen, um dunkle Geschäfte zu tätigen und auf verschiedene Weise miteinander zu verkehren. InRead More
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Posted On Februar 12, 2017By Katrin DoerksenIn Crimemag, Film/Fernsehen

Berliner Filmfestspiele 2017: Berlinale-Tagebuch #1

Von geplagten Künstlern und musikalischem Wahnsinn   Von Katrin Doerksen Am Vorabend der Berlinale ist die Festival-Website down, das Telefon des Pressebüros ist überlastet und ausgebremste Journalisten bäumen sich in den Social Media-Kanälen auf. Vom Sturm vor der Ruhe ist man zu orakeln versucht, denn der Wettbewerb des 2017er Jahrgangs lässt zu weiten Teilen nicht unbedingt die Hose in vorfreudiger Erwartung aufgehen. Aber wofür lässt sich das Kino schon heftiger lieben als für sein Vermögen uns immer wieder aufs Neue zu überraschen?   Dur-Tonarten den Vorzug geben, weg mit denRead More