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„Ich finde, ein bisschen Sklaverei und Rassentrennung haben noch niemandem geschadet“ Allein schon ein Zitat aus dem Buch als Überschrift zu wählen, bringt einen bei Google in Gefahr, die falschen Leser anzuziehen. Paul Beatty hat für seinen Roman „Der Verräter“ in der Übersetzung von Henning Ahrens die Grenzen der political correctness weit hinter sich gelassen, indem der afroamerikanische Autor mitten in Amerika eine Enklave ausruft, in der die Bürgerrechte aufgehoben und die Rassentrennung wiedereingeführt wird. Vor allem spüren wir Leser hinter jeder Slapstickeinlage das über Jahrhunderte aufgestaute Entsetzen, das nurRead More
Liebes CrimeMag-Publikum, Kriminalliteratur wurde früher gerne als „Asphalt-Literatur“ abgetan. Wir finden, dass das ein Adelstitel ist. Wir mögen Asphalt, wir mögen Großstadt, wir mögen Realität. Deswegen präsentieren wir Ihnen hier eine neue Rubrik, die jeden Monat Bilder des Fotografen Carsten Klindt und Texte der Polizistin Nadja Burkhardt kombiniert: Street Scenes und Street Crimes. Aus Realität wird Kunst in Bild und Wort, fragmentarisch und  kaleidoskopisch. Freuen Sie sich mit uns! (Hier Auftritt Nr. 1, Nr. 2, Nr. 3, Nr.4, Nr. 5, Nr.6 und Nr.7 und Nr. 8.) – Nadja Burkhardt macht diesmal wieder Pause. STREET SCENES „Street Scenes“ ist eine Serie des Berliner FotografenRead More
Empörung oder: Die Hässlichkeit des Tötens Sonja Hartl über einen umstrittenen Film Manchmal ist die Rezeption eines Films ebenso interessant wie der Film an sich: Als bei der diesjährigen Berlinale Fatih Akins „Der Goldene Handschuh“ uraufgeführt wurde, fand der Film unter den anwesenden KritikerInnen mehrheitlich keine Zustimmung: eklig sei er, war zu lesen, das Buch sei ja viel besser. Nun ist „das Buch ist besser“ kein Bewertungskriterium für einen Film. Mal abgesehen davon, dass es zwei verschiedene Medien sind, sagt dieser Satz nichts über den Film an sich aus, überRead More
Dead or alive? Abschied und Neuanfang James Sallis verabschiedet sich mit jedem weiteren Roman von Verbrechen und Aufklärung. Wie alle guten SchriftstellerInnen wendet er sich dem Menschen zu. Sallis’ Personal wirkt gebrochen. Vom Leben, von Krankheiten, von Anfang an. Es gibt ein Verbrechen, Tote, Vermisste, „Passiert ja nicht alle Tage, dass gleich zwei vermisste Personen bei einem auf der Veranda stehen.“ einen Sheriff, sogar eine FBI Agentin, Spurensuche. Schlüsselfiguren geistern durch den Roman. Lose Enden bleiben offen. Sallis weigert sich, sie endgültig zu schließen. Eigentlich eine Paradedisziplin der Kurzgeschichte. VielleichtRead More
Der grübelnde Detektiv von Frank Rumpel Als Serienfigur hatte der Autor Heinrich Steinfest seinen chinesischstämmigen Privatdetektiv Markus Cheng ursprünglich nicht konzipiert. Seinen ersten Auftritt hatte der im Jahr 2000 im Roman „Cheng“ und darin nahm Steinfest seine Detektivfigur förmlich auseinander, setzte ihr dermaßen zu, dass Cheng am Ende schwer lädiert, einarmig, taub, längst kein Ermittler mehr, erschossen wird. Oder auch nicht. Denn in der Folge bemühte der Autor ihn dann doch immer mal wieder, drei Mal bisher (Ein sturer Hund, Ein dickes Fell, Batmans Schönheit), zuletzt vor neun Jahren. NunRead More
Wieso kennt das keiner? Wiederentdeckt: Günther Birkenfelds großer Nachkriegsroman Das Buch erschien 1955 und ist untergegangen, es passte wohl nicht in den Zeitgeist. Nur meine 90-jährige Freundin Katja erinnert sich, dass sie es als junges Mädchen mit Freude und Gewinn gelesen hat. „Viel gab es ja damals nicht!“ Der verdienstvolle Verlag „Das kulturelle Gedächtnis“ hat es neu aufgelegt, hübsch gebunden, mit einem aufschlussreichen Nachwort versehen, und mit einer Danksagung, die vermuten lässt, dass es allerlei Unterstützung bedurfte, damit es erscheinen konnte.  In den 50er Jahren passte es wohl nicht inRead More

Posted On März 4, 2019By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag März 2019

Markus Pohlmeyer über „Missions“

„Missions“ – Platon, der Mars und Was wir schon einmal verloren haben. „Die Hemmungen vor der unverantwortlichen Anwendung der Techniksind klein und weltweit fast immer kurzfristigen nationalen oderunternehmerischen Interessen untergeordnet.Heute sind wir in der Lage, absichtlich oder unbeabsichtigt, die globale Umwelt zu verändern.“[1] (Carl Sagan) „Narren, die des Hyperions-Sohnes, des Helios, Rinderin sich stopften; doch der nahm ihnen den Tag ihrer Heimkehr.Davon berichte – beginn, wo du willst –, Zeus’ Tochter, auch uns nun!“[2](Homer) „Missions“[3]: eine europäischen Raumfahrtmission, gesponsert von dem Milliardär W. Meyer, führt zum „♂ Mars“. Die Episodentitel werdenRead More
Zeuge von etwas wahrhaft Großem sein Gestern Abend auf dem Weg zum Kino hat mich das Schaufenster meiner Lieblingsbuchhandlung bezaubert. Rings um das hier besprochene Buch war darin eine ganze Batterie von Kinder- und Jugendbüchern zum Thema aufgebaut: „Mein großes Buch vom Weltall“, „Armstrong“, „Sterne und Planeten. Die Sachbuchreihe mit der Maus“, „Was ist was? Der Mond. Rätselhaft und mächtig“, „Das große Weltall: Die Geschichte der Raumfahrt“, „Kinder-Weltraumatlas“, „Space Kids. Eine Einführung in den Weltraum“ und mehr.Der Anblick ließ mich einen erleichterten Seufzer tun. Es ist mehr als erfreulich, dassRead More

Posted On März 4, 2019By Christopher G. MooreIn Crimemag, CrimeMag März 2019

Christopher G. Moore: The Immortals and Time

The beginning and the ending … An essay by Christopher G. Moore – And a call for the The Moore Prize 2019 Writing on Human Rights at the end of this text. The word “immortals” is entwined in my mind with the Jorge Luis Borges’ story titled The Immortals. The story is an exploration of immortal beings imprisoned in the infinite and seeking to understand their condition. This passage in particular speaks a truth about our ideas of immortality. “Indoctrinated by a practice of centuries the republic of immortal men had attained the perfection of tolerance and almost that of indifference. TheyRead More

Posted On März 4, 2019By Matthew ParkerIn Crimemag, CrimeMag März 2019

Ian Fleming, James Bond & Jamaika

1943 – der erste Kontakt  Ein Textauszug aus „Goldeneye“ – von Matthew Parker An der Nordküste ließ ich ein kleines Haus errichten, das ich Goldeneye nannte. An diesem Ort, ja vielleicht sogar durch diesen Ort, sowie durch das Leben, das ich auf Jamaika führte, hat sich mein ganzes Dasein tiefgreifend verändert. (1)  – Ian Fleming, 1963  Juli 1943. In der jamaikanischen Hauptstadt Kingston findet eine britisch-amerikanische Marinekonferenz mit hochrangigen diplomatischen Vertretern statt. Deutsche U-Boote haben in der Karibik schwere Zerstörungen angerichtet und die Flotte der Alliierten empfindlich getroffen. Der LeiterRead More
Wenn die Drogenkartell-Krake sich im Weißen Haus einnistet Nach „Tage der Toten“ (2005, dt. 2010) und „Das Kartell“ (2015) hat Don Winslow, 65, nun mit dem fast tausend Seiten starken Band „Jahre des Jägers“ (O-Titel „The Border“) seine Trilogie um den Drogenfahnder Art Keller abgeschlossen. Die Brutalität ist jetzt noch exzessiver, die Drogen sind noch heimtückischer und die lockeren Koalitionen von Dealern, Clans, Killern, Banken und Politikern total unberechenbar geworden. Auch die  Grenzen zwischen organisierter Kriminalität und politischer Einflussnahme sind fließend; aktuelle brisante  Bezüge auf den geplanten Mauerbau an der  mexikanischen Grenze undRead More
Willkommen in der Hölle Eine Vorkritik von Andrea O’Brien. Rachel Kushners Roman „The Mars Room“ erscheint am 18. Juni 2019 übersetzt von Bettina Abarbanell, deutscher Titel: „Ich bin ein Schicksal“  (Rowohlt, Hardcover, 432 Seiten, 24 Euro). Sie werden in Ketten gefesselt, in Käfige gesperrt, mit Elektroschockern in Schach gehalten. In Rachel Kushners Roman »The Mars Room« ist Leben wertlos, es verendet stumm und bleibt als toter Fleischhaufen zurück.  Dieses Buch handelt allerdings nicht von Tierquälerei. Es ist auch keine düstere, misogyne Dystopie, die Margaret Atwoods schlimmstem Alptraum den Rang ablaufenRead More

Posted On März 4, 2019By Marcus MuenteferingIn Crimemag, CrimeMag März 2019

Bloody Questions mit James Lee Burke

„Evil always consumes itself“ The Crime Questionnaire: Part 1 – von Marcus Müntefering Lücken füllen: Seit 2014 schickt der Literaturkritiker Marcus Müntefering Krimischriftstellern, die er schätzt, per E-Mail seinen Fragbogen „Bloody Questions“ (in seltenen Fällen stammen die Antworten auch aus Gesprächen). Zunächst wurden die „ausgefüllten“ Bögen auf dem schon länger nicht mehr existenten Blog Krimi-Welt veröffentlicht. Zusätzlich zu sporadischen neuen „Bloody Question“ gibt es jetzt monatlich einen dieser „Klassiker“ bei uns im CrimeMag, in der Reihenfolge ihres Erscheinens. Den Anfang machte und macht der große James Lee Burke. Zeitpunkt: Oktober 2014. 1 Have youRead More
„Ein Dschungel, in dem man sich gut verstecken kann“ Rezension von Peter Münder  Schon das flüchtige Durchlesen der Kapitelüberschriften dieses  geradezu berauschend illustrierten Coffee Table Books wirkt beruhigend:  Denn  „Zwischen Repräsentation und Rückständigkeit“, „Licht und Schatten: Die Jahre des Faschismus“ oder „Neorealismus, Dolce Vita, Wirtschaftswunder“  sind keine Anreißer für  aufgebrezelte Hochglanz-Banalitäten, sondern Indizien für fundierte Hintergrundanalysen und faszinierende Facetten  römischer Geschichte. Der Architektur-Historiker (Uni Florenz) Giovanni Fanelli hat diesen Prachtband mit Großformat-Fotos von Giacomo Caneva, Pompeo Mokins, Guiseppe Primoli, Alfred Eisenstaedt, Carlo Bavagnoli, Henri Cartier-Bresson, Pasquale de Antonis, Peter Lindbergh, Slim Aarons und William Klein zusammengestellt. EsRead More
Dieses Gedicht  Abends, wenn die Zeilen
leer im offenen Fenster klappern und Lücken im Gefühl auftauchen, wie Gespenster grinsen: wen glaubst du zu erkennen zwischen den unvollständigen
Sammlungen von Absichten
und Insektenflügeln, wohin
sind Bemühung und Schrift.  Feg alles vom Tisch: die Blätterhaufen, unter denen die Worte verrotten. Die zurechtgelegten Würfel. Die Schuldbekenntnisse. Die Girlanden.  Schritte hallen heran, warte, solange du willst: sie werden dein Gedächtnis nicht erreichen.  London vorbei, die Welt:eine Schublade voller Kopien, und du weißt: kein Satz überlebt den Januar.Du weißt: auch dieses Gedicht bleibt ungeschrieben.  © ingrid mylo  Die sonnige Fratze des Wasserspeiers  Messerwurf. Münze.
Die sonnige Fratze des Wasserspeiers
auf dem Weg zumRead More
Eine Vielzahl Krimi-Neuheiten  … erscheinen jeden Monat, dazu Graphic Novels (vulgo: Comics) und DVDs und BluRays. Unmöglich, das alles zu überblicken und zu rezensieren. CrimeMag siebt und schürft deshalb für Sie und weist hier regelmäßig mit Hilfe von:Kaliber.38 und der befreundeten BuchhandlungenChatwins (Berlin), Hammett (Berlin),Glatteis (München),Wendeltreppe (Frankfurt) undBuchladen in der Osterstraße (Hamburg) auf interessante Neuerscheinungen hin.Empfehlungen für DVDs, BluRays und Comics geben Katrin Doerksen und Thomas Groh. Jan Christian Schmidt von Kaliber.38: Einiges los im März 2019. Auf meiner Leseliste sind die folgenden Titel: Dirk Brauns: Die Unscheinbaren (Galiani) Massimo Carlotto: Blues für sanfte Halunken und alte Huren (Folio)GioacchinoRead More

Posted On März 4, 2019By Claudia FiedlerIn Crimemag, CrimeMag März 2019

Veranstaltungskalender

Krimilesungen vom 01.03.2019 bis 31.03.2019 Unser Veranstaltungskalender bietet Ihnen eine feine Auswahl an interessanten Autoren, die sich zurzeit auf Lesereise befinden. Bernhard Aichner stellt seinen Roman „Bösland“ vor:28.03.2019     Friedrichsbau Varieté Theater, Stuttgart, Beginn 20:00 Uhr29.03.2019     Hotel Puradies, A-Leogang Hier gibt es mehr Infos. Friedrich Ani liest aus „Der Narr und seine Maschine“:26.03.2019     Buchhandlung Schmid, Schwabmünchen, Beginn 20:00 Uhr28.03.2019     Kornkasten – Stadtbücherei Mühldorf a.Inn, Beginn 20:00 UhrWeitere Infos finden Sie hier. Lesungen von Zoë Beck aus „Die Lieferantin“:07.03.2019     Villa Clementine, Wiesbaden, Beginn 20:00 Uhr09.03.2019     Taunushalle, Solms, Beginn 19:30 UhrFür mehr InfosRead More

Posted On März 4, 2019By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag März 2019

Krimi-Gedicht

I see Ghost (Ghost Gun Fighters) By As Animals I never see your crazy faceSmiling, laughing, screaming my name (like that)Suddenly your eyes disappear in the nightI run as fast as i canIt’s strange, it’s strange, it’s strangeWhere is the love that you haveInstead, instead, insteadAs if it was missing from your heartIt’s more than i can bearIt can’t be real too strange for me I see ghost gun fightersI see ghost gun fighters Oh oh ohI feel my body falling deepNothing to catch me when i sleepThe fever andRead More
Sitzen bleiben für den Abspann Es gibt so viele Filme über das Filmemachen und so viele Filme über das Heranwachsen, über den dringenden Wunsch in der Welt Spuren zu hinterlassen, aber noch keinen wie Joanna Hoggs The Souvenir. „In a film we don’t want life as it is but as it is experienced,“ sagt Tom Burkes Figur darin zu Julie (Honor Swinton Byrne), einer englischen Filmstudentin der 1980er Jahre. Sie kommt aus der Upper Class, will aber unbedingt einen Spielfilm über die Hafenarbeiter machen, über die Ausgebeuteten der Thatcher-Ära. Später wirdRead More
Herbst und Winter auf den Feldern der Berlinale Natürlich sind auch die Nachfahren der kanadischen First Nations, deren Land der Suche nach Öl zum Opfer gefallen ist, im schweren Wagen und per Motorboot unterwegs. Das ist nur ein winziger von sehr vielen Momenten, auf die uns Nikolaus Geyrhalter in seinem neuen Dokumentarfilm Erde (im Forum) einmal mehr stupst, um zu zeigen: Es ist kompliziert. Fracking-Gelände in der nordamerikanischen Weite, der Marmorsteinbruch im italienischen Carrera, Braunkohleabbau in Ungarn oder gleich eine völlig neue Stadt, die in Kalifornien entstehen soll, wo kürzlich nochRead More
Weiter Himmel, tiefer Morast Die Augenbrauen sind fast nicht sichtbar, was ihr nicht nur einen Ausdruck ständigen Staunens verleiht, sondern ihr Gesicht unter den wasserstoffblonden Locken auch seltsam konturlos erscheinen lässt. Nur die kobaltblauen Augen stechen deutlich daraus hervor. Benni (Helena Zengel) ist neundreiviertel Jahre alt und es ist kein Wunder, dass fast alle im Film vor ihr Angst haben, die anderen Kinder und auch die Erwachsenen. Denn Benni (eigentlich Bernadette, aber den Namen hasst sie) schreit und schmeißt mit Spielzeugautos um sich bis Sicherheitsglas zu Bruch geht. Sie rammtRead More
Herzlich willkommen Nach unserem Mammut-Jahresrückblick 2018 mit insgesamt 66 Autorinnen und Autoren melden wird uns jetzt mit einer dicken Februarausgabe zurück. WordPress hat unsere Arbeitsoberfläche modernisiert, hoffen wir auf nicht allzu viel Verschlimm-Besserung und wünschen Ihnen gute Lektüre auch auf dem Smartphone – oder wo immer. Thomas Adcock hält uns über die neusten Entwicklungen der größten Crime-Story der USA auf dem Laufenden („Get out!“), Robert Rescue konfrontiert seinen Geisterjäger Klaus Pelzer m0it den Smart-Home-Geräten des Grauens, Fotograf Carsten Klindt zeigt uns Street-Scenes und Markus Pohlmeyer „Die Sonne Chinas“ in denRead More

Posted On Februar 3, 2019By Thomas AdcockIn Crimemag, CrimeMag Februar 2019

Thomas Adcock: Get Out!

Get Out! Curtains Closing on a Carnival of Crime Down Among the Dead Men Let Him Lie’  by Thomas Adcock NEW YORK CITY, near America Happy New Year to all you fighting men and women of The Resistance! Ever since the surreality of a bellicose Know-Nothing’s criminal ascension to the presidency, back in November 2016, you have acted in the grand spirit of the American Revolution of some two centuries ago—a nervy peasant uprising, begun in 1776, that ousted a crazy-cruel British tyrant. You own the triumphal moment at hand: OurRead More

Posted On Februar 3, 2019By Robert RescueIn Crimemag, CrimeMag Februar 2019

Robert Rescue: Eine Geisterjäger-Story

Klaus Pelzer und die Smart Home Geräte des Schreckens Von Robert Rescue Die Frau, die Klaus Pelzer die Tür öffnete, wirkte apathisch. So stellte sich Pelzer einen Zombie vor, der einem die Wohnungstür öffnete. Ein Denkfehler, wie er sich eingestehen musste. Ein Zombie würde niemals eine Tür öffnen, dazu war er schlichtweg zu doof. „Klaus Pelzer mein Name“, stellte er sich vor. „Sie hatten mir eine Mail geschrieben.“ Sie nickte nur und hielt die Tür auf. Die Mail von Frau Börne hatte Pelzer zunächst stutzig gemacht. „Hallo, das Böse istRead More
Liebes CrimeMag-Publikum, Kriminalliteratur wurde früher gerne als „Asphalt-Literatur“ abgetan. Wir finden, dass das ein Adelstitel ist. Wir mögen Asphalt, wir mögen Großstadt, wir mögen Realität. Deswegen präsentieren wir Ihnen hier eine neue Rubrik, die jeden Monat Bilder des Fotografen Carsten Klindt und Texte der Polizistin Nadja Burkhardt kombiniert: Street Scenes und Street Crimes. Aus Realität wird Kunst in Bild und Wort, fragmentarisch und  kaleidoskopisch. Freuen Sie sich mit uns! (Hier Auftritt Nr. 1, Nr. 2, Nr. 3, Nr.4, Nr. 5, Nr.6 und Nr.7) – Nadja Burkhardt macht diesmal Pause. STREET SCENES „Street Scenes“ ist eineRead More
Scharfkantig Thomas Wörtches Nachwort zu „Der lombardische Kurier“ von Giorgio Scerbanenco „Der lombardische Kurier“ ist ein bemerkenswert grausames Buch. Dieser Eindruck ist heute noch so richtig wie zu seiner Veröffentlichungszeit 1968, auch wenn wir inzwischen viel expliziter geschilderte und vor allem viel kumuliertere Scheußlichkeiten gewöhnt sind. Allerdings erweist sich diese Gewöhnung angesichts der konsequenten, impliziten und inhärenten Grausamkeit von Giorgio Scerbanencos drittem Duca-Lamberti-Roman als erstaunlich brüchig. Im Grunde sind es zwei Grausamkeiten, die in einem merkwürdig eisigen Spiegelverhältnis zueinanderstehen. Da ist einmal, ganz evident, das Massaker, das die elf adoleszentenRead More