‘Crimemag’

Binge Watching: The Walking Dead

Die Zombies, das sind die anderen. Sie sind fokussiert. Sie kennen nur eins: höchste Konzentration auf den Gegner. Sie sind aber keine Weltmeister. Sie sind nämlich schon tot. Christopher Werth legt die blutverschmierte Axt zur Seite, steckt eine Zigarette an und gibt kurz Zwischenbericht über die ersten drei Staffeln der Zombie-Serie „The Walking Dead“. Tote […]

DVD: Inspector Barnaby. Collector’s Box 4

Unbedenklich unsittsam – Es ist beruhigend, dass auch unsere englischen Freunde „Midsomer Murders“ wie wir als die charmanteste und abgedrehteste Einschlafhilfe ever betrachten. Der Herausgeber dieses Magazins hat es auch noch nie geschafft, eine ganze Folge „Inspector Barnaby“ wach zu überstehen, hat aber immer sehr angenehm dabei geschlummert. Das ist auch eine Qualität. Anna Veronica […]

Krimigedicht: Leonard Cohen Who by Fire

Who by Fire by Leonard Cohen And who by fire, who by water, Who in the sunshine, who in the night time, Who by high ordeal, who by common trial, Who in your merry merry month of may, Who by very slow decay, And who shall I say is calling? And who in her lonely […]

Klassiker-Check: „I, the Jury“ von Mickey Spillane

1 Buch, 3 Kritiker – 1947 erschienen, galt und gilt „Ich, der Richter“, so der deutsche Titel, als „Skandalbuch“, hauptsächlich weil der Held Mike Hammer am Ende der bösen, blonden, schönen und intellektuellen Mörderin seines Freundes mit dem Kommentar „Es war leicht“ („It was easy,“ I said) eine 45er Kugel in den Unterleib schießt. Aber […]

Editorial, 09.08.2014

Liebes CrimeMag-Publikum, „I, the Jury“ von Mickey Spillane gehört sicher zu den umstrittensten Büchern des 20. Jahrhunderts. Wirklich? Und warum eigentlich? Joachim Feldmann, Marcus Müntefering und Thomas Wörtche haben den Roman noch einmal gelesen: ein Dreifach-Klassiker-Check. Von Pulp zu Pulpo ist es nicht weit – und als Sommergabe für seine Leserinnen und Leser schenkt uns […]

Carlos

DIE PULPOTRILLOGIE Teil 1 Der August lodert! Strandzeit! (Zumindest für Ba-Wüler, liebe Wiederarbeitenmüsser, HARR, HARR!) Lesezeit! Krimizeit! Voilá! Es beginnt: Teil 1: Pulpo hat ein Problem Ich saß in meinem Büro in Upper-Lower-Eastside West und ordnete ein paar Papiere: Rechnungen, die ich noch nicht zahlen würde, Rechnungen, die ich nie zahlen würde sowie die wöchentlichen […]

Paul Duncan/Jürgen Müller: 100 Klassiker des Film Noir

Bibel mit Sündenfall – Immer wieder sehr beliebt: Sampler mit Rankings, die 100, 1000, 2000 besten, schlechtesten Filme/Bücher/Comics etc. Die Qualität dieser Dinger kann arg unterschiedlich sein. Amateurzeugs, zusammengeklebt, oder eben sehr professionell gemachte Prachtbände mit Anspruch. „Film Noir. 100 All-Time-Favorites“ aus dem Verlag Taschen gehört zu letzteren Sorte. Eine Besprechung plus von Alf Mayer. Lieber […]

DVD: Die Brücke 2 – Transit in den Tod

Unsere Lieblingsautistin „Die Brücke“ gilt, wie andere skandinavische Produktionen auch, als glühendes Beispiel dafür, was Fernsehen kann – wenn es nur keine störenden deutschen Redakteure gäbe … Nicht ganz HBO, aber immerhin … Deswegen jetzt also „Die Brücke“, 2. Staffel, in der die großartige Sofia Helin als die schwedische Kommissarin Saga Norén brilliert … Anna […]

Bloody Chops

Bloody Chops, bluttropfend, frisch vom Hackklotz. Am Beil heute Joachim Feldmann (JF) und Alf Mayer (AM). Auf dem Klotz: Friedrich Ani: „Unterhaltung“, Torkil Damhaug: „Feuermann“, Joel F. Harrington: „Die Ehre des Scharfrichters“ und Frank Köhnlein: „Vollopfer“. Finstere Komik (JF) Friedrich Ani, der hochspannende Roman schreiben kann, die eindeutig der Detektivliteratur zuzurechnen sind, obwohl es letztendlich […]

Christopher G. Moore: Views from Bangkok

Wir denken bei Thailand automatisch an Sex-Business, Sex-Tourismus, Korruption und organisierte Kriminalität. Von außen. Christopher G. Moore lebt und schreibt in dieser Gesellschaft. Heute:  Tötungen „im Affekt“ gehören anscheinend zur anthropologischen Norm von Homo Sapiens und scheinen „global“ verständlich. Christopher G. Moore zeigt, wie auch bei solchen „klaren“ Phänomenen die Kontexte zum Verständnis notwendigerweise mitgedacht […]

Krimigedicht: Willie Dixon – Spoonful

Spoonful by Willie Dixon t could be a spoonful of diamond It could be a spoonful of gold Just a little spoon of your precious love Satisfy my soul Men lies about little Some of them cries about little Some of them dies about littles Everything fight about a spoonful That spoon, That spoon, that […]

Thomas Adcock: Give me your tired, your poor, your huddled masses

‘Give me your tired, your poor, your huddled masses—’ by Thomas Adcock Copyright © 2014—Thomas Adcock NEW YORK, near America Anxious about corruption and political instability in their ancestral country—and threats to their child from murderous street gangs—an impoverished couple made their way to a land of opportunity on the other side of a desert […]

Editorial, 02.08.2014

Liebes CrimeMag-Publikum, lesen Sie heute bei unserem US-Korrespondenten Thomas Adcock, wie weit es in der Realpolitik mit dem auf der Freiheitsstatue eingravierten Programm: „Give me your tired, your poor, your huddled masses …“ her ist – vor allem, wenn diese Menschen aus Lateinamerika kommen … Carlos gibt sich einer sehr freizeitlichen Beschäftigung hin: Rätsel, Krimi-Rätsel […]

Carlos

Krimi-Quiz Sehr beliebt, gerade in der Sommerzeit, wenn es mal regnet, sind lustige Ratespiele. Carlos möchte gerne dazu beitragen und Wissenswertes locker und entspannt für alle Krimi-Freunde vermitteln. Und außerdem reicht er den Kollegen und Kolleginnen die Hand und verrät seine Lieblingsnamen. Ein kleines Quiz rund um den Krimi. Bist du Experte? Ganz bestimmt! Dann […]

Robert Warshow: Die unmittelbare Erfahrung

„Den ganzen Unsinn ernst nehmen“ Noch zu entdecken: Robert Warshow, Kulturessayist Zwei schlanke Essays sind es, die ihn berühmt gemacht haben. Was Robert Warshow 1949 über die Tragik des Gangsters und 1954 über den Westerner und die von ihm repräsentierte Gewalt schrieb, gehört zum kulturellen Kanon. Jetzt endlich sind seine gesammelten Texte auf Deutsch erschienen, […]

Die Neffen sind los

Phantomias erschreckt Nosferatu: neue Beispiele aus Walt Disneys Fiktionenmaschine – Phantomias gehört zum Grundbestand der internationalen Kriminalliteratur – als frühes und wichtiges Beispiel für Multi- und Transmedialität. Weniger bekannt sind seine Bezüge zu Nonferatdu und Mario Götze. Markus Pohlmeyer analysiert, schluck: I „Die Neffen sind los!“ (Walt Disney Lustiges Taschenbuch 457, Berlin 2014): gemeint sind […]

Der Kriminalfall Moosbrugger. Ein Essay von Peter Münder (Teil 2)

Der „Lustmörder“ Moosbrugger: unser Bruder? – Im „Mann ohne Eigenschaften“ liefert Robert Musil eindrucksvolle Impressionen der dekadenten „kakanischen“ K.u.k.-Monarchie vor dem Beginn des 1.Weltkriegs. Der Roman kreist aber auch um den Kriminalfall Moosbrugger: Der inhaftierte Prostituiertenmörder übt auf die gutbürgerliche Wiener Gesellschaft eine eigenartige Faszination aus – warum ? Der zweite Teil des Essays von […]

Franzobel: Wiener Wunder

Na ja … „Hochliteraten“ beugen sich gerne entgegen dem Rat wohlmeinender Menschen zum Genre hinunter. Da kann man nichts machen, es passiert halt immer wieder. Jetzt also Franzobel mit „Wiener Wunder“. Joachim Feldmann hat sich wagemutig den Roman angeschaut. Wenig Gutes ist in der Regel zu erwarten, wenn Autoren, die sich der Produktion feuilletonkompatibler Literatur […]

Olen Steinhauer: Die Kairo-Affäre

Wir müssen draußen bleiben … – Die schärfsten Kritiker der Amis sind oft die Amis selbst. Gerade im Politthriller hat diese Haltung eine lange und großartige Tradition – denken wir an Autoren wie Ross Thomas, James Grady oder Robert Littell. Natürlich steht auf deren Büchern nicht „US-Kritik“ drauf … ihr kritischer Ansatz sitzt tiefer und […]

Christopher G. Moore: Views from Bangkok

Wir denken bei Thailand automatisch an Sex-Business, Sex-Tourismus, Korruption und organisierte Kriminalität. Von außen. Christopher G. Moore lebt und schreibt in dieser Gesellschaft. Heute: Die große Wende in der Cop Novel, die Joseph Wambaugh eingeleitet hat (hier mehr dazu), beruht auf dessen Methode: „Der konventionelle Polizeiroman zeigt, wie Polizisten an ihrem Job arbeiten, ich zeige, […]