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Posted On Dezember 16, 2018By Christian GeisslerIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2018

Textauszug: Dietrich Geissler „Kamalatta“

machtfrage, draußen, sagte motte Ein Textauszug aus Dietrich Geisslers „romantischem fragment“ von 1988    vor jahren mal bochum, antiimpkneipe, ich saß da als lehrling noch zwischen, und einer war eben erschossen worden, killfahndung damals die zeit, und da sagt bei mir nah eine frau, dass er nach seiner mutter gerufen hat ganz zuletzt, sowas find ich ja reichlich daneben, ich hab die frau rausgepustet von da wie dreck, es war aber auch so ein stoß zur gruppe, plötzlich siehst du das klar, das verkommt, was alles weiß und nichts tut,Read More
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Dann hörte er überhaupt auf zu denken … Das Leben ist eine Anstrengung, die einer besseren Sache würdig wäre. Karl Kraus 1 Detective Sergeant Hoke Moseley vom Miami Police Department öffnete die Tür seines Hauses in Green Lakes und sah nach links und nach rechts. Dann huschte er mit nacktem Oberkörper und nackten Füßen, bekleidet mit schlabbrigen weißen Boxershorts, hinaus und hob den Miami Herald vom Rasen auf. Um sechs Uhr morgens gab es eigentlich keinen Grund für diese Schamhaftigkeit. Seine Nachbarn waren noch nicht auf, und der Himmel imRead More
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Posted On Dezember 16, 2018By Donald E. WestlakeIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2018

Donald E. Westlake über Charles Willeford

Selbstinduzierte Schizophrenie als Überlebensmittel von Donald E. Westlake Charles Willeford schrieb eine sehr lange Zeit sehr gute Bücher, ohne daß es irgend jemandem auffiel. 1974 wurde einer seiner Romane verfilmt, Cockfighter (Hahnenkampf), mit Warren Oates in der Hauptrolle, und es fiel niemandem auf. In diesem Film spielt Willeford selbst den Hahnenkampfrichter und war als Schauspieler genauso lakonisch und unkonventionell wie als Schriftsteller, und immer noch fiel es niemandem auf. Und dann kam Hoke Moseley vorbei. Woher? Nach all den Jahren, in denen Willeford in der Wüste gute Bücher geschrieben hatte,Read More
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„Das war ein irrer weltweiter Rüstungswettlauf“ Kapitel 9 Der Schatten des dünnen Mannes In meinem Traum spielte Jake Bass für den König von Schweden, der sagte, er würde in den Todeslagern verschwinden, wenn er ihm bis zum Morgen keine neue Küche gebaut hätte. »Lass den Kopf in den Wolken«, schrie der König, »oder ich hacke ihn ab!« Ich verbrachte eine anstrengende Nacht, kämpfte mit dem König, versteckte Jakes Bass, ging in den Wolken verloren. Als ich am Morgen aufstand, war ich fast genauso müde wie beim Zubettgehen. Ich lief eineRead More
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Erziehung der Gefühle 4.0 In den letzten zehn Jahren, lese ich, hat sich der Wunsch junger Menschen nach Geschlechtsumwandlung vervielfacht: Zehnmal, hundertmal, zweihundertmal so viele Jugendliche wie davor glauben bzw. fühlen, im falschen Körper zu leben. Sie gehen in die Klinik und wollen sich mit Hormonen und Chirurgie richten lassen. Und, so geht der Bericht weiter, ein Arzt wird skeptisch. A geh, da schau i ja, wie man in Wien sagt.[1] Mit den Möglichkeiten wachsen die Bedürfnisse. Als ich jung war und mich nicht wie ein Mädchen benahm (das istRead More
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Die Seismographen – Agenten und Spione heute von Stefan May  Habent fata sua und so … Dieser Text basiert auf einem Radioskript, das nur in sehr reduzierter Form vom ORF realisiert wurde. Wir präsentieren Ihnen hier eine Prosafassung des Projektes, gespickt mit vielen O-Zitaten von Martin Maurer, Andreas Pflüger, Yassin Musharbash, Thomas Wörtche und andere mehr. „Ausspähen unter Freunden – das geht gar nicht“, hatte Angela Merkel vor einiger Zeit gesagt. Geht nicht, gibt´s nicht. Schon gar nicht in der Spionage. Auch wenn die deutsche Bundeskanzlerin angesichts amerikanischer Maulwurfsarbeit dasRead More
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Posted On Dezember 16, 2018By Guenther GrosserIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2018

Günther Grosser: Bill Beverly „Dodgers“

Wo die neue Energie herkommen könnte Die Dodgers, das ist das Baseballteam von Los Angeles, ursprünglich aus New York, wo sie als die „Bums“ galten, die Schmuddelkinder aus Brooklyn, die sich immer zu behaupten hatten gegen die großen Yankees aus der Bronx und die Giants aus dem Norden, aus Washington Heights. 1958 zogen sie nach Westen, nach Los Angeles, die Giants nach San Francisco, das Geld war jetzt in Kalifornien zu machen. Man planierte ein halbes Mexikanerviertel für ihr neues Stadion, Ry Cooder hat ein brillantes Album darüber eingespielt, „ChavezRead More
Joe von Larry Brown

Posted On Dezember 16, 2018By Marcus MuenteferingIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2018

Marcus Müntefering über Larry Brown

Der Süden vergisst die seinen nicht Zur Rezeption von Larry Brown – Von Marcus Müntefering. Mehr als ein halbes Jahrhundert musste nach ihrem Tode vergehen, bis Flannery O’Connors –wenn auch bis zur Unkenntlichkeit verfremdetes – Antlitz 2015 auf einer Briefmarke des U.S. Postal Service prangte. Ein viertel Jahrhundert dauerte es nach dem Ableben William Faulkners, bis 1997 vor dem Rathaus von Oxford, Mississippi, die Bank errichtet wurde, auf der der Nobelpreisträger seitdem als regungslose Statue die Ewigkeit genießt. Larry Brown hingegen, wie die beiden Vorgenannten einer der großen Chronisten des LebensRead More
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Ein Nudelholz und die Banalität des Bösen von Christiane Nitsche Die ersten drei Sätze setzen den Ton. Sie entscheiden darüber, ob ich lese oder nicht. Der vierte Satz in „Der Widersacher“ lautet: „Nie wird er den Anblick der grauen, versiegelten Plastiksäcke vergessen, in die man die Kinder gesteckt hatte.“ Der Impuls, der instinktiv sagt: Schluss. Stopp. Tote Kinder. Ich will das nicht; der Impuls, er kommt zu spät. Ich bin da bereits gefangen in einer der monströsesten Kriminalgeschichten des ausgehenden 20. Jahrhunderts – einer wahren Geschichte, wohlgemerkt. Ihr Protagonist: Jean-ClaudeRead More
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Keinerlei Unschuld mehr  Ava fährt zur Arbeit, nimmt die Metro, redet nicht viel, weil ihr das Sprechen nicht leichtfällt. Ihre Unsicherheit fühlt sich an, als würde sie auf Eiern gehen. Seit dem Massaker im Bataclan quält sie die Angst und trotzdem gefällt ihr die Vorstellung nicht, als mögliches Opfer gegängelt zu werden. Überall begegnen ihr Bewaffnete, die zu ihrem Schutz abkommandiert sind. Dabei glaubt sie, dass sie alle über die Toten hinweggehen müssen, damit die Toten nicht über sie hinweggehen. Statistisch gesehen stirbt sie eher bei einem Verkehrsunfall, als dassRead More
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Posted On Dezember 16, 2018By Ingrid MyloIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2018

Zwei Gedichte von Ingrid Mylo

La Véronique Hier sind die Schmetterlinge groß, und die Zikaden ziehen die stehengebliebene Zeit auf, ununterbrochen: vergeblich. Und der Wind: aus den Steineichen streicht er die unzutreffenden Bilder, hier, wo die Städte nichts gelten. Stühle schon eher: im Schatten. Oliven, die tausendmal in den Zweigen einen Punkt setzen hinter jedem Versuch, die Lesart zu ändern. Ja, hier, wo die Toten ihr Herz darbieten im aufgeplatzten Grün einer Mandel. Prosperos Buch Die Chinesen, heißt es, lesen die Zeit in den Augen der Katze. Wer hätte je versucht, in der Stille desRead More
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Posted On Dezember 16, 2018By Dominique OttIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2018

Dominique Ott zu „A Land Imagined“

Im Traumland Huan Tu oder A Land Imagined ist erst der zweite Langspielfilm des aufstrebenden Filmemachers Yeo Siew Hua, dessen Regiedébut In the House of Straw(2009) bereits als beachtlicher Beitrag zu der Singapurischen New Wave betrachtet wurde. Schließlich dienen dem aus Singapur stammenden Filmschaffenden auch Regisseure der Taiwanesischen New Wave wie Hou Hsiao-Hsien und Edward Yang als Vorbild. Der Titel A Land Imagined meint sein Heimatland, ein Inselstaat südlich von Malaysia mit vier verschiedenen Amtssprachen trotz einer geringeren Gesamtoberfläche als Berlin. Doch der Stadtstaat Singapur wird immer größer, dem Gastarbeiter WangRead More
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Eine One-Man-Show Die ganze Zeit bleibt Gustav Möllers Thriller „The Guilty“ an einem Ort: die Notrufzentrale der dänischen Polizei. Dort wird ein strafversetzter Polizist durch einen Anruf unversehens in einen Fall hineingezogen, der sich am Ende als ziemlich kompliziert herausstellt. Filmkritik von Joachim Kurz. Dass das Leben manchmal an einem seidenen Faden hängt, kennt man ja recht häufig von Filmen. Seltener ist es da schon, dass dieser Faden eine Telefonleitung ist, wobei auch diese Konstellation schon vor allem im Thriller-Bereich durchexerziert wurde, wie Filme wie The Call und „Locke“ zeigen. Der DäneRead More
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Everything you are On 11th December 2018, at the CheckInn99, along with William Wait, we explored creativity and imagination. These are my thoughts I shared with the audience – An essay from Christopher G. Moore The most astonishing, extraordinary thing that happened to each of us tonight is we walked into this room without stopping to marvel and reflect where we are. We aren’t in nature but in constructed space sprung came from imagination. This is true of all rooms around the globe. We’ve gathered inside a confined space designed forRead More
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Posted On Dezember 16, 2018By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2018

Crime-Gedicht von Marianne Faithfull

They Come at Night   by Marianne Faithfull & Mark Lanegan Oh now Mama, don’t you hear my plea? What is this horror Mama, flooding over me? They return the Nazis, every seventy years Bombs explode in Paris, the future is here There’s no brave England, no brave Russia, no America… uh huh! Their sins come home to haunt us From the wrong side of the gun Who is that creepin‘ up the stairs in black? It’s a murderer Mama, knife you in the back They come at night, andRead More
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Herzlich willkommen! Draußen ist Herbst, es geht auf Weihnachten zu und unser Magazin legt Schneisen durch den Nebel. Die Berliner Polizistin Nadja Burkhardt und der Fotograf Carsten Klindt liefern eine neue Folge ihrer vielbeachteten Street Scenes/ Street Crimes. Robert Rescue hat eine neue Geisterjäger-Geschichte parat, unser USA-Korrespondent Thomas Adcock nimmt den „Messiah of the Maniacs“ im Visier. Gleich vier unserer Autorinnen und Autoren – nämlich Ute Cohen, Katja Bohnet, Marcus Müntefering und Joachim Feldmann – versammeln sich zum einem Klassiker-Check: vier Mal ein kritischer Blick auf James M. Cain und „Der Postbote klingeltRead More
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Posted On November 15, 2018By Thomas AdcockIn Crimemag, CrimeMag November 2018

Thomas Adcock: Messiah of the Maniacs

Messiah of the Maniacs America’s Red Hat Road to Hell Donald Trump’s bad hair day by Thomas Adcock Copyright © 2018 – Thomas Adcock NEW YORK CITY, near America The racist crime syndicate occupying the White House, headed by what psychologists identify as a malignant narcissist, has gone to panic mode. The signs are plentiful.  State and federal elections held on November 6 delivered a massive political rebuke of il capo di tutti capi, namely Donald J. Trump. The reaction has been a daily cascade of falsehoods from Mr. TrumpRead More
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Posted On November 15, 2018By Robert RescueIn Crimemag, CrimeMag November 2018

Eine Pelzer-Story von Robert Rescue

Klaus Pelzer ist ein Geisterjäger. Keiner der Sorte wie John Sinclair, der den Teufel und seine höllischen Dämonen in Diskotheken, Spukhäusern oder in verfluchten Klosterruinen jagt. Klaus Pelzer ist vorzugsweise im Internet unterwegs, in den Augen mancher die Hölle von heute. Hin und wieder jagt er auch alte Götter in Kleingartenkolonien oder exorziert ans Internet angeschlossene Mädchenpuppen, die von einem Hacker übernommen wurden. Und manches Mal entpuppt sich ein scheinbar paranormales Phänomen als Kriminalfall …   Klaus Pelzer und das tödliche Medium Von Robert Rescue Es war kein schöner Anblick,Read More
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Liebes CrimeMag-Publikum, Kriminalliteratur wurde früher gerne als „Asphalt-Literatur“ abgetan. Wir finden, dass das ein Adelstitel ist. Wir mögen Asphalt, wir mögen Großstadt, wir mögen Realität. Deswegen präsentieren wir Ihnen heute zum fünften Mal eine neue Rubrik, die jeden Monat Bilder des Fotografen Carsten Klindt und Texte der Polizistin Nadja Burkhardt kombiniert: Street Scenes und Street Crimes. Aus Realität wird Kunst in Bild und Wort, fragmentarisch und  kaleidoskopisch. Freuen Sie sich mit uns! (Hier Auftritt Nr. 1, Nr. 2, Nr. 3, Nr.4 und Nr. 5)     STREET SCENES „Street Scenes“ ist eine Serie des Berliner FotografenRead More
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„Der Postbote klingelt immer zweimal“ Ute Cohen, Katja Bohnet, Joachim Feldmann und Marcus Müntefering über den Roman von James M. Cain aus dem Jahr 1934 James M. Cain: Der Postbote klingelt immer zweimal (The Postman Always Rings Twice, 1934). Aus dem amerikanischen Englisch und mit einem Nachwort von Alex Capus. Kampa Verlag, Zürich 2018. Hardcover, 190 Seiten, 20 Euro. Verlagsinformationen. Ute Cohen: Fallen Angels „Also sind wir quitt, richtig?“ Cains Buch ist eine Bilanz, mit scharfem Strich gezogen, mit einer spitzen Feder, die dem Leser das weichgespülte Romantikerherz durchbohrt. Geld istRead More
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Bücher, kurz serviert Kurzbesprechungen von fiction und non fiction. Joachim Feldmann (JF), Alf Mayer (AM), Frank Rumpel (rum) und Thomas Wörtche (TW) über:  Edoardo Albinati: Die katholische Schule Christiane Bogenstahl/Reinhard Junge: Seelenamt Max Bronski: Schneekönig Olaf R. Dahlmann: Fillingers Erbe Max de Radiguès: Bastard Katrine Engberg: Krokodilwächter Frank Festa (Hrsg.): Lovecrafts Dunkle Idole Stephen Hunter: Dirty White Boys Lutz Wilhelm Kellerhoff: Die Tote im Wannsee Timo Leibig: Nanos Jörg Maurer: Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt Patricia Melo:  Der Nachbar Thomas Mullen: Darktown Carol O’Connell: Blind Sight ChristophRead More
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Quälende Erinnerungen Zwei Frauen. Selma Sudić, alt, alleine wohnend, Tagespflegerinnen kommen vorbei. Theres Rössler, Mitte 30, verheiratet, eine Tochter. Sie kennen einander zu Beginn von Anne Goldmanns „Das größere Verbrechen“ nicht, verbunden sind sie durch die Anordnung der Kapitel. Gleich am Anfang stehen die Erinnerungen von Selma Sudić, nach einem doppelten hochgestellten Strich folgt dann Theres‘ Gedankenstrom. Es ist diese Anordnung und die jeweilige Ich-Perspektive, durch die die Geschichten dieser Frauen von vorneherein in einen Dialog treten. Dann erhält Theres im ersten Kapitel einen Anruf, der sie mit ihrer VergangenheitRead More
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Posted On November 15, 2018By Tobias GohlisIn Crimemag, CrimeMag November 2018

Tobias Gohlis entdeckt Giorgio Scerbanenco

Giorgio Scerbanenco – meine Krimi-Entdeckung des Jahres Von Tobias Gohlis Meine Krimi-Entdeckung des Jahres ist der 1969 verstorbene Giorgio Scerbanenco.
 Ich hatte um die Jahrtausendwende schon einige seiner Romane gelesen, konnte mich aber nicht mehr daran erinnern, als mich Ludwig Paulmichl, einer der beiden Verleger des Folio-Verlags, im Frühjahr bat, ein Nachwort in seiner Neu-Edition der Duca-Lamberti-Romane zu verfassen. Zu den Autoren, die ihre Zeit der Rezeption haben, gehört Giorgio Scerbanenco. Vor knapp 20 Jahren war ich noch nicht reif, seinen spröden, multiperspektivischen, bis zur Bitterkeit selbstironischen Stil adäquat genießen zu können.Read More
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War er glücklich? Mit freundlicher Erlaubnis des Verlages Kampa, der sich mit großem Elan an die Neuedition des Werks von Georges Simenon wagt, präsentieren wir Ihnen hier den Beginn eines seiner schönsten Bücher. Georges Simenon: Das blaue Zimmer (La chambre bleue, 1964). Aus dem Französischen von Hansjürgen Wille, Barbara Klau und Mirjam Madlung. Mit einem Nachwort von John Banville. Kampa Verlag, Zürich. Hardcover, 175 Seiten, 19,90 Euro. 1 Hab ich dir wehgetan?« »Nein.« »Bist du mir böse?« »Nein.« Das stimmte. In diesem Augenblick stimmte alles. Denn er erlebte die SzeneRead More
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Dinge, die wir alle kennen Kleiner Einstieg in die Welt von George Simenon – drei Stichproben von Alf Mayer Simenon bedeutet: Bücher für ein ganzes Leserleben. Mehr als 250 Romane unter seinem Namen hat er uns hinterlassen. Am 12. Februar 1903 in Belgien geboren, durch fast die ganze Welt gereist, zweimal geschieden, 1972 in den Pass „ohne Beruf“ eingetragen und sich zurückgezogen, starb dieser große Menschen-Porträtist und Kriminalschriftsteller im Alter von 86 Jahren am 4. September 1989. Lange Jahre erschienen seine Bücher im Diogenes-Verlag. Jetzt haben sich die Verlage Kampa und HoffmannRead More
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Daddy, bitte komm und hol mich nach Hause Eine Erzählung von Joyce Carol Oates nach einem Gemäde von Balthus – Textauszug. Lawrence „Larry“ Block hat es wieder getan. Seine letzte Anthologie „Nighthawks“ mit Stories von 17 Autoren zu Bildern von Edward Hopper war ein internationaler Erfolg, die deutsche Ausgabe dabei schöner und besser ausgestattet als das Original. (CrimeMag-Besprechung hier, Larry Blocks Shortstory daraus hier.) Auch jetzt beim Folgeband „Das Mädchen mit dem Fächer. Stories nach berühmten Kunstwerken“ überzeugt der Verlag Droemer mit einer schönen Ausstattung. Wer Kriminalliteratur auch in Kurzgeschichtenform mag, kann sichRead More