CrimeMag Oktober 2021 Category

Wyatt Earp: Ein Marshal im Dienste Hollywoods   Dreißig Sekunden, dreißig Schüsse, drei Tote: Dieser archaische Wild-West- Schlagabtausch an einer Pferdekoppel in Arizona am 26. Oktober 1881 – jetzt 140 Jahre her – ist die Grundlage für einen millionenschweren Mythos, den Hollywood über viele Jahrzehnte kommerziell auszuschlachten verstand. Und er war ja auch wie gemacht für die Leinwand.  Die Geschichte vom Clinch der Clanton- und der Earp-Brüder im Frontier-Nest Tombstone (dt.: Grabstein), die Verwicklung von Doc Holliday – des tödlichsten Zahnarztes im Wilden Westen – und das mörderische Shootout am „O. K. Corral“ sindRead More

Posted On Oktober 1, 2021By Harald MuehlbeyerIn Crimemag, CrimeMag Oktober 2021

Harald Mühlbeyer: „Grindhouse-Kino“

Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Grindhouse-Abend im Cinema Quadrat. Es war der zweite überhaupt, im November 2007; die Programmankündigung hatte mich neugierig gemacht, ohne mich wirklich darauf vorzubereiten, was einen da erwarten würde. »Grindhouse« – das war damals in aller Cineastenmunde, weil Robert Rodriguez’ und Quentin Tarantinos Doppelschlag Planet Terror / Death Proof rauskam, und zwar in Deutschland nicht als Double Feature, sondern einzeln, und nun, in Mannheim, im kommunalen Kino, da sollten also wirkliche Doppelvorstellungen laufen von 70er-Jahre-Filmen… Ich habe damals Thriller – en grym film gesehen, und es war ganz klar, warum: ChristinaRead More
Erzählte Gemälde Erst kürzlich wurde im Feuilleton einer großen deutschen Sonntagszeitung die Verdorfung der deutschsprachigen Literatur diagnostiziert – und wie um das zu bestätigen, beginnt auch der Debütroman der 1974 geborenen Stefanie vor Schulte auf einem Dorfplatz. Aber die Geschichte, die sie erzählt, setzt sich in Stil und Sujet gewaltig von aktuellen literarischen Trends ab.  Ein Maler trifft im Dorf ein, er hat den Auftrag, ein Altarbild in der Kirche zu fertigen. Doch das Kirchtor ist verschlossen und der Schlüssel verschwunden. Darf man die Tür eintreten, ein Fenster einwerfen? DieRead More
Theater-Zauberer und Grenzgänger zwischen Wirklichkeit und Traum In ihrem grandiosen Bildband über den Theater-Regisseur Max Reinhardt (1873-1943) präsentiert Sibylle Zehle einen genialen Visionär, Entdecker junger Talente und  umtriebigen Bühnen-Unternehmer. Sie geht rätselhaften Facetten in seiner Biographie nach und lässt uns eintauchen in ein mondän-turbulentes „Leben als Festspiel“, das in Reinhardts letzten Exil-Jahren in Hollywood zum hoffnungslosen privaten Trauerspiel kulminierte. – Von Peter Münder. Das Wiener Burgtheater war für den 1873 in Baden bei Wien geborenen Max Reinhardt eine Art Universität: Er war dort in eine faszinierende Welt eingetaucht, die ihn begeisterteRead More
Vielschichtig und doppeldeutig Im Gegensatz zu Chronos, dem Gott der Zeit, steht Kairos für den richtigen Moment, den glücklichen Augenblick. Ein altgriechischer, religiös-philosophischer Begriff, der schließlich in der Mythologie personifiziert, zu einer, wenn auch nahezu unbekannten Gottheit wurde. „Kairos“ heißt der neue Roman von Jenny Erpenbeck, in dem sie von einer zufälligen, aber auch folgenreichen Begegnung und einem daraus resultierenden Verhältnis zwischen einer jungen Frau und einem verheirateten wie lebenserfahrenen Intellektuellen erzählt. Aber ob jene zufällige Begegnung ein glücklicher Augenblick ist, ist nicht die einzige große Frage, die sich amRead More
Crime at its Core Looking Back at Pietro Di Donato’s novel about the life of Italian immigrants on the Lower East Side of Manhattan in the 1920s and a twelve-year-old boy who must support his family after his father’s untimely death. Most crime novels try to hook you on the first page, or even the first paragraph. Sometimes they do it a little too eagerly, like a nervous host at a cocktail party. But there’s another kind of book that doesn’t give up its charms so easily. I have groaning shelvesRead More

Posted On Oktober 1, 2021By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag Oktober 2021

Krimigedicht von Merle Travis

Sixteen Tons By Merle Travis (1947) Some people say a man is made outta mudA poor man’s made outta muscle and bloodMuscle and blood and skin and bonesA mind that’s a-weak and a back that’s strong You load 16 tons, what do you get?Another day older and deeper in debtSt. Peter, don’t you call me ‚cause I can’t goI owe my soul to the company store I was born one mornin‘ when the sun didn’t shineI picked up my shovel and I walked to the mineI loaded 16 tons ofRead More