CrimeMag April 2021 Category

Posted On August 1, 2021By Sandra BakerIn Crimemag, CrimeMag April 2021

Sandi Baker: South Africa in turmoil

When winter came In the week of 7 July, winter came to South Africa with a vengeance, cold fronts bringing icy subpolar winds blew in, offering little respite. The events that followed chilled the nation. Living in South Africa is like being on an emotional rollercoaster where you struggle not to be overwhelmed by societal dysfunctionalities, where a trip to the supermarket sees you run the gauntlet and gamut of emotions as you see poverty and inequality at every turn. Those feelings quickly change to intense feelings of guilt thatRead More
Die Insel des richtigen Lebens Gerhard Beckmann über Malachy Tallacks Erstlingsroman, ein Wunderwerk schottisch nordischer Literatur Und wieder einmal bezeugt ein Roman aus Schottland die geradezu mythische Kraft und den tiefen Einfluss, den Inseln auf unsere Anschauung vom Leben und unserer Sehnsucht nach einer Heimat in der Welt haben können. Es kann darum auch kaum wundernehmen, dass es in diesem von so vielen einzigartigen Inseln umsäumten alten Land – man denke nur an die Inneren und Äußeren Hebriden, die Orkneys und die Shetlands – zwei Insulaner waren, die die LiteraturRead More
Herzlich willkommen! Wenn Sie keine Ausgabe von uns mehr verpassen wollen, abonnieren Sie doch gerne unseren Newsletter – einfach hier anmelden.Ab sofort finden Sie bei uns jeden Monat die Krimibestenliste von Deutschlandfunk Kultur. Und beachten Sie bitte auch weiterhin unsere Standards Schatzsuche und die (gar nicht so kurzen) Kurzkritiken der Bloody Chops und von non fiction, kurz. Eines haben diese eingeschlossenen Tage ja wenigstens: nämlich mehr Zeit zum Lesen. Und wir sorgen für Nachschub. 33 Beiträge sind es diesen Monat. Unser USA-Korrespondent Thomas Adcock sieht „Maniacs & Traitors“ in Trumps Gefolge, unsere Kolumnistin Iris Boss outet den alten weißen MannRead More

Posted On April 1, 2021By Thomas AdcockIn Crimemag, CrimeMag April 2021

Thomas Adcock: Maniacs & Traitors

By Thomas Adcock Copyright © 2021 – Thomas Adcock NORTH CHATHAM, New York — U.S.A. Finally, spring has eclipsed the long winter of our discontent. Normally at this time, our mood lightens with the sunshine of a warming season, with bright blue skies and sweet-smelling rain and greening trees. Normally. But even as the coronavirus plague is a fading fear, even as the Muttering Malodor of Mar-a-Lagois largely gone from center stage—Alas, I understate my contempt horribly—our days here are not wholly uplifting. In fact, we seesaw between hope andRead More
Opfer oder nicht Opfer, das ist hier die Frage … Seit einem Jahr erscheint hier jeden Monat ein Text von mir, und es wird Zeit für ein Geständnis: Kein Wort von alldem habe ich selbst geschrieben. Also geschrieben im Sinne von getippt natürlich schon – der tollste Mann der Welt hat ja überhaupt keine Hand frei. Er sitzt in einem mit Familienwappen bestickten, seidenen Morgenmantel breitbeinig in seinem Cis-Mann-Sessel – in der einen Hand ein Glas Whisky, in der anderen eine Zigarre – während er mir seine neusten, höchst genialenRead More
In seinen Augen das geraubte Feuer Eine Buchbesprechung – und ein Textauszug Dieses für den Booker Prize nominierte Buch je auf Deutsch zu sehen, das hätte ich nie erwartet, umso größer jetzt die Freude. Sie ist ungetrübt, alles hier vom Feinsten. Der Übersetzerin Anne-Kristin Mittag gebührt höchstes Lob, Hanser als Verlag ein Dank. „Wie man langsam verliert“ von Robin Robertson ist ein Geschenk, wie man es nur selten bekommt. Genauer gesagt: Ich kenne kein damit vergleichbares Buch. Es ist genresprengend, unklassifizierbar. Ein Epos, eine odyssee-große Wanderung, ein Film Noir inRead More

Posted On April 1, 2021By Thomas WoertcheIn Crimemag, CrimeMag April 2021

Von Friedrich Glauser lernen …

Christa Baumbergers Materialband: „Friedrich Glauser. ‚Jeder sucht sein Paradies ….‘ Briefe, Berichte, Gespräche“ kann dabei helfen. Ein paar Notizen von Thomas Wörtche Es sollte schon zu denken geben: Friedrich Glauser, der erste wirklich relevante Autor von deutschsprachiger Kriminalliteratur war ein morphiumsüchtiger, von seinem Vater verstoßener Outsider, der lange Jahre seines kurzen Lebens (1896 – 1938) in psychiatrischen Einrichtungen verbracht hat, der sich mit allen möglichen und unmöglichen Jobs vom Bauernknecht bis zum Minenarbeiter durchgeschlagen hat, in der Fremdenlegion war (und darüber einer der größten Romane des 20. Jahrhunderts geschrieben hat:Read More

Posted On April 1, 2021By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag April 2021

Markus Pohlmeyer – Corona X

(… klingt fastwie Akte X) 1 Auf demAlten Friedhof,Am Mittag Mein SchattenWandernd mitDen SchattenDer Bäume Hinter unsDie Sonne 2 Die ZeitErinnert sichAn die Toten,Verwundert,Als wäre sieEin TeilVon ihnen Gewesen. IchWundere michÜber das Leben,Verwundet,So als ob esMeines wäre.Allzu vertraut,Um das FremdeDarin zu vergessen.Wunder und Wunde. 3 Testen live Lange, lange Schlange; ich armes SchweinMit Schwerbehinderung; kein Stuhl.Los, mit Handy sich anmelden … okay, mein HandyKann das nicht, außerdem gibt es hier keine Verbindung.Fazit: Pech gehabt. Und was eine Kollegin erlebte: von A nach BGeschickt, von B zu C durch die halbeRead More

Posted On April 1, 2021By Robert RescueIn Crimemag, CrimeMag April 2021

Robert Rescue: Podcast-Blabla

Blabla BlablaPodcasts, überall nur Podcasts. Jeder macht inzwischen einen. Ob über Beziehungen, Essen, Technik, Gesellschaft oder Verbrechen. Kein Wunder, Lockdown-bedingt leiden die einen unter Vereinsamung und können ihre Selbstgespräche nicht mehr ertragen, den anderen sind sämtliche Bezugspersonen weggestorben. Da braucht es irgendetwas, wo man anderen Menschen zuhören kann und Hörbücher haben vermutlich alle schon durch. Den endgültig letzten Beweis für die Popularität von Podcasts fand ich in einem Facebook-Post meiner … äh … Moment … Schwägerin aus meiner Heimat, wo sie mit Mutterstolz berichtete, dass ihr Sohn, mein … ähRead More
BR Deutschland/Italien 1965. Regie: Michael Pfleghar. Buch: Michael Pfleghar, nach dem Roman von K. H. Günther. Kamera: Ernst Wild. Musik: Francesco de Masi. Action-Szenen: Alberto Cardone. Schnitt: Margot von Schliffen. Darsteller: Hellmut Lange (John Krim), Barbara Lass (Tamara), Wolfgang Neuss (Geheimdienstchef), Dick Palmer (Cormoran), Tony Kendall (Pepino, Heidelinde Weis (Goldfasan) u. a. Länge 87 min. Produktion: modern art film gmbh Berlin/Metheus Film Rom. Erstaufführung: 9.8.1965 Saloonartige Klaviermusik. Ein Mann mittleren Alters, dessen Brille seine Nasenspitze anvisiert, sitzt geschäftig an einem Mischpult. Er trägt Weste, ist mit einem Stift bewaffnet undRead More

Posted On April 1, 2021By Bodo V. HechelhammerIn Crimemag, CrimeMag April 2021

Auf ein paar Worte mit … Heidelinde Weis

Ein Interview von Bodo V. Hechelhammer Heidelinde Weis, 1940 im österreichischen Villach geboren, ist eine der bekanntesten Schauspielerinnen Deutschlands. Neben unzähligen Theaterstücken, Fernseh- und Filmrollen hat sie in Michael Pfleghars Serenade für zwei Spione aus dem Jahr 1965 die Rolle der mysteriösen Spionin namens Goldfasan gespielt. Für CulturMag hat sie sich an die damalige James-Bond-Persiflage zurückerinnert.  Bodo V. Hechelhammer: Michael Pfleghar soll extra für Sie eine Rolle ins Drehbuch geschrieben haben. Wie wurden Sie für diesen Spionagefilm gewonnen?  Heidelinde Weis: Die Zusammenarbeit mit Michael Pfleghar, auch für diesen Film, ist dadurch entstanden,Read More

Posted On April 1, 2021By Christopher WerthIn Crimemag, CrimeMag April 2021

Playing Video Games (6): Papers, Please

A Dystopian Document Thriller Fast alle kennen diesen Moment beim Einreisen in gewisse Länder: Passkontrolle. Man legt mit verschwitzten Fingern die Papiere vor. Man wird von kalten Augen ohne jeden Anflug von Empathie gemustert. Sekunden werden zur Ewigkeit. Kalter Schweiß bildet sich. Und vor dem inneren Auge laufen probeweise blitzschnell Szenen zwischen Gefängnisaufenthalt oder einem vorzeitigen Rückflug ab. Alles hängt in dieser Situation scheinbar an der Willkür der Beamten. Ein zweiter Film im Kopf beginnt. Diesmal spielt die Fantasie alle möglichen und unmöglichen Szenarien durch, wie man sich gnadenlos anRead More
Ein Glücksfall von Buch „Gestapelte Frauen“, der neue Roman der Brasilianerin Patrícia Melo, ist ein wütendes Buch über ein abscheuliches Skandalon. Es geht um Feminizide, also Tötungsdelikte an Frauen, weil sie Frauen sind, deren Häufigkeit global gesehen erschreckend ist. 2017 gab es weltweit ca. eine halbe Million Opfer, Tendenz rasant steigend, die Dunkelziffer ist entschieden höher. Brasilien und dort die Provinz Acre im Amazonasgebiet sind besondere Hotspots. Dahin verschlägt es die namenlose Hauptfigur des Romans, eine Anwältin aus São Paulo, die einen einschlägigen Prozess beobachten soll, und die sich vorRead More
„Die Zeit und ihre Verwerfungen finde ich spannend“ Ein Interview zum Roman „Vorboten“ (AM) Sieben Jahre war er weg. Jetzt, mehr als ein Jahr nach Ende des Ersten Weltkriegs, kehrt Wieland Göth in sein von französischen Soldaten besetztes kleines Dorf in Rheinhessen zurück. Schon seine Kindheit lang war er als Lehrers Sohn ein Fremdkörper im Dorf, jetzt ist er ein Aussätziger. Am Ende der vierten Buchseite wissen wir, dass er zurückgekehrt ist, um einen Mann zu töten. Bis er auf ihn trifft, wird es Seite 133, aber auch dann istRead More
Renée Ballard in Harry Boschs Fußstapfen Über Michael Connellys „Night Team“ Der amerikanische Autor Michael Connelly, 64, schreibt mit den Romanen um Harry Bosch seit 1992 eine der besten Polizeiserien der Kriminalliteratur. Neben der Robicheaux-Reihe (bisher 23 Bände) von James Lee Burke wohl die beste. Wie Burke lässt sich Connelly zwischendurch immer wieder auf neue Protagonisten ein. Doch diese kreuzen dann mitunter wieder die Wege von Bosch. 2005 etwa schuf er den Anwalt Mickey Haller (»The Lincoln Lawyer«), der dann nächsten Band auf Bosch traf, und die beiden fanden heraus, dassRead More
(AM) Endlich wieder ein Buch, für das die Gurtpflicht erfunden worden ist. Rasante Lektüre, dazu noch gute, ist so selten geworden, dass sie Artenschutz genießt. „Blacktop Wasteland“ von S.A. Cosby ist solch ein exotisches Exemplar. Und nicht nur der Titel spielt mit dem All-Time-Classic all der Autofilme, mit „Two Lane Blacktop“. … Auch die Autorin Sara Gran übrigens ist vom „Asphaltrennen“ (so der damalige deutsche Filmtitel) so angetan, dass sie es sogar in einem Buchtitel in die Unendlichkeit verlängert hat: „The Infinite Blacktop“ (2018, deutsch 2019 als „Das Ende derRead More

Posted On April 1, 2021By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag April 2021

Bloody Chops April 2021

Kurzbesprechungen von fiction – Joachim Feldmann (JF), Tobias Gohlis (TG), Günther Grosser (gg), Alf Mayer (AM), Ulrich Noller (UN), Frank Rumpel (rum), Florian Valerius (FV) und Thomas Wörtche (TW) über: Germano Almeida: Der treue VerstorbeneRoberto Andó: Ciros VersteckSimone Buchholz: River ClydeHorst Eckert: Die Stunde der WutPascal Engman: RattenkönigDana Grigorcea: Die nicht sterbenJürgen Heimbach: VorbotenKai Hensel: TerminalMichael Horvath: Wiener HundstageSven Heuchert: Kleiner GlanzTom Hillenbrand: MontecryptoStephen Mack Jones: Der gekaufte TodJames McBride: Der heilige King KongLing Ma: New York GhostWilfred Owen: Die Erbärmlichkeit des Krieges. Gesammelte GedichteHans Platzgumer: Bogners AbgangMatthias Wittekindt: Vor Gericht WelchRead More

Posted On April 1, 2021By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag April 2021

non fiction, kurz

Joachim Feldmann (JF), Alf Mayer (AM), Hazel Rosenstrauch (HR), Jan Christian Schmidt (jcs) und Thomas Wörtche (TW) über: Casey Cep: Grimme StundenLutz Göllner: Ganoven, Mörder, Panzerknacker. Wahre Verbrechen aus der Berliner UnterweltNorbert Mappes-Niediek: Europas geteilter HimmelChristian Steiger: Cars and CrimesSacha Szabo (Hg.): Bubble Gum Studies. Der Kaugummi als KulturträgerSiegfried Tesche: Motorlegenden: James DeanJohannes Willms: Der Mythos Napoleon Bloody Berlin (TW) Der überaus geschätzte Kollege und CrimeMag-Mitarbeiter Lutz Göllner hat mit Ganoven, Mörder, Panzerknacker eine vergnügliche Variante eines ansonsten nicht so vergnüglichen Genres verfasst: True Crime. Das liegt an Göllners Fähigkeit, flott undRead More

Posted On April 1, 2021By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag April 2021

Schatzsuche: Crime-Neuerscheinungen

Eine Vielzahl Krimi-Neuheiten … … erscheinen jeden Monat, dazu Graphic Novels (vulgo: Comics) und DVDs und BluRays. Unmöglich, das alles zu überblicken und zu rezensieren. CrimeMag siebt und schürft deshalb für Sie und weist hier regelmäßig mit Hilfe von: Kaliber.38 und der befreundeten Buchhandlungen Chatwins (Berlin), Wendeltreppe (Frankfurt) und Buchladen in der Osterstraße (Hamburg) auf interessante Neuerscheinungen hin. Empfehlungen für DVDs, BluRays und Comics geben Katrin Doerksen und Thomas Groh.  Bitte denken Sie daran, dass gerade in diesen Zeiten Ihre lokale Buchhandlung(en) besonderer Unterstützung und Solidarität bedürfen. Lieber dort bestellen als bei amazon. – Claudia Denker von der Krimiabteilung im Chatwins in Berlin-Schöneberg Durch ein Interview im Radio mit Johann Scheerer bin ichRead More

Posted On April 1, 2021By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag April 2021

Krimibestenliste – April 2021

Veröffentlichungstermin: Freitag, 2 April 2021 – hier auch als praktisches PDF. Die Krimibestenliste von Deutschlandfunk Kultur finden Sie jetzt je ab dem ersten Freitag des Monats auch bei uns. Die Frankfurter Allgemeine am Sonntag (FAS) ist aus dieser von Tobias Gohlis organisierten monatlichen Krimi-Wertschöpfung mit fadenscheinig mageren Gründen ausgestiegen, uns aber ficht das nicht an. 1 (1) Merle Kröger: Die Experten (Suhrkamp) 2 (-) S.A. Cosby: Blacktop Wasteland (Ars Vivendi) 3 (-) Matthias Wittekind: Vor Gericht (Kampa) 4 (-) Tom Hillenbrand: Montecrypto (KiWi) 5 (2) Stephen Greenall: Winter Traffic (Suhrkamp) 6 (3) Patrícia Melo: Gestapelte FrauenRead More
Liebes CrimeMag-Publikum, Kriminalliteratur wurde früher gerne als „Asphalt-Literatur“ abgetan. Wir finden, dass das ein Adelstitel ist. Wir mögen Asphalt, wir mögen Großstadt, wir mögen Realität. Deswegen präsentieren wir Ihnen hier eine neue Rubrik, die jeden Monat Bilder des Fotografen Carsten Klindt und manchmal Texte der Polizistin Nadja Burkhardt kombiniert: Street Scenes und Street Crimes. Aus Realität wird Kunst in Bild und Wort, fragmentarisch und  kaleidoskopisch. Freuen Sie sich mit uns! Hier Auftritt Nr. 1, Nr. 2, Nr. 3, Nr.4, Nr. 5, Nr.6, Nr.7, Nr. 8 und Nr.9, Nr. 10 und Nr. 11, Nr. 12 und Nr. 13 und Nr. 14 und Nr. 15 und Nr. 16 und Nr. 17. Außerdem: Nr. 18, Nr. 19, Nr. 20, Nr. 21,und Nr. 22 und Nr. 23 und Nr. 24 und Nr. 25 und Nr. 26 und Nr. 27 und Nr. 28 und Nr.Read More

Posted On April 1, 2021By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag April 2021

Markus Pohlmeyer zum 75. eines Helden

Lucky Luke – Ein Dank zum Jubiläum Zum 75-jährigen Jubiläum von Lucky Luke liegt nun Band 100 vor: „Die Ursprünge. Western von Gestern“[1]. Aus dem Buchrückentext: „Mit seinem 1946 erschienen Western-Comic ‚Arizona 1880‘ schrieb der damals noch junge Künstler Morris Geschichte […].“ Neben dieser Geschichte bietet der vorliegende Band noch ‚Die Goldmine von Dick Digger‘. Anlass für mich, einige Streifzüge zu unternehmen. Denn immer wieder waren und sind es die parodistischen, phantastischen und nicht unintelligenten Details, warum Lucky Luke mich schon seit meiner Schulzeit fasziniert. Freestyle: Prediger: „Werft die MedizinbeutelRead More
Ende vergangenen Jahres ereignete sich der spektakulärste Shutdown der Corona-Zeit in der Verlagswelt. Er hatte jedoch mit der Pandemie nichts zu tun, und wurde, zweitens, mit einer perfiden PR-Strategie so geschickt kaschiert, dass ihr die deutschsprachige Buchbranche wie auch die Branchenpresse auf den Leim ging und  das Schweizer und deutsche Feuilleton ebenso wie das Fernsehen den Skandalfall überhaupt nicht registrierten. Unser Buchmarkt-Experte Gerhard Beckmann analysiert das skandalöse Ende von Orell Fuessli, des ältesten, seit über 500 Jahren bestehenden deutschen und europäischen Publikums-/Sachbuchverlags  – in einem Industriekonzern für Sicherheitsdruck, dessen Hauptkunde undRead More
Sprachsalven wider Opdenhövelistik Michael Höfler über das Buch von Stefan Gärtner Stefan Gärtner, langjähriger Satiriker bei Titanic und Kolumnist für linke Medien, gehört als „Adept“ (Selbstaussage) von Karl Kraus zu denen, die bei nachlässiger Form den Inhalt nicht nur leiden sehen, sondern ihm gar keine Existenz zubilligen. Fünfzehn Jahre nach „Man schreibt Deutsh“ (Rowohlt Taschenbuch Verlag, 2006) hat er, zwar von „von Phrasensalven niedergestreckt“, aber seine zweite Sprachkritik geschrieben, „das allerdickste Brett, das einer bohren kann“. Gelungene Sprachkritik tut wohl in Zeiten, in der viele Unfälle, auch sprachlicher Art, „stattfinden“, obwohl sieRead More

Posted On April 1, 2021By Hazel RosenstrauchIn Crimemag, CrimeMag April 2021

Briefe an Anton Čechov

„Ich drücke Deine talentierte Pranke“ Hazel Rosenstrauch über eine bibliophile und editorische Kostbarkeit Sie lebt noch, die Friedenauer Presse, berühmt geworden durch liebevoll gestaltete Preziosen, Romane oder kleine Broschuren mit Texten von hier wenig bekannten (oder zuvor schlecht übersetzten) russischen Autoren. Der kleine Verlag hat bei Matthes & Seitz Unterschlupf gefunden, und die „gestreifte Hyäne“ fügt sich aufs Schönste in diese Tradition. Briefe des Malers Isaak Levitan an Anton Čechov steht auf dem Titel, aber das gibt den Inhalt nur grob wieder. Der hübsche Band enthält außerdem eine kleine GeschichteRead More
Wie ein Film von Robert Bresson 73 Duplex-Abbildungen, ausgewählt aus 13.000 Fotos auf insgesamt 373 Filmen. Der Fotoband „Hof Nr. 4233“ von Thomas Wüthrich, im renommierten Zürcher Verlag Scheidegger & Spiess erschienen und vom Atlas-Studio Zürich gestaltet, hat erzählerisch seltene Wucht. Nichts ist hier beliebig. Der extreme Minimalismus der Gestaltung ist dem Inhalt angemessen. Eine solch kleine Titelzeile wie die auf dem Cover dieses Buches habe ich noch nicht gesehen. „Hof Nr. 4233“ steht in 8 Punkt oben links im drei Finger breiten Grau eines Berghimmels. Den Großteil des TitelfotosRead More