All posts by Wolfgang Franssen

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Posted On November 15, 2018By Wolfgang FranssenIn Crimemag, CrimeMag November 2018

Nana Ekvtimishvili: Das Birnenfeld

Äpfel sind Äpfel und Birnen sind Birnen  Von Wolfgang Franßen Und die Debilen gehören in ein Heim für Debile. Kinder, die das Leben der Eltern stören, sowieso. Mag es gerade mal für Mahlzeiten reichen, das Mobiliar längst rausgetragen sein, es in den Schlafsaal hineinregnen, die Kinder auf Kleidersammlungen angewiesen sein, Hauptsache sie sind aus dem Blickfeld verbannt. Alle Jahre wieder sorgen die deutschen Buchmessen dafür, dass Autoren/Innen in unseren Blickpunkt rücken, die es auf dem deutschen Buchmarkt nicht leicht haben. Eine Geschichte aus der Ukraine über ein Kinderheim, das sichRead More
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Posted On Oktober 16, 2018By Wolfgang FranssenIn Crimemag, CrimeMag Oktober 2018

Wolfgang Franßen über Flannery O’Connor

„Weil ich es so gut kann“  von Wolfgang Franßen Sie war ein Genie, schrieb die New York Times über Flannery O’Connor. Sie selbst litt nicht gerade an Understatement. Nicht selten treffen wir in ihren Erzählungen auf selbstbewusste Frauen, die sich ihrer Schwächen durchaus bewusst sind oder von der Erzählerin gnadenlos demaskiert werden. Flannery O’Connor ist zwar etwas in Vergessenheit geraten, aber mit Keiner Menschenseele kann man noch trauen hat der Arche Verlag in der Übersetzung von Anna und Dietrich Leube eine Neuauflage auf den Markt gebracht, deren Titel schon erwarten lässt,Read More
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Echoes of my mind Wolfgang Franßen, Herausgeber im Polar-Verlag, wurde noch nie mit Cowboyhut gesichtet, der Essenz von Leo Herlihys „Midnight Cowboy“ nähert er sich dennoch entschlossenen Schrittes an. Wer John Barrys Titelsong aus Midnight Cowboy hört, bewegt sich schon mitten durch die melodramatische Interpretation eines Films, mit dem John Schlesinger 1970 einen Oscar für die Beste Regie abräumte. Blumenbar erinnert nun durch die Neuübersetzung von Daniel Schreiber an den famosen Autor James Leo Herlihy und seinen Joe Buck. Den großen, gutaussehenden, naiven Macho mit dem weichen Kern, den sein blinderRead More
Bild: Christian Rudolf Noffke

Posted On Juni 3, 2018By Wolfgang FranssenIn Litmag, News, TABUMAG

Wolfgang Franßen: Anything goes

  Wolfgang Franßen: Anything goes Tabus sind allenfalls etwas für gerümpfte Nase, Flüstern hinter vorgehaltener Hand. Tabus sind das Glanzstück der Empörung für die gehobene Gesellschaft und beruhen auf Absprachen, was gedacht, getan werden darf. Ich persönlich finde Tabus gut. An ihnen kann man sich reiben, sich gegen sie auflehnen, vor allem verraten sie viel über jene, die sie aufstellen und pflegen. Tabus üben einen unsäglichen Reiz aus, gegen sie verstoßen zu wollen. Es gibt also genügend Gründe, dem Tabubruch im Kriminalroman nachzuspüren. Einige werden behaupten, es gab nie welche,Read More
Ted Lewis & the machine

Posted On Dezember 6, 2017By Wolfgang FranssenIn Klassiker Special 2017, Litmag, Specials

Ted Lewis – Working Class Hero

  Wolfgang Franßen Working-Class Hero Werden Schriftsteller gemacht? Müssen sie wie ein mainstreamtauglicher Serienkiller eine öde, beschädigte Kindheit vorweisen? Mit Filmhelden wie Robert Mitchum, Kirk Douglas, James Cagney aus dem Alltag entfliehen? Nachts den Stapel literarischer Vorbilder abarbeiten? Im Genre am besten noch in einer Absteige schreiben, um den eigenen Mythos zu begründen? Wie wird jemand zum Klassiker? Gemeinhin gilt als Bezugsgröße für die Bedeutung eines Werks der Ausdruck: Ein Klassiker ist der, auf den andere sich beziehen, dessen Werk so bahnbrechend war, dass die nachfolgenden Generationen ihre Bücher inRead More