All posts by Tina Manske

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Posted On März 6, 2017By Tina ManskeIn Musikmag

Christiane Rösinger: Lieder ohne Leiden

Immer noch dabei Sechs Jahre lang hat Christiane Rösinger lieber Bücher geschrieben, im Garten gepflanzt und Flüchtlingen die deutsche Sprache nähergebracht, nun ist ihr neues Soloalbum erschienen. Ja, es brauchte seine Zeit. „Wie Tränen, die uns plötzlich kommen/ So kommen plötzlich auch die Lieder“, singt sie in „Kleines Lied zum Anfang“, und plötzlich ist auch die Euphorie wieder da, die Rösinger zuletzt mit ihrem Berlin-Album entfacht hatte. Damals hatte sie die Realität der Hauptstadt zwischen Ich-AG und Arschloch-Kindern akkurat beschrieben. Und auch im Jahr 2017 ist sie auf der HöheRead More
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Posted On März 6, 2017By Tina ManskeIn Musikmag

Dirty Projectors: dito

Einzelschicksal Mit einem Album, das nach ihr benannt ist, ist eine Band meist bei sich selbst angekommen. Für Dave Longstreth, Mastermind und Songwriter der Dirty Projectors, geht es jetzt, wo er den Rest der Band verloren hat und als Projektleiter im Musikbusiness auftritt, im Innersten ganz offensichtlich um die Liebe. Denn „Dirty Projectors“ ist ein Konzeptalbum um das Aufblühen und Sterben einer Beziehung, von den ersten Gesprächen und Küssen bis zur bitteren Trennung. Alles beginnt schon mit dem Ende, nämlich mit dem tieftraurigen „Keep Your Name“, bei dem der NameRead More
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Posted On März 6, 2017By Tina ManskeIn Musikmag

Methyl Ethel: Everything Is Forgotten

Wie Thors Donner Australien ist eines der Länder, in die ich niemals kommen werde – deutlich zu lang der Flug, viel zu grauenerregend die Tierwelt. Also muss ich darauf warten, dass alles Gute aus Australien zu mir kommt. Und mit dem zweiten Album der Band Methyl Ethel kommt gerade etwas sehr Gutes aus Down Under. Die Single „Ubu“, inspiriert von Alfred Jarrys surrealistischem Stück „König Ubu“ und wie dieses ein Dokument der Selbstzerstörung, ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie Methyl Ethel die gängigen Mechanismen der Popmusik unterlaufen. Allein das Songschema:Read More
austra

Posted On Februar 15, 2017By Tina ManskeIn Musikmag

Austra: Future Politics

Unsere Stimme für Utopia In Zeiten wie diesen scheint es auch in der Popmusik nur zwei Wege zu geben: Eskapsimus oder Politisierung. Die Band Austra setzt mit ihrem dritten Album ein Zeichen für die Wichtigkeit der Einmischung und des Kampfes um eine Utopie. Katie Stelmanis, Sängerin und Kopf der Band, wäre mit ihrer – Achtung, es kommt – „engelsgleichen“ Stimme wie dafür gemacht, weltfremde Spintisierereien zu verbreiten und den Hörer zu entrücken. Stattdessen schickt sie ihn mit geschlossenen Augen auf den Dancefloor. Beispiele dafür gibt es viele, „Angel In YourRead More
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Posted On Dezember 15, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Childish Gambino: Awaken My Love

Funk-Soul-Brother Man kann geteilter Meinung darüber sein, ob sich Danny Glover mit seinem Moniker Childish Gambino einen Gefallen getan hat. Schließlich insinuiert dieses „Kindliche“ eine Unschuld, die er schon längst abgelegt hat, falls er sie je hatte. Dieser Tausendsassa ist Komponist, Schauspieler, Komödiant, und was er anfasst, scheint sich in Gold zu verwandeln. Dazu ist er Sänger, und was für einer. Darüber gibt es nun „wirklich keine zwei Meinungen“ (Reverend Dabler, in anderem Zusammenhang). Und mit solcher Vehemenz wie auf dieser Platte, mit solch traumwandlerischen Wechseln zwischen Laut und Leise,Read More
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Posted On Dezember 2, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Friends Of Gas: Fatal schwach

„Ich hab nur einen Stein, eine Schere und Papier“ Friends Of Gas kennen sich schon lange, arbeiten aber gerne in unterschiedlichen Konstellationen zusammen. Rund um den Nerven-Sänger und -Bassisten Max Rieger und um die Münchner Szene des Kafe Kult haben sich Friends Of Gas zusammengefunden. Für die Aufnahmen zu „Fatal schwach“ haben sie sich allerdings nicht ins Studio, sondern ins Kafe Kult eingeschlossen und die Songs live eingespielt. Das tut dem Album extrem gut. Im Pressetext ist davon die Rede, dass sich die Band mit ihrer Musik den Raum erspieleRead More
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Posted On Dezember 2, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Lyrhythmics – Die kleine Lyricskritik

Kate Tempest: Europe Is Lost Zu den Lyrics hier. Auf ihrem Album „Let Them Eat Chaos“ lässt die Lyrikerin und Musikerin Kate Tempest den Hörer am Schicksal von sieben Menschen in der Metropole London teilhaben. In jeder dieser Geschichten ist es 4:18 Uhr, und die Protagonisten sind mitten in der Nacht schlaflos, aus den verschiedensten Gründen. Da ist der PR-Yuppie, dessen Karriere steil geht, der aber in jeder Sekunde den Druck spürt, seine völlig überteuerte Wohnung auch in Zukunft noch zahlen können zu müssen. Da ist die Frau, die anRead More
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Posted On November 15, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Karies: Es geht sich aus

Halb voll oder halb leer? Aus Stuttgart kommt die Postpunk-Band der Stunde. Einer der Songs ihres Debüts „Seid umschlungen, Millionen“ hieß „Abwärts“, und die Punker gleichen Namens aus den 80ern dürften tatsächlich auch zu ihren Idolen gehören (oder halt eben DAF, trifft es genauso gut). Sie hätten auch wunderbar ins Buch „Damaged Goods“ aus dem Ventil Verlag gepasst, als Vertreter derjenigen, die die Geschichte von Punk aktuell weiterschreiben. Karies sind nicht gut gelaunt. Aber sie schwelgen auch gerne in diesem Nicht-gut-gelaunt-sein. Und sie spielen verdammt gut und präzise. Die BasslinienRead More
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Posted On November 2, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Lambchop: Flotus

Future Retro Kurt Wagner hat sich in den langen Jahren des Bestehens von Lambchop nie auf seinen Lorbeeren ausgeruht, von denen es wahrlich viele gab. Und auch „Flotus“ das neue Album der Band aus Nashville macht da keine Ausnahme. Wagner wäre nicht Wagner, würde er seinen Hörern nicht auch mit 57 etwas Überraschendes bieten, ohne dabei seine Wiedererkennbarkeit zu verlieren. Vorboten dieser subtilen Veränderung war das Album „The Diet“ seines Seitenprojektes HeCTA, erschienen 2015, wo elektronische Effekte bereits ausführlich ausprobiert wurden. Nun also das Meisterstück. Schon der Opener ist einRead More
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Posted On Oktober 15, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Danny Brown: Atrocity Exhibition

Sag mir, was ich nicht schon weiß „Atrocity Exhibition“, eine Ausstellung von Gräueltaten also. Das vierte Album von Danny Brown – jetzt bei Warp Records – ist natürlich alles andere als das. Der Detroiter Hip-Hopper knüpft damit vielmehr an die Großtaten von Kollegen wie Flying Lotus und Kendrick Lamar an. „Atrocity Exhibition“ hieß auch ein Song von Joy Division, und ebenso wie Ian Curtis kämpft auch Danny Brown mit den Dämonen der Depression. Viele seiner Stücke klingen, als habe da einer viel zu viele Uppers eingeworfen (ja, „Ain’t It Funny“,Read More
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Posted On Oktober 3, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Mykki Blanco: Mykki

„Non-binary gender-queer post-homo-hop“ Es gibt Frank Ocean, der als erster bekannter Hip-Hopper vor einigen Jahren seine von der Norm abweichende Sexualität zum Thema machte (und bis heute macht, siehe sein neues großartiges Album). Und es gibt Kollegen wie mit seiner Kunstfigur Mykki Blanco, die das Genre des queeren Hip-Hops immer weiter nach vorne bringen. Mykki Blanco stellt Gendergrenzen in Frage, ohne Transgender zu sein. Oder doch? Seine/ihre Person ist schwer einzuordnen, und genau das ist das Konzept/die Idee/ihr Leben. Mykki selbst labelt sich als „non-binary gender-queer post-homo-hop musical artist“. NochRead More
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Posted On Oktober 3, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Xiu Xiu: Plays The Music Of Twin Peaks

Auf dem Gipfel Die Älteren unter uns werden sich erinnern: „Twin Peaks“ von David Lynch, produziert Anfang der Neunziger des letzten Jahrhunderts, ist eine der legendärsten TV-Serien der Welt, eine grandiose Mixtur aus Drama, Seifenoper und Thriller. Auch der Soundtrack war „eine „Klasse für sich“ (anderer Film, fast selbe Zeit, die Älteren werden sich – ach, egal). Was läge denn dann nun ferner, als dass Xiu Xiu, diese Hollywood-Berserker des Ghost Industrial, diesen bahnbrechenden Soundtrack neu vertonen? Haha, sie machen’s aber natürlich trotzdem, einfach so, weil sie es können! EntstandenRead More
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Posted On September 15, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

El Perro del Mar: KoKoro

El Perro del Mar: KoKoro Hinter El Perro del Mar versteckt sich keine spanische Ibiza-Ikone, sondern die schwedische Musikerin Sarah Assbring. Die Veröffentlichung ihres Debütalbums liegt nun auch schon wieder elf Jahre zurück, und noch immer ist sie weniger bekannt, als es ihr ansteht. Immerhin einige dürften ihren Song „God Knows (You Gotta Give To Get)“ kennen, der auch heute von den Indie-Radios noch gern gespielt wird und in der Season 4 der Serie „Girls“ verwendet wurde. Mittlerweile ist Assbring Mutter eines kleinen Sohnes, was ihr selbstredend eine ganz neueRead More
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Posted On September 15, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Of Montreal: Innocence Reaches

Of Montreal: Innocence Reaches Eine der schönsten feministischen Popzeilen der letzten Zeit kommt von Kevin Barnes, Sänger und Songwriter der amerikanischen Band Of Montreal: „It’s different for girls/ They’re not expected to fight/ They’re expected to sit and take some lesser man’s shit/ Though it don’t feel right“, heißt es in „It’s Different For Girls“, nachdem Barnes drei Minuten aufgezählt hat, warum Frauen mehr sind als „sexual currency“. Das ist ein früher, aber nur einer von vielen Höhepunkten dieses tollen Albums. Nachdem sich Of Montreal auf den letzten Alben einRead More
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Posted On Juli 5, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Soundcollage: Immer mit der Ruhe

Robert Coyne with Jaki Liebezeit: I Still Have This Dream Bei allen anderen würde ich es wahrscheinlich hassen: diese Geräusche rund um das Umgreifen der Akkorde auf der Gitarre. Je-den-ver-damm-ten Griff kann man hören. Meine erste Freundin monierte bei meinen eigenen Gitarrenaufnahmen immer, dass da meine quietschenden Vögel im Hintergrund zu hören seien. Meine Vögel waren in diesen Zeiten wirklich besitzergreifend laut, aber was da auf den Aufnahmen zu hören war, war tatsächlich mein Rumrutschen auf den Saiten. Robert Coyne hat diese Geräusche zu seinem Markenzeichen gemacht. Bei Coyne undRead More
Schimmelpfennig_Januarmorgen
Aber warum nur? Von Tina Manske – Roland Schimmelpfennig ist einer der bekanntesten Theaterregisseure Deutschlands. Mit seinem ersten, etwas prätentiös betitelten Roman war er in diesem Jahr für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Als Leser fragt man sich allerdings die ganze Zeit, warum. Dabei ist der Plot des Romans zunächst nicht uninteressant. Schimmelpfennig beleuchtet in mehreren Erzählsträngen die unterschiedlichen Schicksale von Menschen, die sich in und um Berlin aufhalten. Dazu kommt ein Wolf, der durch Brandenburg streift und mit dem jeder der Charaktere eine Begegnung der einen oder anderenRead More
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Posted On Juni 1, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Blitzbeats: Suuns / Glowicka

Suuns: Hold / Still Aus Kanada kommt diese Band, die mit ihrem neuen, mittlerweile dritten Album eine wunderbare Ahnung davon liefern, was man aus der Mischung analog/elektronisch machen kann. Einsortiert wahrscheinlich unter Rock sind Suuns dagegen auch alles andere: abgefahren, tiefgründig, poppig, düster, komisch und zugänglich, und alles gleichzeitig. Als Einstieg empfehle ich „Resistance“, das so wunderbar minimalistisch beginnt und sich aus dieser Schockstarre auch gar nicht befreien will. Das klingt alles fein krautrockig und psychedelisch. Bei „Paralyzer“ könnten Portishead mitgemischt haben, so knarzig dunkel ist das. Überhaupt erscheinen dunkleRead More
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Posted On Mai 17, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

MusikMag, 17.5.2016

Liebe Leser des MusikMag, in der heutigen Ausgabe haben wir für Sie Schönes vorbereitet. Christina Mohr sprach mit der Punk-Legende Viv Albertine über ihre neu erschienene Biografie und schreibt über „Das ZickZack-Prinzip“ von Christof Meueler, der darin die Geschichte des legendären Labels  erzählt. Yours truly nimmt sich dreier Alben an, die in den letzten Tagen quasi über Nacht erschienen, nämlich die von Radiohead, James Blake und Beyoncé. Außerdem hörte sie Brian Enos „The Ship“. Viel Spaß beim Lesen wünscht Tina ManskeRead More
beyonce_lemonade
Liebeskummer galore Von all den Alben, die in den letzten Tagen plötzlich über Nacht erschienen sind, ist das von James Blake sicher nicht das sehnlichst erwartete. Der Melancholiker hatte ja bereits mit seinen beiden ersten Alben die Benchmark gesetzt für die Verbindung von Dubstep und introspektiven Pianoklängen und damit weltweit Begeisterung ausgelöst. So richtig überraschen konnte er damit allerdings zuletzt nicht mehr. Vor kurzem hat er sich von seiner langjährigen Freundin getrennt, es war also abzusehen, dass auch „The Colour In Anything“ ein Schmerzensalbum werden würde. Angesichts des offenen Hasses,Read More
radiohead

Posted On Mai 17, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Radiohead: A Moon Shaped Pool

Im Mainstream eine Nische Ja. Radiohead. Radiohead, verdammt! Neues Album. Nach vier Jahren! Hysterie allerorten. Andererseits, ach Gott, Radiohead, sind die denn überhaupt noch relevant? Als Radiohead-Anhänger macht man sich mittlerweile ja fast lächerlich. Sind die denn nicht auf dem Weg, die neuen Coldplay zu werden? Alle wollen es plötzlich scheiße finden. Dazu wieder diese Veröffentlichungspolitik: Eine Schnitzeljagd durchs Internet, mit teasernden Stop-Motion-Filmchen, alles muss man sich zusammensuchen, können die nicht EINFACH MAL Musik verkaufen, Jeezuz! Und dann das: die ersten Töne es Openers und vorab veröffentlichten Single „Burn TheRead More
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Posted On Mai 17, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Brian Eno: The Ship

Schöner Grusel Und noch einer, von dem man seit vier Jahren, seit seinem gloriosen Album „Lux“, nichts mehr gehört hatte: Neues von Brian Eno birgt ja eigentlich immer Freude und Überraschungen. So auch dieses Mal. Wie kann der Mann bloß so tief sinken, äh singen! Schöner Nebeneffekt des Alters, die Stimme wird tiefer, und so brummt Eno zu Beginn in schönstem Bass vor sich hin. Überhaupt stellt er eine Menge an mit seiner Stimme auf dieser Platte, seiner Software sei Dank. „The Ship“ ist in zwei Teile gesplittet. Auf demRead More
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Posted On Mai 3, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Anohni: Hopelessness

Politische Lieder mit musikalischer Tiefe – Sich selbst neu erfinden – das scheint so etwas zu sein, was viele Künstler ab und an wollen (oder auch sollen), aber nur die wenigsten schaffen. Anohni, früher bekannt als Antony von Antony and The Johnsons, macht vor, wie es gehen kann. Ziel ihrer Neuerfindung ist es, die introspektiven Klagegesänge, mit denen man sie und ihre unverwechselbare Stimme assoziiert, umzuformen in politischen Protest. Bereits zu den Pariser Verhandlungen über einen neuen Klimavertrag Anfang des Jahres erschien vorab ihre Single „4 Degrees“. Darin geht esRead More
jaimeobrown

Posted On Mai 3, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Jaimeo Brown: Transcendence Work Songs

Lust am Weiterspinnen traditioneller Texte und Texturen – Der New Yorker Jazzschlagzeuger Jaimeo Brown begeisterte vor ziemlich genau drei Jahren mit seinem Album „Transcendence“ sowohl Kritik als auch Publikum. Darin beschäftigte er sich mit den Geschichten und den Sounds afrikanischer und indischer Traditionals und hob diese auf eine neue, moderne Ebene. Dieselbe Lust am Weiterspinnen traditioneller Texte und Texturen treibt ihn auch weiterhin um, und so erschien vor Kurzem so etwas wie eine Erweiterung und Fortsetzung dieses Albums. Auf „Transcendence Work Songs“ nimmt sich Brown der Lieder an, die vonRead More
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Beachtlicher Output – Den Hörern des Zeitkratzer-Ensembles aus Berlin wird es niemals einfach gemacht. Das war schon immer so – ob bei der Interpretation von Lou Reeds „Metal Machine Music“ oder Adaption von Schönbergs „Pierrot Lunaire“. Sperrig sind diese Aufnahmen, manchmal eine Zumutung gar, der man sich aussetzen wollen muss, um nicht daran zu verzweifeln. Dann aber, wenn man die Zumutung zulässt, wird es interessant. Auch ihre Bearbeitungen der „Neuen Volksmusik“ sind sehr zu empfehlen. Dabei ist der Output der Gruppe mehr als beachtlich, sodass man mit dem Hören kaumRead More
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Posted On April 1, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Lyrhythmics – Die kleine Lyricskritik

Heute in der Lyricskritik: Asaf Avidan & The Mojos: One Day Die Geschichte tausender nicht erzählter Geschichten. Link zu den Lyrics Es macht einen wahnsinnig. Oder nicht? Drei, vier Minuten einer Lebenszeit verschleudert für das Lamentieren darüber, dass man irgendwann mal darüber lamentieren wird, die besten Geschichten, ja überhaupt alle Geschichten niemals erzählt zu haben. Sechs, sieben Mal, ja unendlich viele Male wird das wiederholt. Wie viele Geschichten man in dieser Zeit erzählt haben könnte! Zum Beispiel die von der bescheuerten Idee, nachts am Kotti auf dem Geländer spazieren zuRead More
Duve_Macht

Posted On April 1, 2016By Tina ManskeIn Bücher, Litmag, News

Roman: Karen Duve: Macht

Zukunft mit Tradition –„Macht“ entführt uns in das Jahr 2031. Die Erde steht vor dem finalen Kollaps. Die Politik, an deren Hauptschalthebeln nun Frauen sitzen, versucht mit Notmaßnahmen das Ende noch hinauszuzögern. Fleisch oder Benzin zum Beispiel gibt es nur im Tausch gegen CO2-Gutscheine, mit denen ein reger Handel betrieben wird. Die Jungbrunnenpille Ephebo lässt alte Menschen ganz schnell wieder jung und spritzig wirken, zum Preis eines extrem erhöhen Risikos, in den nächsten Jahren an Krebs zu erkranken. Smartphones sind von riesigen Compunikatoren ersetzt worden, statt gegooglet wird geshammt, manRead More