All posts by Markus Pohlmeyer

Posted On Dezember 31, 2021By Markus PohlmeyerIn Highlights, Highlights 2021

Markus Pohlmeyer: Variatio

Nach dem Hören von Beethovens Diabelli-Variationen, interpretiert von Igor Levit 1„Hänschen kleinGing alleinIn die weite Welt hinein“ 2Seltsam,Wie dies schierUnendliche AllSich so klein macht …Was?Ich bin nur einStadtmäuschenIn irgendeinem HinterhofDer Galaxis.Träume mich zu denSternen, meineSeele wird weit,Bricht auf.Neugierig, mutig,Ein wenig versöhnt.Stolz darauf,Nicht den SpeerAufgehoben zu haben,Sondern den Vers.Der mich fand,Als ich alleine war,All-eins. 3Oh weite, weite Welt:So wünschenswert?Wild, wüst undWahnsinnig du,Aber durchausNicht uninteressant. 4Alleine geh’nDurchDiese Corona-ZeitDie Nacht mitIhren kaltenSternen undVerstummten FernenDie weite Welt da untenSie istEng geworden 5AngstKriecht durch den Alltag Hinter die Masken: Kenne ich nochDein Gesicht? 6Zu vieleRead More

Posted On Dezember 1, 2021By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2021

Markus Pohlmeyer: Gedichte

Rückkehr nach Corona 2 1 November. Allerseelen. Es dunkelt. Regen.Regennasse Blätter in wirbelnden WellenÜber eine dunkelnde Straße. Auf seinem FahrradEin Kind, das durch dieses Meer surft.Fliegende, dunkle Dokumente des Sterbens.Allerheiligen. Ich stehe alleine, schaue zu,Und bin noch hier, auch nachdem schon Kind undFahrrad, Tag und Gedicht verschwunden sind. 2 Früher hielt ich das BöseFür irgendeine brillante Dämonie,Heute meistens nur fürEinen seltsamen Mix ausNeid,Dummheit undInkompetenz. 3 Die Erde: ein feuriger Eisball,Pangäa zerbricht und die Hoffnung,Kometeneinschlag: bildgewaltige Resignation.Homo raptor hat den Homo sapiens … 4 Juhu, wieder daaa! (War nie weg.)Ach, IhrRead More

Posted On Dezember 1, 2021By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2021

Gedanken zu Isaac Asimovs „Foundation“

Markus Pohlmeyer begegnet einem Klassiker der Science Fiction Es gibt seltsame Wege, bis du ein Buch findest oder bis das Buch dich findet. In der Oberstufe schwärmte ein guter Freund mir etwas von einem ganz dicken Science Fiction-Wälzer vor. Weltraum, Psychohistorik, Untergang eines Imperiums. Okay, irgendwann im Studium kaufte ich mir endlich Asimovs „Foundation“. Sprung ins Jahr 2021, da entdeckte ich in einer Serien-Zeitschrift die Ankündigung einer gleichnamigen Verfilmung – mit einem phantastischen Bild dazu, das mich packte. Geheimnisvoll. Wieder okay, du musst jetzt den Roman suchen. Nun, nach dreiRead More

Posted On November 1, 2021By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag November 2021

Markus Pohlmeyer: 11/21 (Gedichte)

Rückkehr nach Corona 1 Erinnerung Unsere Städte waren Lärm.Es kehrte zurück, wasWir draußen vernichtet hatten: Stille,Unterbrochen nur vomRauschen eines Blattes, vonDes Vogels Sang, vom:Und dem LichtDes Mondes. AllesSo Still. Jetzt kehren wir zurück,Lärmend. 2 Venedig, memoria Wir tanzten.Die Stadt standWie auf einem Spiegel.Als der Mond seineMelancholiaIn die WasserGleiten ließ: LichtperlenAn meinen schwarzen Händen. 3 Nachdenklich Selbst die Leere zwischenPlaneten, Sternen und Galaxien,Die Leere selbst in den AtomenIstVoller Geometrie 4 Haiku Sommerabend –Dieser Schwarm Dohlen:Wehende Blätter im Wind. Ich musste lernen,Dass Raum zeit istUnd Zeit raum. In Ellipsen kreisenDie Planeten geradeUmRead More

Posted On November 1, 2021By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag November 2021

Markus Pohlmeyer: DUNE

Konsequente Reduktion Gedanken zu der Verfilmung von Denis Villeneuve Endlich wieder ins Kino können! Und ich habe es genossen: einen Film zu bewundern, für den jede noch so große Leinwand zu klein schien. Und der nach zweieinhalb Stunden immer noch viel zu kurz war. I Falls und wenn Sie DUNE (Der Wüstenplanet oder auch Arrakis) sehen: Entdecken Sie irgendwo Computer? Sehr merkwürdig für eine merkwürdige Gesellschaft der Zukunft, die eher mittelalterlich und feudal anmutet. II „Wenn du Poesie perfektionieren willst, musst du auch etwas zerstören.“[1] So Villeneuve, der eine konsequenteRead More

Posted On November 1, 2021By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag November 2020

„Der Dorflehrer“ – nach Cixin Liu

Wissenschaft kann uns erheben Mein Schreibtisch wieder einmal übervoll; ich versuche verzweifelt, quasi-archäologisch dessen Grundplatte freizulegen. Aber Freiheit muss sein: Denn da gibt es diese Geschichte, die mich seit langem nicht mehr loslässt (und ich muss einfach darüber schreiben …): „Der Dorflehrer“. Hmm, ein sehr seltsamer Science Fiction-Titel. Die graphische Umsetzung in der vorliegenden Graphic Novel, das sei vorausgeschickt, ist phantastisch mit diesem Blick für das Kleine und schier Übergroße, tragisch und traurig, mit Wucht und Flair, ideenreich und einfach nur WOW! Fange ich an zu blättern – denken SieRead More

Posted On Oktober 1, 2021By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag Oktober 2021

Markus Pohlmeyer: Jugendsprache und Latein

Einige Gedanken über sehr lebendige Sprachen  Anlässlich Matthias Heines Buch „Krass. 500 Jahre deutsche Jugendsprache“[1]. Die Darstellung ist stark deskriptiv, mit einem Schwerpunkt vor allem in Studentenmilieus, aber auch aktuell angelegt mit Blick auf die Gamer-Szene oder die Sozialen Netzwerke. Von „Wie Tumult, Alkohol und Bandenwesen eine ‚eigene Kraftsprache‘ schufen“ (beginnend im 16. Jh.) bis zu „Der Digga, der Babo und ihr mega Endgegner – das VSCO Girl“. Die starke Fokussierung auf Studentensprache wird wie folgt begründet: „Zudem war sie rund 300 Jahre lang die einzige Jugendsprache, die wir in Quellen zu fassen kriegen. […] JugendspracheRead More
Das Meer der (Alb)Träume „Meer der Träume“: diese Geschichte des chinesischen Science Fiction-Autors Cixin Liu war mir noch unbekannt. Und ließ mich nach der ersten Lektüre irritiert zurück. Nun gilt es, dieser Irritation nachzuspüren. Die dramatischen Bilder fangen gut eine Atmosphäre von Faszination, Entsetzen, Monumentalität, Katastrophe und Hoffnung ein. Wunderbar das 4-seitige Panorama, das nur als schön zu beschreiben wäre, wäre es nicht so fürchterlich in den Konsequenzen.  Yan Dong stellt abstrakte Eisskulpturen her, was plötzlich die Aufmerksamkeit eines gigantischen Alien-Niedertemperaturkünstlers hervorruft, der ein äußerst radikales ästhetisches Programm vertritt: „Kunst istRead More
 Rocky and Roll im Weltall Andy Weir: Der Astronaut (The Project Hail Mary, 2021). Aus dem Amerikanischen von Jürgen Langowski. Heyne Verlag, München 2021. Klappenbroschur, 560 Seiten, 16,99 Euro. Diese Geschichte wie eine Tragikomödie: Rein in die Katastrophe, raus ins Happyend. Die erste Hauptfigur wurde geschickt gewählt und gekonnt gestaltet. Ryland Grace, ein Lehrer (und ehemaliger Wissenschaftler), der in ein kosmisches Abenteuer stolpert. Aus seiner Perspektive wird erzählt – eine Perspektive, die über die Ich-Form mich, den Leser, leicht in das Geschehen verstrickt. Die zweite Hauptfigur ist Stratt, eine Art globale DiktatorinRead More
Anna Hoffmann: VLUST. Gedichte. Plus Audio-CD von Anna Hoffmann. Hybriden-Verlag, Berlin 2021. Verlagsinformationen hier. Eine Rezension. Gewiss werde ich nicht fragen, was uns Anna Hoffmann damit sagen wollte – das tat die Dichterin nämlich genau in ihren Gedichten und mit deren Form. Beschreiben möchte ich hier vielmehr, wie es mir mit diesem Buch ergangen ist. Da liegt auf meinen Küchentisch immer eine kleine Auswahl von Poesie (von der Antike bis heute). Natürlich fänden sich ‚heiligere‘ Stätten, um Gedichte in der eigenen Wohnung auszustellen …; anders gewendet: gute Lyrik ist für mich die, mit derRead More

Posted On September 1, 2021By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag September 2021

2 x Cixin Liu als Graphic Novel

von Markus Pohlmeyer Cixin Liu, Valérie Mangin: Yuanyuans Blasen. Zeichnung von Steven Dupré. Übersetzung Maximilian Schlegel. Splitter Verlag, Bielefeld 2021. Hardcover, 72 Seiten, 17 Euro. Verlagsinformationen hier. Wunderbar gezeichnet, ansprechend erzählt, läuft diese Geschichte wie der Flug eines Pfeiles ab. China, in der Zukunft; eine Stadt, von Dürre gezeichnet. Yuanyuans Eltern haben verschiedene Projekte, dagegen zu kämpfen. Schon als Baby, dann als Kind und Jugendliche ist sie von Seifenblasen begeistert. Als Wissenschaftlerin gelingt es ihr, immer größere, stabilere Seifenblasen herzustellen, mit denen sie z.B. über dem Meer Wasser sammeln möchte.Read More
Ein Buch, das ich nur wenige Seiten durchblättern kann – um dann überwältigt innezuhalten: so viel zu staunen, so viel zu bewundern, so viel Unbekanntes zu entdecken. Gerade die Bilder vom Flugzeug aus sind atemberaubend, der blanke Wahnsinn, zum Niederknien und zum Demütig-Werden. Die Bilder der indigenen Völker fast minimalistische Studien, Dokumentationen gegen das Vergessen, bisweilen klassisch schön in der Stilisierung und zugleich Fest, Jagd, Alltag, Trauer, Freude und Familie – weit jenseits davon, naiv einen ‚edlen Wilden‘ zu konstruieren. Der Photograph ist bekannt: „In thematisch angelegten Langzeitprojekten hat SalgadoRead More

Posted On September 1, 2021By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag September 2021

Die Serie „Years and Years“ (2019)

Von medialen Monstern, Transhumanismus und zivilem Ungehorsam Ein Essay von Markus Pohlmeyer “Die Konstante des menschlichen Lebens ist die Transformation.“[1] Years and Years – eine phantastische, eine bedrückende Serie. Irgendwie Science Fiction, irgendwie Gesellschaftsstudie, zu nahe, allzu nah an unserer Gegenwart. Wie ein Spiegel.  Das Brexit-England in den Fängen einer Populistin. Die Vorlagen und Modelle dafür sind allseits bekannt. Emma Thompson dämonisch brillant als Vivienne Rook, welche die (TV-/Internet-)Massen verführt und letztlich zur Premierministerin aufsteigt. „Die Populisten in Europas Gesellschaften scheinen diese von innen zu sprengen. Angefeuert durch fake news und Propaganda ausRead More
Corona I März 2020: Ich fing an, Corona-Gedichte während eines Krankenhausaufenthaltes zu schreiben. Der erste Tag dort war noch ‚normal‘. 24 Stunden später fühlte ich mich wie in einem postapokalyptischen Science Fiction. Masken, leere Gänge, eine unsichtbare Bedrohung. Im Fernsehen Bilder aus Italien. Als ich nach Flensburg zurückkam, gab es meine alte Welt nicht mehr. Wenn ich heute zurückschaue – gut 1 Jahr und 200 Gedichte später: II … ist der Versuch, eine poetische Antwort auf die Frage einer Kollegin zu finden, was für mich denn Einsamkeit bedeute. Einsamkeit sollteRead More

Posted On Juni 1, 2021By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag Juni 2021, News

Markus Pohlmeyer: Corona 12

„Nun versteh ich den Menschen erst, da ich fern von ihmund in Einsamkeit lebe!“[1]Hölderlin 1 Marx – Kierkegaard – Freud: Personae Der Kierkegaard-Forscher K. Nordentoft habe sich, so eine seiner ehemaligen Schülerinnen, im Himmel eine Begegnung zwischen Freud, Marx und Kierkegaard gewünscht. Letztlich muss das der Liebe Gott arrangieren, aber hier unten wage ich folgenden Versuch – verschiedene Masken also, die ich anziehen werde: MarxWarum sind wir soÜberrascht? Es geht dochLetztlich nur um UnterdrückungUnd Ausbeutung. FreudEs variierenNur die Legitimationen wechselnderIdeologien, Religionen, KastenOder Egos. (So denken sich gewisseAffen immer neue MythenRead More
Eine Rezension zu: Paul Duncan: Das Star Wars Archiv. Episoden I-III. 1999-2005, übers. v. A. Kasprzak, Köln 2021 (TASCHEN GmbH) Ein Buch von den Ausmaßen eines Supersternenzerstörers, deinen Schreibtisch zu okkupieren, und der Einband rot leuchtend wie ein Doppelklingenlaserschwert (… es gebe kein Entkommen, raunt eine dunkle Stimme. Röchel …). Und ich kann Alf Mayer nur beipflichten, dass dieser voluminöse Band einen Oscar verdient hätte. Weil er im Grunde dies ermöglicht: nachzuschauen, sich Zeit zu lassen und richtig zu schwelgen. Denn George Lucas ist mehr Inszenator denn Geschichtenerzähler. „Lucas charakterisiertRead More
Eine Rezension „Tot sein will ich – ganz ehrlich:das seufzte sie heftig unter Tränen und verließ mich.“[1] I Die 2021 erschienene griechisch-deutsche Sappho-Edition von Anton Bierl, die auch neuere Fragmente präsentiert, wird begleitet durch ausführliche Anmerkungen, welche zugleich einen Einblick geben in den Überlieferungsmodus und die Rekonstruktionsmethoden antiker Texte: „Im Jahr 2004 wurde aus Mumienkartonage der Kölner Sappho-Papyrus (frühes 3. Jh. v. Chr.) gewonnen und publiziert.“[2] 448 Seiten – ein großes kleines Reclam-Buch –, das mag beeindruckend klingen, ist aber gleichermaßen ein sichtbar gemachter Schmerz, denn beim Durchblättern lassen viele,Read More

Posted On Mai 1, 2021By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag Mai 2021

Markus Pohlmeyer: Corona 11

1 AmbiguitasUnd selbst wenn der Teufel dieWiederherstellung der GrundrechteFordern sollte, würde ich ihm zustimmen:Der Sache nach, auch wenn mir sehr bewußt ist,Dass er immer eine andere Agenda hat. 2 ChiasmusManche opfern bewusst ihr Leben für Demokratie.Andere geben mal so ihre Demokratie auf, nur um zu überleben. 3 Hyperbaton Verantwortungs-Das wird doch schon längst jemand gemacht haben müssen?Da wäre doch ein anderer/eine andere zuständig gewesen!Das hätte doch schon längst jemand anderes zuständig gemachtHaben gewesen sein müssen. „Ich dachte, da hätte jemand mitgedacht.Oder die Arbeit erledigt.“ Es muss einfach transparenter werden, dieseRead More
„Ein Myrrhenbeutelchen ist mir mein Geliebter,das zwischen meinen Brüsten ruht.“[1] In dieser Liedersammlung kommt das Wort Gott nicht vor. Oh, dieses Wort mag zwar nicht vorkommen, Gott aber schon, denn Gott ist überall in der Liebe.[2] Und wer hat überhaupt diese Gedichte geschrieben? Auch Frauen? Warum nicht. „Siehe, du (bist) schön, meine Freundin,siehe, du (bist) schön.Deine Augen (Blicke) (sind) Tauben.Siehe, du (bist) schön, mein Geliebter,ja lustvoll.Ja, unser Lager (sei) frisches Grün […].“[3] Dass dieser Text mit verteilten Rollen, männlichen und weiblichen Stimmen, vorgetragen werden kann, liegt geradezu im dialogischen CharakterRead More

Posted On April 1, 2021By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag April 2021

Markus Pohlmeyer – Corona X

(… klingt fastwie Akte X) 1 Auf demAlten Friedhof,Am Mittag Mein SchattenWandernd mitDen SchattenDer Bäume Hinter unsDie Sonne 2 Die ZeitErinnert sichAn die Toten,Verwundert,Als wäre sieEin TeilVon ihnen Gewesen. IchWundere michÜber das Leben,Verwundet,So als ob esMeines wäre.Allzu vertraut,Um das FremdeDarin zu vergessen.Wunder und Wunde. 3 Testen live Lange, lange Schlange; ich armes SchweinMit Schwerbehinderung; kein Stuhl.Los, mit Handy sich anmelden … okay, mein HandyKann das nicht, außerdem gibt es hier keine Verbindung.Fazit: Pech gehabt. Und was eine Kollegin erlebte: von A nach BGeschickt, von B zu C durch die halbeRead More

Posted On April 1, 2021By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag April 2021

Markus Pohlmeyer zum 75. eines Helden

Lucky Luke – Ein Dank zum Jubiläum Zum 75-jährigen Jubiläum von Lucky Luke liegt nun Band 100 vor: „Die Ursprünge. Western von Gestern“[1]. Aus dem Buchrückentext: „Mit seinem 1946 erschienen Western-Comic ‚Arizona 1880‘ schrieb der damals noch junge Künstler Morris Geschichte […].“ Neben dieser Geschichte bietet der vorliegende Band noch ‚Die Goldmine von Dick Digger‘. Anlass für mich, einige Streifzüge zu unternehmen. Denn immer wieder waren und sind es die parodistischen, phantastischen und nicht unintelligenten Details, warum Lucky Luke mich schon seit meiner Schulzeit fasziniert. Freestyle: Prediger: „Werft die MedizinbeutelRead More

Posted On April 1, 2021By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag April 2021

Markus Pohlmeyer & die Dinosaurier

Fliegende Wunder, fliegende Albträume – Flugsaurier in der Paläoart „Water Ballet In The Seas of Kansas“[1] (1935) von C. Knight zeigt, wie ein riesiger Mosasaurus Jagd macht auf eine Meeresschildkröte (Archelon). Und am Himmel, majestätisch segelnd, eine Gruppe Pteranodon. Damals irgendwie das Non-plus-Ultra dessen, was fliegen kann. Sprung nach 2021. Es war wieder einmal einer dieser Zero-Sozialkontakt-Corona-Tage … und ich blätterte durch ein neueres Dinosaurier-Buch, das sehr interessant aufgemacht schien. Es bietet nicht nur eine Zeitleiste, wann bestimmte Tiere lebten, sondern auch wo. Nämlich immer dort, wo sich gerade dieRead More
Green Winter, all Traffic. I Redakteur: Nur skizzenhaft.Autor: Ich habe leider keine Zeit.Redakteur: Es kann auch fragmentarisch sein.Autor: Ich schaffe es leider nicht.Redakteur: 1-2 Seiten. Eher die Meta-Ebene.Redakteur: Brummelbrummelumpf.Redakteur: Hihihiii. II Dem Homer will voll krass Komplexität. Anders gewendet: In der Illias steigt Homer mitten irgendwo im Geschehen ein und endet irgendwo. In der Odyssee – von dem gleichen coolen Typen geschrieben, den die Tradition Homer nennt – erleben wir sogar Rückblenden, als Zurückholen, Hineinholen einer mythischen, vielleicht sogar märchenhafte Welt in die gnadenlos reale Welt von Schiffbruch, Verlust undRead More

Posted On März 1, 2021By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag März 2021

Markus Pohlmeyer: Corona-Zyklus IX

1 Corona ZwingtUnsHinter Masken Reißt sie zugleichDer gesamtenGesellschaft VomGesicht (Was früher wieGeschmiert lief oderWegefaket wurde, dasRächt sich brutal: DieseNegativ-AuslesenNachOben Die in BürokratienTransparent-blindeStatthabendeSerienmäßig gesteigerteProduktion von OhnmachtUndVertuschung Freiheit fürLehre und Forschung?Totgespart. Geiz seiSo was von geil.Hat sich ja jetztRichtig gutIn der PandemieAusgezahlt. Fabrikation vonDementia digitalis[1] bzw.Beförderung des Weltunwissens:Strom kommt aus der Steckdose.Die Kuh aus der MilchUnd dem Supermarkt.Und wenn ich spazieren gehe,Muss ich aufpassen, nicht vomRand der Scheibe zu fallen.Wäre sowieso wichtiger, dieRichtige Meinung zu haben. Und der Liebe GottKnipst abends dieSterne an. Krass,Wie viele Follower Der hat … PS: Vielleicht könnteRead More

Posted On März 1, 2021By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag März 2021

Kathleen Weise „Der Vierte Mond“

Einsamkeit, selten so packend Eine Rezension von Markus Pohlmeyer Es gibt so Bücher, da fasziniert schon das Cover. Hier im Hintergrund Jupiter, majestätisch, davor einer seiner Monde; dann eine mit Kratern übersäte Eislandschaft; im Vordergrund, klein: vier Astronauten. Etwas weiter in der Mitte, unter dem Titel, ein geheimnisvolles Leuchten.  Aus dem Buchrückentext: „Wir schreiben das Jahr 2104. Bei einer Erkundungsmission auf dem Jupitermond Kallisto kommt es zur Katastrophe, als der Orbiter Eurybia abstürzt. Ein Astronaut stirbt, und unter der Crew bricht ein mysteriöses Fieber aus.“[1] Doch dieses Science Fiction-Abenteuer beginnt kurz nach derRead More

Posted On Februar 1, 2021By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag Februar 2021

Markus Pohlmeyer: Corona VIII

1 Zu erzählen? Immer weniger …Die Tage: monoton, monochrom. Nichts mehr von Gott zu erzählen,Von Liebe oder Kunst? Nichts? Wir sind nun Inzidenzwerte, Zahlen.Exponentiell. Potentiell tödlich. 2 Adieu Gewohnheit, vorausZu planen: Tage,Wochen und Monate,Jahre und Jahrzehnte. Adieu. Zahllose Alltage einst  In  garantierterSelbstverständlichkeitVerdrängten Sterbens. Durcheinander gewirbelteMoleküle. Eintagsfliegen.Sternenstaub. Träume –Nur von wem? 3 Zum Gelingen von MetaphernWir fahren auf Sicht. I Nun gut, manche machen aberErst die Scheinwerfer an,Nachdem der Unfall schonLängst passiert ist. II Und es konnte ja niemand ahnen,Dass ein Winter kommt. Nein,Das konnte niemand ahnen,Oder dass Menschen öffentlicheVerkehrsmittel benutzenRead More