Weitere Beiträge des Autors
Jonas Lüscher: Frühling der Barbaren
Crash und Kamele – Stell dir vor, es ist Staatsbankrott und du sitzt in der Wüste – wäre das nicht übel? Jonas Lüschers Debüt „Frühling der Barbaren“ erzählt auf knapp 120 Seiten die Finanzkrise als Privatkatastrophe. Von Gisela Trahms Eine Gruppe junger britischer Touristen, allesamt im Finanzsektor tätig, will in dem Luxusresort einer tunesischen Oase [...]
HAM.LIT-Spezial: Matthias Nawrat im Porträt
Mücken und Molybdän – Am 7. Februar ist es wieder so weit: Präsentiert u. a. von CULTurMAG, beginnt mit HAM.LIT 2013 der literarische Frühling. In der mittlerweile vierten „langen Nacht junger deutschsprachiger Literatur und Musik“ lesen im Hamburger Club „Uebel & Gefährlich“ 15 Autorinnen und Autoren spannende Literatur. Vom Roman über Lyrik und Erzählung bis [...]
Lyrikkalender: Fliegende Wörter 2013
Jede Woche Licht – All dein Glück wie nie gewesen, die Tage kurz und nebelschwer, Ich spreiz die schmalen Hände weit Und fass das Paradies. Was soll denn das sein? Ein Gedicht? Nein. Was dann? Fliegende Wörter. ? Ein synergetisches Versmeeting. ? Ein Treffen illustrer Geister. ? Na, rate doch mal, von wem ist die [...]
Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf
In einem Atemzug mit Nabokov – Gaito Gasdanow versetzt uns mit dem 1947 erschienen Roman in die Zeit des russischen Bürgerkriegs. Gisela Trahms hat den nun erstmals in Deutsche übersetzten Klassiker gelesen. Ein russischer Autor, geboren 1903 und damit derselben Generation angehörig wie Nabokov, schrieb Mitte der vierziger Jahre in Paris einen Roman, der in [...]
Gisela Trahms
Gisela Trahms geboren in Westfalen, lebt im Rheinland. Zu den CULTurMAG-Rezensionen von Gisela Trahms.
Michael Haneke: Liebe. Das Buch
Text, Bild, Form – Am 1. Dezember werden auf Malta die Europäischen Filmpreise verliehen. Hanekes „Liebe“ ist sechsmal nominiert (Film, Regie, Drehbuch, Kamera, Darsteller). Gleichgültig, wie oft er gewinnt, ob er zum Jahresende noch einmal ein paar Statuetten einsammelt oder nicht – Kritiker und Jurys haben sich längst darauf verständigt, dass er in der Höhenluft [...]
Michel Houellebecq: Karte und Gebiet
Dass Damien Hirst und Jeff Koons in diesem Sommer die Reisewege der Kunsttouristen dominieren (neben der documenta, natürlich), hat Michel Houellebecq schon 2010 vorausgesehen und in „Karte und Gebiet“ einen ernsthaften Konkurrenten für sie erfunden. Literatur und Malerei, Teil drei (zu eins und zwei) Jed Martin, Autist Punktgenau zu den großen Retrospektiven von Damien Hirst [...]
Frank Fischer: Leipzig Augustusplatz (aus: Weltmüller)
Literatur und Kunst, zweiter Teil (zu Teil eins): Im Mittelstück seines „Weltmüller“-Buchs verwandelt Frank Fischer einen Leipziger Platz in ein sensationell selbsttätiges Kunstwerk. Nachreichen, bitte! Frank Fischer hat in „Der Louvre in zwanzig Minuten“ vorgeführt, wie die Zeit, ist sie nur knapp genug, die Wahrnehmung des Orts erledigt und die der darin aufbewahrten Kunst gleich [...]
Wolfgang Herrndorf: Der Weg des Soldaten
Literatur und Bildende Kunst sind sehr unterschiedliche Kunstformen. Wo uns das eine als konkrete Tat (Aktions- und Konzeptkunst) oder als direkt sinnlich fassbares Objekt (Malerei) entgegentritt, steht bei der Literatur vor dem Erlebnis die alles andere als voraussetzungsfreie Lektüre. Interessant kann es werden, wenn die Literatur diese Unterschiede (und Gemeinsamkeiten?) reflektiert und sich in Erzählungen [...]
Silvio D’Arzo: Des andern Haus
Gisela Trahms traf auf eine lit.cologne im Tranströmer-Hype – und hat dann doch ein ganz anderes Buch gelesen. Eine flanierende Rezension live aus der Kölner Buchhandlung Bittner. Ausharren – Die Macher der lit.cologne besitzen einen langen Atem. Als sie vor zwölf Jahren anfingen, wussten sie, dass sich niemand für einen betagten schwedischen Lyriker namens Tranströmer [...]
Peter Kurzeck: Mein wildes Herz
Das Herz, die Zeit und der jetzt genau richtige Mensch – Ja, eigentlich, zuerst… Mit diesen Worten beginnt die Erzählung und so zögernd, wie Peter Kurzeck sie spricht, ist das ein wirkliches Anheben und Sich Einstimmen. Der weiche Tonfall, der kaum merkliche Nachhall versetzen uns in einen fiktiven Raum, vielleicht ein altes Café, in dem [...]
Wend Kässens: Das Große geschieht so schlicht
Überraschungen aus dem Dunkel – Wie haben Sie das gemacht, Mr. Hitchcock?, fragte einst François Truffaut den Meister des suspense. Daraus wurde ein Kultbuch. Film ist eben spektakulär, Cary Grant küsst Grace Kelly, dirigiert vom eifersüchtigen Magier… Gegen solch glamouröses Knistern wirkt der Schaffensprozess des Schriftstellers eher unterkomplex. Jeden Tag ein paar Stunden am PC, [...]
Hubert Winkels (Hrsg.): Klagenfurter Texte – Die besten 2011
Wahre Geschichten – Wenn Anfang Oktober die ersten Blätter fallen und der Sommer durch ist, wenn die lesenden Köpfe nach Frankfurt schauen und der Wörthersee wieder den Rentnern gehört, erscheint das Jahrbuch zum Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Gisela Trahms hat es sich angesehen. Angenehm liegt die Anthologie in der Hand und erfreut durch die Sorgfalt, mit der sie [...]
Aki Kaurismäki: Le Havre
Alle tun sich zusammen, damit Einer es schafft – Wer in einen Kaurismäki-Film geht, ist nicht auf Überraschungen aus, sondern erhofft, was er kennt und liebt: die stete Meisterschaft der Bilder, die Sorgfalt, mit der sie aufgenommen und geschnitten sind, die Dialoge, deren Lakonie ein so würdevolles wie selbstironisches Pathos erzeugt. Die sympathischen Protagonisten sind [...]
Timo Berger (Hrsg.): Neues vom Fluss. Junge Literatur aus Argentinien, Uruguay und Paraguay
Geschichten vom Silberfluss – Nackt bis auf die Sonnenbrille und ihrer Wirkung gewiss, schreitet eine junge Frau durch die belebteste Einkaufsstraße von Paraguays Hauptstadt Asunción. Welche Turbulenzen sie erzeugt, schildert Ana María Strahms Erzählung „Calle Palma“ mit fühlbarem Vergnügen, die Motive der Blitzerin werden jedoch nur angedeutet. So schwebt trotz aller Entblößung ein zarter Schleier [...]
Ein Interview mit Timo Berger (Herausgeber von „Neues vom Fluss“)
Argentinien ja, aber nicht allein – Gisela Trahms für CULTurMAG: In dem Band „Neues vom Fluss“ haben Sie 28 Erzählungen aus drei südamerikanischen Ländern versammelt. Wie haben Sie die Texte gefunden? In Deutschland gibt es seit einigen Jahren ein mobiles Festival lateinamerikanischer Literatur, die Latinale, die ich mit anderen Leuten zusammen organisiere. Dadurch lernte ich [...]
Thomas Bernhard zum 80. Geburtstag
„Die erste Made setzt sich in das Augenwinkerl“ – Wer die 60 und 70 nicht lebend erreicht, kann die 80 nicht schaffen, körperlich gesehen – aber geistig, in Worten, natürlich schon, durch ein üppiges Werk, das in 27 Sprachen in der Welt ist und tatsächlich gelesen wird, immer noch, und dessen faszinierendster Teil nun, als [...]
Marina Durnowo: Mein Leben mit Daniil Charms
„Ich weiß nicht, warum alle denken, ich sei ein Genie …“ – Marina Durnowos Leben ereignisreich zu nennen, wäre wohl untertrieben. Von „mehrfach dem Tod entronnen“ bis „friedliches Alter“ stand eine Menge auf dem Programm. Literarischer Höhepunkt: die Ehe mit einem Genie. Von Gisela Trahms – Dreiundneunzig Jahre alt ist Marina Durnowo geworden und von [...]
Im Porträt: Verleger Klaus Sander (2)
Klaus Sander und supposé (2): Die Ordnung des Feldes – Klaus Sander trifft Wissenschaftler und Künstler und bringt sie zum Sprechen. Wie er das macht, bleibt sein Geheimnis, denn man hört ihn nicht…
Im Porträt: Verleger Klaus Sander
Klaus Sander und supposé: Die Reize der Mündlichkeit – Klaus Sander lebt in Berlin, in einer jener Altbauwohnungen des alten Westens, in die man sofort einziehen möchte. Hohe Räume, Regale bis an die Decke, bestückt mit Büchern, vor allem aber natürlich mit den eigenen CDs. Klaus Sander ist das Audio-label supposé. Ein Porträt von Gisela [...]









