All posts by Dominik Irtenkauf

Bartwuchs aus zeitkritischer Perspektive – Das fällt schon auf, wie viele junge Männer wieder volle Barttracht tragen. Auch in der Werbung tauchen sie auf: die Vollbärte, die ein Männergesicht komplett umranden oder sollte man eher sagen: umranken? Der Bart hat seit Beginn der Geschichtsschreibung Höhen und Tiefen, Wellen und Zäsuren, ja: Scherenterror erleben müssen. Von Dominik Irtenkauf Die Frage, warum man sich mit Barthaar beschäftigen sollte, begrenzt sich vorwiegend auf die tägliche Morgentoilette. Dabei haben nicht nur Männer das „Problem“ des Bartwuchses. Nein, auch Frauen leiden (zumindest teilweise) an einemRead More

Posted On März 26, 2014By Dominik IrtenkaufIn Musikmag

Blood Red Shoes: dito

Eine gute Zeit, alle miteinander – Frech könnte man das neue Blood Red Shoes-Album nennen. Frech im Sinne der Musik, die den Weg des Garagen-Punks, des Rock’n’Rolls der neuen Machart weiterverfolgt. Rock’n’Roll bezeichnet in diesem Kontext ja schon lange nicht mehr den Tanz, oder Interpreten wie Chuck Berry, Jerry Lewis oder Elvis Presley, sondern das „Drauflosrocken“, also: tanzkompatible Musik für die wachsende Studentenschaft Europas. So far so good. Das Duo zog sich nach Berlin-Kreuzberg zurück, um dort das selbstbetitelte vorliegende Album zu komponieren und auch großteils aufzunehmen. Hm – KreuzbergRead More

Posted On März 26, 2014By Dominik IrtenkaufIn Musikmag

Motorpsycho: Behind The Sun

Verschwurbelt – Nachdem die Norweger Motorpsycho Jazz-Ausflüge wagten, haben sie sich auf „Behind The Sun“ wieder auf ihr quasi-psychonautisches Erbe rückbesonnen – also: die Kompositionen waren schon ziemlich lange nicht leicht, um es möglichst neutral auszudrücken. Auf dem neuen Album „Behind The Sun“ findet man alle möglichen geometrischen und Blitzsymbole, auch bedeutungsschwangere Titel wie „Cloudwalker (A Darker Blue)“ oder „Kvæstor (incl. Where The Greyhounds Dare)“ und viel Mellotron – einige der Stücke erinnern stellenweise an Classic-Rock-Dinosaurier wie Yes oder King Crimson. Diese Referenzen an den 70er-Progrock rücken die Norweger dannRead More
Sehr puristisch – Pantera brachten in den totgesagten Metal eine neue Härte, die sich auch gegen den erstarkten und äußerst populären Grunge durchsetzen konnte. Neil Daniels‘ inoffizielle Bandbiographie versucht eine Würdigung. Von Dominik Irtenkauf. Mit ihrem Album „Vulgar Display Of Power“ (1992) konnten sich Pantera als eine Größe in einem Sektor des Metals etablieren, der in den frühen Neunzigern großes Publikum, Konzerte und Touren in Arenen und eine nicht geringe mediale Aufmerksamkeit erhielt. Das Album zeichnet sich durch einen starken Fokus auf das mittlere Tempo, auf aggressive Shouts von PhilRead More