All posts by Christopher Werth

Posted On August 13, 2014By Christopher WerthIn Litmag, Porträts / Interviews

Nachruf auf Robin Williams

Warum für ihn auf die Tische gestiegen wird – Robin Williams bewegt Menschen. Nicht nur Caren Miosga in den Tagesthemen hat es getan – Twitter und Facebook sind voll mit Selfies von Menschen, die für ihn auf ihre Tische geklettert sind. Was muss ein Schauspieler können, dass so etwas passiert? Christopher Werth findet drei universelle Gründe und lässt dabei [FREIRAUM]* für unsere persönlichen Erinnerungen. Zuerst einmal: Robin Williams konnte sich selbst bewegen. Er konnte mit seinem Körper alles machen [SZENE EINFÜGEN] und sogar auch noch tanzen [ROLLE EINFÜGEN]. Genauso mitRead More

Posted On Mai 21, 2014By Christopher WerthIn Film/Fernsehen, Litmag

Im Kino: Godzilla

Godzilla Come Home – Wenn Städte zerfallen und Gedankengebäude einstürzen – dann ist er zurück: der Alleszermalmer. Natürlich nicht Philosoph Immanuel Kant,sondern der King of the Monsters: Godzilla, der kategorischen Imperativ des Trashkinos. Von Christopher Werth Zurzeit gibt es in Berlin mindestens zwei Arten, sich mit den Folgen der Nuklearkatastrophe von Fukushima auseinanderzusetzen. Intellektuell: im Theater Hebbel am Ufer mit dem sehenswerten Festival Japan Syndrom (hier der Link zum Programmheft). Oder mit einem krachenden Blockbuster: Zu Godzillas 60. Geburtstag gibt es jetzt den 30. Film. Regisseur und Monster-Fan Gareth EdwardsRead More

Posted On Mai 14, 2014By Christopher WerthIn Film/Fernsehen, Litmag

Dokumentarfilm: Alphabet – Angst oder Liebe

Killing Creativity –Nicht nur die Polkappen schmelzen, nicht nur die Okapis und Pandabären sterben aus – nach Erwin Wagenhofer leidet die Welt auch unter einem dramatischen Abbau von Fantasie. Der österreichische Dokumentarfilmer schließt nach We feed the World und Let’s make Money mit Alphabet seine Kapitalismus-Trilogie ab und prangert eine der dramatischsten globalen Ressourcenvernichtungen unserer Zeit an. Seine These: Bildungseinrichtungen weltweit zerstören systematisch die Kreativität von Kindern. Von Christopher Werth Dabei war doch das Projekt PISA von der OECD so gut gemeint. Mehr Vergleichbarkeit, mehr Wettbewerb, mehr Standardisierung. Ein modernerRead More

Posted On April 9, 2014By Christopher WerthIn Film/Fernsehen, Litmag

Lars von Trier: NYMPH()MANIAC 1 + 2

Dialog im Dunkeln – NYMPH()MANIAC 1 beginnt mit Dunkelheit. Dann zeigt uns die Kamera in ruhigen Einstellungen ein kulissenhaftes, theatralisches Setting. Ein verwinkelter Hinterhof, eine Mischung aus dem Wohnblock von David Lynchs Eraserhead und dem Haus von Andrej Tarkowskijs Stalker. Es beginnt zu schneien. Der Titelsong von Rammstein setzt ein. Und dann sehen wir sie: Charlotte Gainsbourg. Zusammengeschlagen liegt sie in einer Pfütze. Ein alter Mann, Stellan Skarsgård in der Rolle des Seligman, findet sie. Er will einen Krankenwagen rufen – sie aber bittet ihn nur höflich lallend um eineRead More

Posted On März 5, 2014By Christopher WerthIn Film/Fernsehen, Litmag

Film: Alfonso Cuaron: Gravity

Alles wird gut, wenn man weiß, wo der Wodka ist. Alfonso Cuaróns intimes Kammerspiel in der endlosen Weite des Weltraums ist der Abräumer der Oscarverleihung 2014. Christopher Werth hat es sich angesehen. Wie gut Country-Songs im Weltraum funktionieren, hat schon John Carpenter in seinem ersten Spielfilm „Dark Star“ gezeigt. Aus dem üblichen Kitsch-Kontext gelöst, erzählt das Erdverbundene, Sehnsuchtsvolle der Musik ganz einfach die Einsamkeit eines Menschen in den unendlichen Weiten des Weltraums. Während in „Gravity“ der Astronaut Matt Kowalski (George Clooney) noch glaubt, seinen letzten Weltraumspaziergang zu machen und erRead More
Das Sein und der Schaum – Michel Gondry hat sich ein französisches Nationalheiligtum vorgenommen – das Kultbuch von Boris Vian „Der Schaum der Tage“(„L’écume des jours“). Von Christopher Werth Wenn ein berühmter Roman verfilmt wird, dann nimmt jeder Zuschauer seine eigenen Bilder, seinen eigenen Film im Kopf mit ins Kino. Gondry weiß natürlich, dass so ein Buch irgendwie allen gehört. Es gibt deshalb eine Rahmenhandlung, die in einer Fantasiefabrik spielt. Hier wird das Buch kollektiv von vielen Arbeiterinnen und Arbeitern gemeinsam an Fließbändern getippt. Jeder darf dabei immer nur einenRead More

Posted On Februar 5, 2014By Christopher WerthIn Film/Fernsehen, Litmag

Klassiker Check: Philip Seymour Hoffman in „Capote“

In Cold Blood – Philip Seymour Hoffman ist am 2. Februar tot in seiner New Yorker Wohnung gefunden worden. Für CULTurMAG hat sich Christopher Werth einen seiner wichtigsten Filme noch einmal angesehen: Capote. Für die Rolle wurde er 2006 mit dem Oscar für die beste Hauptrolle ausgezeichnet. Von Christopher Werth Mit Nebenrollen fing es an. Damit wurde er zur Kultfigur. Er hat nie gedacht, Mist, eigentlich müssten mir diese Idioten die Hauptrolle geben, naja, spiel’ ich die kleine Drecksrolle mal eben schnell runter. Mit radikaler Ernsthaftigkeit hat er das PotentialRead More

Posted On Januar 29, 2014By Christopher WerthIn DVD, Litmag

DVD: “Pacific Rim”

Mind the Gap – Auch in einer Spalte zwischen Pepsi und Popkorn kann man Trüffel finden. Christopher Werth entdeckt in Guiliermo del Toros Actionkracher “Pacific Rim” subversive Spuren von Literatur. Aber alles der Reihe nach. Außerirdisches Leben bedroht die Menschheit. Aber nicht aus dem Weltraum. Die Gefahr lauert seit vielen Millionen Jahren unter der Erde. Es sind Kolonialisten, die schon unzählige Planeten bevölkert haben und für die die Menschheit nur ein kurzlebiges Ungeziefer ist. Sie haben es schon mal versucht und die Dinos geschickt. Das hat bekanntlich nicht auf DauerRead More

Posted On Januar 22, 2014By Christopher WerthIn Film/Fernsehen, Litmag

Film: 12 Years a Slave

Django de lettres – Was ein Mensch tut, verrät immer mehr über ihn als das, was er sagt. Es zeigt, wer er wirklich ist und was wiederum die Gesellschaft mit ihm gemacht hat. Menschen dabei zu beobachten, wie sie sich durch ihr Handeln öffnen, kann im Kino spannender sein als Monster und Verfolgungsjagden. Das Prinzip „Show, don’t tell“ exerziert Steve McQueen in „12 Years a Slave“ gnadenlos durch. In Szenen, die geduldig die Absurdität zeigen, auf der auch unsere guten Freunde, die moralisch so überlegenen, bibelfrommen Amerikaner bis ins letzteRead More

Posted On November 24, 2012By Christopher WerthIn Mitarbeiter

Christopher Werth

Christopher Werth, wurde 1975 in Gießen geboren, studierte Theaterregie in Ulm und inszenierte unter anderem am Schauspielhaus Bochum. Dann textete er in Hamburg für Springer & Jacoby, Jung von Matt und Scholz & Friends. Heute arbeitet er als Director Strategy & Concept bei der Eventagentur VOK DAMS. Wenn er mal nicht im Kino ist oder E-Gitarre spielt, macht er Fotos. Zu den CM-Texten von Christopher Werth.    Read More