All posts by Alf Mayer

Macht zusammen mit Thomas Wörtche die Redaktion von CrimeMag, schreibt auch im LitMag. Jahrgang 1952, freier Journalist, lebt nach 30 Jahren Frankfurt in Bad Soden am Taunus. Buntscheckiger Lebenslauf, halb frei, halb angestellt, letztlich lieber vogelfrei: Filmredakteur der legendären Medienzeitschrift „medium“, CvD bei der IG Metall und dem Werber-Blatt „horizont“, Arbeit mit Edgar Reitz ("Heimat") und Alexander Kluge (TV), Lufthansa-Kulturförderung, Direktor der Filmbewertungsstelle (FBW), Textchef Manufactum, 150 Titelgeschichten für die IG BAU uva.. Seit 1984 Krimi-Kolumne „Blutige Ernte“ im Frankfurter „strandgut“. Vorliebe for all things hardboiled & noir, und der einzige, der den Lebenslauf des Exilanten Karl Anders aufschrieb, der für die BBC-Deutschland von den Nürnberger Prozessen berichtete und Hammett, Chandler und Ambler als „Krähen"-Bücher nach Deutschland brachte. 2015: Zusammen mit Frank Göhre: "Cops in the City. Ed McBain und die Romane vom 87. Polizeirevier" (CulturBooks) sowie "Kalter Schuss ins Herz" (Pendragon), Übersetzung des ersten Crissa-Stone-Romans von Wallace Stroby. Zu den CULTurMAG-Beiträgen von Alf Mayer.

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Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann? Von „Black Lives Matter“ führt der Weg auch zu Black Comics, gegen das rassistische weiße Amerika gab es schon einmal reale „Black Panther“-Power.  In einer (bisher) auf zwölf Bände angelegten Comic-Serie interpretiert gerade der politische Publizist Ta-Nehisi Coates einen schwarzen Superhelden neu. Ein aufregendes Unterfangen, findet Alf Mayer, der sich an ein Zitat von James Baldwin erinnert fühlt: „In den Vereinigten Staaten werden Gewalttätigkeit und Heldentum gleichgesetzt, wenn es nicht um Schwarze geht.“ Wir leben in zwei großen Erzählungen, mindestens, lautet kurz gesagt Georg Seeßlens These,Read More
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Posted On Februar 15, 2017By Alf MayerIn Bücher, Crimemag

Ernst Strouhal: Der Krieg und die Spiele

Das kalte Herz – bei aller Hitze Kriegsspiele sind Kältekammern der Geselligkeit. Ihr Spiel erfordert ein durch und durch gepanzertes Ich des Spielers, das Spielbewusstsein ist dabei in hohem Maße ambivalent: Einerseits muss während des Spiels vergessen werden, dass gespielt wird (ansonsten wäre jedes Spiel bloß langweilig), andererseits muss jedes Spiel auch im Bewusstsein, dass bloß gespielt wird, erfolgen (ansonsten wäre das Spiel wie der Krieg selbst unerträglich, unendlich bösartig, unendlich grausam. Der Wiener Kulturwissenschaftler und Spiele-Experte Ernst Strouhal trifft diese Feststellung in seiner Einführung zu dem von ihm herausgegebenen SammelbandRead More
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Posted On Februar 15, 2017By Alf MayerIn Bücher, Crimemag

Sachbuch: Malin Gewinner: Tiere im Krieg

Sprengstofftester, Selbstmordattentäter, Lastenträger – Diese Enzyklopädie kommt schmal daher. 154 Seiten. Aber sie haben es in sich. Dieses Buch kann verstören, findet Alf Mayer. Es geht um Tiere, die der Mensch zu Kriegsteilnehmern gemacht hat. Es geht um Tiere, die der Mensch seit Anbeginn der Kriegsgeschichte militärisch nutzt und einsetzt. Wer das Buch aufschlägt, begegnet 32 Tieren aus sieben verschiedenen Klassen: Säuge-, Weich- und Spinnentiere, Vögel, Reptilien, Fische und Insekten. Elefanten, Mäuse, Ratten, Fledermäuse, Katzen, Hunde, Robben, Pferde, Esel, Maultiere, Schweine, Kamele, Lamas, Rentiere, Schafe, Rinder, Wale und Delfine, Tauben, Hühner, Gänse,Read More
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Posted On Februar 15, 2017By Alf MayerIn Bücher, Crimemag

Matthew Weiner: Mad Men – The Book

Breiteste Breitwand für eine Serie – von Alf Mayer Ein Buch ist keine TV-Serie, aber noch keines ist diesem Medium so nahe gekommen, wie das neueste monumentale Werk aus dem Hause Taschen, das am 23. Februar 2017 im Beverly Hills Store seine Hollywood-Premiere feiert. „Mad Men – The Book“ setzt seinen Gegenstand schon gleich quasi demonstrativ ins „richtige“ Format. Nämlich Breitwand. Nicht das Format des Fernsehens, sondern das des Kinos, Ultra Panavision 70 sozusagen. 1:2,76 statt 4:3. Die beiden Bände kommen in einem stabilen Schuber, das müssen sie auch, dennRead More
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Posted On Januar 15, 2017By Alf MayerIn Crimemag, KickAss

KickAss – Neues vom Branchen-Wahnsinn

Girls, Girls, Girls – Alf Mayer präsentiert Ihnen dieses Mal ein Kickass ohne Worte. Sonja Hartl ist es zuerst bei uns aufgefallen: Im September 2016 schrieb sie bei CrimeMag über drei Romane, die alle ein „Girl“ im Titel hatten. Thomas Wörtche und Katja Bohnet legten mit Erika Krouses „Fight Girl“ nach. Aber das war nur die Spitze des Eisbergs. Die Inflation des – anscheinend? – verkaufsfördernden Wortes „Girl“ im Buchtitel ist wesentlich ausgeprägter. Eine Welle rollt auf uns zu. Alle folgenden Bücher – bis auf Prolog und Vorspiel –  stammenRead More
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Buch der Stunde Richard Condons Bestseller „Botschafter der Angst“ (The Manchurian Candidate) von 1959 – von Alf Mayer. Unvorstellbar wäre noch vor zwanzig Jahren gewesen, wie gerade in diesen Wochen sämtliche Archetypen des Kalten Krieges auf den Kopf gestellt werden, wie ausgerechnet die US-Partei der Kommunistenfurcht im Namen der internationalen Geschäftsmacherei jahrzehntelang gepflegte Feindbilder weghext. Noch nie hat sich ein Politiker so offen – und folgenlos – dem Verdacht ausgesetzt, unter dem Einfluss einer fremden Macht zu stehen, wie der vollkommen schamlose Donald Trump das gerade tut. Ein “nützlicher Idiot” (полезныеRead More
Wem gehoert die Welt von Hans-Juergen Jakobs

Posted On Dezember 15, 2016By Alf MayerIn Bücher, Crimemag

Hans-Jürgen Jakobs: Wem gehört die Welt?

Vorwärts und nicht vergessen … – Ein dickes Buch, 680 Seiten, ein ambitioniertes Projekt, ein Rechercheteam von mehr als 50 Personen, sogar noch zu einem Lesebändchen hat es gereicht. Aber ausgerechnet an den 20 Seiten, die das Buch benutzbar machen würden, wurde gespart. Alf Mayer rauft sich die Haare, und wenn er schon am Kritisieren ist, dann wird am Ende auch noch die „Kuhle Wampe“ ausgepackt, denn natürlich hat das Ganze System … äh, ist System. DAS SYSTEM. Ich habe Gabor Steingart schon immer für überschätzt gehalten. Dicke Backen, starkerRead More
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Posted On Dezember 15, 2016By Alf MayerIn Bücher, Crimemag

Fotobuch: William Claxton: Jazzlife

Jazz-Expedition Jazz gehört zu CrimeMag wie die Butter aufs Brot – siehe zuletzt im Oktober 2016 Thomas Wörtche über „One more time – jazz´n crime“. Jetzt ist ein Standardwerk neu aufgelegt worden, Alf Mayer hat für uns „hineingehört“. Wer hört heute Musikern noch mit den Augen zu? Mit dem Gefühl, dass die ganzen Vereinigten Staaten von Amerika am Swingen sind, flog Joachim-Ernst Berendt, damals nach Deutschland zurück. „Swing, Swing. A German Visitor Finds Jazz All Over U.S.“, hieß das kleine Feuilleton in der „New York Times“, mit dem er verabschiedetRead More
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Das Filmbuch des Jahres – „Ich kann niemals stillstehen. Ich muss mich weiterentwickeln und experimentieren. Ich bin nie zufrieden mit meiner eigenen Arbeit. Ich ärgere mich über die Grenzen meiner eigenen Vorstellungskraft.“ (Walt Disney) Alf Mayer hatte 6,2 Kilogramm auf den Knien, aber längst nicht nur deshalb hält er „Das Walt Disney Filmarchiv. Die Animationsfilme 1921–1968“ für ein äußerst schwergewichtiges Werk. Hier seine Begründung. Diese Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt, das wird klar mit diesem Buch. Wer bisher geglaubt hatte, Walt Disney sei abgehakt, längst genügend dargestellt undRead More
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Posted On Dezember 2, 2016By Alf MayerIn Bücher, Litmag

Arno Schmidt. Eine Bildbiographie

Glück der Anschauung – Nein, 50 Jahre ist es noch nicht her, dass Arno Schmidt nicht mehr unter uns weilt. Dieser Jahrestag wird am 3. Juni 2029 zu begehen sein. Alf Mayer nimmt es als Versprechen, dass im aktuellsten Band der Arno Schmidt Stiftung im Suhrkamp Verlag ganz vorne an prominenter Stelle folgendes Zitat zu finden ist: „Nur beim ersten Überfliegen hört sich ein Satz – wie dieser – absurd an: ich verlange, gesetzgeberisch festzulegen, daß spätestens 50 Jahre nach dem Tode eines Schriftstellers seine Biografie nicht nur erscheinen darf,Read More
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Posted On Dezember 2, 2016By Alf MayerIn Bücher, Litmag

Ingmar Arnold: Die Geschichte der Rohrpost

Düsen-Romantik – Eine Geschichte der Rohrpost, nicht nur in Berlin. Alf Mayer hat sich wegbefördern lassen und empfiehlt ein Buch, das nicht nur für Technikfreaks geeignet ist. Briefe an Milena, ohne Rohrpost wären sie in dieser Fülle und Dichte wohl nicht so in die Welt gekommen. Franz Kafka vertraute Liebe und Leidenschaft einem Kommunikationsmittel an, das für Großstadtbewohner einmal die schnelleste Form von Botschaft war. Die Telegrafie wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfunden, in Sekundenschnelle errreichte man zwar etwa Berlin, dann aber brauchte es noch bis zuRead More
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Ein langer, staubiger Weg – Zur Karriere von James Lee Burke. Von Alf Mayer. Der Erfolg kam spät im Leben von James Lee Burke, (nicht nur) das hat er mit seinem Freund Charles Willeford gemeinsam. Burkes erste Erzählung erschien, als er 19 war. Seinen ersten Roman begann er mit 22 und beendete ihn 1960, wenige Wochen nach seinem 24. Geburtstag. So lange ist er schon Schriftsteller – mehr als 55 Jahre. Am 5. Dezember 2016 ist er 80 Jahre alt. Immer noch schreibt er sechs Tage die Woche. Seine ArbeitRead More
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Posted On November 15, 2016By Alf MayerIn Bücher, Crimemag

James Lee Burke, 80. Geburtstag

Soviel Burke war nie – Am 5. Dezember 2016 wird James Lee Burke 80 Jahre alt. Und endlich ist er wieder – nach mehr als zehnjährigem kollektivem Verlagsversagen – in Deutschland gebührend präsent. Gleich fünf seiner Bücher sind in diesem Jahr bei uns herausgekommen. Zwei (neuere) Hackberry-Holland-Romane bei Heyne, drei (ältere) Dave-Robicheaux-Romane bei Pendragon. Alf Mayer stellt sie kurz vor. Wir bei CrimeMag drücken alle Daumen, dass das gut geht und gut tut mit so viel Burke auf einmal. Runde 2.680 Seiten Lesestoff. Auf jeden Fall holt es einen derRead More
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Posted On November 15, 2016By Alf MayerIn Crimemag

Essay: Alf Mayer über Nietzsche & Ken Bruen

Das gefährliche Vielleicht oder: Was um des Himmels oder der Hölle Willen hat Ken Bruen mit Friedrich Nietzsche zu tun? Von Alf Mayer. „Es gibt einen alten Wahn, der heißt Gut und Böse. Um Wahrsager und Sterndeuter drehte sich bisher das Rad dieses Wahns.“ (Friedrich Nietzsche, Also sprach Zarathustra, 3. Teil, Von alten und neuen Tafeln) Wie könnte etwas aus seinem Gegensatz entstehen? Zum Beispiel die Wahrheit aus dem Irrtum? Oder der Wille zur Wahrheit aus dem Willen zur Täuschung? Oder die selbstlose Handlung aus dem Eigennutz? Aber solch eineRead More
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Ein Buch als Fanal – Ausgerechnet am Tag der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA vertiefte Alf Mayer sich in den Fotoband „Kuwait. Eine Wüste in Flammen“ von Sebastião Salgado. Aber auch ohne solch ein Datum wäre (und ist) es ein überaus wichtiges Buch. Dieser Fotoband zeugt von einem gewaltigen, weithin verdrängten Verbrechen. Dieses Buch ist ein Schock, ist mehr als nur ein großes und wichtiges Dokument der Zeitgeschichte. Es ist ein Fanal. Mit Donald Trump als amerikanischer Präsident in einer neu angespannten Weltlage könnte es nicht zeitgemäßerRead More
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E pluribus unum – Aus vielem Eins Um nach dem grauenhaften diesjährigen US-Wahlkampf dem Land wieder auf andere Weise nahe zu kommen, hat Alf Mayer sich in einen Fotoband vertieft. Können Bücher Wunden heilen? Nach diesem Präsidentschafts-Wahlkampf hätten das die Vereinigten Statten von Amerika tatsächlich bitter notwendig. Auch wir Zuschauer an den Seitenlinien sind davon betroffen. Wie oft habe ich in den letzten Monaten gehört: „In dieses Land braucht man ja nicht mehr.“ Wer immer am 20. Januar 2017 als 45. Präsident der USA vereidigt werden wird, Hilary Clinton oderRead More
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Kohlenpott-Blues – Alf Mayer hat sich mit John Harvey über den letzten Fall für Charlie Resnick unterhalten, in dem es mehr als 30 Jahre zurück in den großen britischen Bergarbeiterstreik geht. Charlie Resnick, Jazzliebhaber und Polizist aus dem britischen Nottingham, hatte es auf zwölf Romane und 16 Kurzgeschichten, zwei Fernsehadaptionen und vier Hörspiele gebracht, ehe sein Schöpfer  ihn 2008 mit „Cold in Hand“ (Pass auch Dich auf; dtv 2012) zur Ruhe setzte. 2014 aktivierte er ihn noch einmal für einen letzten Fall. Harvey wählte dafür einen in Großbritannien immer nochRead More
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Weit mehr aus unserer Mitte als wir wissen Der Verlag nennt es eine „packende Erzählung von der Erfindung des Terrorismus im 19. Jahrhundert, deren Relevanz bis heute anhält“. Alf Mayer hat sich mit der großen historischen Untersuchung von Carola Dietze aus der Hamburger Edition beschäftigt. Wie die Eisenbahn und der Kunstdünger ist der Terrorismus ein Produkt der Moderne. Carola Dietze zeigt überzeugend, dass er die Kehrseite moderner politischer Emanzipationsprozesse ist. „Was ist Freiheit? Ist sie lediglich eine Negation? Ist sie das bloße Privileg, nicht angekettet zu sein – nicht gekauftRead More
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Die Letzten ihrer Zunft Nach diesem Buch müssen sie sich eigentlich bei Manufactum („Es gibt sie noch, die guten Dinge“) die Finger schlecken, findet Alf Mayer. „Handwerkstätten“ von Kathrin Fritz und der Fotografin Maurice K. Grünig, im Zürcher Rotpunktverlag erschienen, porträtiert 24 Schweizer Manufakturen mit alten traditionellen Herstellungsweisen, und das nicht im Museum, sondern im Kleinbetrieb. Funktions- und existenzfähig. Manche aber sind die letzten ihrer Zunft. Das hochwertige, durchgängig mit großartigen Fotos illustrierte, bei Pustet in Regensburg gedruckte Buch (Papiergewicht 130 g, mit 1.08 f-Volumen) ist eine Fundgrube. Eine Schatzkammer.Read More
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Posted On Oktober 3, 2016By Alf MayerIn Bücher, Litmag

Sachbuch: James Lovelock: Die Erde und ich

Unser Standort auf der Sternenbühne Gut, dass es sie allen Rechenschiebern zum Trotz immer noch gibt und geben wird: die Herzensbücher von Verlegerinnen und Verlegern, findet Alf Mayer, der sich ein solches Projekt näher angesehen hat, nämlich James Lovelocks „Die Erde und ich“. Benedikt Taschens älteste Tochter Marlene ist dessen Schutzpatronin. Ein altmodisches Wort, gewiss. So wie auch die Schutzinstinkte, die Marlene Taschen als junge Mutter empfand, ihrem Kind ebenso gegenüber wie der Welt, mitartikuliert damals in der Lektüre eines Buches von James Lovelock: „Gaias Rache“. In ihrem Vorwort zuRead More
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„Grabe, wo du gehst, genieße, wo du ruhst“ Zusammen mit Ursula Bauer hat Jürg Frischknecht die Lesewanderbücher erfunden, einen Buchtyp, der deutlich über die aktuelle Gebrauchsfähigkeit hinausreicht, der kulturelle, politische und wirtschaftliche Hintergründe bietet und im idealen Fall – wie im verlassenen piemontesischen Valle Maira – sogar einen sanften Tourismus mitangekurbelt hat. Alf Mayer, der sich von der Qualität dieser Bücher einige Male selbst vor Ort überzeugen konnte, hat sich die aktuelle achte Auflage des Hauptwerks „Antipasti und alte Wege. Valle Maira – Wandern im andern Piemont“ angeschaut. Leider istRead More
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Posted On September 15, 2016By Alf MayerIn Crimemag, Porträts / Interviews

Alf Mayer: Porträt Ross Macdonald

Das Leben der Anderen Alf Mayer über Ross Macdonald. Als er 1983 starb, war er Amerikas bekanntester crime writer. „Der blaue Hammer“ von 1976 war sein vierundzwanzigster und letzter Roman binnen 30 Jahre, er hatte an die zwei Jahre daran gearbeitet, zahllose Revisionen gemacht, das Ende neu geschrieben und als Sparringspartner den Autorenkollegen William Campbell Gault hinzugezogen, dem das Buch dann auch gewidmet war. Die Erstauflage beim renommierten Verlag Alfred A. Knopf betrug 35.000 Exemplare, 33.518 gingen bereits am Erstverkaufstag über die Theke (was mein Exemplar nicht ganz so einzigartigRead More
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Posted On September 15, 2016By Alf MayerIn Crimemag, KickAss, Kolumne

Kolumne: Kickass: 111 Gründe, Krimis zu lieben

Babykost, auf 111 Löffelchen serviert „Die Gedankenfreiheit haben wir. Jetzt brauchen wir nur noch die Gedanken.“ (Karl Kraus, 1909) Gut, dass Karl Kraus das nicht mehr erlebt hat, dachte Alf Mayer sich bei der Lektüre von Hardy Cruegers „111 Gründe, Krimis zu lieben“. Es war eine Reise in eine Welt, in der es keinen Eric Ambler, James Lee Burke, Jerome Charyn, Garry Disher, Nicolas Freeling, Frank Göhre, Chester Himes oder Elmore Leonard, keine Sara Gran, keine Carol O´Connell, keine Helen Zahavi, keine Zoë Beck, keine Denise Mina, keine Margaret Millar,Read More
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Posted On September 15, 2016By Alf MayerIn Bücher, Crimemag

Sachbuch: Helen Garner: Drei Söhne. Ein Mordprozess

Die Schrecklichkeit der Herzen Helen Garners großes Gerichtsbuch „Drei Söhne. Ein Mordprozess.“ In seiner Reihe „crime fiction down under“ freut Alf Mayer sich darüber, dass Helen Garners großer True-Crime-Bericht von einem Mordprozess, der, wie man so sagt, „Australien erschütterte“, jetzt einen deutschen Verlag gefunden hat. Es ist ein Meilenstein des Genres, findet er. Welch ein Jahr für die Sparte „True Crime“. Wieder ist es eine Frau, wieder ist es eine Australierin, die das Firmament einer Literaturform zum Strahlen bringt, die hierzulande weder vom Deutschen Krimi Preis noch von der KrimiZeit-BestenlisteRead More
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Zeitgenössisches großes Drama: die Hauptfiguren der John le Carré-Verfilmung „The Night Manager“ (BBC-Foto/ The Ink Factory/ Mitch Jenkins) Auf die Höhe der Zeit gebracht Anmerkungen zu “The Night Manager” und zu “Jason Bourne” von Alf Mayer Wer wissen will, warum die BBC den britischen Konservativen solch ein Dorn im Auge ist, bis hin zu ihrer versuchten Abschaffung, der wird bei der John le Carré-Verfilmung von „The Night Manager“ fündig. Wer wissen will, vor welche Zerreißproben ein einigermaßen systemkritischer Hollywood-Thriller seine Macher stellt, der sehe sich „Jason Bourne“ an. Einige NotizenRead More
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Posted On September 15, 2016By Alf MayerIn Comic, Crimemag

Graphic Novel: Sebastian Rether: Foc – Feuer

Weniger ist hier deutlich mehr Alf Mayer gibt einen Hinweis auf eine bibliophil gemachte, im besten Sinne minimalistische Graphic Novel. Wenn Totgesagte länger leben, ist das manchmal eine richtig große Freude. Mit der Büchergilde Gutenberg ist das so. Immer mal wieder. Jetzt gerade mit gleich zweien ihrer Buchprojekte. Das eine ist die hier besprochene Graphic Novel „Foc – Feuer“ von Sebastian Rether, das andere die demnächst erscheinende Wiederauflage von Karel Capeks Klassiker der Absurden Moderne, „Krieg der Molche“, illustriert von Hans Ticha. Dem 1924 gegründeten traditionsreichen Unternehmen mit der damaligenRead More