All posts by Alf Mayer

Macht zusammen mit Thomas Wörtche die Redaktion von CrimeMag, schreibt auch im LitMag. Jahrgang 1952, freier Journalist, lebt nach 30 Jahren Frankfurt in Bad Soden am Taunus. Buntscheckiger Lebenslauf, halb frei, halb angestellt, letztlich lieber vogelfrei: Filmredakteur der legendären Medienzeitschrift „medium“, CvD bei der IG Metall und dem Werber-Blatt „horizont“, Arbeit mit Edgar Reitz ("Heimat") und Alexander Kluge (TV), Lufthansa-Kulturförderung, Direktor der Filmbewertungsstelle (FBW), Textchef Manufactum, 150 Titelgeschichten für die IG BAU uva.. Seit 1984 Krimi-Kolumne „Blutige Ernte“ im Frankfurter „strandgut“. Vorliebe for all things hardboiled & noir, und der einzige, der den Lebenslauf des Exilanten Karl Anders aufschrieb, der für die BBC-Deutschland von den Nürnberger Prozessen berichtete und Hammett, Chandler und Ambler als „Krähen"-Bücher nach Deutschland brachte. Zusammen mit Frank Göhre: "Cops in the City. Ed McBain und die Romane vom 87. Polizeirevier" (CulturBooks) sowie Übersetzung der Crissa-Stone-Romane von Wallace Stroby "Kalter Schuss ins Herz", "Geld ist nicht genug" , "Fast ein guter Plan" (Pendragon). 2017: 50 Reportagen für das "Schwarzbuch Rente mit 70". Sitzt gerade mit Frank Göhre an einem Buch über Elmore Leonard ("Be Cool", CulturBooks, Anfang 2019). Zu den CULTurMAG-Beiträgen von Alf Mayer.

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So zu schreiben, wie er malt Alf Mayer über Pieter Bruegel und seine gerade für die Kriminalliteratur prägende Art, die Welt zu sehen „J. Edgar Hoover auf seinem Logensitz zupft sich eine Zeitschriftenseite von der Schulter, wo das Ding gelandet war. Zuerst ärgert er sich, dass sein Körper damit in Berührung gekommen ist. Dann fällt sein Blick auf die Seite. Die Farbreproduktion eines Gemäldes voller mittelalterlicher Figuren, die sterben oder tot sind – eine Landschaft der visionären Verwüstung und Katastrophe. So ein Bild hat Edgar noch nie gesehen. Es geht überRead More
Der Outsider von Stephen King

Posted On September 16, 2018By Alf MayerIn Crimemag, CrimeMag September 2018

Stephen King „Der Outsider“

Doppelgängerwelt Alf Mayer kommt nicht dazu, jedes Buch der Maschine Stephen King lesen, aber hier er war nicht gelangweilt. 58 Romane seit „Carrie“ (1974) und auch sein neuestes Werk „Der Outsider“ wieder ein fetter Ziegel. Immer noch kann Stephen King überraschen, er schreibt nicht dauernd nur das Gleiche. Gute 400 Seiten lang ist das Buch ein spannender Polizeiroman, dann öffnen sich endgültig die doppelten Böden. Es braucht Chuzpe, im Jahr Drei von Donald Trump und seiner Hetze auf alles Fremde ausgerechnet einen mexikanischen Boogieman – den Gestaltverwandler el Cuco, der vomRead More
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Posted On September 16, 2018By Alf MayerIn Crimemag, CrimeMag September 2018

Philip B. Williams: My Russian Story

My Russian Story Philip B. Williams, an Englishman abroad, is sharing his memories with us. It’s a look at the world at the End of the British Empire, full of class consciousness.  The British crime novel – and not only the British . surely wouldn’t exist without it. Here are his musing No# 4.  Anyone who has read Dostoevsky or Solzhenitsyn suspects there are seldom happy endings to Russian stories. I My Russian story starts with an awkward introduction to a famous Soviet author, Valentin Rasputin, at a formal reception inRead More
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Ein Buch – Zwei Stimmen Karsten Herrmann und Alf Mayer über Christian Y. Schmidts „Der letzte Huelsenbeck“ Dada-Screwball Von Karsten Herrmann Nach diversen satirischen und politischen Büchern legt der langjährige Titanic-Redakteur und als freier Journalist für FAZ, SZ, ZEIT und andere Medien schreibende Christian Y. Schmidt mit „Der letzte Huelsenbeck“ nun sein Roman-Debut vor – und zeigt einen hohen Amplitudenausschlag nach oben und nach unten. Schmidts Protagonist und Ich-Erzähler Daniel kommt nach vielen Jahren in Ostasien in seine westfälische Heimatstadt zurück, um seinen alten Freund Victor zu begraben. Zusammen mit Victor,Read More
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We Got the Funk Alf Mayer über die Soul- R&B-Funk-Fotografien von Bruce W. Talamon – und was das mit Crime zu tun hat. Vorne Isaac Hayes mit Sax und irrsinnigem Kettenhemd, 1972 beim Watts-Unruhen-Gedächtniskonzert Wattstax im Los Angeles Colisseum. Dann Fotoseiten mit Rufus featuring Chaka Khan im Roxy in West Hollywood, Rick James beim Funk Festival 1977 in Los Angeles, Marvin Gaye in San Diego, The Jackson 5, Bootsy’s Rubber Band, The O’Jays, Kool & The Gang, George Clinton von Parliament in einem Mega-Pluster-Plüschmantel und noch einmal Isaac Hayes, diesmal inRead More
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Lieber Werwolf als Mensch „Dieses Buch ist ein Monster im bestmöglichen Sinne.“ Eigentlich nicht der Stil von Alf Mayer, eine Besprechung mit einem Blurb zu beginnen, aber der von der Comic-Größe Alison Bechdel trifft es auf den Kopf. Die Graphic Novel „Am liebsten mag ich Monster“ der Amerikanerin Emil Ferris  ist unglaublich. So unglaublich wie ihre Geschichte selbst, und dann noch eins drauf. Unglaublich, dass dies ein Debüt und die erste Veröffentlichung der Autorin sein soll. Unglaublich, dass sie bei der Fertigstellung bereits 55 Jahre alt war. Unglaublich, dass sie das BuchRead More
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Paradies-Tour für Bücherfreunde Im XL-Format führt ein opulenter Bildband durch die schönsten alten Bibliotheken der Welt. Alf Mayer hatte Gelegenheit, sich ein Vorexemplar anzusehen. In diesem Buch kann man sich verlieren. Es ist passend, dass der Mann, der für dieses teuflisch verführerische Prachtbuch indirekt das Samenkorn legte, in Fontanellato nahe Parma in jahrelanger Arbeit das weltgrößte Labyrinth gebaut hat, von dem er bereits seit seiner Kindheit träumte: im Museumsareal La Masone. Der Verleger und Designer Franco Maria Ricci, besonders durch seine ab 1982 erscheinende Kunstzeitschrift FMR bekannt geworden, war der erste große Arbeitgeber des 1953Read More
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Willkommen woanders „Lesen heißt, die Welt erfahren – Kultur kennt keine Grenzen“, lautet ein Claim von Corso, „Die Welt will entdeckt werden“, lockt die Edition Erdmann. Beide Verlage erzählen mit ihren Büchern von den Abenteuern und  Schönheiten der Ferne, der eine mit historischen Reiseberichten, der anderen mit literarischen Texten zur Welterfahrung. „Willkommen woanders“ steht auf manchen der Bücher, das Motto kann für sie alle gelten. Alf Mayer porträtiert die Verlage und ihren Verleger Lothar Wekel. Sie sind ein gutes Bild, die wilden Papageien mit ihrem leuchtend grünen Gefieder im Biebricher Schlosspark, durch denRead More
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Das Gold der Deutschen  Jetzt mit Reinheitsnachweis, Inventarnummer und noch mehr Gaga – ein KickAss von Alf Mayer. „Der Mensch hat den Mount Everest bezwungen, er hat den Grund des Ozeans erforscht, er hat Raketen auf den Mond geschossen, Atome gespalten. Er hat Wunder vollbracht auf allen Gebieten menschlichen Strebens, nur nicht in der Kriminalität“, sinniert Auric Goldfinger, als er auf James Bond trifft. Es war der siebte 007-Roman, der ursprünglich „The Richest Man in the World“ heißen sollte und am 23 März 1959 bei Joanthan Cape in London herauskam. GoldfingerRead More
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Oft sitzt man da und denkt nur: Meisterlich! John Harvey gilt als einer der besten Krimiautoren der Welt, seine „Lonely Hearts“ (dt. Verführung zum Tod) zählen zu den „100 besten Kriminalromanen aller Zeiten“. 16 Literaturpreise hat Harvey in seinem Schriftstellerleben erhalten. CrimeMag ist stolz, ihn als Kolumnisten zu haben.  Es war alles andere als eine  Pflichtaufgabe für Alf Mayer, den neuesten – und leider wohl letzten – Roman von John Harvey zu lesen. Ein deutscher Verlag ist noch nicht bekannt. Hier die Vorab-Besprechung, unser „Reading ahead“ (16). Jetzt am 17. Mai 2018 hatRead More
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Wie real darf es denn sein? Die Reportagen von William T. Vollmann und der Vielen doch lieber vorsichtige Abstand zur Wirklichkeit. Wir wollen unsere Literatur welthaltig, deshalb sind Bücher wichtig, die sich tatsächlich hinaus wagen in die Realität. „O-Ton“-Reportagen nennt man das dann gerne. Einer dieser Scouts, bei uns viel zu wenig als Instanz bekannt, ist der Amerikaner William Tanner Vollmann – bei CrimeMag 2013 anlässlich seines „Europe Central“ ausführlich porträtiert: „Wahrhaft dicke Bretter bohren.“ Alf Mayer, der selbst 2017 für ein „Schwarzbuch Rente mit 70“  quer durch Deutschland 50 nicht ganz soRead More
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Posted On Juni 3, 2018By Alf MayerIn Litmag, TABUMAG

Alf Mayer: Egon Schiele

Auf immer gebrandmarkt? Jetzt am 31. Oktober 2018 ist er einhundert Jahre tot. Noch immer verkürzen die gängigen Zuschreibungen Egon Schiele gerne zu einem Pornografen. Alf Mayer hat zwei Bücher dagegen gelesen. Frühstück, zufälliger Blick: Der fast obszön statt schön auf Models schielte, ganz genau hinsah (Vorn.) – das Rätsel „Kreuzweise Nr. 1547“, Februar 2018 im „stern“, Frage 25 senkrecht. Ich kann es kaum fassen, als ich die vier Buchstaben zur richtigen Lösung kombiniere. Sie lautet: EGON. Noch hundert Jahre nach seinem Tod wird im ganz normalen Alltag Egon Schiele als obszönerRead More
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Die Straßen von New York Alf Mayer über „Durch ein anderes Objektiv: Stanley Kubricks Fotografien“. Stanley Kubrick ist so etwas wie der Hausregisseur bei Taschen. Über keinen Filmregisseur hat der Verlag so viel veröffentlicht, aktuell ist sein Mammutprojekt „Napoleon“ in einer Volksausgabe im Programm (siehe auch unten), vom „Kubrick-Archiv“ zu schweigen, dem „Making of 2001“ und natürlich kommt er auch in den Film-Noir-Bänden von Taschen vor (CrimeMag-Besprechungen hier und hier). „Through a different lens/ Durch ein anderes Objektiv“ führt uns zu seinen Anfängen. Zwischen 1940 und 1950 war er nurRead More
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Des Meeres und der Serie Wellen Zwei Bücher über das Erzählen: Das Massenmedium „Die Gartenlaube“ als serielles Ereignis und all die Formen, Schiffbruch und Seenot zu beschreiben – von Alf Mayer. Serie ist heute überall. Nebenan können Sie in dieser Ausgabe lesen, wie Netflix inzwischen der Filmwirtschaft den Rang abgelaufen hat. Claudia Stockinger, die schon über den „Tatort“ veröffentlicht hat („Föderalismus in Serie“), ist in ihrer Untersuchung des Familienblatts „Die Gartenlaube. An den Ursprüngen populärer Serialität.“ Sie zeigt uns Wirkungsmechanismen, Gestaltungselemente und Zusammenhänge, ihre Studie ist angenehm anschaulich. Die Zeitschrift „DieRead More
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„Finsternis ist gut. Das ist Macht.“ Zwei Bücher über Verschwörungstheorien. Paul McCartney ist schon lange tot und durch einen Doppelgänger ersetzt, kenntlich durch den Schriftzug „OPD“ auf dem„Sgt. Pepper“-Album, das kanadische Kürzel für „officially pronounced dead“ (offiziell für tot erklärt). Seehofer will jetzt Terroristen töten. Sicher sind wir bald auch welche. Dann geht es ins Lager. Oder wir werden gleich getötet. Das bestimmt dann die EU. Der ganze Euro, das ist nur Strategie zur Ausschaltung der Nationalstaaten, dann kommt die Einheitsregierung. Die ist nicht mal gewählt. Und die sagen, werRead More
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 … nicht der hier gleich detailliert beschriebene Vorspann, aber ein guter Eindruck: der deutsche Trailer für die Serie. Schon der Vorspann erzählt fast alles Alf Mayer über die Serie „McMafia“. Zuerst Totalen. Stadtlandschaften, groß. Die Kamera in aufsteigender, imperialer Bewegung. Moskau, Dubai, London. Wem gehört die Stadt? Als erstes der Anblick der kolossalen Lomonossow-Universität Moskau, eine von Stalins „Sieben Schwestern“, immer noch das Moskauer Stadtbild als Weltstadt prägend. Bei seiner Fertigstellug 1953 war der 240 Meter hohe Turm des mit neoklassizistischem Dekor überzogenen Universitätsbaus das höchste Gebäude außerhalb Nordamerikas. Dann, voll imRead More
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Schwärzer kann der Tann nicht sein Den Wald hat der Noir kaum je betreten. Da ist Niemandsland für seine Figuren. Umso interessanter, wenn das jetzt – 2018 – endlich jemand tut. Und zwar einer, der mit den Bildern des Noir wieder und wieder Zwiesprache gehalten, sie studiert, zerlegt, übermalt, dekonstruiert hat. Ikonen des 20. Jahrhundert in kühnen Diptychen und Triptychen neu montiert, den Flügelaltären des Mittelalters nachempfunden. Klein- und großformatig. Bigger than life. „Die Spur des Falken“ heißt eines seiner zweiteiligen Gemälde von 1995. Jetzt im Alter von 69 legtRead More
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Posted On April 14, 2018By Alf MayerIn Biografie, Crimemag, CrimeMag April 2018

Abschied von Philip Kerr

„Ich arbeite zwischen den Zeilen der Geschichte“ „Kalter Frieden“, die Übersetzung von „The Other Side of Silence“ erlebte er noch als Rohexemplar, aber er starb – mit 62 viel zu jung – bevor das Buch nun in die deutschen Buchhandlungen kommt. Es ist das elfte seiner insgesamt 13 Bücher mit dem Privatdetektiv und ehemaligen Berliner Kriminal-oberkommissar Bernhard „Bernie“ Gunther. Es waren bei weitem nicht seine einzigen Romane. Philip Kerr wird vermisst werden. Andreas Pflüger schrieb uns: Um eine Stimmung zu beschreiben, braucht man Gefühl. Um Action zu kreieren, braucht man Poesie. FürRead More
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Große Malerei auf kleiner Fläche Alf Mayer hat Hazel Rosenstrauchs idealtypische Studie erneut mit Vergnügen und Gewinn gelesen. Jetzt schon ein Klassiker, das steht fest. Sie ist ein Gewinn für die Kulturwissenschaft, seit einiger Zeit auch für die Leser von CulturMag. In dieser April-Ausgabe, nebenan, bespricht sie Beatrix Langers „Die sieben größten Irrtümer über Frauen, die denken“. Hazel Rosenstrauch schnupperte zwar nur die allerersten Babymonate lang Londoner Luft, ehe ihre nach England emigrierten Eltern nach Wien zurückkehrten, wo sie dann aufwuchs, aber das lässig Pointierte, die ganz und gar uneitle,Read More
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„Wenn ich sterbe, werden Millionen Taschentücher nass!“ Alf Mayer hat Parallellektüre betrieben: zwei Bücher, das eine randvoll gespickt mit Anekdoten, das andere glänzt mit Tiefgang. Als die Bilder auf der Leinwand laufen lernten, gehörten Cowboys und Indianer zu den ersten Darstellern. Auf den allerersten Bildern, die ins Laufen kamen, sah man ein Pferd – im Galopp. Deutschlands Faszination mit dem Wilden Westen war da längst geweckt, Friedrich Gerstäcker und Karl May waren die bekanntesten, bei weitem aber nicht die einzigen Propheten. Die Tournee von William Frederick Cody, genannt „Buffalo Bill“,Read More
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„Die Umsetzung als Fiktion bot sich an“ Ein Polit-Thriller mit aktuellem Stoff als Radioereignis, in 20 Teilen im Morgenmagazin von WDR 5 ausgestrahlt, in allen möglichen Podcast-Formen verfügbar und derzeit auf iTunes unter den ersten zehn Podcasts aus Deutschland – Alf Mayer hat sich dazu mit Ulrich Noller unterhalten. „Das Material gebe ich zwei Leuten vom WDR. Bin dann erst mal weg“, heißt es in der WDR 5-Hörspielserie „Sofias Krieg – Der Terror in den Köpfen“. Eine junge Frau geht mit ihren Kindern nach Rakka und schließt sich dem Islamischen StaatRead More
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Subkultur, running wild Alf Mayer über ein scharfes Buch von Andrew Nette und Iain McIntyre. Die Sache mit der Jugend, das war mal ganz anders. Teen-Ager, damals noch mit Bindestrich geschrieben, waren die kaum zu domestizierenden Bewohner eines wilden, fremden Planeten. Jugendliche Delinquenten. Eine Gefahr für die Allgemeinheit. „Die Halbstarken“ machten Horst Buchholz 1956 zum Star. Marlon Brandos/ Lazlo Bendeks „The Wild One“ hieß auf Deutsch „Der Wilde“ (1953). „Hey, Johnny, what are you rebelling against?“, wird Brando darin gefragt. Er antwortet: „What’ve you got?“ Anders als die gehätschelten ThronnachfolgerRead More
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Blaue Stunde: Der Stoff, aus dem die Krimis sind Alf Mayer hat sich Jim Heimanns und Steven Hellers „20th Century Alkohol & Tobacco. 100 Years of Stimulating Ads“ angeschaut. Die schönsten Anzeigen für Alkohol und Tabak aus einem Jahrhundert. Es scheint weit zurückzuliegen.  Mal sehen, wie lange es dauert, bis dieses Buch unter dem Ladentisch verkauft werden muss. Nicht wenige der Illustrationen in diesem Buch – allesamt Werbekampagnen aus den USA zwischen 1900 und 1999 – haben etwas beinahe unschuldig Frivoles, ja Pornografisches, mindest Verbotenes. Farbenfroh und unbekümmert wecken und feiern sie die Lust am SchmauchenRead More
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„Wenn es Regeln gibt, will ich sofort dagegen verstoßen“ CrimeMag-Lesern ist sie mit ihren farbig-kräftigen Buchbesprechungen bekannt, gerade ist ihr zweiter Thriller erschienen: „Kerkerkind“ (Knaur). Für Alf Mayer Anlass zu einem Hausbesuch. Es wurde ein sehr lebendiger Abend. Die Home-Story muss sich – Privatleben ist Privatleben – so ziemlich auf die wildeste Kuckucksuhr beschränken, die ich je an einer Küchenwand sah. Ein Haus in der mittelhessischen Provinz, nicht weit von Limburg, verkehrsgünstig zwischen Frankfurt und Köln, viele Fundstücke und Möbel vom Flohmarkt. Not your normal Spießer-Home. Ein Ehemann, nicht ganzRead More
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Reiche sterben auch nicht anders Das schon länger angekündigte „Dark City. The Real Los Angeles Noir“ von Jim Heimann erscheint – endlich – Mitte März. Alf Mayer hat sich bereits mit dem Band beschäftigen können. James Graham Ballard hätte dieses Buch gemocht. Los Angeles war dem britischen Autor – der als erster großflächig begriff, dass unsere Zukunft dystopisch sein wird – immer die Hauptstadt der dunklen Träume. Unvergessen sein Bekenntnis, 1992 im Sammelband „The Pleasures of Reading“, dass ihm seine dreibändigen, im Beverly Hilton Hotel gestohlenen Gelben Seiten von L.A. ein unerschöpfliches MaterialRead More
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Posted On Februar 15, 2018By Alf MayerIn Biografie, Crimemag, CrimeMag Februar 2018

Farewell für Gaylord Dold

Nicht nur wegen Robert Mitchum … Alf Mayer verabschiedet sich von Gaylord Dold, der uns noch einen Text schenkt. Eigentlich ist die „Spanische Grippe“ hundert Jahre her. Weltweit fast hundert Millionen Menschen sind ihr damals zum Opfer gefallen, immer aber noch kann man an Grippe sterben. Am 29. Januar 2018 hat es damit ganz banal den US-Schriftsteller Gaylord Dold hinweggerafft, 70 Jahre alt und körperlich eigentlich sehr fit. Er lebte auf der Prärie des südlichen Kansas und war der Autor ausnahmeguter Kriminalromane, wir verabschieden uns von ihm hier mit seinemRead More