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Posted On April 15, 2015By Wolfram Schuette

Wolfram Schütte zum Tod von Günter Grass

Originell, tapfer, eigensinnig –Notizen eines Nachrufs auf Günter Grass. Von Wolfram Schütte Er hatte unter deutschen Kollegen & Kritikern nicht viele Bewunderer (oder gar Freunde). Dafür umso mehr Leser. Sein Oeuvre ist vielgestaltig, umfangreich & befremdlich; letzteres vor allem für den in Deutschland vorherrschenden literarischen Geschmack des sogenannten „Psychologischen Realismus“ & der Vorliebe für ein möglichst „umstandsloses Erzählen“. Nicht verwunderlich, dass er in dem unkommunistischen Lukacsianer Marcel Reich-Ranicki seinen entschiedensten Feind unter den Kritikern fand. Im Ausland sieht das ganz anders aus. Z.B. zwei der größten Autoren der modernen WeltliteraturRead More
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Voltaire nicht zu vergessen –Wer argumentiert, dass jene Franzosen noch am Leben wären, wenn sie unterlassen hätten, was ihre Ermordung provoziert haben soll, betreibt eine Viktimisierung, aufgrund deren der Ermordete selbst dazu beigetragen habe, dass er ermordet wurde. Wolfram Schütte mit einigen Verwunderungen nach nicht nur den Pariser Massenmorden. Voltaire – an den man in diesem Zusammenhang immer wieder erinnern muss – soll bekanntlich gesagt haben: „Ich verachte ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen“. Mehr muss eigentlich nicht gesagt werden: zu dem MehrfachmordRead More
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Posted On Januar 28, 2015By Wolfram Schuette

Wolfram Schüttes Petits riens (VIII)

Petits riens (VIII) –Wolfram Schütte über den außergewöhnlichen Autor & Mensch Fritz Rudolf Fries; Tommy Lee Jones‘ Film „Homesman“, der der Western-Mythologie einige bisher nicht gesehene Szenen hinzufügt; die hohe Zahl der bei Drohnentötungen mit in den Tod gerissenen Unschuldigen (und die Reaktionen der deutschen Presse auf dieses offensichtliche und skandalöse Missverhältnis); und über die winzigen Alltags-Metaphysiken, die bei einem ersten Klassentreffen nach Jahrzehnten zu erleben sind. * Der große Unbekannte – Fritz Rudolf Fries, der kürzlich im Alter von 79 Jahren gestorben ist, war ein außergewöhnlicher Mensch & Autor.Read More
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Einspruch Von Wolfram Schütte In zwei Nachbetrachtungen des SZ-Feuilletons (14.1.15) zu den Charlie-Hebdo-Morden zeigt Sonja Zekri sich besorgt über die Probleme der europäischen Muslime & Lothar Müller lässt sich zwar von dem derzeitigen „Charlie-Hebdo“- (Ersatz-) Chefredakteur dazu bewegen, den Ausdruck eines „laizistischen Fundamentalismus“, der bislang in der SZ des öfteren pejorativ unter dem Titel eines „Aufklärungs-Fundamentalismus“ kursierte, künftig zu meiden, findet aber den „aggressiven Laizismus“, mit dem ein ehemaliger Chefredakteur der deutschen Satire-Zeitschrift „Titanic“ jetzt sagte, „man sollte jeden Glauben verachten“, auch nicht akzeptabel: „Gnade uns Gott“, beschließt Müller mitRead More
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Sprich, Erinnerung (zu & von mir) – Neben H.M. Enzensbergers autobiographischen „Tumult“(- Fragmenten) & Botho Strauss´ Bemerkungen zu seiner „Herkunft“ sind jetzt noch einige andere Autobiografica deutscher Autoren erschienen, die zeigen, wie jeder einen anderen Weg eingeschlagen hat – beim literarischen Memorieren der eigenen Biographie. Von Wolfram Schütte Ich meine Hans Stiletts „Eulenrod“, Hermann Peter Piwitts „Lebenszeichen mit 14 Nothelfern“ & Jochen Schimmangs „Grenzen, Ränder, Niemandsländer“. Die Autoren sind 1922, 1935 & 1948 geboren, sie gehören nicht zu den bekanntesten oder gar erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren. Epiphanischen Kindheitsaugenblicke Hans Stilett, derRead More
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Grandiose Abschiede & bewegende Vergegenwärtigungen Auf dem 63. Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg. Von Wolfram Schütte Das war eine herausragende Ernte, die das diesjährige Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelbergs eingefahren hat! Ob es an der internationalen Produktion von „Newcomern“ lag, auf deren Wahrnehmung sich das Festival fokussiert oder die Verantwortlichen bei der Auswahl 2014 eine besonders gute Hand hatten, bleibe dahingestellt – weil ja außer denen, die die 13 Wettbewerbsfilme & die zahlreichen „Internationalen Entdeckungen“ für das zehntägige Festival ge- & erwählt haben, niemand sonst das jährliche Angebots-Meer von mehreren Tausend neuen Debüt-Filmen durchkraultRead More
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Posted On Oktober 29, 2014By Wolfram Schuette

Wolfram Schütte über die 48. Hofer Filmtage

Das Hohe Lied der Freundschaft –Auf den 48. Hofer Filmtagen mit Wolfram Schütte. In dem bizarrste Film, den der in allen Ehren buchstäblich ergraute Festivalleiter Heinz Badewitz für seine 48. Internationalen Hofer Filmtage ausgewählt hat („Snow in Paradise“), wird (ausgerechnet) der Islam als besänftigender Friedensstifter anempfohlen. Der Kleingangster & Drogendealer Dave wird am Ende einer von Kokain befeuerten Odyssee durch das mörderische Kriminellenmilieu des Londoner Eastends von einer Gruppe bärtiger junger Männer in einer Moschee vor dem teuflisch Bösen gerettet, der einen Spitzbart trägt, den jungen Mann zum Mord anRead More
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Posted On September 24, 2014By Wolfram Schuette

Wolfram Schüttes Petits riens

Petits riens (VII) –Wolfram Schütte mit Beobachtungen zu der feudalistische Struktur der DDR-Gesellschaft, dem dänischen Filmregisseur Carl Theodor Dreyer, G.K. Chestertons eben erstmals auf Deutsch erschienenen Essays „Euthanasie und andere Übel“ und illegalen Zusatzabschöpfungen in der bürgerlichen Gastronomie. Glück gehabt. – Klassentreffen von Über-Siebzigjährigen, die in der DDR gelebt haben. Darunter ein Physik-Prof., der sich in der DDR habilitiert hat & mehrfach während dieser Jahre im Ausland (z.B. zweimal in Nordkorea) & sogar zeitweise in den USA gelehrt hat. War er also ein „Reisekader“, der jeweils nach seiner Rückkehr ausRead More
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Lach-Loyalität –Über eine Genialität der CSU & das Vergnügen des Bayernvolks. Von Wolfram Schütte Nur wenige werden sich heute noch an den einst oft zitierten Satz von Max Frisch über den „gefährlichen politischen Agitator“ Bert Brecht erinnern: „Brecht hat die durchschlagende Wirkungslosigkeit eines Klassiker“. Als erklärter Klassiker, behauptete der Schweizer Brecht-Verehrer, sei der Augsburger leider nachhaltig politisch „stillgestellt“. Sein als „eingreifend“ gedachtes „Episches Theater“ bleibe politisch folgenlos. Daran musste ich jetzt wieder denken, als ich die Übertragung des Maibockanstichs im Hofbräuhaus im Bayrischen Fernsehen sah. Nach der „Fränkischen Fassnacht“ &Read More
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Posted On April 23, 2014By Wolfram Schuette

Wolfram Schütte zum Tod von Gabriel García Márquez

Der Magier als Realist – Wolfram Schütte über Gabriel García Márquez. Die Großmuttter, bei der er aufwuchs, habe dem 1928 als erstes von zwölf Geschwistern in dem Flecken Aracataca (Kolumbien) geborenen Gabriel García Márquez „völlig ungerührt die ungeheuerlichsten Dinge erzählt, als hätte sie sie eben gesehen“. Das hat „Gabo“, wie ihn zärtlich seine engen und seine weit über die Welt verstreuten (Leser-)Freunde nannten, immer wieder glaubhaft versichert. Die Großmutter, wie bei unseren Brüdern Grimm, als tief reichender Brunnen der zusammenfließenden Vergangenheiten, aus dem der Epiker babylonisch ausufernder Wortmeere nicht wenigeRead More
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Posted On März 10, 2014By Wolfram Schuette

Wolfram Schütte über Lewitscharoffs Dresdner Rede

Die Selbstverführte – Eine Bemerkung zu Lewitscharoffs Rede nebst einer Erinnerung an Claus Koch. Von Wolfram Schütte Peinlich, peinlich: da ist man gerade dabei, den mit einer Startauflage von 100.000 Exemplaren verbreiteten “Unsinn” zurückzuweisen, den der Quälgeist Sarrazin in seinem jüngsten geplanten Bestseller über den angeblichen “Tugendterror” der deutschen Political Correctness behauptet, den er mit seinen beiden Bestsellern habe erleiden müssen, da erhebt sich ein Entrüstungsturm im Feuilleton wegen “einer irritierenden Rede über künstliche Befruchtung” (SZ), die Sibylle Lewitscharoff in Dresden eben gehalten hatte. Die für ihre kapuzinerpredigerhafte Rhetorik bisherRead More
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Posted On März 5, 2014By Wolfram Schuette

Wolfram Schütte zum Tod von Alain Resnais

Reines Glück des Montage-Kinos – Ein Nachruf auf den großen französischen Filmregisseur Alain Resnais von Wolfram Schütte. Alain Resnais war der älteste unter den Regisseuren der Nouvelle Vague, aber neben dem Welschschweizer Jean-Luc Godard auch der kreativste, ästhetisch wagemutigste unter den französischen Filmregisseuren in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er ist „jung“, sprich: experimentell geblieben bis in sein 91. Lebensjahr, in dem sein jüngster bzw. nun letzter Film entstand, der auf der diesjährigen Berlinale lief & dort mit dem Alfred-Bauer-Preis ausgezeichnet wurde („Aimer, boire et chanter“). Am besten verstehtRead More
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Posted On Januar 15, 2014By Wolfram Schuette

Wolfram Schütte zum 100. Geburtstag von Arno Schmidt

Der Einzige & sein Eigentum: Sprache – Ein paar Überlegungen zu Arno Schmidt zu seinem 100. Geburtstag. Von Wolfram Schütte. Das wird dem Autor des “Leviathan” sehr gut getan haben, noch von dem wahrhaft großen Schöpfer von “Berlin Alexanderplatz” oder “Berge, Meere und Giganten” leibhaftig ermutigt worden zu sein. Das war 1951, als Arno Schmidt die erste seiner vier pekuniären Auszeichnungen, die er in seinem Leben erhielt, in Mainz entgegennahm, wo der mittlerweile allerdings katholisch gewordene Döblin Präsident der Akademie war. Sie hatte den literarischen Debütanten zusammen mit drei anderenRead More
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Der einzigartige “Michel” – Ein “deutscher Michel” ist er gewiss nicht, obwohl ein Deutscher – und “Michel” nennen ihn alle, die zeigen wollen, dass sie mir ihm vertrauten Umgang haben, obwohl er Michael Krüger heißt, im Dezember 70 Jahre alt wurde & noch bis zum Jahreswechsel der geschäftsführende Verleger des C. Hanser-Verlages ist. Von Wolfram Schütte Er verlässt den Münchner Verlag nicht aus eigenem freiem Willen, nachdem er (& einige andere mit ihm) das einst konservative Haus – erst als Lektor, dann als Verleger – zu dem neben Siegfried UnseldsRead More
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Posted On Dezember 18, 2013By Wolfram Schuette

Kommentar: Wolfram Schütte über Snowden und den Pabst

Franziskus, Retter Snowdens? Wie der Papst seinem Namenspatron nacheifern & Ehre machen könnte. Von Wolfram Schütte In der TAZ streiten Michael Braun & Daniel Scholz darüber, warum Time zu seinem „Mann des Jahres“ Papst Franziskus gekürt hat und nicht den Whistleblower Edward Snowden, der bei dem US-Newsmagazin nur auf Platz 2 gekommen ist. Immerhin. Man kann man darüber trefflich streiten, wer der „Mann des Jahres 2013“ sein sollte. Ob es Feigheit war, was die Time-Redakteure am Ende für den argentinischen Papst votieren ließ, wie Scholz unterstellt, sei dahingestellt. „Herkulisch“ sindRead More
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Unser Mitarbeiter Wolfram Schütte hat am vergangenen Wochenende den diesjährigen Johann-Heinrich-Merck-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung erhalten. Der Preis wurde ihm im Vorfeld der Büchnerpreis-Vergabe (an Sibylle Lewitscharoff) im Darmstädter Staatstheater übergeben. Wir dokumentieren im Folgenden die Laudatio von Thomas Assheuer (“Die Zeit”) sowie die in Darmstadt gehaltene Dankrede Wolfram Schüttes . Wofür steht WoS? Eine Laudatio auf Wolfram Schütte von Thomas Assheuer Wer das Glück hatte, lieber Herr Schütte, in Ihr in­tellektuelles Magnetfeld zu ge­raten, der lernte von Ihnen sehr bald und sehr ent­schieden dies: das Priva­teRead More
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Das schöne Geschäft der Filmkritik: eine Erinnerung Wolfram Schüttes Dankrede anlässlich der Verleihung des Johann-Heinrich-Merck-Preis 2013. Die Laudatio von Thomas Assheuer finden Sie hier. Meine Damen & Herren, lieber Thomas Assheuer. Sehr geehrte Akademie & Jury. Sie haben in Ihrer Begründung auch auf meine Arbeit als Filmkritiker angespielt. Deshalb will ich jetzt ein wenig über Filmkritik sprechen. Sie ist unter den öffentlich ausgeübten Kunstkritiken die jüngste. Sie war es jedenfalls, als ich vom Leser auch zum Schreiber wurde. Aber als wir – ein Kreis von Frankfurter Studenten – in denRead More
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Posted On September 25, 2013By Wolfram Schuette

Wolfram Schütte zum drohenden Aus der Filmabgabe

Mit allen Tricks & Finten: Ist die Filmförderung am Ende? – Multiplexe rufen wg. „Filmabgabe” Verfassungsgericht an. Von Wolfram Schütte. Sollte die Mutmaßung der SZ v. 21.8. 13 zutreffen & das Verfassungsgericht in der Verhandlung am 8. Oktober 2013 die sogenannte „Filmabgabe” kippen, welche die Kinos, die Videobranche & die TV-Anstalten an die „Filmförderungsanstalt“ (FFA) abführen, dann wäre die deutsche Filmförderung halbwegs am Ende. Denn die FFA wäre obsolet geworden & mit den Bundesfilmpreisgeldern allein eine deutsche Filmproduktion nicht auf die Beine zu stellen & zum Laufen zu bringen. NieRead More
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Posted On September 13, 2013By Wolfram Schuette

Wolfram Schüttes „Petits riens (VI)“: USA, der taumelnde Goliath

Wolfram Schütte über die große Enttäuschung Barak Obama, die USA als tobender, ohnmächtiger, taumelnder militärischer Goliath, vorgeführt von zwei Davids und über Cees Nootebooms deutsche Übersetzerin Helga van Beuningen. Obama revised. Man scheut sich, es zuzugeben: der derzeitige usamerikanische Präsident ist für alle, die mit ihm sympathisiert haben, die größte Enttäuschung auf diesem Posten in diesem Jahrhundert. Der Verdacht, er sei nur wiedergewählt worden, weil die Republikaner so dumm & verbohrt waren, einen bereits schon wieder vergessenen politisch-gesellschaftlichen Extremisten ihres rechten Flügels zu nominieren, ist nicht von der Hand zuRead More
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Posted On August 14, 2013By Wolfram Schuette

Wolfram Schüttes Petits riens

Petits riens (V) – Wolfram Schütte über die Weigerung Deutschlands, den bedrohten Whistleblower Edward Snowden zu schützen; die von Nico Hofmann produzierte Filmbiografie des Heinrich George und die opportunistischen schauspielernden Mitläufer des Naziregimes; den einstigen Chef des Bundeskriminalamtes – Rasterfahnder Horst Herold – und über das Versagen der Verfassungsschutzämter, das endlich ganz und gar aufgeklärt und vollständig untersucht werden sollte. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf – Der sogenannte Whistleblower Edward Snowden hat nicht nur der Weltgemeinschaft die geheimen Über- & Angriffe der angloamerikanischen Geheimdienste auf die NetzteilnehmerRead More
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Posted On Juli 3, 2013By Wolfram Schuette

Wolfram Schüttes Petits riens

Petits riens (IV) – Wolfram Schütte über die usamerikanische „fürsorgliche Ausspähung“ unter „politischen Freunden“; einen philosophierenden Fußballtrainer, „Oral History“ und das Justiz- & Psychiatrieopfer Gustl Mollath. Fürsorgliche Belagerung – Man stelle sich für einen Augenblick vor, der russische Geheimdienst hätte sich in der europäischen Netzwelt so ungeniert & selbstverständlich umgesehen, bzw. zuhause gefühlt wie bis zu Edward Snowdens Enthüllungen via „Guardian“ die uasamerikanischen und britischen Geheimdienste. Diplomatisch wären solche Eingriffe kaum noch zu behandeln gewesen. Aber glücklicherweise hat Snowden nur die „fürsorgliche Ausspähung“ unter „politischen Freunden“ offenbart – vorsorgliche Verhaltensweisen,Read More
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„Exception culturelle“ oder Hündisches Verhalten – Die deutschen Kulturjournalisten ziehen wieder einmal den Schwanz ein. Von Wolfram Schütte. Jedes Mal wenn es um das von den USA vorgeschlagene Konzept eines „freien Welthandels“ oder (wie gegenwärtig) um die Bildung eines amerikanisch-europäischen Handelsraums geht, wünschen die USA, dass alle Bereiche – also auch die Kultur, die in den europäischen Ländern öffentlich gefördert, bzw. subventioniert wird – in dieses wirtschaftliche Konkurrenzsystem integriert wird. Das hätte automatisch zur Folge, dass z.B. die Filmförderung, die öffentlich-rechtlichen Mediensysteme, die Buchpreisbindung etc. gelöscht werden müssten (weil dadurchRead More
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„Plädoyers für die Autonomie der Kunst“ – Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay 2013 an den Journalisten Wolfram Schütte. In seinen Texten verbinde sich eine stupende literarische Bildung mit einer präzisen Wahrnehmung des wirklich Neuen und Originären: „Sie sind Plädoyers für die Autonomie der Kunst und doch immer mit einem wachen politischen Bewusstsein geschrieben. Wolfgang Schüttes Arbeiten erinnern daran, was das Feuilleton zu leisten vermag″, so die Jury. Wir gratulieren unserem Autor Wolfram Schütte herzlich! Jan Karsten & das CULTurMAG-Team DieRead More
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Posted On Mai 15, 2013By Wolfram Schuette

Glosse: Wolfram Schütte über Angelina Jolie und Claus Koch

Wo ist der „Neue Phosphoros“? Angelina Jolies „Busen-Opfer“ könnte Start einer öffentlichen Biopolitik-Debatte sein. Ein Zwischenruf von Wolfram Schütte. „Angelina Jolies vorsorgliche Amputation ihrer Brüste – aus Angst, sie könnte aufgrund eines genetisch festgestellten Risikos einmal Brustkrebs bekommen – ist das Fanal einer radikalen Wendung im öffentlichen Bewusstsein von der menschlichen Intimität. Die amerikanische Schauspielerin, deren ästhetische Erscheinung zu ihrem größten (Berufs-) Kapital gehört, hat mit ihrem Weg in die Öffentlichkeit ebenso wie mit der radikalen Prophylaxe, der ihre sekundären Geschlechtsmerkmale zum Opfer fielen, chocartig die Diskussion über die jüngsteRead More
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Posted On Mai 8, 2013By Wolfram Schuette

Wolfram Schüttes Petits riens

Petits riens (III) Wolfram Schütte über den Euphemismus „Panne“, der sich inflationär in der deutschen Pressesprache ausgebreitet hat, die Namensänderung des Moderators Dieter „Max“ Moor – und traumatische Ängste, die früheste Erinnerungen an Kino-Bilder beim Autor hervorgerufen haben. Panne – kein Synonym für „Unfall, Schaden, Störung“ (besonders bei Fahrzeugen) hat in der letzten Zeit eine solche Gebrauchs-Inflation erlebt wie „Panne“. Wann immer von einer „Panne“ die Rede oder Schreibe war, war auch die NSU in der Nähe, wenngleich durch die „Pannen“ nicht nahe genug erkannt, so dass sich der selbsternannteRead More
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Posted On April 10, 2013By Wolfram Schuette

Wolfram Schütte über die Karnevalisierung der Politik

Wie die repressive Toleranz das Kabarett lächerlich macht – Seit geraumer Zeit bemerke ich bei mir einen wachsenden Widerwillen gegen das kabarettistisch-satirische Gewese im deutschen Fernsehen. Immer öfter bleibt ein fader Nachgeschmack zurück, nachdem man sich von „Neues aus der Anstalt“, „Mitternachtsspitzen“ & den zahllosen anderen kabarettistischen Veranstaltungen gleichen oder ähnlichen Typs zum (Ver)Lachen der laufenden politischen Ereignisse & ihrer Protagonisten hat animieren & traktieren lassen. (Manchmal hat es den Anschein, als bestehe das TV-Programm der Öffentlich-Rechtlichen nur noch aus Krimi-Tatorten & Kabarettsendungen). Von Wolfram Schütte Besonders das Bayerische FernsehenRead More