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Fragen eines arbeitenden Lesers – Von Joe Paul Kroll Die Feuilletondebatte der Saison umkreist die Frage nach der (privilegierten) sozialen Herkunft jüngerer deutscher Autoren und der damit zusammenhängenden unterstellten Langweiligkeit und Gleichförmigkeit ihrer Hervorbringungen. In den Debattenbeiträgen konnte man immer wieder mehr oder weniger offen vorgetragene Verwerfungen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur lesen, nicht selten zugunsten ihres anglo-amerikanischen Pendants. So auch bei einer Podiumsdiskussion zum Thema, die ich unlängst verfolgte. In der Diskussion wurde jedoch auch die These laut, es mangele durchaus nicht an guter Literatur in deutscher Sprache, sondern vor allemRead More
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Posted On Juni 26, 2013By Joe Paul Kroll

Joe Paul Kroll über Renata Adler

Wiederentdeckt: Renata Adler – Joe Paul Kroll über die Journalistin, Kritikerin und Autorin Renata Adler, die in diesem Jahr ihren 75. Geburtstag feiert und deren zwei Romane unlängst im Verlag der New York Review of Books wieder aufgelegt und als Neuentdeckung gefeiert worden sind. Die Vielschreiber des Literaturbetriebs sind selten diejenigen Schriftsteller, von deren Texten und Meinungen man nicht genug bekommen kann. Hingegen die Autoren, die sich eher selten zu Wort melden, dann aber stets wohlüberlegt und in Form und Gedankenführung penibel: zu ihnen gehört Renata Adler, die ihre produktivsteRead More
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Posted On April 3, 2013By Joe Paul Kroll

Essay: Joe Paul Kroll auf Spurensuche

Friede den Hütten, Krieg den Konsumpalästen: Der Kaufhausbrand als politisches Symbol – Am 2. April 1968 legten Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Thorwald Proll und Horst Söhnlein Brände in zwei Frankfurter Kaufhäusern. Diese Brandanschläge gelten als Gründungsakt des bundesdeutschen Terrorismus. Nach Vorläufern und Spuren in Kunst, Literatur und politischem Aktivismus fragt Joe Paul Kroll. „Spezifica des Warenhauses: die Kunden fühlen sich als Masse; sie werden mit dem Warenlager konfrontiert; sie übersehen alle Stockwerke mit einem Blick; sie zahlen feste Preise; sie können ‚umtauschen‘.“[1] I. Das Kaufhaus ist ein zentraler, symbolträchtiger OrtRead More
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Posted On November 24, 2012By Joe Paul Kroll

Joe Paul Kroll

Joe Paul Kroll hat in Großbritannien und in den USA Ideengeschichte studiert und mit einer Arbeit über Hans Blumenberg, Carl Schmitt und Karl Löwith promoviert. Bei CULTurMAG freut er sich, seine Interessen in Literatur und Musik etwas breiter definieren zu können. Er lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Zu den CULTurMAG-Beiträgen von Joe Paul Kroll.Read More
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Posted On November 16, 2011By Joe Paul Kroll

The Lost Notebooks of Hank Williams

Dass im Nachlass von Hank Williams einige bisher unvertonte Stücke lagerten, wusste man schon lange - erst jetzt aber wurden einige bekannte Musiker eingeladen, die Songs zu vertonen. Joe Paul Kroll hat sie sich angehört.Read More

Posted On Mai 3, 2016By Joe Paul Kroll

Roman: Benjamin von Stuckrad-Barre: Panikherz

Comebackalbum – Benjamin von Stuckrad-Barre erzählt von Absturz und Entzug, behält aber manches für sich. Von Joe Paul Kroll. Zu den Gemeinplätzen über mit dem Etikett Pop versehene Kunstwerke gehört, dass ihre Rezeption typischerweise im Modus des Fantums erfolge. Wie nun Benjamin von Stuckrad-Barre zu diesem Etikett kam und ob es nicht für ihn wie für seine ebenfalls unter dieser Rubrik verhandelten und abgekanzelten Kollegen eher ein Mühlstein war, gehört nicht hierher. Stattdessen mein Bekenntnis, Fan Stuckrad-Barres zu sein und sein neues Buch „Panikherz“ entsprechend erwartet, ihm entgegengefiebert zu haben:Read More
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Pack den Derrida in den Tank! „Rendezvous mit dem Weltgeist“ heißt das schöne Erinnerungsbuch, das der Schriftsteller, Europapolitiker und Erotomane Nicolaus Sombart über seine Heidelberger Studienjahre schrieb. Nun mag Sombart, der in der unmittelbaren Nachkriegszeit studierte, vielleicht tatsächlich ein gewisses Recht gehabt haben, sich mit dem Weltgeist auf Du und Du zu wähnen. Verbreiteter ist wohl das Missverständnis, die Zeit des eigenen Erwachsenwerdens und die darin gemachten Entdeckungen mit den Weihen gesamthistorischer Bedeutsamkeit zu verstehen. Sympathisch wirkt dagegen der Ansatz Ulrich Raulffs: Raulff, der heute das Deutsche Literaturarchiv in MarbachRead More

Posted On Dezember 20, 2014By Die Redaktion

CM-Jahreshighlights 2014, Teil II (H–N)

Willkommen zum CM-Jahresrückblick, Teil II (H–N): der kaleidoskophafte Rückblick, der andere Rückblicke überflüssig macht! Also nehmen Sie sich Zeit, verproviantieren Sie sich, halten Sie Bleistift und Papier für letzte Einkäufe, Geschenke und Belohnungen für sich selbst bereit und freuen Sie sich mit uns, spotten Sie mit uns und vor allem: Amüsieren Sie sich gut! (Zu Teil I und Teil III). Sonja Hartl Es war ein gutes Krimijahr mit großartigem Neuen von bekannten Namen (David Peace, Dominique Manotti), nahezu vergessenen Größen (James Lee Burke, Liza Cody) und deutschsprachigen Autoren (Anne Goldmann,Read More
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Die politische Theologie des Anderen ‒ Überlegungen aus Anlass des neuen Buches von Lorenz Jäger. Von Joe Paul Kroll Für die Karriere des Begriffs „politische Theologie“ ist es bezeichnend, dass er heuer weder in der Politik noch in der Theologie am häufigsten zu hören ist, sondern vor allem im Zwischenreich der „Theorie“. Dort finden Gedanken, die in ihren eigentlichen Herkunftsdisziplinen (zumal in der akademischen Philosophie) an den Rand gedrängt wurden, in neuen Kombinationen zueinander und wirken so oftmals auf die Geisteswissenschaften insgesamt zurück. Die „politische Theologie“ gedeiht in diesem KlimaRead More
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Posted On Dezember 19, 2013By Die Redaktion

CM-Jahreshighlights 2013, Teil II (G–M)

Willkommen zum CM-Jahresrückblick, Teil II (G–M): Der kaleidoskophafte Rückblick, der andere Rückblicke überflüssig macht! Also nehmen Sie sich Zeit, verproviantieren Sie sich, halten Sie Bleistift und Papier für letzte Einkäufe, Geschenke und Belohnungen für sich selbst bereit und freuen Sie sich mit uns, spotten Sie mit uns und vor allem: Amüsieren Sie sich gut! (Zu Teil I und Teil III). Tobias Gohlis Die grandiose Entdeckung des Jahres: James Carlos Blake: „Böses Blut“. Kein Kriminalroman im engeren Sinn, Epos. Ein Grimmelshausen der USA, nur dass Simplizius sich im Brüderpaar John undRead More
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Posted On Oktober 30, 2013By Die Redaktion

CULTurMAG, Ausgabe vom 30.10.13

Liebes CULTurMAG-Publikum, herzlich willkommen zur neuen Doppelausgabe von LitMag und MusikMag. Unser Mitarbeiter Wolfram Schütte hat am vergangenen Wochenende den diesjährigen Johann-Heinrich-Merck-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung erhalten. Der Preis wurde ihm im Vorfeld der Büchnerpreis-Vergabe (an Sibylle Lewitscharoff) im Darmstädter Staatstheater übergeben. Bei uns finden Sie die Laudatio von Thomas Assheuer (“Die Zeit”) und die in Darmstadt gehaltene Dankrede Wolfram Schüttes. Außerdem im LitMag: Frank Göhre begrüßt den Carl Weissner-Reader „Eine andere Liga“; Gisela Trahms freut sich über Jochen Schmidts Streifzug durch die „Schmythologie“; Joe Paul KrollRead More
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Posted On Oktober 30, 2013By Joe Paul Kroll

Karl Löwith: Der japanische Geist

Weltoffenheit als Schicksal – Der Philosoph Karl Löwith schreibt über Japan. Von Joe Paul Kroll. „Ein paar Jahre im Fernen Osten sind für ein kritisches, das heißt differenziertes Verständnis unserer selbst fast unerlässlich.“ – Karl Löwith Es zeugt vom stoischen Temperament des deutsch-jüdischen Philosophen Karl Löwith (1897-1973), dass er noch in einem Exil, das ihn von einem Bundesgenossen des Deutschen Reiches zum anderen führte, ein Gutes zu sehen vermochte: „Die Emigration führte mich durch eine Reihe glücklicher Zufälle, die man gern Schicksal nennt, über Rom nach einer japanischen Universität,“ schriebRead More
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Posted On Oktober 23, 2013By Die Redaktion

CULTurMAG, Ausgabe vom 23.10.13

Liebes CULTurMAG-Publikum, herzlich willkommen zur neuen Doppelausgabe von LitMag und MusikMag. „Wer sind wir, dass wir mit Außerirdischen reden wollen, bevor wir mit Quallen Scrabble spielen können?“ – Aleks Scholz‘ Reise über den Nachthimmel geht weiter: Lichtjahre später. Nicht mit Lichtgeschwindigkeit, sondern ganz im Gegenteil, bewegt sich Dan Kieran durch die Welt: Seine Philosophie des „Slow Travel“ hat Wolfram Schütte überzeugt. Nicht besonders glücklich ist Joe Paul Kroll mit David Rees‘ Abhandlung „Die Kunst, einen Bleistift zu spitzen“, die, bei aller Skurrilität, ihm doch etwas überflüssig erscheint. Sehr absurd undRead More
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Posted On Oktober 23, 2013By Joe Paul Kroll

David Rees: Die Kunst, einen Bleistift zu spitzen

2B or not 2B? – Wessentwegen beneiden wir die USA eigentlich noch? Virilitätsstrotzende Sportwagen vom Schlage des alten Ford Mustang sind Geländewagen gewichen, die selbst mit Panzerung (oder gerade deshalb) verdruckst aussehen. Barack Obama – enttäuschend, als ob uns das etwas anginge. Tolle Fernsehserien, wirft der sich avanciert wähnende Mensch beiderseits der 30 in den Ring. Ja, schön, aber das sind einsame Gipfel im Flachland. Von Joe Paul Kroll Doch nirgends liest man ein Wort über die vorbildliche amerikanische Bleistiftkultur! Selbst Tony Soprano war mir nie sympathischer als in einerRead More
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Glasperlenspiele im Blütenstaubzimmer – Versuch einer Verteidigung aus aktuellem Anlass. Von Joe Paul Kroll. Als ob man es nicht schon schwer genug hätte, als Kritiker. Parasitär verhalte man sich zum Werk, hallt es einem von pikierten Kunstschaffenden ebenso entgegen wie von Zeitgenossen, die das aus dem Sandkasten bekannte „mach’s doch erstmal besser“ für ein gültiges letztes Wort halten. Und dann noch Kritik zum Gegenstand der Kritik zu machen? Bibeltextlich nicht ganz zutreffende, aber der Tendenz nach unmissverständliche Hinweise auf die Sünde Onans muss man sich gefallen lassen. So auch, wennRead More
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Sterben und leben lassen – Baron Samedi heißt einer der wichtigsten „Loas“ der Haitianischen Voodoo-Religion, der Herrscher über das Totenreich. Hans Christoph Buch gilt als Kenner des immer wieder von Unglücken heimgesuchten karibischen Landes. Sein neuer Roman, „Baron Samstag oder das Leben nach dem Tod“ ist zwar kein Haiti-Roman, oder besser: kein Roman, der sich mit Haiti als Schauplatz begnügte. Trotzdem ist der Titel alles andere als irreführend. Baron Samedi untersteht der Grenzbereich zwischen Leben und Tod, er besiegelt die endgültige Aufnahme ins Totenreich und kann für Auferstehungen sorgen. JoeRead More
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Posted On April 3, 2013By Die Redaktion

CULTurMAG, Ausgabe vom 03.04.2013

Liebes CULTurMAG-Publikum, das MusikMag macht Osterpause, im LitMag finden Sie folgende Themen: Vor 25 Jahren erschien die erste Ausgabe der deutschen „Lettre International“ – Wolfram Schütte verbeugt sich vor der nun erschienenen 100. Lettre und ihrem Chefredakteur Frank Berberich. Vor 45 Jahren legten Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Thorwald Proll und Horst Söhnlein Brände in zwei Frankfurter Kaufhäusern. Diese Brandanschläge gelten als Gründungsakt des bundesdeutschen Terrorismus. Nach Vorläufern und Spuren in Kunst, Literatur und politischem Aktivismus fragt Joe Paul Kroll in seinem Essay „Friede den Hütten, Krieg den Konsumpalästen“. Im MärzRead More
Die Frankfurter Poetik-Fußwanderung – Als „hart zu nehmender, unmenschlicher“ Ort habe Frankfurt in den 70er Jahren gegolten, erinnerte sich der Schriftsteller Eckhard Henscheid anlässlich der Vorstellung seiner Memoiren – ein Vorurteil, das immerhin „halber Unsinn“ gewesen sei.[1] Eine Erklärung, warum sich trotzdem gerade an diesem scheinbar amusischen Ort Henscheid und nicht wenige andere Literaten freiwillig niederließen, versucht sein Zeitgenosse und Kollege Wilhelm Genazino in seinem neuen Prosaband „Tarzan am Main“: „Ich denke, die Künstler waren mit der Unauffälligkeit ihrer Existenz einverstanden beziehungsweise: hielten diese Unauffälligkeit für eine Art Schutz.“ VonRead More
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Posted On Februar 20, 2013By Joe Paul Kroll

Nina Simone: To Be Free: The Nina Simone Story

Schmerz und Leidenschaft – Die Sängerin und Pianistin Nina Simone (1933-2003) würde dieser Tage 80 Jahre alt. Aus diesem Anlass wurde eine Werkschau neu aufgelegt, die sich Joe Paul Kroll angehört und angesehen hat. Es sei ein bisschen wie das Verliebtsein, antwortete Nina Simone auf die Frage eines Journalisten, was Freiheit für sie bedeute – wie das Verliebtsein jedenfalls darin, dass auch dieses Gefühl nur verstehen könne, wer es selbst empfunden habe. Zum Bewusstsein der Freiheit gehöre aber „a new way of seeing“. Und hierin trägt die vorliegende Sammlung IhrenRead More
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Posted On Januar 16, 2013By Die Redaktion

CULTurMAG, Ausgabe vom 16.1.2013

Liebes CULTurMAG-Publikum, willkommen zur Doppelausgabe von LitMag und MusikMag.  Mit den Füßen fest auf dem Boden – und dem Kopf im Himmel, so starten wir ins neue Jahr: Astronom und Autor Aleks Scholz beginnt eine Irrfahrt über den Nachthimmel. Die erste Folge führt ihn in den Gürtel des Orion: Lichtjahre später. Ganz irdisch geht es bei Annalena McAfee zu, die Britin berichtet in Ihrem Roman „Zeilenkrieg“ vom Hauen und Stechen in einer Zeitungsredaktion – sehr zum Vergnügen von Christiane Geldmacher. Milieusicher kommt auch Stephan Thomes zweiter Roman „Fliehkräfte“ daher, in demRead More
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Posted On Januar 16, 2013By Joe Paul Kroll

Lorenz Jäger: Signaturen des Schicksals

„Ein rechtes Auge blitzt“ Von Jürgen Habermas einst als „Rechtsaußen der Feuilleton-Redaktion [der FAZ]“ bezeichnet, in der Jungle World als jankertragender Reaktionär und Autor einer Kulturgeschichte des Hakenkreuzes veralbert, als Fürsprecher Martin Mosebachs aktenkundig – manchem mag das vielleicht als Empfehlung genügen. Doch auch, wer Lorenz Jäger damit vielmehr erledigt sieht, sollte sich diesen kleinen Essayband näher anschauen. Denn Lorenz Jäger ist als einer der geistreicheren Feuilletonisten deutscher Sprache immer für eine Überraschung gut. Von Joe Paul Kroll. Erledigt ist Lorenz Jäger anscheinend auch für seine einstigen „Kameraden“, seitdem erRead More

Posted On Dezember 21, 2012By Die Redaktion

CM-Jahreshighlights 2012, Teil II (H–M)

Willkommen, zum CM-Jahresrückblick, Teil II (H–M): Der kaleidoskophafte ultimative Rückblick, der andere Rückblicke überflüssig macht! Also nehmen Sie sich Zeit, verproviantieren Sie sich, halten Sie Bleistift und Papier für letzte Einkäufe, Geschenke und Belohnungen für sich selbst bereit und freuen Sie sich mit uns, spotten Sie mit uns und vor allem: Amüsieren Sie sich gut! (Zu Teil I und Teil III). Birgit Haustedt Kunst: Gute Kunst umsonst in der Peffersackstadt Hamburg? Gibt’s nicht! Doch! Einzige Bedingung für die Besichtigung von Antony Gormleys „Horizon Fields“ in den Deichtorhallen war: Schuhe aus.Read More
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„Ich sehe nicht, warum ich die Vorteile meines seltsamen Loses nicht genießen sollte …“ – zwei Bücher über Thomas Mann, den Amerikaner, gelesen von Joe Paul Kroll. Thomas Mann hat vermutlich nie ein Baseballspiel besucht. Auch andere Aspekte der amerikanischen Kultur blieben ihm, der Deutschland im Reisegepäck führte und doch als amerikanischer Staatsbürger starb, Zeit seines Lebens ein Rätsel – so sie überhaupt seine Wahrnehmung kreuzten. Darin unterschied er sich kaum von der Mehrheit der deutschen Emigranten, die in den 1930er- und 40er-Jahren vor dem Nationalsozialismus in die USA flohen.Read More
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Posted On November 21, 2012By Die Redaktion

CULTurMAG, Ausgabe vom 21.11.12

Liebes CULTurMAG-Publikum, willkommen zur Doppelausgabe von LitMag und MusikMag. Ende Oktober hat John Jeremiah Sullivan auf einer Lesereise die deutsche Ausgabe seiner Reportagen- und Essaysammlung „Pulphead“ präsentiert. Ein Anlass für Joe Paul Kroll, sich ein paar generelle Gedanken zu der Zukunft des Essays zu machen. Bereits in der vergangenen Woche hat Wolfram Schütte die lukrative Vortragsserie des Peer Steinbrück kommentiert, diesmal beschäftigt ihn die Frage, ob die SPD den „waidwund geschossenen Steinbrück“ nicht besser aufgeben solle, um sich die Chance auf einen kompletten Regierungswechsel zu bewahren. Am 1. Dezember werdenRead More
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Posted On November 21, 2012By Joe Paul Kroll

Überlegungen zur Zukunft des Essays

Wohin bewegt sich der Essay als Genre und Form? – Bei der Lesung, die John Jeremiah Sullivan Ende Oktober in Frankfurt gab, ertappte ich mich bei einem verstörenden Gedanken: War meine wenig begeisterte Rezension seines Buches „Pulphead“ ungerecht gewesen gegenüber dem Autor, der da so charmant und lebhaft vortrug und obendrein nicht nur auf einer geliehenen Gitarre eine Gänsehaut erzeugende Version von Neil Youngs „Cortez the Killer“ zum Besten gab, sondern anschließend auch die textlichen Merkwürdigkeiten des Stücks präzise zu benennen vermochte? Doch die Erkenntnis, dass mich der Song tieferRead More
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Posted On Oktober 31, 2012By Joe Paul Kroll

Simon Reynolds: Retromania

Verweile doch, du bist so schön! Bereits zum Erscheinen der Originalausgabe wurde auch bei uns in Deutschland viel über Simon Reynolds „Retromania“ diskutiert. Nun hat der Popjournalist die deutsche Ausgabe seines Buches auf einer Lesereise präsentiert, Joe Paul Kroll war  in Frankfurt mit dabei. „Übersättigung einer Zeit in Historie“, so die bekannte Klage, sei nicht nur „dem Leben feindlich und gefährlich“, sondern besonders der Kunst. Ganze Welten künstlerischen Ausdrucks waren noch gar nicht entdeckt worden, als es Friedrich Nietzsche vor einem Übermaß der verfügbaren Historie graute. Doch mit dem, wasRead More