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Von der Verbrechensdichtung zur Kriminalliteratur Eine Bestandsaufnahme von Thomas Wörtche Das „literarische Feld“, wenn man Pierre Bourdieus „Konzeptmetapher“ (according to Henrietta Moore) als explikative Folie akzeptiert, ist weder ein statischer noch ein friedlicher Ort[1]. Die Positionierung eines Autors, einer Textsorte, einer Gattung oder eines Genres ist historisch variabel, wechselt von den Rändern ins Zentrum und umgekehrt. Manchmal drohen sie vom „Feld“ verdrängt zu werden oder müssen sich den Eintritt erkämpfen. Das literarische Feld ist Austragungsort ästhetischer Kämpfe. Die wiederum sind ohne Verzahnung mit politischen und sozialen Konflikten nicht zu denken. DerRead More

Posted On Februar 2, 2020By Thomas Woertche

Thomas Wörtche: Bestandsaufnahme, bis heute (Teil 2)

Die Kriminalliteratur hat gesiegt – vielleicht zum Tode Crime Fiction und das literarische Feld in Deutschland Auch nach dem 2. Weltkrieg konnte sich die deutschsprachige Kriminalliteratur nicht aus eigener Kraft in nennenswerten Maß im literarischen Feld etablieren. Sie bedurfte dazu der tatkräftigen Hilfe von außen. Auch wenn es während der Nazi-Zeit, wie oben angedeutet, eine quantitativ erkleckliche Produktion von deutscher Kriminalliteratur gab (von einem „Krimi-Verbot“ im Nationalsozialismus kann man pauschal nicht sprechen, nur waren die Produktion und Rezeption sozusagen „gleichgeschaltet“ und streng gefiltert) war sie an den internationalen state of art nichtRead More

Posted On Juli 1, 2019By Thomas Woertche

Thomas Wörtche: Porträt J.W. Rider

Realitätsfiktion und Fiktionsrealität, genial vexiert Heute wissen wir es längst: J. W. Rider war ein Pseudonym von Shane Stevens (1941 – 2007), dessen Alltime-Klassiker „By Reason of Insanity“ (dt: „Kill“) wir in der letzten CrimeMag-Ausgabe gewürdigt haben. Nicht minder originell,  innovativ und auch verstörend waren seine beiden Privatdetektiv-Romane „Jersey Tomatoes“ („Der Teufel hat viele Masken“) und „Hot Tickets“ (Der Teufel kennt kein Gesetz“) aus den Jahren 1986 resp. 1987. Damals war das Pseudonym noch geschlossen und bot Anlass zu schönsten Spekulationen. Thomas Wörtche hatte sich 1988 in zwei Essays mit J.Read More

Posted On April 1, 2019By Thomas Woertche

Thomas Wörtche: Porträt Chester Himes

It Does Make Sense! Ein Autor und sein Jahrhundert – von Thomas Wörtche „Die Forcierung des Absurden ist das sicherste Mittel, wirkliches Grauen fernzuhalten, denn sie hält ihm den Unernst der Betrachtung immer gegenwärtig“, heißt es bei Thomas de Quincey. Das wirkliche Grauen spielt sich im wirklichen Leben ab. In Texten, zum Beispiel, muß es bearbeitet werden, um Literatur zu werden.  Chester Himes nannte den zweiten Band seiner Autobiographie „My Life in Absurdity“. Er verstand das Leben eines Schwarzen in einer rassistischen Gesellschaft wie der amerikanischen als absurd. Um ausRead More

Posted On März 14, 2018By Thomas Woertche

Essay: Thomas Wörtche zu Georges Simenon

Manchmal ist es lange ruhig um Georges Simenon, aber deswegen ist er noch kein verstaubtes Möbel. Und plötzlich ist er wieder in aller Munde. Das hat mit der Neuausgabe im Kampa Verlag zu tun. Weil Thomas Wörtche dazu demnächst einen Text schreiben soll, hat er zur Vorbereitung im Archiv gewühlt und einen gar nicht so blöden Vortrag zum Thema gefunden: Mit und ohne Von Thomas Wörtche Meine sehr geehrte Damen und Herren, vielleicht ist es sogar ein wenig riskant, Menschen, die wie Sie liebenswerterweise zu einer Veranstaltung kommen, die GeorgesRead More

Posted On Dezember 16, 2017By Thomas Woertche

Essay: Thomas Wörtche über Gewalt als massenmediale Erfolgsformel

Frivole Spielereien mit Blut und Tod von Thomas Wörtche Hier der zweite Teil unserer kleinen Archivrecherche zum Thema „Kriminalliteratur & Gewalt“ (zu Teil I geht es hier), die zeigt, dass sich die Diskussion zwar graduell, aber nicht substantiell bewegt hat. Die veränderten Kontexte bitten wir mitzudenken, den Kern der Argumentation betreffen sie nicht.   In dem Moment, wo man zugibt, daß in einer Kontroverse beide Seiten recht haben könnten, hat man seine ganze Argumentation weggeworfen. Raymond Chandler. Gewalt hat keinen Anfang und kein Ende. Gewalt tritt in allen Bereichen derRead More
Labyrinth der Bewusstseins-Zombies. Brauchen wir noch ein Buch, noch eine Exegese, noch eine Meditation über den Film noir? Thomas Brandlmeier nennt seinen Beitrag zu einer unendlichen Diskussion „Film noir. Die Generalprobe der Postmoderne“ Doch, ja, meint Thomas Wörtche, dieses Buch brauchen wir. „Film noir existiert nicht“, so beginnt der Münchner Filmwissenschaftler Thomas Brandlmeier sein Buch über eben dieses nicht-existierende Phänomen. Er hätte auch sagen können: Kein Mensch weiß so genau, was „Film noir“ ist.  Aber natürlich erkennen wir alle einen Film noir, wenn wir einen sehen.  Diese Filme existieren, aberRead More
Die Substanz, um sich durchzusetzen … Dieses Interview erschien zuerst am 10. April auf dem WDR-Blog von Ulrich Noller. Candice Fox´ Roman „Fall“, der heute erscheint, ist der letzte Teil ihrer Hades-Trilogie. Der Publizist und Literaturwissenschaftler Thomas Wörtche, geboren 1954, ist der Mann, dem wir es zu verdanken haben, dass diese außergewöhnliche Autorin aus Australien seit ein paar Jahren auch auf Deutsch zu lesen ist. Wörtche hat lange mit dem Schweizer Unionsverlag zusammen gearbeitet, mit seiner metro-Reihe machte er viele (oft unkonventionelle) AutorInnen aus aller Welt in Deutschland bekannt. Nach einemRead More

Posted On April 15, 2017By Thomas Woertche

Essay: Thomas Wörtche über T.S. Eliot & die Kriminalliteratur

Im wüsten Land der Kriminalliteratur Auch T.S. Eliot hat Krimis gelesen. Das konnte man wissen, aber auch wieder vergessen haben. Jetzt liegen seine einschlägigen Texte unter dem Titel „T.S. Eliot, Krimileser“ vor. Thomas Wörtche hat sie sich genauer angeschaut. Es ist ein alter, aber stets beliebter Zopf, die Nobilitierung von Kriminalliteratur über möglichst prominente Leser zu betreiben. Tja, wenn sogar Konrad Adenauer gerne Krimis gelesen hat, dann … Gerne übersehen wird dabei, dass die meisten Mandarine ihre durchaus eigene Agenda mit dem Genre hatten – Brecht und Benjamin etwa, ErnstRead More
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Posted On November 24, 2012By Thomas Woertche

Thomas Wörtche

Thomas Wörtche Schreibt über Bücher, Bilder und Musik. Lebt und arbeitet in Berlin. Zu den CULTurMAG-Beiträgen von Thomas Wörtche, zu Thomas Wörtches Beiträgen zur Kriminalliteratur bei Kaliber38. Bild: L.G. BauerRead More
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Posted On November 10, 2012By Alf Mayer

Ross Thomas: Die Backup-Männer

Alf Mayers „Blutige Ernte“: Die Verhältnisse zum Tanzen bringen – Aus Anlass der „Backup-Männer“:  Warum man Ross Thomas lesen muss. Rundum vorbildlich als Edition, das sind die von Alexander Wewerka herausgegeben, sorgfältig (und oftmals erstmals vollständig) übersetzten Romane von Ross Thomas (1926–1995). Insgesamt 25 oftmals komödiantische Thriller hat dieser Ausnahmeautor geschrieben, im Alexander-Verlag ist jetzt der zehnte Band erschienen: „Die Backup-Männer“ (The Backup Men) von 1971, auf Deutsch ehemals bei Ullstein gekürzt unter dem Titel „Was ich nicht weiß, macht mich nicht kalt“. Es ist der dritte der insgesamt vierRead More

Posted On Oktober 1, 2020By Sonja Hartl

Sonja Hartl: Warum Autorinnen weniger beachtet werden

Warum werden Kriminalromane von Frauen seltener besprochen? Einige Antwortversuche – von Sonja Hartl Die Zahlen sind bekannt: Die Studie #frauenzaehlen hat 2018 ergeben, dass bei allen rezensierten Kriminalromanen im März 2018 die Bücher von Autorinnen 24 Prozent ausmachen. Dabei besprechen Kritiker zu 82% Männer, Kritikerinnen zu 66%. In der Kriminalliteratur gab es von allen untersuchten literarischen Bereichen die größten Unterschiede. Natürlich habe ich in den zwei Jahren seit Veröffentlichung immer wieder darüber nachgedacht, wie sich diese Zahlen erklären lassen. Die Antwort habe ich nicht, aber einige Antwortversuche: Warum also werdenRead More

Posted On September 1, 2020By Sonja Hartl

Hartl on Highsmith: Alles Stümper, diese Männer

In dem zweiten Teil ihrer Annäherung an Patricia Highsmiths schriftstellerisches Werk beschäftigt sich Sonja Hartl mit dem Roman „Der Stümper“. Unerwartetes Wiedersehen Ein Mann steht an einer Kinokasse in der Schlange und schaut sich um, ob er einen Bekannten sieht. Dann kauft er ein Ticket, ist ausgesucht höflich zu der Kassiererin und geht in den Saal. Schon hier dachte ich, dass mir das alles so bekannt vorkommt. Ich sah es regelrecht vor mir – und zwar nicht nur, weil Patricia Highsmith, wie es immer so schön heißt, „filmisch“ schreibt. EsRead More

Posted On Juni 1, 2020By Die Redaktion

CrimeMag: Editorial Ausgabe Juni 2020

Herzlich willkommen! Unruhige Pfingsten. In den USA herrscht in rund 40 Städten Ausgangssperre, die Proteste gegen rassistische Polizeigewalt sind massiv – gleichzeitig gibt es über hunderttausend Corona-Tote zu beklagen. Ein Land im Ausnahmezustand. Unser Amerikakorrespondent Thomas Adcock fordert schlicht „LOCK.HIM.UP.“, Rolf Barkowski steuert einen kleinen Fotoessay bei. Wir bei CrimeMag versuchen, die Balance zu halten. Unsere Kolumnistin Iris Boss erzählt, „Als ich einmal systemrelevant sein wollte“, Andrea Noack davon, wie sie (bisher) durch die Corona-Krise kam, während Robert Rescue den Wahnsinn in eine Kurzgeschichte packt: „Hartmut und Mehmet schieben Dienst“. ChristopherRead More

Posted On Mai 10, 2020By Ute Cohen

Ute Cohen: Fibra

Culturmag Special SHUT DOWN 2020 FIBRA Fibra – Vornamen-Ranking 2021, Top 3. Verewigte Durchwucherung. Rosa Lungenbläschen transformiert in futuristische Haptik. Die Rückkehr der Schönheit als Coping-Strategie in pathologischen Zeiten. Eine Absage an Effizienz, ans ewige Streben nach Selbstoptimierung. Eingeständnis der Versehrtheit. Schneller, höher, weiter – STOP! Metamorphosen der Zerstreuung. Spieglein, Spieglein … Kein Filter für Selfies. Kiefernnadeln, Fasern, Parasiten, Viren, wandlungsfähig. Sie schleichen sich ein in diesen nach Ewigkeit dürstenden Körper, der sich nicht mehr selbst erhalten will. Efeu rankt um dein Haupt, Dornenkronen auf dem Friedhof in der Stille.Read More

Posted On Mai 1, 2020By Die Redaktion

CrimeMag: Editorial Ausgabe Mai 2020

Herzlich willkommen! So viel CrimeMag war noch nie. Unserer regulärer Flottenverband bringt Ihnen monatlich zwischen 25 und 30 Artikel an den CulturMag-Pier, dieses Mal sind es 42 – und Mitte Mai wird es zusätzlich ein SHUT DOWN Special geben. Schauen Sie also gerne öfter bei uns vorbei, wir halten die Texte vorrätig. Und besuchen Sie auch unsere allmonatliche Schatzsuche. Auch dieses Mal haben sich Autoren aus aller Welt für Sie ans Schreiben gemacht: Neuseeland, Australien, die USA, Österreich, Angola und Thailand sind einige der Länder, aus denen Sie lesen können. VielfältigRead More

Posted On März 1, 2020By Die Redaktion

Bloody Chops – Bücher kurz serviert – März 2020

Bücher kurz serviert Kurzbesprechungen von fiction – Unsere Rubrik „non fiction, kurz“ fällt diesmal aus. Hier Joachim Feldmann (JF), Ulrich Noller (UN), und Thomas Wörtche (TW) über: Thomas Christos: 1965 –Der erste Fall für Thomas Engel Ute Cohen: Poor Dogs Peter Henning: Die Tote von San Andreu Cai Jun: Rachegeist Michael Koryta: Die mir den Tod wünschen Dirk Kurbjuweit: Haarmann Mercedes Rosende: Falsche Ursula Wallace Stroby: Zum Greifen nah Jan Costin Wagner: Sommer bei Nacht __________________________________________________________________ Spannend & putzig (JF) Einen Schnellkursus in deutscher Nachkriegsgeschichte offeriert der unter dem Pseudonym ThomasRead More

Posted On Februar 2, 2020By Die Redaktion

CrimeMag: Editorial Ausgabe Februar 2020

Herzlich willkommen! Nach unserem Mammut-Jahresrückblick mit 84 Autorinnen und Autoren (siehe oben in unserer Titelleiste unter Highlights) sind wir mit der ersten regulären Ausgabe 2020 zurück – und wir freuen uns wie Bolle, dass Sonja Hartl ab sofort unser Redaktionsteam verstärkt. Sie war Chefredakteurin des Polar-Magazins, CrimeMag-Leser kennen Sie von vielen Texten und ihrem Blog Zeilenkino. In dieser Ausgabe hat sie etwas zu Scorseses „The Irishman“ zu sagen. Unser USA-Korrespondent Thomas Adcock wartet auf den „Exit Orange“, James Grady sieht das Jahr 2019 als „Our Year of the Beast“. ChristopherRead More

Posted On Februar 2, 2020By Werner Fuld

Werner Fuld: Mickey Spillane, wiedergelesen

Trumps Mann für’s Grobe Werner Fuld 2020 über Mickey Spillane Der Tag ist trübe, es regnet, und in New York City gedeiht das Verbrechen. Jack Williams ist in seinem Schlafzimmer erschossen worden – mit einer abgefeilten Neun-Millimeter-Patrone in den Unterleib: „Die Kugel war glatt in den Körper eingedrungen, aber wo sie ihn wieder verlassen hatte, klaffte ein faustgroßes Loch.“ Jack war der beste Freund von Mike Hammer gewesen, ein Kriegskamerad, der zwei Jahre lang mit ihm in den stinkenden Schlammlöchern des japanischen Dschungels gelegen hatte. Mike betritt den Raum undRead More
84 CulturMag-Autorinnen und -Autoren über das Jahr 2019 Pünktlich zu Silvester tischen wir Ihnen auch in diesem Jahr wieder unseren großen Jahresrückblick auf, den dieses Mal Alf Mayer kuratiert hat: 16 Kapitel mit 84 Autorinnen und Autoren aus aller Welt, 25 Texte davon in Englisch, aus den USA, Australien, Südafrika, Großbritannien, und Thailand.  Welcome, dear CulturMag readers, to our Mammoth CulturMag’s Year’s End Issue 2019 with 84 contributors from round the world: Germany, Great Britain, Thailand, South Africa, Australia, the U.S.A., 25 of these pieces written in English. We had to split all this up into 16 chapters. Go, have a look. You might meet aRead More
Thomas Adcock –Ann Anders –Friedrich Ani –Max Annas –Bruno Arich-Gerz –Matthias Arning – Thomas Adcock This year, I have but one nomination for the best in cultural offerings: “The Irishman”, a motion picture tour de force from Martin Scorsese, the American director/producer/screenwriter.  Over his stunningly productive sixty-year career, Mr. Scorsese has gifted the world with twenty-five narrative films, among them what are often cited by cinephiles as the greatest ever made, viz. “Taxi Driver”, “Raging Bull”, and “Goodfellas”. Now comes his masterpiece. As a gangster epic, “The Irishman” is madeRead More

Posted On Dezember 1, 2019By Die Redaktion

CrimeMag: Editorial Ausgabe Dezember 2019

Herzlich willkommen! Drei alte Weggefährten führt unser pralles Dezember-Magazin wieder zusammen, drei Autoren der legendären Zeitschrift Filmkritik: Die Texte von Harun Farocki († 2014) gibt es jetzt endlich gesammelt, wir dürfen daraus seine Analayse des Film Noir-Klassikers „The Night of the Hunter“ veröffentlichen, von Wolf-Eckart Bühler können wir Ihnen den berühmten Text „Tod und Mathematik“ über Irving Lerner und dessen Film „Murder by Contract“ (Der Tod kommt auf leisen Sohlen) präsentieren. Felix Hofmann, der mit WEB u.a. zusammen das Filmkritik-Polizeiheft machte, rechnet in seinem Giga-Essay „Das Planetenspiel“ mit unserem UmgangRead More

Posted On November 3, 2019By Die Redaktion

CrimeMag: Editorial Ausgabe November 2019

Herzlich willkommen! Buchmesse war gestern, hier ist schon wieder ein pralles CrimeMag mit 32 nicht zu kleinen Beiträgen. Unser US-Korrespondent Thomas Adcock nimmt das Buch „Learning from the Germans“ zum Anlass für etwas Vergangenheits-Aufarbeitung. Mercedes Rosende hat während der Buchmesse den LiBeratur-Preis der LitProm erhalten, Thomas Wörtche hielt die Laudatio. Zusätzlich bringen wir Ihnen, übersetzt von Elisabeth Müller, auch das Dankeschön von Mercedes Rosende. Natürlich ist es politisch. Down Under gerade eine kleine Sensation: „The Red Hand“, ein Romanfragment samt gesammelter Texte von Peter Temple. Wir präsentieren Ihnen daraus seineRead More

Posted On Oktober 3, 2019By Die Redaktion

CrimeMag: Editorial Ausgabe Oktober 2019

Herzlich willkommen! KRIMIS MACHEN 4 in Köln hatte unseren USA-Korrespondenten Thomas Adcock als Ehrengast. Seine Rede über „Eine verrückt gewordene Welt – und was Autoren dagegen tun müssen“ machte nicht wenigen feuchte Augen. Alf Mayer hat seine Rede übersetzt. Tobias Gohlis lieferte in Köln eine Keynote über Helden, Thomas Wörtche sinnierte konstruktiv über Langeweile im Kriminalroman. Und Monika Geier sinniert, inspiriert durch die drei Texte, über den Zustand der Welt bzw. arbeitet dran. Ganz aktuell ist Sonja Hartl mit ihrer Besprechung des #meToo-Recherchebuchs „She Said“ von Jodi Kantor & MeganRead More

Posted On Oktober 3, 2019By Monika Geier

Monika Geier: Arbeite dran!

Gedanken, während oder nach KM4 Die drei Keynotes: Helden, Langeweile und Donald Trump. Symptomatische Themen, finde ich, für die momentan dringlichste Frage, obwohl die gar nicht formuliert wurde: Wie können wir, auch in der Literatur, eine gemeinsame Idee für die Zukunft entwickeln, die uns einigermaßen heil über den großen Umbruch bringt, der bevorsteht? Inzwischen ist, glaube ich, allen klar, dass wir das System ändern müssen, wenn wir nicht wollen, dass es uns unkontrolliert um die Ohren fliegt. Das Ende des Wachstums ist erreicht. Unser ökonomisches Denken rechnet Expansion und einenRead More

Posted On Oktober 3, 2019By Alf Mayer

Alf Mayer über Peter Christian Hall „Grotesk“

Das Ende der Welt als Zusammenhang Mehr als nur eine Begriffsklärung – eine ästhetische Kategorie „Wer auf dem Kopf geht, meine Damen und Herren, – wer auf dem Kopf geht, der hat den Himmel als Abgrund unter sich.“ (Paul Celan: Der Meridian. Rede anlässlich der Verleihung des Georg-Büchner-Preises 1960) Peter Christian Hall steigt in seine Untersuchung des Grotesken mit einer nur als „grotesk“ zu umschreibenden Schlüsselszene, nämlich der Begegnung des deutschen Bildungsbürgertums mit seinen Verstrickungen ins (damals  noch kein Jahr vergangene) „Dritte Reich“. Am 3. Mai 1946 trat Gustaf Gründgens, soeben ausRead More