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Posted On Juni 1, 2019By Hazel Rosenstrauch

Hazel Rosenstrauch: Felwine Sarr „Afrotopia“

Licht aus dem Süden Utopien sind – aus guten Gründen – in Misskredit geraten, Weltuntergangsszenarien haben Konjunktur. Aber auch diese Geschichte ist nicht zu Ende. Aus einer Ecke, aus der man/frau/wir/obergscheiten Intellektuellen es nicht erwartet haben, erschallt ein Ruf der Hoffnung: Der Kontinent, der für sich den „Status als Erstgeborener der Menschheit“ in Anspruch nehmen kann, sucht einen eigenen Weg – jenseits des Wettstreits, „in dem die Nationen sich verächtlich anschauen, um zu ermessen, wer am meisten Wohlstand angehäuft hat“ hat, und die „in ihrem verantwortungslosen Vorgehen die gesellschaftlichen undRead More

Posted On April 1, 2019By Hazel Rosenstrauch

Hazel Rosenstrauch zu einem neuen B. Traven-Buch

Der Entlarver Über Jan-Christoph Hauschilds „Das Phantom“ – eine Replik B. Traven ist 50 Jahre tot, also erinnert man sich. Der Autor seiner neuesten Biographie hat, wie er in einem Interview betont, die „letzte offene Lücke im Leben des geheimnisumwitterten B. Traven“ geschlossen, er fand „genau die Bindeglieder, die noch fehlten, um die Sache wasserdicht zu machen“. Für Jüngere, denen der Name, genauer gesagt, das Pseudonym, nicht vertraut ist, sei erwähnt, dass B. Traven in den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts und noch lange nach dem 2. WeltkriegRead More

Posted On März 4, 2019By Hazel Rosenstrauch

Hazel Rosenstrauch über „Wolke – Orkan – Staub“

Wieso kennt das keiner? Wiederentdeckt: Günther Birkenfelds großer Nachkriegsroman Das Buch erschien 1955 und ist untergegangen, es passte wohl nicht in den Zeitgeist. Nur meine 90-jährige Freundin Katja erinnert sich, dass sie es als junges Mädchen mit Freude und Gewinn gelesen hat. „Viel gab es ja damals nicht!“ Der verdienstvolle Verlag „Das kulturelle Gedächtnis“ hat es neu aufgelegt, hübsch gebunden, mit einem aufschlussreichen Nachwort versehen, und mit einer Danksagung, die vermuten lässt, dass es allerlei Unterstützung bedurfte, damit es erscheinen konnte.  In den 50er Jahren passte es wohl nicht inRead More

Posted On Dezember 16, 2018By Hazel Rosenstrauch

KickAss von Hazel Rosenstrauch: Gegen die Verstümmelung der Denkorgane

Erziehung der Gefühle 4.0 In den letzten zehn Jahren, lese ich, hat sich der Wunsch junger Menschen nach Geschlechtsumwandlung vervielfacht: Zehnmal, hundertmal, zweihundertmal so viele Jugendliche wie davor glauben bzw. fühlen, im falschen Körper zu leben. Sie gehen in die Klinik und wollen sich mit Hormonen und Chirurgie richten lassen. Und, so geht der Bericht weiter, ein Arzt wird skeptisch. A geh, da schau i ja, wie man in Wien sagt.[1] Mit den Möglichkeiten wachsen die Bedürfnisse. Als ich jung war und mich nicht wie ein Mädchen benahm (das istRead More

Posted On Dezember 8, 2018By Hazel Rosenstrauch

Hazel Rosenstrauch über Ulrike Heiders ’68er Erinnerungen

Keine Ruhe nach dem Sturm Nicht immer, aber oft lasse ich Bücher zum Thema ’68 links oder rechts liegen, zumal wenn sie von selbstgewissen weißen alten zufriedenen Männern stammen. Dieses ist anders und, wenn ich richtig recherchiert habe, in der 3. Auflage erschienen. Wie der Name sagt, ist Ulrike Heider eine Frau, aber das alleine genügt bekanntlich nicht, um differenziert, genau beobachtend, farbig, aus der Distanz und trotzdem mit heißem Herzen zu schreiben. Vor allem: unideologisch, der genauen Beobachtung mächtig. Sympathisch ist das Buch schon, weil Heider nicht für K-Gruppen,Read More

Posted On November 4, 2018By Hazel Rosenstrauch

Hazel Rosenstrauch: Verlustanzeige einer Haltung

Verlieren sortieren? Hazel Rosenstrauch über einen arg vermissten Menschenschlag: die Weltverbesserer der alten Art Den Verlust von Schlüsseln, Geldbörsen, Liebhabern und Freundinnen könnte ich mit Sternchen à la Hotelqualität ordnen, dabei bekämen letztere 5 *****. Sobald es um den Tod lieber Menschen geht, versagt diese Ordnung. Es gibt Verluste, für die ich, angelehnt an Stiftung Warentest, Noten erfinden könnte – 1 – 5,5. Aber bevor ich darüber nachdenke, was mir alles gestohlen bleiben kann, erinnere ich mich an eine Weltsicht, die es nicht mehr gibt und deren Verlust mir gelegentlichRead More

Posted On Oktober 16, 2018By Hazel Rosenstrauch

Hazel Rosenstrauch gratuliert Martin Pollack

„… vielleicht ist es an der Zeit, wieder anzufangen“ Schon lange wollte ich über das andere Österreich schreiben, Gründe für eine Suchbewegung, oder sagen wir lieber Herausforderungen, gibt es ja genug. Aber wo anfangen? Kurzes Überlegen … und schon bietet sich eine würdige Gelegenheit: Martin Pollack, der sich früh und immer wieder mit Osteuropa, speziell Polen, mit Galizien, mit kontaminierten Landschaften – und mit seinem Nazi-Vater – beschäftigt hat, bekommt einen (nicht seinen ersten) Preis.    Ich hole den dicken grauen Band einer Zeitschrift aus meinen Bücherstapeln, sie trägt den –Read More

Posted On September 16, 2018By Hazel Rosenstrauch

Hazel Rosenstrauch: Reise nach Polen

Der wichtige Unterschied Nach einem Abend am Warschauer Marktplatz und einer Reise durch Ostpreußen Von Hazel Rosenstrauch Ich war mehrmals in Warschau, aber das war noch zu sozialistischen Zeiten. Die kühnen Hochhäuser rund um den Bahnhof gab es damals noch nicht, auch keine Konsumtempel samt glitzernder Reklame von deutschen und amerikanischen Firmen. Die wiederaufgebaute Altstadt hat bereits Patina angesetzt. Der Marktplatz, von dem nach dem Wüten nicht nur der SS, auch der Wehrmacht, nichts mehr übrig war, sieht aus, als wären die Häuser aus dem 17./18. Jahrhundert, Renaissance und Barock.Read More

Posted On Juni 3, 2018By Hazel Rosenstrauch

Hazel Rosenstrauch: Gesetzgebers und Volkes Stimme

  Hazel Rosenstrauch: Gesetzgebers und Volkes Stimme Der Beitrag entstand, als der „Echo-Preis“ gerade erst verliehen war, und die Debatte um einen neuen Antisemitismus erst begonnen hatte. Kurz danach war ich auf einer Tagung, ich dachte an das Vorurteil, „die Juden“ würden aus dem Holocaust ein Geschäft machen. Da waren ganz viele nichtjüdische Deutsche, die ihre Kunst & Karrieren mit dem Thema Holocaust und Verfolgung etc. machen. Meine Hausaufgabe war die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus. Aber ist der ein Tabu? Oder ist das mehr und weniger flegelhafte Schimpfen über Juden,Read More

Posted On Juni 1, 2019By Die Redaktion

CrimeMag: Editorial Ausgabe Juni 2019

Herzlich willkommen! „tl;dr“ – Internet-Slang für too long; didn’t read – das Motto der re:publica19, ist bei uns außer Kraft. Bei uns haben die Texte die Länge, die sie brauchen – und Sie als Leserinnen und Leser kehren den ganzen Monat immer wieder in unseren Lesesaal zurück, das zeigen uns die Zugriffszahlen. Dennoch haben wir neben den beliebten „Bloody Chops“ jetzt neu die Rubrik „non fiction, kurz“ sowie schon eine ganze Weile die Rubrik „Schatzsuche“ für einen schnellen Überblick auf interessante Neuerscheinungen. Argumentativ ausführlich wie eh und je sieht unser USA-Korrespondent ThomasRead More

Posted On April 1, 2019By Die Redaktion

CrimeMag: Editorial Ausgabe April 2019

Herzlich willkommen! KrimisMachen 4 Ende September in Köln nimmt Gestalt an und wir können Ihnen einen ersten Programmüberblick präsentieren. Übrigens: Es gibt Frühbucher-Rabatt für dieses von vielen heißersehnte Branchentreffen, die Teilnehmerzahl insgesamt ist begrenzt. Unser USA-Korrespondent Thomas Adcock hat diesen Monat zu schlucken, denn „Prez Dodged a Bullet“. Robert Rescue begab sich für eine Kurzgeschichte in Gefahr, der Fotograf Carsten Klindt und die Berliner Polizistin Nadja Burkhardt waren wieder für Street Scenes – Street Crimes unterwegs. In unserem „schwarzen“ Schwerpunkt gibt Leonard Pitts Jr. („Grant Park“) Auskunft über die Schwierigkeit,Read More

Posted On März 4, 2019By Die Redaktion

CrimeMag: Editorial Ausgabe März 2019

Herzlich willkommen Gleich ein Termin zum Vormerken für Ihren Kalender: Freitag bis Sonntag, 27. bis 29. September 2019, heißt es Auf zu KrimisMachen 4 in Köln. Nach Berlin, Frankfurt und Hamburg trifft sich unsere Branche dort im Bürgerhaus Stollwerk zum vierten Mal zu einer Art Mainzer Tage der Krimikritik: Autoren, Kritiker, Verleger, Lektoren, Agenten, Produzenten, Wissenschaftler und Buchhändler bei einem hochkarätigen Symposium. Weitere Details demnächst hier. Die Ereignisse der Trump-Präsidentschaft veranlassen unseren USA-Korrespondenten Thomas Adcock dieses Mal zu einem Doppelschlag: Seine Essays „Billionaire Blues“ und „Reality TV“ schreiben die größteRead More

Posted On Februar 3, 2019By Die Redaktion

CrimeMag: Editorial Ausgabe Februar 2019

Herzlich willkommen Nach unserem Mammut-Jahresrückblick 2018 mit insgesamt 66 Autorinnen und Autoren melden wird uns jetzt mit einer dicken Februarausgabe zurück. WordPress hat unsere Arbeitsoberfläche modernisiert, hoffen wir auf nicht allzu viel Verschlimm-Besserung und wünschen Ihnen gute Lektüre auch auf dem Smartphone – oder wo immer. Thomas Adcock hält uns über die neusten Entwicklungen der größten Crime-Story der USA auf dem Laufenden („Get out!“), Robert Rescue konfrontiert seinen Geisterjäger Klaus Pelzer m0it den Smart-Home-Geräten des Grauens, Fotograf Carsten Klindt zeigt uns Street-Scenes und Markus Pohlmeyer „Die Sonne Chinas“ in denRead More

Posted On Februar 3, 2019By Hazel Rosenstrauch

Karel Poláček: Die Bezirksstadt

Trügerisches Idyll Hazel Rosenstrauch über ein Buch mit Nachhall Es gab einmal eine Zeit, die nicht gerast ist. Oder wie es in Karel Poláčeks Roman heißt: „Die Bezirksstadt ist mit Zeit angefüllt wie die Scheuern des Pharaos. Sie vergeht nicht.“ Wer wissen will, wie das war, „als man noch wusste, was sich gehört“, ist in der tschechischen Kleinstadt vor gut hundert Jahren gut aufgehoben. Dort sind die Häuser „dickleibig wie Buchteln“, das Personal ist übersichtlich, die Adjektive klingen vertraut und vertrauenserweckend: die Ziege ist störrisch, der Fluß fließt träge, FrüchteRead More

Posted On Dezember 16, 2018By Die Redaktion

CrimeMag: Editorial Ausgabe Dezember 2018

Herzlich Willkommen! Wir freuen uns, Ihnen mit Sara Grans Erzählung „Das Rätsel des Pilzgeflechts, das uns manchmal, hoffentlich, auffängt, wenn wir fallen“ eine exklusive Weihnachtsgeschichte präsentieren zu können und überbrücken damit die Zeit, bis Ende Februar ihr dritter Roman mit der ungewöhnlichen Detektivin Claire DeWitt erscheint: „Das Ende der Lügen“. Weihnachten ist auch die Zeit, an die „Die Hard“-Filme, an Bruce Willis und das ganze Franchising zu denken, das diese Filmreihe umgibt. Lutz Göllner ist dafür ein kundiger Scout. Robert Rescue verwöhnt uns mit einer neuen Geisterjäger-Geschichte: „Klaus Pelzer undRead More

Posted On Dezember 8, 2018By Die Redaktion

Editorial – Verlust-Special (Verlust DUE)

Willkommen zu unserem Verlust-Special DUE. Wie die Trauerarbeit gibt es auch eine Verlustarbeit. Sie sind Geschwister, die Verlustarbeit in ihrem vorsorgenden Teil arbeitet einer möglichen Trauer entgegen. „Der Kopf und die Kultur sind voll vom Verlorenen. Der Segen und das Verhängnis des Menschen: Dass er aus dem Verlust eine Produktivkraft gemacht hat“, schreibt Georg Seeßlen in seiner „Theorie des Verlustes“ – nachzulesen im Teil UNO unseres großes Verlust-Specials. Das Thema Verlust hat sich bei uns und unseren Autoren so vielgestaltig entwickelt, dass wir Ihnen dazu insgesamt 46 Beiträge präsentieren – 24 davonRead More

Posted On November 15, 2018By Alf Mayer

Alf Mayer: So viel Anfang war nie

Als die Gegenwart begann Alf Mayer über einige Bücher und den Nährboden des modernen Kriminalromans nach dem Zweiten Weltkrieg. Tobias Kühne: Das Netzwerk „Neu Beginnen“ und die Berliner SPD nach 1945. Berliner Beiträge zur Ideen- und Zeitgeschichte, Band 2. Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin 2018. Hardcover, 504 Seiten, 35 Euro. Verlagsinformationen. Elisabeth Åsbrink: 1947. Als die Gegenwart begann (1947, 2016). Aus dem Schwedischen von  Hedwig M. Binder, Verlag btb, München 2018. Taschenbuch, 256 Seiten, 10 Euro.Verlagsinformationen. Wolfgang Brenner: Die ersten hundert Tage. Reportagen vom deutsch-deutschen Neuanfang. Herder Verlag, Freiburg 2018. 288 Seiten, 24Read More

Posted On November 4, 2018By Die Redaktion

Editorial – Verlust-Special (Verlust UNO)

Willkommen zu unserem Verlust-Special UNO. Verlust ist überall. Er bestimmt uns mehr, als wir wissen (wollen). Wir selbst und die Kultur sind voll des Verlorenen. Zugespitzt lässt sich sagen: Kultur ist Umgang mit Verlust. Und wenn wir lieben, trauern wir auch, „that’s the deal“, betont gerade – absichtsvoll öffentlich – Nick Cave in seinen „Red Hand Files“. Die Idee zu diesem Verlust-Special war ein kleines Korn, entwickelte sich dann immer zwingender. Und breiter. Wir haben das Special zweigeteilt, lesen Sie hier nun die Beiträge unseres Verlust UNO, Anfang Dezember folgt dannRead More

Posted On Oktober 16, 2018By Die Redaktion

CrimeMag: Editorial Ausgabe Oktober 2018

Herzlich willkommen! Hier ist wieder eine mit 30 Beiträgen randvoll gefüllte Ausgabe. Auf der Buchmesse, das ist zu berichten, hat CrimeMag viel Zuspruch erfahren. Danke für all die Ermunterung, wir werden als Stimme der „Kriminalliteratur mit Anspruch“ wahrgenommen.   Besonders freut uns, dass gerade Autoren sich bei uns gut aufgehoben fühlen. Katja Bohnet vertraut uns ihre Schmähschrift gegen die Romantik im Kriminalroman an, Frank Göhre einen Auszug aus seinem „Montage Werk“; (nur) über uns können Sie sogar günstig an ein exklusives Exemplar gelangen. Rob Alef hat uns die Kurzgeschichte „Wir wissen allesRead More

Posted On Oktober 16, 2018By Hazel Rosenstrauch

KickAss: Political correctness

Von aufgeräumter Geschichte Hazel Rosenstrauch will lieber gar nicht erst anfangen … Neulich brachte mir eine Freundin einen Zeitungsausschnitt, es geht in dem Artikel um Christian Peter Beuth, Wirtschaftsreformer im Preußen des frühen 19. Jahrhunderts. Nach ihm ist eine Hochschule, eine Straße, auch eine Lokomotive benannt. 1981 prangte er auf einer Briefmarke, ein fescher Mann, der, wie ich in dem Artikel erfahre, als Manager, Kommunikator, Wissensvermittler auf vielerlei Wegen (unter anderem mittels Industriespionage) half, die preußische Wirtschaft in die Moderne zu hieven. Nun hat ein Forscher Dokumente gefunden, dass derRead More

Posted On Oktober 16, 2018By Georg Seesslen

Georg Seeßlen über Ingrid Mylo

Winkendes Kind im Kobaltkleid Ingrid Mylos Kunst des lyrischen Flanierens – von Georg Seeßlen  Was sind das für Zeiten, wo die Kunst des Flanierens verschwinden muss, weil im öffentlichen Raum nur noch Werbung, Kontrolle und Bürgerkrieg zu finden ist? Das Flanieren, ein achtsames, auch empfindsames Gehen durch den kultivierten Raum, mit offenen Augen und Ohren, und seine Widerspiegelung in der Kunst, das war einst die zartere praktische Poesie der Aufklärung in der Stadt. Privilegiert, vielleicht, denn Flanieren braucht Zeit, aber auch demokratisch in seiner Offenheit, kritisch in der Genauigkeit desRead More

Posted On September 16, 2018By Die Redaktion

CrimeMag: Editorial Ausgabe September 2018

Herzlich willkommen! Wieder ist es ein fettes Magazin geworden. 26 Texte warten auf Sie, dazu die von Claudia Fiedler besorgen Krimi-Termine, ein Krimi-Gedicht von Mark Knopfler und unsere „Schatzsuche“ ausgewählter Neuerscheinungen. Besonders freuen wir uns, Friedrich Ani als CrimeMag-Autor begrüßen zu können. Lesen Sie hier exklusiv seine Verneigung vor Cornell Woolrich, dessen 50. Todestag ansteht. Ebenfalls exklusiv verortet Klaus Theweleit den Roman „Foresta Nera“ von Friedemann Hahn in seine vor 40 Jahren erschienene große Studie „Männerphantasien“. Nur bei uns finden sie Tommy Schmidts Story „Tod nach Punkten“ und Robert RescuesRead More

Posted On Juni 3, 2018By Ute Cohen

Ute Cohen: Editorial TABU-Mag

Wollt ihr das totale Tabu? Ende der Achtziger: Das Tabu befindet sich im gesellschaftlichen Niedergang. Seit Jahrzehnten siecht es vor sich hin. Nach dem Einzug des Rock’n’Roll in Europa versetzten ihm die Achtundsechziger endgültigen einen Nackenschlag. Es folgte ein Abgesang auf Ordnung und Regelwerk. Punk und Postpunk versetzten der Zukunft einen Tritt in den Hintern. Fortan vegetierte das Tabu nur noch als Spiel vor sich hin. Bei Spieleabenden vergnügten sich die Prä-Millenials en privé mit der Erklärung von Tabubegriffen wie „Eisbär“. Ein Zähl- und ein Quietschmeister wachten gestreng über dieRead More

Posted On Mai 15, 2018By Die Redaktion

CrimeMag: Editorial Ausgabe Mai 2018

Herzlich willkommen! Wieder sind wir bei der 30 gelandet: So viele Beiträge erwarten Sie in unserem Mai-CrimeMag, Schwerpunkt: „Serielles Erzählen“. Überraschungen inklusive. Zunächst aber begrüßen wir herzlich die Polizistin Nadja Burkhardt und den Fotografen Carsten Klindt, die uns künftig mit „Street Scenes – Street Crimes“ versorgen.  Regel geworden ist bereits unsere neue Rubrik Schatzsuche, in der sie Hinweise auf interessante Crime-Neuerscheinungen finden, jetzt auch für Comics und Heimkino. Unser USA-Korrespondent Thomas Adcock verkündet: „Trump-Drunk.  ‘End Times’ for ‘Pipsqueak Putin’“. The one & only Robert Rescue erzählt mit „The real Neumünster Shit“ dieRead More

Posted On Mai 15, 2018By Hazel Rosenstrauch

Klassiker-Check: Das Ministerium der Schmerzen

Scharf und bissig und immer noch aktuell Hazel Rosenstrauch hat den Roman von Dubravka Ugresic noch einmal gelesen. Neulich sah ich bei einem Trödler – mehr aus dem Augenwinkel, als kramend – ein Buch von Dubravka Ugresic. Das Ministerium der Schmerzen. Da ich andere Bücher von ihr kenne und schätze, erstand ich es für  3,00 Euro. Es ist 2004 im Original, auf deutsch 2005 und als Taschenbuch 2007 erschienen. Gott, Göttin, ist das lange her. So lange, dass damals nicht Syrer und Afghanen, sondern Bosnier, Kroaten, Serben, Mazedonier und „Mischlinge“ aus allRead More

Posted On April 14, 2018By Die Redaktion

CrimeMag: Editorial Ausgabe April 2018

Herzlich willkommen! Die 29 scheint unsere Zahl zu sein. Wie im letzten Monat bieten wir Ihnen auch dieses Mal wieder fünfundzwanzig fundierte Beiträge, zusätzlich zu unserem Krimigedicht, den Krimi-Veranstaltungen und der Schatzsuche mit interessanten Neuerscheinungen, ab sofort auch mit Comics und Heimkino, empfohlen von Katrin Doerksen und Thomas Groh. Unser USA-Korrespondent Thomas Adcock hat ein „Déjà Vu“, Ute Cohen  wagt sich an zwei Bücher über Gewalt & Frauen: „Peach“ von Emma Glass und „Nichts, was uns passiert“ von Bettina Wilpert.  Marcus Pohlmeyer denkt über Stephen Hawking und andere kosmische Träume(r)Read More