Search Result for Markus Pohlmeyer

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Prolog                                                                „Im Anfang war das Wort, / und das Wort war bei Gott, / und das Wort war Gott.“[1] „Die Benennung von Dingen, die »der erste Anfang der Rede ist« (RV X 71,1), läßt diese erst ins Dasein treten. So ist die Göttin Vāc, zumindest in den Augen der Dichter,   die eigentliche Schöpferin der Welt.“[2] Das Problem Der Titel könnte entweder eine neue These formulieren (die im Grunde gar nicht so neu ist) oder einfach nur das Interesse der geneigten Leserschaft gewinnen wollen, aber sich bei näherer Analyse verflüchtigen.Read More
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Gedanken zu Blake Crouch: Dark Matter. Der Zeitenläufer.[1] Von Markus Pohlmeyer Angenommen, es gäbe ein Multiversum (was theoretisch plausibel, aber experimentell schwer zu beweisen ist), und angenommen, ein Wissenschaftler könnte eine Vorrichtung finden, in die verschiedenen Universen/Multiversen zu wechseln. Das ist der quantenmechanische Minimalbauplan von Dark Matter. (Tun wir so, als ob!) Hieraus entwickelt sich die ethische Grundfrage des Romans: nach der (Un)Zufriedenheit mit dem eigenen Leben. Warum habe ich diese und nicht andere Entscheidungen getroffen? Wäre ich jetzt glücklicher, was habe ich aufgegeben, wen gewonnen und verloren wen? Was, wennRead More
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I Donna Daisy und Sancho Duck – Remythologisierungsversuche  „Die Ritterin und ihr Knappe“[1] ist eine wunderbare alternative history- und gender-story: Daisy (in der echten postmodernen Entenhausener Realität Donalds Verlobte, ja genau, die Verlobte von diesem Alltagsversager, der als Phantomias und Geheimagent regelmäßig die Welt retten muss). Daisy hier nun in der Rolle von Arthus und Donald als Knappe, durchaus mit dem Potential eines Sancho Panza! Wunderbar, wie Daisy beherzt das Schwert aus dem Stein zieht. Donald: „Aber sie ist ein Weib[2]! Geht das?“ Stimme: „Heutigentags geht alles.“[3] Also das berühmteRead More
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Posted On August 15, 2017By Markus Pohlmeyer

Essay: Markus Pohlmeyers Kommentar zu „Arrival“

Arrival. Ein kurzer hermeneutischer Kommentar von Markus Pohlmeyer Prolog  I „Die Geschichte deines Lebens“[1] von Ted Chiang verbindet eine tiefe und tief traurige Mutter-Tochter-Geschichte mit der Ankunft von Außerirdischen. Privates scheint Welthistorischem gegenüber zu stehen: und doch wirkt dies alles ineinander! Chiang übernimmt Prinzipien der Quantenwelt (Mikrokosmos) als ontologischen Bauplan seiner Geschichte (Makrokosmos). Die Story transformiert sich zu einer großen Metapher, d.h. Allegorie, des Quantenkosmos. Darum: Anfang und Ende in der gewohnten Reihenfolge? Für die Quantenelektrodynamik scheint das ohne Belang, z.B.: „Das Elektron emittiert ein Photon, eilt in der ZeitRead More
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Posted On Juni 15, 2017By Markus Pohlmeyer

Essay: Markus Pohlmeyer: Alien: Covenant – Schwanengesang

Alien: Covenant – Schwanengesang. Ein Essay. Von Markus Pohlmeyer Ridley Scott hat es mir nicht leicht gemacht: ein Meisterwerk erwartend, sah ich Alien: Covenant (2017)! Der Film hätte ein Science Fiction sein können, hätte er sich dafür entschieden. Oder Horror, die Anlagen waren da. Hm. Oder innovativ – um zu zeigen, dass Kino noch was könne – im Angesichte von Serien, die sich mit Überlichtgeschwindigkeit auf der Überholspur bewegen und das Kino mittlerweile mehrfach überrunden. Also was sah ich? Klassische Elemente von Science Fiction: zusammengewürfelt! mad scientist-Variationen[1], festgemacht am AndroidenRead More
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Posted On Mai 15, 2017By Markus Pohlmeyer

Essay: Markus Pohlmeyer über Game of Thrones

GoT – Minimale Meditationen Von Markus Pohlmeyer Prolog Tyrion Lennister – Zwerg, Killermaschine, Super-Liebhaber, witzig, frech, Kampftrinker und Analytiker – bringt den Inhalt einer der weltweit bekanntesten Serien (und Roman-Folgen) wie immer gnadenlos auf den Punkt: „Kronen stellen seltsame Dinge mit den Köpfen darunter an.“[1] Damit wäre alles über die Weltgeschichte und diese Serie gesagt – und der Essay könnte hier enden. Aber es liegt am Wie. Autoren stellen schon seltsame Dinge mit Texten an. Schauriges und Blablabla Die Geschichte hebt an mit einem ständig betrunkenen König und einem Inzestdrama zwischenRead More
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Die Neue Welt oder Lucky Luke: Das gelobte Land Von Markus Pohlmeyer Prolog Erstes Bild des neuen Lucky Luke-Bandes[1]: der Titel ragt in eine friedliche Viehherde; Jolly Jumper grast; Lucky Luke unter einem Baum, mit einem Strohhalm im Mund[2] – und in der Gedankenblase: „Herrlich, dieses einsame Leben fernab von jedem unnützen Geschwätz …“[3]; und rechts unten, in einer gelben Raute: „Der Westen… unendliche Weiten … Nichts als Natur …“[4] (Okay, der Weltraum … unendliche Weiten …; Western und Science Fiction als die zwei Großnarrationen der Postmoderne![5]) In jene IdylleRead More
Joris Hoefnagel, illuminator

Posted On März 31, 2017By Markus Pohlmeyer

Essay: Markus Pohlmeyer. Auf dem Weg zum Essay

Auf dem Weg zum Essay. Ein Essay In einem schönen Nachtrag zu unserm Special Essay Special einige Gedanken von Markus Pohlmeyer, überaus produktiver Essayist bei Culturmag, zur Verfertigung des Essay an sich. Wir leben in einem intertextuellen Zitaten-Multiversum – das ist schön und anstrengend zugleich (man könnte ja jemanden überlesen, überhört, übersehen haben)! Aber ich, der Einzelne, freue mich, daran partizipieren zu können. Ohne mühselig durch Europa auf der Suche nach Handschriften zu reisen, um diese dann in Bibliotheken abzuschreiben. Cicero und Seneca gibt es heute einfacher. Dennoch und wieRead More
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Posted On Januar 15, 2017By Markus Pohlmeyer

Essay: Markus Pohlmeyer: Star Wars: Rogue One

Kritische Gedanken zu einer neuen Weltreligion von Markus Pohlmeyer Was habe ich gesehen, wenn ich Star Wars schaue? Ein synästhetisches Gesamtkunstwerk? Oder geradezu alle Sinne narkotisierend? „The gratifyingly spectacular special effects and martial music hypnotize the audience into uncritical acceptance of the basically absurd, deliberately PULP-MAGAZINE-style conflict between Good and Evil.“[1] Meinen Studierenden pflege ich gelegentlich zu sagen: die momentan bekannteste globale Religion sei eben nun mal Star Wars. Und dann geht es los: warum eigentlich? Säkularisierung, Mythenproduktionsstopp, Mythopoetik, In-Geschichten-Verstrickt-Sein, Money-Making-Machines der Popkultur, US-amerikanischer Imperialismus, Science Fiction ist Religion![2] Etc.Read More
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Posted On Dezember 15, 2016By Markus Pohlmeyer

Essay: Markus Pohlmeyer: Kierkegaard und die Atombombe

Kierkegaard: Naturalismus oder Gott in „Manh(a)ttan“ Kierkekaard im CrimeMag? Aber hallo! Man muss ihn ja nicht unbedingt als Früh-Existentialisten sehen (Stichwort: Albert Camus und der roman noir), aber der dänische Denker hat sich mit erfreulicher Radikalität und Originalität mit einschlägigen Fragen herumgeprügelt: Mit Tod und Sterben, mit Gut und Böse, mit Gewißheiten und Zweifel. Wie man sein Denken auch heute noch für die Diskussion Populärer Kultur fruchtbar machen (oder muß?), demonstriert Markus Pohlmeyer. I Kierkegaard und die Naturwissenschaften „Was die Wissenschaft eben so schwierig macht, übersieht man ganz. Man nimmtRead More
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Posted On Dezember 2, 2016By Markus Pohlmeyer

Essay: Markus Pohlmeyer über den Ursprung von Weihnachten

Weihnachten: antik und globalisiert[1] Markus Pohlmeyer über die Geschichte von Weihnachten und die Entwicklung vom antiken Sonnenkult zum globalen Fest. Prolog Zur Wortgeschichte: „Im deutschen Sprachraum hat sich seit dem 12. Jahrhundert der Name Weihnachten eingebürgert. Er geht auf einen vorchristlichen Brauch zurück, die zwölf Nächte um die Jahreswende vom 24. Dezember bis zum 6. Januar als ‚geweihte‘ beziehungsweise heilige Nächte (mittelhochdeutsch wihen nahten), das heißt als Losnächte um Wintersonnenwende und Jahreswechsel, in besonderer Weise zu begehen. In der Bezeichnung der geweihten, heiligen Nacht lässt sich aber auch eine christlicheRead More
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Posted On Oktober 15, 2016By Markus Pohlmeyer

Essay: Markus Pohlmeyer: Borgia und Machiavelli

Borgia – oder wie ein Papst und seine Familie für Machiavelli Modell standen – Essay von Marcus Pohlmeyer Prolog Der englische Untertitel von Borgia (3. Staffel/2016)[1] ist sehr gut gewählt:  Triumph and Oblivion. Da ist der anfängliche Siegeszug Cesare Borgias durch Italien und dann das unbarmherzige Ausgelöscht-Werden, die folgende damnatio memoriae dieser Familie. „Nach dem Tod Alexanders VI. weinte den Borgia dort [in der Romagna; Anm. MP] kaum jemand eine Träne nach. So lautet das Fazit, dass Machiavelli aus dem irrlichternden Glücksritter und Desperado Cesare Borgia bei aller Kritik etwasRead More
Echnaton
Markus Pohlmeyer hat sich Thomas Manns „Joseph und seine Brüder“, der Entstehung des Monotheismus in der Enität Echnaton – Aton und der menschlichen Individuationsgeschichte gewidmet. Hochaktuell, weil: „Echnaton war vielleicht der erste Fundamentalist der Geschichte und ist deshalb gerade heute wieder eine sehr aktuelle Gestalt, der man in aller Kritik Respekt und Sympathie schwer versagen kann.“ Aber Monotheismus und Gewalt stehen in einem prekären Verhältnis. Einleitung Echnaton verfasste ungefähr 1345 v. Chr. den kleinen und großen Sonnenhymnus.[1] 1933 erschien der erste Band der Josephs-Tetralogie, der vierte und letzte Band 1943.[2]Read More
Illustration von Charles R. Knight
Einsam in den mesozoischen Sonnenuntergang Der einsame Held kommt aus der Wüste, betritt den Saloon, sieht eine schöne Lady, wird ihr Beschützer, besiegt seine Feinde … und zieht wieder einsam in den Sonnenuntergang … frei und herrenlos. Und lässt ein gebrochenes Herz zurück. 1. Am Anfang schuf Gott die Dinosaurier Mein erstes Dinosaurier-Buch schrieb/malte ich 1978, ein DIN-A4-Heft wurde dafür umfunktioniert. Weitere DIN-A4-Hefte sollten folgen. Ich war gerade 9 Jahre alt – in kosmischen Maßstäben ca. 13, 5 Milliarden Jahre nach dem Urknall, aber noch vor dem Internet. Ein HeftchenRead More
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  corruptissima re publica plurimae leges[1] Tacitus, ann. III, 27 Für meinen Bruder Alexander …, der mir diese Serie empfahl, die ich zuerst skeptisch rezipiert, dann zunehmend begeistert verschlungen habe – bis zum Aufschrei: Wieso nur fünf Staffeln? (Dazu ein Herausgeber eines gewissen Internet-Magazins: dies wäre sein Sargnagel, Schlaf gestrichen!) Der Serientitel Person of Interest (ab 2011) könnte auch übersetzt werden mit: eine Person von Relevanz. Der Ausgang bleibt noch offen, da ich mich erst (leider schon) in der 4. Staffel befinde. Darum hier nur ein Zwischenbericht. Ein Essay istRead More
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Posted On Mai 3, 2016By Markus Pohlmeyer

Essay: Markus Pohlmeyer über Edgar Reitzʾ„Heimat“

Kunst, eine deutsche Tragödie. Gedanken zu Edgar Reitzʾ Meisternarrativ „Heimat“. Von Markus Pohlmeyer Aus der einzigartigen Serie „Heimat“ von Edgar Reitz möchte ich einige Aspekte zum Thema Kunst herausgreifen.[1] Heimat 1 umfasst die Enden des Ersten und Zweiten Weltkrieges, angesiedelt in einem Hunsrücker Utopia namens „Schabbach“. Heimat 2, in der Großstadt München, entwirft auf dem Hintergrund der Nachkriegszeit eine Künstlerbiographie – anhand des Werdeganges des Komponisten Herman Simon. Dieser beginnt experimentell, avantgardistisch, alle Klänge scheinen irgendwann tatsächlich technisch übersetzbar, machbar zu sein. Musik wird Technik. Am Ende überlebt nur derRead More
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Posted On April 1, 2016By Markus Pohlmeyer

Essay: Markus Pohlmeyer über Wilhelm Schapp

Kein Außerhalb von Geschichten -Ein Essay zur Hermeneutik von Wilhelm Schapp. Von Markus Pohlmeyer Prolog Die Rezeption von Wilhelm Schapps Büchern verlief nicht einfach, unter anderem auch weil er jenseits einer universitären Institution philosophierte. Hermann Lübbe erinnert sich an die Antwort Schapps „von anspruchsvoller Bescheidenheit“, warum er „den Beruf des Juristen“ ergriffen habe: „Die Philosophie, in der er sich einigermaßen sicher bewegen zu können glaube, hätte doch ihrem Umfang nach niemals für eine dreißigjährige Dozententätigkeit ausreichen können.“[1] Geschichtenhermeneutik als Anthropologie Was ist ein Essay? Ein Versuch, im denkerischen Experimentieren zuRead More
Donald Duck_Gefährliche Galaxien
Die Reise des Helden und Donald Duck – Ein Essay von Markus Pohlmeyer. Star Wars VII wäre ohne die Optik und Han Solo verloren gewesen, fast nur eine ängstliche Kopie von Episode IV nach dem Desaster von I – III. Star Wars ist die Geschichte eines Milliarden-Geschäftes und des Eingangs von sog. Hochkultur in die sog. Popkultur und davon, was für ein großartiges Kunstwerk daraus hätte werden können. Vielleicht wurde daraus auch ein Milliarden-Geschäft, weil eben die sog. Hochkultur in die sog. Popkultur integriert und übersetzt wurde. Walt Disney LustigesRead More
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Posted On Dezember 5, 2015By Markus Pohlmeyer

Essay: Markus Pohlmeyer über Woody Allens „Midnight in Paris“

Film. Fiktion. Philosophie Woody Allen und Philosophie. Ein Essay von Markus Pohlmeyer. Kunst und Literatur, das ist gut vorzustellen. Aber Philosophie und Film?, also Philosophie im Film – und nicht eine Philosophie des Films –, während doch das genuine Forum der Philosophie: der athenische Marktplatz, der Hörsaal, der Seminarraum, das Symposion und vor allem das Buch vertrauter scheinen. Vittorio Hösle diagnostiziert, dass philosophische „Themen in Allens Filmen auf zwei unterschiedlichen Niveaus wichtig“ seien: „[…E]inerseits gibt es ständige Anspielungen auf philosophische Probleme in seinen Wortspielen und Witzen […]; andererseits konzentrieren sichRead More
Asterix – Der Papyrus des Caesar

Posted On November 4, 2015By Markus Pohlmeyer

Essay: Markus Pohlmeyer über den neuen „Asterix“

„Asterix – Der Papyrus des Caesar“: (M)Ein Kommentar — Für Boris Grimm, meinen Mentor, einen Lateinlehrer aus Leidenschaft! Cäsar Wann begegnete mir zum ersten Mal Caesar? Der Caesar! Es war keineswegs im Lateinunterricht, bei der obligatorischen, vollkommen unzutreffend als einfach charakterisierten Anfangslektüre seines Gallischen Krieges (Bellum Gallicum), nein, es war bei: Asterix! Unbeugsame Gallier machen es dem großen Rom und seinem fast unbesiegbaren Diktator schwer – mit Zaubertrank, Witz, Humor und Ironie. Manchmal hilft sogar das Trio um Asterix, Obelix und Idefix dem Feind Caesar, verschafft ihm beispielsweise den SiegRead More
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Ein Besuch am Set von Büttenwarder. Prolog: Als ich 2007 nach Flensburg kam, kannte ich „Neues aus Büttenwarder“ nicht. 2015 wurde ich im April zu den neuen Dreharbeiten eingeladen, saß im Sonnenschein vor dem Dorfkrug, aß zusammen mit dem Filmteam und sprach mit verschiedenen Schauspielern. Wie selbstverständlich, wie unkompliziert, und mit großer Gastlichkeit empfangen! Und sofort verwickelte mich ‚Killerkralle‘-Kuno (im echten Leben spielt er Sven Walser) in eine Diskussion über die postmodernen, popkulturellen Perspektiven bzw. Implikationen und dystopisch-dekonstruktivistischen Dimensionen von Science Fiction im Kontext des Büttenwarder-Kosmos. Peter Heinrich Brix, gespieltRead More
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Markus Pohlmeyer treibt sich mal wieder rum – zwischen den Genres, zwischen Philosophie, zwischen Theologie und Populärer Kultur. Sein heutiger Essay geht von Ann Leckies Roman „Die Maschinen“ aus und reicht mühelos vom Imperium Roman bis zu Goethes Iphigenie. Lassen Sie sich vergnüglich bilden …. 1) Kauf mich! Das Cover von Die Maschinen. Ein Roman aus der fernen Zukunft[1] (engl. Ancillary Justice. Sinngemäß: Hilfseinheitengerechtigkeit), von Ann Leckie ziert eine beeindruckende Liste von gewonnenen Auszeichnungen: Arthur C. Clarke Award, Hugo Award, Nebula Award … Fortsetzung der Liste siehe bitte Rückseite, dieRead More
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Posted On April 25, 2015By Markus Pohlmeyer

Essay: Markus Pohlmeyer zum Status von Science Fiction

Science Fiction: poetologische Versuche CrimeMag kümmert sich traditionellerweise auch um die Nachbargenres. Hier ein Essay zur Science Fiction von Markus Pohlmeyer. „Aufbruch Herbstsonne liegt auf der Fensterbank, Geruch von Rauch in der Luft; Feuerholz ist aufgeschichtet; Behaglichkeit. Noch diesen Winter werden wir die Erde verlassen; ihr im Brüllen der Motoren, ich auf stillere Art.“[1] I ENZENSBERGER und der Mut zur Anarchie Science Fiction[2], das ist Pop, das ist Postmoderne, aber auch und vor allem: Poesie. Und einen a(na)rchaischen Schritt weiter: das Buch bleibt meiner Meinung nach weiterhin immer noch dieRead More
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Posted On April 18, 2015By Markus Pohlmeyer

Essay: Markus Pohlmeyer über Europa und Religion

Gedanken über Europa und Religion – Skizzen von Markus Pohlmeyer Universalität Die Dramatik und Tragik vieler Religionen scheint in einem strukturellen Baufehler, einem antagonistischen Dualismus zu liegen – aufgrund einer zweifachen Abgrenzungsdynamik nach innen hin und gegen außen, die oft in psychischer und physischer Gewalt eskaliert(e).[1] Ulrich Beck beispielsweise spricht von den zwei Gesichtern einer Religion: „Das Neue Testament sagt: ‚Vor Gott sind alle gleich‘ (vgl. Gal 3,28 f.). Diese Gleichheit, diese Aufhebung der Grenzen, die Menschen, Gruppen, Gesellschaften, Kulturen trennen, ist die Gesellschaftsgrundlage der (christlichen) Religion. Die Folge allerdingsRead More
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Posted On März 21, 2015By Markus Pohlmeyer

Essay: Gedanken zur Theodizee von Markus Pohlmeyer

„Der missversteht die Himmlischen …“ Kriminalliteratur hat immer mit den „letzten Dingen“ zu tun. Mit Gewalt, Verbrechen, Tod und Elend. Wie kann Gott so etwas zulassen? Oder: Wo steckt inmitten all des Chaos und der Kontigenz hinieden der Sinn des Lebens? Überall in der populären Kultur? Markus Pohlmeyer zur Theodizee. Popkulturelle Spuren Eine humorvolle, popkulturelle Annäherung an die Theodizee-Problematik könnte so lauten: „Ich glaube, dass Donald Duck ein Träumer ist, ein Poet – und deshalb ein Pechvogel.“[1] Donald ist ein Alltagsarchetyp, eine Ente, pardon, ein Mensch wie du und ich,Read More
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Posted On Dezember 17, 2014By Markus Pohlmeyer

Essay: Markus Pohlmeyer über Neues aus Büttenwarder

Apokalypsen der Moderne am Ende der Welt oder: „Neues aus Büttenwarder“– Lokale Beispiele mit globalem Modellcharakter. Essay und Satire, von Markus Pohlmeyer. I Mentalitätsgeographisches Es war einmal eine Gemeinschaft, gelegen im fernen Norden Deutschland, regiert von einem korrupten und intriganten Bürgermeister (Mitglied einer nicht näher genannten Volkspartei) – durchaus mit einem Hang zum Nepotismus; die Untertanen, pardon: die demokratisch mündigen Bürger, sind meistens verarmte Bauern; darunter ein Stallknecht und ein Gastwirt. Kuno, der Knecht, bewegt sich auf dem Bildungsniveau eines Grundschülers, und Shorty, der Wirt, ist ein mehrfaches Scheidungsopfer. BildungRead More