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Posted On Mai 6, 2017By Jörn Borges

Lena Gorelik: Mehr schwarz als lila

Über die Freundschaft – Lena Goreliks Roman „Mehr Schwarz als Lila“ führt authentisch durch das pubertäre Gefühlsleben ihrer Protagonisten. Das sind keine normalen Jugendlichen. Aber warum soll es nicht auch unter ihnen Intellektuelle geben, die ihre Orientierung nicht bei Nintendo sondern bei Nietzsche finden. Eingängig und pointiert, bisweilen poetisch lässt Groelik ihre Heldin Alex die Geschichte ihrer Freundschaft zu Paul und Ratte erzählen. Sie stehen kurz vor dem Abitur. Die Schule brauchen sie nicht mehr, bis der neue Referendar ihr Interesse weckt. Seine Persönlichkeit hebt sich deutlich vom blassen HintergrundRead More
Absurdtragikomisch Neuer Ohrenschmaus von Nora Gomringer und Philipp Scholz. Von Jörn Borges Einen wahren Ohrenschmaus hat Nora Gomringer mit dem Percussionisten Philipp Scholz mit ihrer neuen Hör-Cd „Peng, Peng, Peng“ angerichtet. Ein Gemisch aus Komik und Tragik. Einen Ausflug in das Absurde und eine Hommage an von ihr verehrte Vorbilder. All das setzt Nora Gomringer sprecherisch und gesanglich (etwa Dorothy Parkers „Frustration“) grandios in Szene. Gomringer lässt im Kopf des Hörers Bilder voller Komik und Tragik entstehen. Jedes Wort sitzt. Jeder Satz ist stimmig. Nach der Selbstverständigung „Wie soll ichRead More

Posted On Oktober 15, 2016By Die Redaktion

CrimeMag: Editorial Ausgabe Oktober 2016

Herzlich willkommen zu unserer Oktoberausgabe 2016 – Wieder liegen viele Eisen in unserem CrimeMag-Feuer, damit Sie es zuhause warm und erkenntnisreich haben. Sonja Hartl hat Carlo Bonini zum Start des Film „Suburra“ unter anderem danach gefragt, warum der Kriminalroman die beste Art und Weise ist, eine Gesellschaft zu beschreiben. Unser USA-Kolumnist Thomas Adcock hat außer der Reihe geschrieben (siehe hier), zusätzlich erklärt uns Joe R. Lansdale, warum seine Nachbarn in Ost-Texas Donald Trump wählen werden. Das frisch bei CulturBooks erschienene Gesamtwerk unseres unvergessenen Carlo Schäfer wird Ihnen von Jörn Borges nahegebracht.Read More

Posted On Oktober 15, 2016By Jörn Borges

Erzählungen: Carlo Schäfer: Schmutz, Katz & Co

Bitterböser Humor im Kampf gegen die Leere Von Jörn Borges Spätestens seit Harpe Kerkeling wissen wir es: Wir leben in einer Zeit der Witzigkeit. Die Spannweite des Massengeschmacks erstreckt sich von der stadionfüllenden Dummbeutelhaftigkeit sogenannter Comedians bis hin zum ironischen Unterhaltungsroman vom Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg. Was sich da satirisch nennt, regt zum Schmunzeln an. Der Sonderling, der Kautz unterhält uns eine Zeit lang mit den Absurditäten des Lebens. Die Botschaft ist dabei klar: Wir sehen es bei Herrn Lehman und bei Onno Viets. Am Ende gibt esRead More

Posted On Juli 5, 2016By Joern Borges

Roman: Peter Carey: Amnesie

Elektronischen Medien als Waffe mit Suchtpotential – Damit nichts vergessen wird. Peter Carey schafft einen Polit-Thriller über die Hacker-Szene mit überraschendem Ausgang. Von Jörn Borges Zu Anfang hat Felix Moore alles verloren. Der linke Enthüllungsjournalist wird rechtmäßig verurteilt. Sein Buch wird eingestampft. Sein finanzieller Ruin ist durch eine Schadensersatzforderung besiegelt. Seine Frau wendet sich endgültig von ihm ab. Er befindet sich also in genau dem Stadium, in dem er perfekt in die Intrige eines alten Freundes passt. Er soll die Tochter einer früheren Freundin retten. Ihr wird vorgeworfen, mit einemRead More

Posted On April 2, 2016By Die Redaktion

CulturMag, Ausgabe vom 1. April 2016

Liebes CulturMag-Publikum, – herzlich willkommen zur Doppelausgabe von LitMag und MusikMag im April 2016! Das nächste CrimeMag wird am 15. April erscheinen. Und jetzt schnell los, denn wir haben ein volles Programm: 90.000 Neuerscheinungen gibt es jedes Jahr auf dem deutschen Buchmarkt. Viel zu viele! Ein guter Grund für Michael Höfler, zu versuchen, sein neues Buchprojekt „100 Gründe, keine Bücher mehr zu schreiben“, auf der Leipziger Buchmesse unter die Verleger zu bringen. Ein Bericht. Mehr Transparenz wird häufig gefordert, wenn es um Juryentscheidungen geht. Die gibt es bei uns: DreiRead More

Posted On April 1, 2016By Joern Borges

Roman: Orhan Pamuk: Diese Fremdheit in mir

Enttäuschte Sehnsucht – Geschichte in Geschichten – Orhan Pamuk gibt mit seinem neuen Roman „Diese Fremdheit in mir“ einen ebenso mitreißenden wie auch tiefen Einblick in die politischen Umwälzungen der Türkei der letzten 30 Jahre. Dies geschieht fast nebensächlich. Im Zentrum stehen bei ihm die Menschen und ihre Geschichten in der Mega-City Istanbul. Von Jörn Borges. Pamuk beginnt mit dem aufregendsten Moment im Leben seines Helden Mevlut. Der entführt mit Hilfe seines Cousins Süleyman seine Angebetete und wird hierbei bereits das erste Mal das Opfer einer familiären Intrige. Durch die atmosphärischRead More

Posted On April 1, 2016By Die Redaktion

LitBits: Kurze Besprechungen neuer Bücher

Neue Bücher von Henning Ahrens, Boris Fishman, Rolf Rietzler, Karsten Lampe, Joachim Meyerhoff, Gary Shteyngart, Patrizia Nanz, Claus Leggewie, Hallgrímur Helgason, Michael O’Neill, Hellmut Lemmer, Hans Herbert Grimm, Shida Bazyar und Orna Donath – besprochen von Alf Mayer (AM), Michael Höfler (MH), Karsten Herrmann (KH), Bruno Arich-Gerz (BAG), Jörn Borges (JB), Zoë Beck (ZB) und Ulrich Noller (UN). Die Heimat und der böse Wolf (KH) – Ein wagemutiges, poetisch-märchenhaftes Stück Literatur legt der auch als Lyriker und Übersetzer tätige Henning Ahrens mit „Glantz & Gloria“ vor und nimmt dabei zugleich dasRead More
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Posted On Oktober 9, 2013By Redaktion CM

CULTurMAG, Ausgabe vom 9.10.2013

Liebes CULTurMAG-Publikum, herzlich willkommen zur neuen Doppelausgabe von LitMag und MusikMag. Unsere Themen: Film – Wolfram Schütte über Edgar Reitz‘ vierstündigen Film „Die andere Heimat“, der die Vorgeschichte seiner monumentalen „Heimat“-Reihe erzählt. Comic – Hanspeter Ludwig über den Endzeit-Sammel- und Gemeinschaftsband „Die Toten“. Literatur: Andreas Pittler über Ivica Djikics Roman „Ich träumte von Elefanten“, Ronald Klein über Ronald Klein über Sebastian Lehmanns Debütroman „Genau mein Beutelschema“, Jörn Borges über Zoe Jennys Erzählungen „Spätestens Morgen“ und Senta Wagner über Andreas Unterwegers Notizen „Das kostbarste aller Geschenke“. Musik – hat Christina MohrRead More
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Posted On Oktober 9, 2013By Joern Borges

Zoe Jenny: Spätestens Morgen

Warum wir nicht zu einander finden können – Der neue Kurzgeschichtenband „Spätestens Morgen“ von Zoe Jenny irritiert zunächst durch seinen altrosa Einband. In Weichzeichner gehaucht geht eine junge Frau in weißem Kleid über eine morgendliche Wiese. Die für das „Blütenstaubzimmer“ zu Recht wegen ihres klaren Sprachstils gelobte Autorin zeigt sich auf dem Klappentext in Herzchenbluse. Das lässt Schlimmes ahnen – doch es ist eine falsche Fährte: Es geht es in den Kurzgeschichten nicht um Herzschmerz, sondern eher um die Beschreibung der Unfähigkeit, eine Beziehung aufzubauen. Von Jörn Borges Jenny beginntRead More
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Posted On September 4, 2013By Joern Borges

Thomas Brasch: Die nennen das Schrei. Gesammelte Gedichte

Thomas Braschs zärtlicher Ziegelstein – Gesamtausgaben nerven. Sie sind schwer, kleingedruckt und gerade im Lyrikbereich erschlagen sie einen. Thomas Braschs gesammelte Gedichte „Die nennen das Schrei“ sollte man sich trotzdem zulegen. Einmal wäre es schade, wenn die Gedichte des 2001 viel zu früh verstorbenen Dramatikers  vergessen würden. Zum anderen lässt  der von Martina Hanf und Kristin Schulz hervorragend recherchierte Anhang das enge Geflecht von persönlichen Beziehungen und  politischem Hintergrund entstehen, auf dem Braschs Gedichte über 40 Jahre  gewachsen sind. Von Jörn Borges. Brasch, Kind kommunistischer Führungskader der DDR, begehrt gegenRead More
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Posted On Januar 9, 2013By Joern Borges

Bas Böttcher: Vorübergehende Schönheit

Bas Böttchers Vielseitingitis – Als Mitbegründer der deutschsprachigen Poetry-Slam-Szene ist Bas Böttcher seit Anfang der 90er-Jahre eine feste Größe in der Literaturszene. Nicht nur live präsentiert sich der Meister des Sprachwitzes dabei in Topform, wie die nun erschienene erste umfassende Sammlung seiner Sprechtexte beweist. Von Jörn Borges Sein neuer Band „Vorübergehende Schönheit“ ist jedoch mehr als nur schmissiges Sprachspiel. Es geht um die Schönheit des Augenblicks: „Für die vorübergehende Schönheit, die anhaltende Zeit sie passiert dir, sie passiert dich im Vorbeigehen ein Blitzen, das bleibt.“ Es geht um das LaufenRead More
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Posted On Dezember 21, 2012By Die Redaktion

CM-Jahreshighlights 2012, Teil I (A–G)

Liebe Leserinnen und Leser von CULTurMAG, kurz vor den Feiertagen präsentieren wir Ihnen auch in diesem Jar wieder den Megagiga-XXXXL-Extra-Large-Jahresrückblick in drei Teilen (zu Teil II und Teil III) – chaotisch, unterhaltsam, entspannt – die Tops & Flops von LitMag, MusikMag & CrimeMag, wie über vierzig (!!!) unserer Autorinnen und Autoren das Jahr 2012 sahen: Bücher, Filme, Musik, TV, Kino, Alltag und Wahnsinn … ungeordnet, unabhängig, undogmatisch. CULTurMAG ist morgen noch einmal mit dem CrimeMag und dann ab dem 9. Januar wieder für Sie da – feiern Sie schön, erholen SieRead More
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Posted On April 18, 2012By Die Redaktion

CULTurMAG, Ausgabe vom 18.4.12

Liebes CULTurMAG-Publikum, willkommen bei der Doppelausgabe von LitMag und MusikMag:  Ein Jahr lang hat Charlotte von Bausznern die künstlerische Arbeit von Brad Downey begleitet und dabei ihren Blick auf die Stadt, auf die Ordnung der Dinge und Gewohnheiten des Sehens zunehmend verändert. In einem zweiteiligen Beitrag erzählt sie uns von Streetart und einem ganz besonderen Dialog mit dem amerikanischen Künstler. Dazu hat sich Christina Mohr zwei Kunstbände angesehen: Pipilotti Rists „Augapfelmassage“ und Sandra Danickes „Kunst versteht keine Sau“. Sterne kennen Sie, klar, Planeten auch. Aber haben Sie schon einmal etwasRead More
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Posted On April 18, 2012By Joern Borges

Lydia Daher: Insgesamt so, diese Welt

Schweben in brüchiger Welt – „Insgesamt so, diese Welt“ klingt nicht gerade nach einer Festlegung. Eher nach einem „Irgendwie“ einer lauwarmen Unterhaltung in einem Berliner Bistro. Der erste Eindruck täuscht jedoch. Lydia Daher ist eines ganz gewiss nicht: Eine Vertreterin von hübscher Beliebigkeit. Das erfährt man bereits beim Lesen des Titelgedichts ihres neuen Lyrikbands. Von Jörn Borges Der Titel ist eher Ausdruck einer Welt, die nur scheinbar zusammenhält. „Bröckelnde Wände“, im Moment noch romantisches Beiwerk zu Blüten, Gras und frischen Trieben, kündigen bereits die Angst vor dem Beziehungszusammenbruch an. Schön,Read More