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Posted On September 1, 2022By Alf Mayer

Garry Disher „Stunde der Flut“ – von Alf Mayer

Ein Meistererzähler beweist sich erneut Nun also ein neuer Held. Der Australier Garry Disher, jetzt im August 73 geworden und unermüdlich kreativ, legt seit 20 Jahren zuverlässig jedes Jahr einen neuen Kriminalroman vor. Und das geradezu unheimlich beständig stets auf Weltklasse-Niveau. Es gibt nur wenige Autoren in diesem Genre, die ihm das Wasser reichen können, ein solcher Reichtum an immens guten Büchern und Geschichten, prall und lebensecht, ist Königsklasse. Vier Mal „Deutscher Krimi Preis“ und vier Mal der australische „Ned Kelly Award“, darunter auch die Auszeichnung für sein Lebenswerk, unterstreichenRead More

Posted On September 1, 2022By Alf Mayer

Alf Mayer unterwegs in „The Alps“

Das warme Leben der Wirklichkeit Photochrome: Wie eine aus der Zeit gefallene Drucktechnik uns immer noch die schönsten Bilder macht – von Alf Mayer Ein massiver Buchdeckel in Holzoptik, der Eindruck einer Holzplanke verstärkt vom Gewicht: 6,4 Kilogramm, wunderschönes Edelweißmuster als Vorsatzpapier, die Buchbindung extrem stabil, ein Coffee-Table-Buch, das auf egal welcher Seite aufgeblättert, offen liegen bleibt, ein fingerbreites samtenes Lesebändchen – und Berge, Berge, Berge. Nichts als Berge. Nun ja, Täler und Seen auch. 600 Seiten. Sensationell. Hach. Ich muss gestehen, etwas Angst hatte ich schon vor diesem MonumentalbandRead More

Posted On September 1, 2022By Alf Mayer

Alf Mayer bildet sich mit „Science Illustration“

Die Kunst, Wissenschaft zu begreifen Alf Mayer über den Band „Science Illustration. Eine Geschichte des visuellen Wissens vom 15. Jahrhundert bis heute“ Wenn man sich erinnert, dass die Erde einmal als Scheibe galt, wird verständlich, welch weiter Weg es zur Wahrheit ist. Das Streben nach Wissen ist immer auch eines nach Erkenntnis, nach dem Boden unter den Füßen. Und dafür braucht es sinnhafte Idee, bildlichen Beweis. Anschauung. Wissenschaftliche Illustration. Die Sinnhaftigkeit dieses Mediums wird deutlich, wenn man sich erinnert, wie manche Illustrationsgrafik uns schon im Kindesalter Zusammenhänge verstehen ließ oderRead More

Posted On Juli 1, 2022By Alf Mayer

Alf Mayer zum „Poison Artist“

Wie eine Blume, die nur in der Nacht blüht Jonathan Moore und sein San-Francisco-Thriller „Poison Artist“ – von Alf Mayer „Siehst du“, sagte Emmeline. „Du weißt, wie man etwas findet.“„Wie kommst du darauf?“„Du hast mich gefunden.“ Es kann sein, dass Sie am Ende dieses Buch hassen. Den Autor, den Herausgeber, den Verlag. Mich. Es kann sein, dass dieses Buch Sie wie eine Keule trifft. Oder wie ein Peitschenhieb. Dass es auf Sie wirkt wie ein geöffnetes Glas mit verdorbenem Inhalt. Oder wie süßes Gift. Eine Reaktion aber werden Sie haben.Read More

Posted On Juli 1, 2022By Alf Mayer

Alf Mayer schaut Ellroys „LAPD ’53“

Der Fotografie das Verrückte zurückgeben 85 Tatort-Fotos aus dem Los Angeles des Jahres 1953, dazu 25.000 Worte von James Ellroy. Ein nahezu ideales Zusammentreffen von Autor, Gegenstand und Recherchelage. Texte zu Fotografien, das ist oft herbeigeklaubtes Zeug, mühsam zur Deckung gebracht, übergestülpte Interpretationen. Dies aber ist ein Werk der Güte „Once in a lifetime“. Alexander Kluge würde wohl Kairos am Werk sehen, den richtigen Moment. „Kunst“ mache er als nächstes, lachte James Ellroy, als ich ihn im Frühjahr 2015 interviewte (siehe „Unterwegs zum Übermenschen“). Und er versprach: „A good book. Interesting.“ Das istRead More

Posted On Juli 1, 2022By Alf Mayer

Alf Mayer über „Meer. Das ultimative Handbuch“

All das, was man nur auf dem Wasser lernen kann Ein Sachbuch, nicht nur für den Sommer Dieses Buch macht schon Spaß, bevor man es aufschlägt. Es kommt frisch und fröhlich daher, mit einem leicht überbreiten Format und wiegt 1,2 kg. Ordentlich viel Buch also fürs Geld. Dank des dicken Umschlagdeckels und der starken Bindung klappt es sich bereitwillig auf, bleibt liegen wie ein schön ausgebreitetes Strandhandtuch. Ein lesefreundlicher Satzspiegel und die großzügige, abwechslungsreiche Gestaltung – sechs Illustratorinnen und Illustratoren haben mitgewirkt – machen die Begegnung visuell abwechslungsreich. Vollends zumRead More

Posted On Juni 1, 2022By Alf Mayer

Alf Mayer: Otl Aicher zum Hundertsten

Denker am Objekt Dem Gestalter und Typografen Otl Aicher zum 100. Geburtstag – von Alf Mayer Design war für ihn „Zivilisationsarbeit“. Er bezeichnete sich gern als „Anarchist mit Sinn für Ordnung“, hatte seinen eigenen Kopf – und einen echt Allgäuer Schädel. Als junger Journalist der „Augsburger Allgemeinen“ hatte ich das Glück, ihm zu begegnen. Es wurde eine Freundschaft, und er mein Mentor. Heute bin ich älter als es ihm zu werden vergönnt war. Jetzt am 13. Mai wäre Otl Aicher Hundert geworden. Ein gerade im Prestel Verlag erschienenes großformatiges Buch, dasRead More

Posted On Mai 1, 2022By Alf Mayer

Alf Mayer über „100 Filme der 2010er“

Spiel mir das Lied vom Tod Ein Buch über das Jahrzehnt, in dem das Kino seine Kraft bewies Filmbücher sind eine seltene Spezies geworden – um nicht zu sagen, eine bedrohte. Viele Verlage, die Filmreihen auflegten, haben sie längst wieder eingestellt. Unvergessen und prägend zum Beispiel Hansers „Blaue Reihe Film“, 1974 gestartet, 1992 nach 45 Bänden jäh beendet. Wie bei französischen Vorbildern war jeder Band einem Regisseur, einem Darsteller oder einem Thema gewidmet und entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutsche Kinemathek sowie den Filmspezialisten Peter W. Jansen und Wolfram Schütte. DieseRead More

Posted On Mai 1, 2022By Alf Mayer

Alf Mayer: Mehr als ein Klassiker der Botanik

Wegweisendes aus dem Jahr 1543 Alf Mayer über „Das New Kreüterbuch“ von Leonhart Fuchs von 1543 „Heilende Gifte“ hieß die Ausstellung zum 20-jährigen Jubiläum des Leonhart-Fuchs-Gartens im Ansbacher Hofgarten im letzten Jahr. Die Bayerische Schlösserverwaltung präsentierte dabei zehn besonders giftige Pflanzen, die schon vor 500 Jahren zur Heilung von Erkrankungen und anderweitigen Leiden verwendet wurden. Das optische Highlight der Ausstellung, die Blüten gelb und zart, war der Gelbe Eisenhut (wissenschaftlicher Name „Aconitum vulparia“), eine der giftigsten Pflanzen Europas. Binnen drei Stunden kann sein Nervengift zum Tod führen. Mit dabei unter anderemRead More
Unter die Haut/ Under the skin John Byron: The Tribute. Affirm Press, Melbourne 2021. 414 Seiten. So dezidiert habe ich das noch in keinem australischen Buch gelesen: „This book was written on Aboriginal land. Always was, always will be.“ Man stelle sich das bei Steinbeck, Cormac McCarthy, Poe oder Ellroy vor: Dieses Buch wurde auf dem Land der Ureinwohner geschrieben, es wird immer ihres sein und bleiben. Der Respekt, den John Byron (nicht nur) im Nachwort seines Erstlingsromans der Wahrheit zollt, zeichnet sein ganzes Buch aus, beschließt es mit einemRead More
They Can’t Go Home Again Über die Helden in Paul Schraders Filmen, besonders Oscar Isaac als William Tell in „The Card Counter“ – Dieser Text ist David Forcht und dem ganzen Team von Weltkino gewidmet, weil es Verleiher mit Herz braucht, die uns immer noch und unverdrossen solche Filme auf der Leinwand zugänglich machen. Martin Scorsese: I’d like you to score a movie for me. It’s called “Taxi Driver.”Bernard Herrman: I don’t do movies about cabbies.Scorsese: It’s not… let me show you the script. Der große Bernard Herrman ließ sichRead More

Posted On April 1, 2022By Alf Mayer

Alf Mayer: WEBs Vietnam-Film „Amerasia“

Es gibt Filme, die bei einem bleiben, obwohl es schon sehr lange her ist, dass man sie gesehen hat. „Amerasia“ von Wolf-Eckart Bühler ist solch ein Fall. Ich sah ihn 1985, beim Münchner Filmfest, und dann wieder jetzt erst vor wenigen Tagen – dank der gerade eben als DVD erschienenen digitalen Restaurierung des Filmmuseums München. Fast schockierend, wie sehr mir der wie unter Schock stehende Hauptdarsteller John Anderson im Gedächtnis war. Und wie diese eine Episode aus dem Waisenhaus mich nie verlassen hat. Davon weiter unten. „Amerasia“ ist einer derRead More

Posted On März 1, 2022By Alf Mayer

Alf Mayer: Alexander Kluge ist 90

Der Leser als Produzent seiner Erfahrung! Kleine Begegnungen mit Alexander Kluge und seinem Werk Hamburg, Ende September 1979. Einem Sonderzug aus München entsteigen am Bahnhof Dammtor unter anderem Margarethe von Trotta, Alexander Kluge, Werner Herzog, Rainer Werner Fassbinder, kurz alles, was im Jungen Deutschen Film Rang und Namen hat. Im CSU-Bayern waren sie mit Forderungen nach Filmförderung auf Granit gestoßen, Hamburg wird das erste Bundesland, das ihnen die Tore öffnet. Dort veranstaltet der deutsche Autorenfilm jetzt sein erstes Filmfest. Im Abaton. Aus diesem Anlass tagt dort auch die AG derRead More

Posted On März 1, 2022By Alf Mayer

Alf Mayer: Interview mit Hoeps & Toes

Europa schreiben, im Kriminalroman Estland, Litauen, Strasbourg, Dresden, die Slowakei, Tschechien, Polen, Österreich, Frankreich, die Vogesen, Biarritz, Belgien, die Niederlande – viele europäische Orte und Regionen werden uns spätestens jetzt mit Putin noch näher wachsen als je zuvor. Überhaupt Europa. Ich habe mich immer schon gefragt, warum Kriminalromane bei uns so selten über Ländergrenzen streifen, warum es nicht öfter eine transeuropäische Sicht in der Kriminalliteratur gibt. Das hat mich jetzt bei „Der Tallinn-Twist“ von Hoeps und Toes elektrisiert – siehe auch die Besprechung von Thomas Wörtche bei uns in denRead More

Posted On Februar 1, 2022By Alf Mayer

Alf Mayer: So viel Bond war wie

Paul Duncan: The James Bond Archives. “No Time To Die” Edition. Verlag Taschen, Köln 2021. Hardcover, Format 41,1 x 30 cm, 6,65 kg. 648 Seiten, über 1000 Abbildungen, 150 Euro. Verlagsinformationen hier. Es hätte auch schiefgehen können – jetzt aber gehört er zu unserem kulturellen Gedächtnis Schwer wie eine Marmorplatte, zu Ehren eines der größten Filmhelden zentral in den Mittelgang der Filmkathedrale gesetzt, das ist dieser XXL-Band aus dem Verlag Taschen. So viel Bond war noch nie. Nirgends. „Das James Bond Archiv“ ist das ultimative Monument für eine Kino- undRead More
Der Große Deutsche Schuld Roman  Am Anfang, gleich im ersten Satz, wird Paula Bloom, die Heldin dieses Buches, von einer gewaltigen Wucht bis ins Mark erschüttert. Eine immense Wasserwand trifft den Bug des Truppentransporters, auf dem sie im letzten Kriegsjahr des Zweiten Weltkriegs nach Europa unterwegs ist. „Diese eine Welle würde sie nie vergessen…“, beginnt der Roman. Das ist mehr als eine Metapher. Die Wucht der Meereswelle, die auf eine Haut aus Stahl trifft und alle hinter diesem dicken Panzer bis ins Mark erschüttert, das ist auch die Kraft undRead More

Posted On Dezember 31, 2021By Alf Mayer

Ulrich Mannes, Alf Mayer

Ulrich Mannes: Heute erst recht nicht Das Filmjahr 2021 ging für mich mit Wolfram Paulus los. Im Januar veranstaltete das Mozarteum Salzburg ein zweitägiges Symposium über den ein Jahr zuvor verstorbenen österreichischen Filmemacher, das die Veranstalter leider in einer reinen Online-Version organisieren mussten und damit weitgehend unter dem Radar der Öffentlichkeit blieb. Wenigstens konnte ich als Teilnehmer Paulus’ Filme vorab sichten und sein Œuvre gleich neu einschätzen. Paulus, dessen Laufbahn in den 80er Jahren „als gedul­diger, hell­sich­tiger Ethno­graph ländlich-alpiner Mikro­welten, als Erneuerer eines kriti­schen Heimat­films“ (Synema) sehr vielversprechend begann, wird vor allem mit denRead More
Gefährliche Visionen und neue Welten Zum neuen Band „Dangerous Visions and New Worlds“ von Andrew Nette und Iain McIntyre Wir alle haben uns schon weit mehr getraut. Haben größere Träume gehabt. Haben sogar die Weltrevolution für möglich gehalten. Und bessere Welten. Das wurde uns – ich bin Jahrgang 1952 – und den folgenden Generationen inzwischen ziemlich ausgetrieben. Wer Visionen hat, solle zum Arzt gehen, höhnte der bis heute verehrte Sozialdemokrat Helmut Schmidt. Heute ist die Zukunft nur noch Dystopie. Im Nachhinein betrachtet, muss man die Zeit der späten 1950er bisRead More

Posted On November 1, 2021By Alf Mayer

Alf Mayer: Frida Kahlo XL

Flamme bin ich sicherlich Ja! Ich weiß, woher ich stamme!Ungesättigt gleich der FlammeGlühe und verzehr‘ ich mich.Licht wird alles, was ich fasse,Kohle alles, was ich lasse:Flamme bin ich sicherlich!(Friedrich Nietzsche) Sie malte den Schmerz, die Liebe, den Stolz und die Zärtlichkeit. Die Revolution. Mexikanische Todesvorstellungen. Die indigene Geschichte Amerikas. Die moderne Frau. Sich selbst, dies über 50 Mal. Es gab viele Fridas, längst nicht nur die Schmerzensfrau. Sie ist die vermutlich weltweit bekannteste Künstlerin überhaupt. Eine Ikone. Eine der Schlüsselfiguren (nicht nur) der bahnbrechenden mexikanischen Moderne – als Künstlerin eine Vorreiterin fürRead More
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Posted On Oktober 1, 2021By Alf Mayer

Alf Mayer: Interview mit Franck Bouysse

„Meine Figuren suchen nichts, sie nehmen hin, was ist“ Er war Biologielehrer und begann 2004 zu schreiben. Die Romane „Grossir le ciel“ (2014), „Plateau“ (2016) und „Glaise“ (2017) wurden zu großen Erfolgen, brachten mehrere Literaturpreise ein und etablierten Franck Bouysse in der französischen Literaturszene. Heute lebt er abwechselnd in Limoges und im Département Corrèze. Mit »Rauer Himmel« (Grossir le ciel) erscheint er nun das erste Mal auf Deutsch. Möglich macht das der Stuttgarter Polar Verlag, der monatlich mit einem exquisiten Kriminalroman-Programm aufwartet.  »Rauer Himmel« ist eine Hommage an das sterbende Bauerntum,Read More

Posted On September 1, 2021By Alf Mayer

Alf Mayer: Interview mit Ken Bruen

„Brant ist der Teufel in Uniform“ Anlässlich des Erscheinens von „Saubermann“ (A White Arrest), dem ersten Roman der Inspektor Brant-Reihe, führte Alf Mayer eine E-Mail-Korrespondenz mit Ken Bruen, aus der das wohl längste, je mit dem spröden Iren geführte Interview entstand. Ken Bruen ist ein Meister der Verknappung, hält nichts von langen Sätzen. Hier erleben Sie ihn geradezu redselig.Und beachten Sie auch die anderen, bereits erschienenen Brant-Romane „Die Füchsin“, „Brant“, „Kaliber“ (alle im Polar Verlag), three more to go, dann ist die zwischen 1998 und 2007 entstandene Serie vollständig übersetzt.Read More
Charakterporträt des Zuschauers im Film Noir Wir.Können.Nicht.Wegschauen. Und wir wollen auch nicht.  Wir wollen es sehen. Alles sehen.Den Tod. Die Gefahr. Die Lust. Die Gewalt.Die Angst. Das Verbotene. Den Abgrund. Ich kann den Blick nicht von euch wenden.  So beginnt ein Gedicht von Ferdinand Freilingrath mit dem Titel „Die Auswanderer“, es entstand 1832 in Amsterdam, wo der März-Revolutionär Deutsche beobachtet, die sich nach Amerika einschiffen. Gut hundert Jahre später zersplittert der amerikanische Traum im Film noir. Seine Bildwelten sind mitgeprägt von deutschen Exilanten und vom Expressionismus. Noir-Figuren sind psychisch und moralisch ambivalent, nichtRead More

Posted On August 1, 2021By Alf Mayer

Alf Mayer: Die „Goldfinger Files“

Während das Kino (und/oder das Streaming) noch auf den endlos verschobenen 25. Bond-Film „Keine Zeit zu Sterben“ wartet, lohnt der Blick in ein Buch – und auf eine Sequenz, die den Mythos Bond begründete. Sean Connery, die Arme hochgereckt wie ein Sieger, auf einem Felsen. Top of the World. Furka-Pass. Es ist Dienstag, der 7. Juli 1964. Der zweite Drehtag für eine der berühmtesten Sequenzen der Filmgeschichte. Sechs Minuten und 37 Sekunden lang. Gedreht an sieben Tagen. Eine ikonische Woche. Jetzt liegt das Buch dazu vor. Ultra cool. Ultra heiß.Read More

Posted On August 1, 2021By Alf Mayer

Alf Mayer: Kengo Kuma XXL

Das Beton-Zeitalter hinter sich lassen Atemberaubend wäre das falsche Wort. Die Bauten von Kengo Kuma sind atemweitend, so muss man es sagen. Bei ihm wird die Materie durchlässig, bekommt der Schatten eine Form. Seine Gebäude stehen mit ihrem Ort im Dialog. Der japanische Architekt Kengo Kuma (Jahrgang 1954) ist ein Mann zwischen zwei Zeitaltern, er wurde in der Beton-Zeit groß, suchte und sucht aber beständig nach Neuem. Seine Bauten lassen das Beton-Zeitalter hinter sich. Er ist ein Baumeister für die Zukunft. Gerade ist im Verlag Taschen eine XXL-Monographie mit rundRead More
Große Figur, keine überlebensgroße Rächerin Es sind zwei Tote ohne Namen, mit denen es die Privatdetektivin und gelegentliche Kopfgeldjägerin Alice Vega in Louise Lunas Kriminalroman zu tun bekommt: zwei mexikanische Mädchen, zwischen 12 und 14 Jahren alt, zu Lebzeiten zur Prostitution gezwungen, nach dem Tod einfach abgeladen. Alter, Todesart und die Seriennummer der eingesetzten Spirale verbindet sie – und letztere verrät noch mehr: Es muss außer ihnen noch vier weitere Mädchen geben. Weil nun eine der Toten einen Zettel mit dem Namen von Alice Vega in der Hand hält, kommtRead More
Hat wenig mit Merle Kröger zu tun: „Verrat am Nil“ aus dem Jahr 1967 Merle Krögers „Die Experten“ – nicht dass ihre Schreibweise irgendetwas damit zu tun hätte – rief mir einen frühen Mister-Dynamit-Roman in Erinnerung, den ich jetzt wiedergelesen habe. „Verrat am Nil“ erschien im Frühjahr 1967 als sechstes Abenteuer des BND-Agenten Bob Urban. Es war eine sehr seltsame Wiederbegegnung und ich muss Sie erst auf die Folter spannen, ehe es an Ergebnisse geht. Schließlich sind wir hier im Thriller-Bereich. Siehe auch mein (Achtung) umfangreiches Mister Dynamit-Porträt „Schweres WasserRead More