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Posted On Oktober 1, 2020By Alf Mayer

Alf Mayer über „Das schönste Buch 2020“

Gewalt des Zusammenhangs Zum monumentalen Band „Das Jahr 1990 freilegen“ von Jan Wenzel Es trägt den Titel „Schönstes Buch 2020“, kommt aus Leipzig, wurde erst kürzlich mit diesem Preis der Stiftung Buchkunst 2020 ausgezeichnet und entspricht so gar nicht dem, was wir gewöhnlich an Büchern schön finden. Es kommt überwiegend in Schwarzweiß daher, 592 Seiten fadengeheftete Broschur, großformatig, der Buchrücken fast fünf Zentimeter dick. Ein Wälzer. Das Buch tritt werktäglich auf, trägt kein Sonntagskleid sondern Arbeitsmontur, hat den Schmutz noch unter den Fingernägeln und viele gebrochene Herzen im Falz. Ein BuchRead More

Posted On September 1, 2020By Alf Mayer

Alf Mayer bei Garry Disher

Hirsch ist zurück Ein Treffen und ein Interview mit Garry Disher – von Alf Mayer „Hope Hill Drive“, jetzt Ende August im Unionsverlag erschienen, war in Australien ein Bestseller, der bisher größte kommerzielle Erfolg für Garry Disher, dies nach rund 50 Romanen und in seinem siebzigsten Lebensjahr, mit dem Setting seines Herkunftsorts, einem kleinen, kargen Kaff im Weizen & Wolle-Land drei Stunden nördlich von Adelaide. Im Hinterland. „Peace“, so der australische Originaltitel, mit der Silhouette eines Ponys hinter Stacheldraht (im Roman kommt eine Tierverstümmelung vor), war bei meiner Ankunft inRead More

Posted On September 1, 2020By Alf Mayer

Alf Mayer zur Geschichte der EC-Comics

Verbrannt, verfemt – und wieder auferstanden Drei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs brannten im Dezember 1948 wieder Bücher – dieses Mal in Amerika. Es waren Comics. Sie waren des Teufels. Schüler und Lehrer der katholischen Pfarrschule von Binghamton, New York, hatten sie in der Woche vor Weihnachten bei einer Haustüraktion eingesammelt, aus Buchregalen und von unter den Betten hervorgezogen. 2000 Comicbücher und Hefte kamen so zusammen. Auch in Rumson, New Jersey, gingen die Pfadfinder auf eine zweitägige Comicjagd. Der Junge, der die meisten Comics eingesammelt hatte, erwarb sich dasRead More

Posted On August 1, 2020By Alf Mayer

Alf Mayer: 4 x Kino-Geschichte

Mehr als nur eine melancholische Mission Filmbücher über die Kinos im Schaumburger Land, in Wien, im Weinviertel und im Usinger Land – besprochen von Alf Mayer. Die Filmgeschichte ist mittlerweile 125 Jahre alt, sie ist auch eine Filmtheatergeschichte. Das Kino war einmal nebenan, in der Stadt wie auf dem Land. Vier sehr unterschiedliche Bücher erzählen davon: Ralf Wente von den Lichtspielen im Schaumburger Land, ein prächtiger Ausstellungskatalog von der „KINO WELT WIEN“, ein nostalgischer Bildband von den verschwundenen Kinos im Weinviertel und Wolfgang Ettigs breite Recherche von der Kinogeschichte desRead More

Posted On August 1, 2020By Alf Mayer

Alf Mayer: Sechs Bücher zur Konsumgeschichte

Haben und Sein Das Kaufen und das Haben, das Rauben und das Nehmen, das Begehren und das Stehlen, das alles liegt nahe beieinander. Ein Magazin wie das unsere, das den Spektralfarben der Kriminalliteratur bis an die Enden der Regenbögen nachforscht, muss sich auch mit dem Reiz des Materiellen, mit dem Konsum und dessen Kulturgeschichte beschäftigen. Dazu schweifen wir hier durch eine Handvoll Bücher. – Von Alf Mayer. Der schottische Philosoph David Hume (1711 bis 1776) sprach dem Genuss von Luxusgütern sowie der Betrachtung von Kunst eine zivilisierende Funktion zu: „In einer Nation, in derRead More
Fleisch, ein Stück Sklavenkraft – Eine Vor-Ort-Recherche im Land der Fleischmafia – von Alf Mayer. Dieser Text erschien zuerst im Jahr 2014 bei uns. Es gibt in ihm nichts zurückzunehmen, nichts zu dementieren. Bis auf den Mindestlohn hat sich in der Fleischwirtschaft seitdem nichts an den Zuständen verändert – nur, dass sie jetzt nicht mehr zu leugnen und zu verdrängen sind. Ohne die Ausbeutung von Arbeitern aus Osteuropa geht auch 2020 auf deutschen Schlachthöfen nichts, all das Verbesserungsgelaber der letzten Jahre war: nur Gelaber. Im Corona-Skandalbetrieb von Tönnies in Rheda- WiedenbrückRead More

Posted On Juli 1, 2020By Alf Mayer

Alf Mayer: Ischgl, Tirol – True Crime (II)

Keine Scham, nirgends Alf Mayer über den Fotoband „Ischgl“ von Lois Hechenblaikner Dieses Buch tut weh. Und das soll es auch. Der Tiroler Lois Hechenblaikner, Jahrgang 1958 und selbst in einem Tourismusbetrieb aufgewachsen, dokumentiert seit 26 Jahren, was sich in Ischgl, in einem Seitental des Stanzer Tals im Westen Tirols nahe der Schweizer Grenze abspielt. Das 1600-Einwohner-Dorf liegt 1400 Meter hoch, sein Skigebiet, die Silvretta Arena, hat 238 Kilometer Piste mit 45 Liftanlagen und ist mit dem schweizerischen Samnaun verbunden.  Die Prostitution der Alpen durch den Fremdenverkehr – wie GeorgRead More

Posted On Juli 1, 2020By Alf Mayer

Alf Mayer: Ein neues Fotobuch von Brigitte Tast

Farbe bekennen Über den Fotoband „Rot in Schwarz-Weiß“ Schwarzes Vorsatzpapier. Dann der Titel und der Inhalt. „Das Dorf, mein Zuhause“, das erste Kapitel. Schellerten, im Osten des Landkreises Hildesheim in Niedersachsen. Eines der ersten Fotos blickt der ICE-Strecke Berlin-Kassel nach. Im goldenen Schnitt hinten in der Bildmitte liegt die Sehnsucht. Das Suchen. Atelier.Dunkelkammer.Öffentlichkeit. 1,2,3.Wenn es doch so einfach wärein diesem Gestrüpp,das Leben heißt. So lautet einer der Einträge. Über die Jahre hinweg geschrieben. Zahllose Merkzettel, mit emotionalen Gedankenblitzen und nüchternen Erkenntnissen, oft seitenlang, manchmal knapp und fragmentarisch. Zuerst aber dasRead More

Posted On Juni 1, 2020By Alf Mayer

Alf Mayer: „Poor Dogs“ von Ute Cohen

Hardcore-Kapitalismus  Dieses Buch geht einem lange nicht aus dem Kopf, es ist alles andere als Ex-und-Hopp. In den Corona-Fluten ist es leider ziemlich unbeachtet geblieben, kaum ein Feuilleton hat sich bisher für den Roman „Poor Dogs“ von Ute Cohen aus dem feinen Wiener Septime-Verlag Zeit genommen. Das Buch schillert, es ist nicht ganz einfach zu klassifizieren. Es ist ein Wirtschafts- und ein Gesellschaftsroman, ein Thriller und ein Noir, ein lasziv funkelnder Diamant – ein sehr sinnliches Buch. Ein schwarzherziger Liebesroman aus der kapitalistischen Hölle.  Das Buch erzählt von kleinen undRead More
„Ein Gefangener ist ein Prediger der Freiheit“ Zum Ausbrecherroman „Flucht“ – Essay von Alf Mayer Schon verwunderlich, angesichts von Benjamin Whitmers „Flucht“ – nach Frankreich nun auch in Deutschland, nicht aber in den USA erschienen –, dass es zwar etliche Romane vom Leben im Gefängnis gibt, etwa Chester Himes aus eigener Erfahrung gespeistes Debüt „Yesterday Will Make You Cry“, das 1937 geschrieben, als Hybrid aus Pulp-Roman und introspektiver Charakterstudie jedoch seiner Zeit voraus war, 1952 zensiert als „Cast the First Stone“ und erst 1998 in der vom Autor beabsichtigten Form erscheinenRead More
Sie küssten und sie schlugen ihn West Australien 1988. Nach Problemen mit einer Biker-Gang flieht der siebzehnjährige Lee Southern nach Perth, schlägt sich mit seinem Abschlepptruck eine Zeitlang durch, bis ihn die Konkurrenz auffischt, gerät in Neo-Nazi-Kreise. David Whish-Wilson, Autor einer stilvollen, exzellenten Thriller-Trilogie („Die Gruben von Perth“, Die Ratten von Perth“ und, 2021 dann auf Deutsch, „Old Scores) legt nach seinem ebenfalls hier besprochenen Ausflug ins San Francisco der Jahrhundertwende 1900 („The Coves“) erneut einen zwischen Hardboiled und Noir oszillierenden Roman vor, der es in sich hat.  Das BuchRead More

Posted On Mai 1, 2020By Alf Mayer

Interview mit Benjamin Whitmer – von Alf Mayer

„Ich schreibe immer Tragödie. Und Arbeiterklasse.“ Der gerade im Polar Verlag erschienene Roman „Flucht“ ist nach „Im Westen nichts“ und „Nach mir die Nacht“ das dritte hierzulande veröffentlichte Buch von Benjamin Whitmer. Konzentriert auf Ort und Zeit, handelt „Flucht“ von einem Gefängnisausbruch in der Neujahrsnacht 1968 in den Bergen von Colorado. Alf Mayer, der das Buch übersetzt hat, unterhielt sich mit dem Autor. Frage: Dein Buch ist bisher nur in Frankreich erschienen, als „Evasion“ bei Gallmeister. Der Originaltitel „Old Lonesome“ ist der Name des Gefängnisses im Roman. Bezieht er sichRead More
Eine Dosis Resilienz aus Neuseeland Von Alf Mayer Unsere erste ernsthafte Berührung mit Covid-19 – und wir sind seit Ende Januar in Tasmanien und Neuseeland unterwegs – haben wir am Tag 55 unserer Reise in einem kleinen Kaff an der einsamen Westküste der Südinsel. An der Eingangstür unseres Restaurants hängt ein Plakat der Regierung, dass die Zahl der Gäste nicht mehr als 99 betragen soll. So groß ist die Lokalität gar nicht, aber die Tische sind weiter auseinander gerückt als gestern Abend, alle Gäste müssen sich mit ihren Kontaktdaten inRead More
Ein Einschnitt wie Tschernobyl Exklusiv aus Australien – Ein CrimeMag-Schwerpunkt zu den Bränden in Australien, kuratiert von Alf Mayer Die ursprünglichen Reisepläne hätten ihn direkt ins Feuer geführt. Eigentlich wollte CrimeMag Co-Herausgeber Alf Mayer von Sydney aus die Küste entlang nach Melbourne zockeln, entschied sich dann zugunsten eines Wiedersehens mit Tasmanien für einen anderen Reiseverlauf. Aber auch so waren die Brände Dauerthema. Sie bewegen die ganze Nation, sind ein Einschnitt wie Tschernobyl, die politischen Folgen noch gar nicht abzusehen. Die Front der Klimawandel-Leugner ist im Heimatland der Murdoch-Presse, die 58Read More

Posted On Dezember 1, 2019By Alf Mayer

Alf Mayer zu einer Graphic Novel über Hannah Arendt

Das Denken zeichnen Ken Krimsteins „Die drei Leben der Hannah Arendt“ Was die Graphic Novel kann und darf, das zeigt uns Ken Krimstein überzeugend mit „Die drei Leben der Hannah Arendt“. Die von Hanns Zischler aus dem amerikanischen Englisch ins Deutsche gebrachte „Graphic Biography“ ist gerade als Klappenbroschur in der dtv Verlagsgesellschaft erschienen – Ankunft in der Mitte der Literaturgesellschaft also. Und das ganz verdient. Es ist ein Buch, das auf berührend anschauliche Weise das Denken feiert und die Liebe, das Leben und den freien Geist. „Kein Mensch hat das Recht zu gehorchen“ stehtRead More

Posted On November 3, 2019By Alf Mayer

Alf Mayer über „Die Schweizer KZ-Häftlinge“

Die Schweiz hat sich schuldig gemacht Über das wichtige Buch „Die Schweizer KZ-Häftlinge. Vergessene Opfer des Dritten Reichs“ Dieses Buch ist ein Meilen- und ein Stolperstein. Autoren und Verlag gebührt dafür höchster Respekt. Vier Jahre haben die Journalisten Balz Spörri, René Staubli und Benno Tuchschmid für ihr Buch über die vergessenen Schweizer Opfer des Dritten Reichs recherchiert. Anstoß war ihnen eine Gedenktafel auf dem ehemaligen Appellplatz im KZ Buchenwald. Sie erinnert an die Nationalitäten der Häftlinge, die dort gequält und ermordet wurden. Und zwischen „Schweden“ und „Senegalesen“ steht dort „Schweizer“. Das war Spörri,Read More

Posted On Oktober 3, 2019By Alf Mayer

Alf Mayer über Peter Christian Hall „Grotesk“

Das Ende der Welt als Zusammenhang Mehr als nur eine Begriffsklärung – eine ästhetische Kategorie „Wer auf dem Kopf geht, meine Damen und Herren, – wer auf dem Kopf geht, der hat den Himmel als Abgrund unter sich.“ (Paul Celan: Der Meridian. Rede anlässlich der Verleihung des Georg-Büchner-Preises 1960) Peter Christian Hall steigt in seine Untersuchung des Grotesken mit einer nur als „grotesk“ zu umschreibenden Schlüsselszene, nämlich der Begegnung des deutschen Bildungsbürgertums mit seinen Verstrickungen ins (damals  noch kein Jahr vergangene) „Dritte Reich“. Am 3. Mai 1946 trat Gustaf Gründgens, soeben ausRead More

Posted On September 1, 2019By Alf Mayer

Alf Mayer über Bodo V. Hechelhammers „Felfe“-Buch

Große biographische Recherche, angenehm unaufgeregt Alf Mayer zu Bodo V. Hechelhammers „Spion ohne Grenzen. Heinz Felfe – Agent in sieben Geheimdiensten“ Solch ein Buch ist selten, alleine schon seiner Perspektive und Hartnäckigkeit wegen ist es bemerkenswert. Acht Jahre hat sich der Historiker Bodo V. Hechelhammer mit dem Doppel-, Triple-, ja sogar Siebenfach-Agenten Johannes Paul Heinz Felfe beschäftigt. Zuviel, wie er selbstkritisch anmerkt. Hechelhammer ist Chefhistoriker des Bundesnachrichtendienstes (BND),  hat das Buch jedoch privat geschrieben – private Artikel von ihm bei CrimeMag finden Sie hier. Seine Aufarbeitung des größten Verratsfalles in der Geschichte desRead More

Posted On August 5, 2019By Alf Mayer

Alf Mayer über Ludwig Fischers „Natur im Sinn“

Der Kundschafter  Ein Grundlagenwerk des Nature Writing, das Theorie und Praxis vereint: „Natur im Sinn“ von Ludwig Fischer – Rezension von Alf Mayer Er wollte Biologe werden, studierte Verhaltensforschung, wechselte dann in die Literaturwissenschaft, war lange Jahre Professor für neuer deutsche Literatur und Medienkultur an der Universität Hamburg, ist Wissenschaftler, Schriftsteller, bekennender Gartenliebhaber, hat den Deutschen Preis für Nature Writing mitbegründet – eine Besprechung seines Porträts der „Brennnesseln“ sowie Fotos und Texte von ihm selbst, unter anderem eine große Moorkunde und Natur-Gedichte nebenan in diesem CulturMag-Special. Ludwig Fischers gewichtiges BuchRead More

Posted On Juni 1, 2019By Alf Mayer

Alf Mayer: Porträt Quentin Mouron

Dandy, noir Großer Autor zu entdecken – Quentin Mouran. Kleiner Steckbrief von Alf Mayer. Er wuchs an einem Ort auf, dessen Name die Bewohner zu verhöhnen schien: im versifften Winzkaff Notre-Dame-de-la-Merci in der kanadischen Provinz Québec. Gnadenlos hat er es in einem gleichnamigen Roman besungen. Der „Nouvel Observateur“ nannte ihn damals, 2012 bei diesem seinem zweiten Buch, „ein literarisches Phänomen von 23 Jahren“. Heute hat der 1989 in Lausanne geborene Quentin Mouron bereits fünf Romane veröffentlicht. Bei uns in Deutschland ist er noch weithin unbekannt, im französischen Sprachraum längst eineRead More

Posted On Mai 1, 2019By Alf Mayer

Alf Mayer: Interview mit Nico Walker

„Ich bin kein Kriegsheld“ Ein per E-Mail geführtes Interview mit dem in Kentucky im Gefängnis sitzenden Autor von „Cherry“ Weil er anderen helfen wollte, meldete er sich als Sanitäter für den Irak-Krieg, war in elf Monaten bei etwa 250 Kampfeinsätzen dabei, kam traumatisiert zurück, konnte nicht schlafen und war depressiv, wurde rauschgiftsüchtig, überfiel in vier Monaten zehn Banken – Gesamtbeute: knapp 40.000 Dollar -, wurde zu elf Jahren Gefängnis verurteilt, schrieb mit Hilfe von Außen einen Roman, der jetzt für den PEN/Hemingway Award nominiert war. Alf Mayer: Mir wurde gesagt,Read More

Posted On Mai 1, 2019By Alf Mayer

Alf Mayer über „A Private War“

Die Frau, die nicht wegsah Vor den Spiegel stellte er sich, entkleidet, und schrie und schrie: „Ich bin ein Mensch. Ich bin ein Mensch. Denn ich trage des Menschen Gestalt.“ (Hans Henny Jahnn, Perudja, 1929) Einmal in diesem Film steht Rosamund Pike in einem halbdunklen Zimmer nackt vor dem Spiegel, full frontal nudity, sieht sich an wie eine Fremde – einer der vielen existentiellen Momente in dem von Charlize Theron produzierten Film, der bis auf einige special screenings in Deutschland gar nicht ins Kino kam.Rosamund Pike verkörpert die amerikanische Kriegsreporterin MarieRead More
„Ich beschäftige mich nicht lange damit, ob man etwas darf oder nicht“ Blut kennt der Polizist Viktor Saizev besser als Wasser, heißt es ziemlich am Anfang von „Krähentod“, dem dritten Buch mit dem Ermittlerpaar Rosa Lopez und Viktor Saizev vom Landeskriminalamt Berlin, Delikte am Menschen. Der Roman spielt weitgehend innerhalb weniger Tage in Moskau. Viktor will dort Urlaub machen, schon am Flughafen wird direkt neben ihm ein Mann erschossen und er landet – auch dank eines alten Haftbefehls – im Gefängnis. Das ist erst der Anfang. Dieses Mal treffen wirRead More

Posted On März 4, 2019By Alf Mayer

Alf Mayer über „Das NASA-Archiv“

Zeuge von etwas wahrhaft Großem sein Gestern Abend auf dem Weg zum Kino hat mich das Schaufenster meiner Lieblingsbuchhandlung bezaubert. Rings um das hier besprochene Buch war darin eine ganze Batterie von Kinder- und Jugendbüchern zum Thema aufgebaut: „Mein großes Buch vom Weltall“, „Armstrong“, „Sterne und Planeten. Die Sachbuchreihe mit der Maus“, „Was ist was? Der Mond. Rätselhaft und mächtig“, „Das große Weltall: Die Geschichte der Raumfahrt“, „Kinder-Weltraumatlas“, „Space Kids. Eine Einführung in den Weltraum“ und mehr.Der Anblick ließ mich einen erleichterten Seufzer tun. Es ist mehr als erfreulich, dassRead More

Posted On Februar 3, 2019By Alf Mayer

Alf Mayer: Interview mit Jeong Yu-jeong

„Möglichst weit vom Anfangsmanuskript entfernt“ Ein Gespräch mit der koreanischen Thriller-Autorin Jeong Yu-jeong – von Alf Mayer. Jeong Yu-jeong (*1966) ist mit ihren psychologisch ausgefeilten Kriminalromanen eine Bestsellerautorin in Südkorea. Ihr Thriller »Sieben Jahre Nacht« (Unionsverlag, Ü: Kyong-Hae Flügel) sorgte 2015 im deutschsprachigen Raum für Aufsehen. Im Januar 2019 erschien »Der gute Sohn«, ebenfalls im Unionsverlag. Jeong Yu-jeong nahm Ende Januar am Kongreß »Global Crime« von LitProm in Frankfurt teil. Alf Mayer hatte sie bereits im Oktober 2018 auf der Frankfurter Buchmesse getroffen. Hier ist sein Interview. Alf Mayer: Sie sindRead More

Posted On Dezember 8, 2018By Alf Mayer

Alf Mayer: Interview mit Judith Schalansky

„Über Natur zu schreiben, ist heute politisch“ Judith Schalanskys „Verzeichnis der Verluste“ hat Alf Mayer im Teil Eins unseres großen Verlust-Specials besprochen, hier nebenan im Verlust DUE porträtiert er die von ihr herausgegebene Reihe Naturkunden. Für das folgende E-Mail-Interview stand die Schriftstellerin, Herausgeberin und Buchgestalterin während ihrer Lesereise für das neue Buch  ganz unkompliziert Rede und Antwort. Frage: Robert Marfarlanes „Die verlorenen Wörter“ sind Band 49 der Reihe Naturkunden. Ist Band 50 noch ein Geheimnis, oder können wir schon den Titel und das Erscheinungsdatum erfahren? Judith Schalansky: Es wird Jutta Persons Portrait der Korallen sein. DieRead More